Erste Autofahrt mit Sohn?

15 Antworten

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Vorweg: Autobahn ist einfacher und sicherer als Landstraße oder Stadtverkehr. Man hat keinen Gegenverkehr und die Vorfahrt ist immer gleich geregelt. Außerdem muss man sich bei den Kurven keine Gedanken machen, ob man vielleicht zu schnell ist. Ich hätte mit einem Fahranfänger am Steuer auf der Landstraße oder im Stadtverkehr mehr Bammel als auf der Autobahn.

Wie dein Sohn grundsätzlich fährt, kannst du dir von seinem sonstigen Verhalten ableiten. Ist er ein gewissenhafter Mensch, der darauf achtet seine Sache gut zu machen? Oder ist er einer, der Gesetze für Schikane hält und meint, er sei doch kein Loser der sich von irgendwem was sagen lässt? Vertraust du darauf, dass dein Sohn weiß was er kann und wo seine Möglichkeiten enden oder gehört er zu jenen, die mit ständiger Selbstüberschätzung auffallen? Gerade als Fahranfänger verhalten sich Leute am Steuer ähnlich wie sonst auch im Leben.

Es ist übrigens nicht seine erste Autofahrt. Er ist schon genug Auto gefahren, um einem Prüfer beweisen zu können, dass er sich an die Regeln halten kann. Und er ist berechtigt, eigenständig mit dem Auto zu fahren, so lange und wohin er möchte. Das solltest du ihm auf jeden Fall mal zugestehen.

Wo ich mir eher Gedanken machen würde: 3h sind für einen Fahranfänger eine sehr lange Zeit am Steuer. Da würde ich schon mit deutlicher Ermüdung und nachlassender Konzentration rechnen. Auf der Autobahn, wo man (angepasste Geschwindigkeit vorausgesetzt) sich auch mit eingeschränkter Aufmerksamkeit sicher fühlt, kann es vorkommen dass man das nicht merkt. Ich würde also auf halber Strecke eine ordentliche Pause einplanen; nicht nur ein Tankstopp, sondern es darf ruhig ein Spaziergang sein.

was würdet ihr mir raten?

Solange du keinen konkreten Anlass hast ihm zu misstrauen, solltest du darauf vertrauen dass er anständig fahren wird. Und vor allem solltest du nichts sagen, wenn es nicht nötig ist. Er fährt, nicht du.

Wenn du Anlass zu der Annahme hast, dass er gleich mal mit 220 über die A9 blasen will, solltest du vorher mit ihm sprechen. Dass du davor Angst hast und dass er doch bitte Richtgeschwindigkeit 130 fahren soll - wenn ihm das zu langsam ist, fährst du eben nicht mit.

Wenn du Anlass zu der Annahme hast, dass er gleich mal mit 220 über die A9 blasen will, solltest du vorher mit ihm sprechen. Dass du davor Angst hast und dass er doch bitte Richtgeschwindigkeit 130 fahren soll - wenn ihm das zu langsam ist, fährst du eben nicht mit.

In der Fahrschule testet man bei den Autobahnfahrten gerne mal seine Grenzen. Ich habe hierbei einmal nicht auf den Tacho geschaut und plötzlich war ich bei 181 - habe aber in den nachfolgenden Fahrstunden gemerkt, dass ich mich jenseits von 150-160 nicht mehr sicher fühle. Bei meiner Schwester, die zeitgleich ihren Führerschein gemacht hat, war es ähnlich.

Inzwischen beschränkt sich meine Geschwindigkeit auf ca. 140 km/h, und das auch nur zum Überholen - auf der rechten Spur halte ich mich an die Richtgeschwindigkeit. Auch der Umwelt zuliebe.

Ach ja, und auf einer dreispurigen Autobahn - fühle ich mich rechts erheblich wohler als auf der Mittelspur.

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@Neuerfan1

Naja, mein Fahrlehrer war so einer, der Fahrschüler grundsätzlich nicht schneller als 140 fahren ließ. Dafür durfte ich auf dem Rückweg noch auf einem Parkplatz mit der Handbremse spielen, weil es plötzlich anfing zu schneien. Fairer Deal^^

Demhingegen hatte ich im Bekanntenkreis gleich drei Kameradieschen, die entweder zum 18. ein Auto geschenkt bekamen oder das elterliche Auto ausleihen durften und innerhalb von zwei Monaten Totalschäden produzierten. Alle drei wollten auf dicke Hose machen. Es gab zum Glück keine ernsten Verletzungen... in zwei Fällen allerdings leider auch keinen Lerneffekt, einer schrottete später noch ein Auto und der andere erlag einem missglückten Überholmanöver mit dem Motorrad.

Ich selbst gehöre zu der Fraktion, die gerne auch mal das Gas durchdrückt. Aber mir ist von Berufs wegen sehr bewusst, was passiert wenn es schief geht - also fahre ich nur auf wirklich leeren und übersichtlichen Autobahnen schnell.

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Das geht vielen (allen?) Eltern so, wenn sie zum ersten Mal bei ihrem Kind im Auto mitfahren. Du bist nicht allein damit! Meine Mutter hat auch z.B. vor jedem Kreisverkehr Panik geschoben, als ich noch 1 richtig blutiger Fahranfänger war. Das legt sich mit der Zeit. (Habe jetzt seit knapp 2 Jahren Führerschein)

Autobahn fahren ist einfacher als Stadtverkehr oder Landstraße. Es gibt halt andere Gefahren. Kein Gegenverkehr, keine Kreuzungen, keine Vorfahrtsregeln. Dafür kann man sich bei Spurwechseln oder Überholmanövern verschätzen, in ein Stauende rasen oder bei stark überhöhter Geschwindigkeit aus der Kurve fliegen. Dennoch ist Autobahn fahren aus meiner Sicht einfacher zu fahren als dichter Feierabendverkehr in der Stadt.

Dein Sohn kann Auto fahren, sonst hätte er die Prüfung nicht bestanden. Selbst wenn in der Prüfung keine Autobahn vorkam (1 kurzes Stück Autobahn ist aber meistens drin), wird er auf der Autobahn einigermaßen zurechtkommen. Als Fahrlehrer meldet man seine Schüler nur zur Prüfung an, wenn man sich sicher ist, dass sie diese bestehen können. Egal ob nun Stadtverkehr, Landstraße oder Autobahn drankommt.

Wichtig ist auch, dass er sich gleich einen ausgeglichenen, sicherheitsbewussten Fahrstil angewöhnt. Wenn er sofort zum Raser wird, wird es schwieriger, nachträglich seinen Fahrstil zu korrigieren. Hierbei spielst auch du als Beifahrer*in eine entscheidende Rolle. Das Begleitete Fahren mit 17 (BF17) senkt die Unfallzahlen junger Fahrer nachweislich und auch die, die erst später starten, wissen die Erfahrung der "alten Hasen" zu schätzen.

Wichtig ist auch: Übung macht den Meister. Regelmäßig fahren ist wichtig, um nicht zum Sonntagsfahrer zu werden.

Also mach dir keinen Kopf. hab mehr Vertrauen in deinen Sohn, der kriegt das hin. Bei 3 h Autofahrt nicht vergessen, auch mal Pause zu machen.

Woher ich das weiß:Hobby – interessiere mich seit meiner Kindheit für Autobahnen

Wenn er nicht gerade auf der linken Spur mit Vollgas durchbrettert, dann ist das nicht so schlimm. Wenn er normal mit Richtgeschwindigkeit 130 Km/h unterwegs ist, dann ist das auch auf der Autobahn nicht gefährlich.

Er sollte sich halt nicht überschätzen, das ist das Problem bei vielen Fahranfängern, dass sie sich für Schumi halten. Als ich 18 war, war ich mir dessen bewusst und hatte immer Respekt vor der Leistung und Kraft eines Autos.

Es ist vielleicht sogar besser, wenn du dabei bist, als wenn er allein fahren würde, sag ihm wenn es dir zu schnell wird und du dich nicht so wohl fühlst.

Stimme ich dir nur teilweise zu. Viele Fahranfänger überschätzen sich nicht nur mit der Leistung und ihrem Fahrerischen Können, viele überschätzen sich mit ihrer Konzentration. An längere Fahrten muss man sich erst gewöhnen und herantasten. Jemand der schon ein paar Jahre regelmäßig fährt dem fällt dies nicht mehr so schwer. Als Anfänger ist alles noch, sagen wir mal etwas verkrampft und das geht auf die Konzentration.

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@Jogie24

Also eine 3-stündige Autofahrt ist jetzt bestimmt nicht viel, auch nicht für einen Fahranfänger. Man macht ja dann sowieso mal zwischendurch eine Pause, dann ist das überhaupt kein Problem.

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@roschue

Doch, 3h am Steuer sind viel für einen Fahranfänger. Selbst als jemand mit 10 Jahren Fahrpraxis hast du nach 3h Landstraße irgendwann keinen Bock mehr.

Das Problem ist, dass sich die sinkende Aufmerksamkeit im normalen Autobahnfluss nicht negativ auswirkt - sondern erst, wenn man dann müde von der Autobahn herunter fährt oder wenn auf der Autobahn mal was außergewöhnliches passiert.

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@roschue

Doch ist es. Dieses Monotone fahren lässt bei Anfängern die Konzentration schneller in den Keller gehen. Dies bewirkt auch eine ständiger Anstieg der Müdigkeit.

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Wenn du nicht sicher bist, ob du einen guten Beifahrer abgibst, lass es.

Er hat den Führerschein gerade erst gemacht und noch dazu ein neues Auto. Egal, wie zuversichtlich er sich gibt, auch ihm ist mulmig zumute, und er kann bei der ersten größeren Fahrt wirklich keinen Dauernörgler oder "Brems!!!"-Quietscher neben sich gebrauchen.

Im Zweifel verzichtest du lieber auf den Berlin-Trip und "übst" die neue Rolle bei kurzen Fahrten zum Supermarkt. Da kannst du zur Not auch mit dem Bus nach Hause fahren.

PS: Wenn du ablehnst, schieb es nicht auf seine Fahrkünste, sondern auf deine eigene Unsicherheit!

ich würde das nicht tun... ich hab meinen Führerschein noch keine Woche und bin gestern in den Gegenverkehr gefahren weil ich zu schnell abgebogen bin... als Fahranfänger denkt man wenn man den Führerschein in den Händen hält dass man fahren kann aber das kann man eben nicht... und wenn ich mir vorstelle DIREKT ohne davor zu üben auf die Autobahn für so eine lange Zeit und dann noch in Berlin zu fahren... niemals.... das wäre mir viel zu viel so früh

Braunschweig war mir schon deutlich zu viel und da bin ich nicht mal selber gefahren:(((

^^ es kommt aber auch immer auf die Person an meine Schwester ist auch als sie ihren Motorradführerschein frisch hatte über die Autobahn ins weserbergland gefahren und wenn ich mir vorstelle es wäre mein Freund der nach Berlin fährt hätte ich auch keine Angst weil er gut Motorrad fährt deshalb hätte ich beim auto keine Angst.... bei mir selber schon weil ich bisschen dumm bin

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