Die Östreicher/Schweizer haben einen eignen dialekt, schreiben die auch so?

16 Antworten

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Sowohl in der Schweiz wie auch in Oesterreich wird offiziell Schriftdeutsch gelehrt und geschrieben mit sprachlichen Eigenheiten, die bei uns auch erlaubt sind. In der Schweiz heissen diese "Helvetismen".

Im privaten Rahmen schreiben wir aber öfter in unserem Dialekt, der Dialekt kann auch in Kursen gelernt werden, die Lehrmittel sind auf den Dialekt von Zürich abgestützt. Am Staats-Fernsehen werden die Nachrichtensendungen in Schriftdeutsch verlesen, die Unterhaltungssendungen jedoch in Dialekt gesprochen. Der Dialekt kann meist noch immer einer Landesgegend zugeordnet werden, für das bessere Verständnis wird jedoch auf allzu extreme Ausdrücke eines Dialekts verzichtet und eine neutralere Form gewählt.

Die Dialekte des Schwiiztertüütsch stehen unter starkem Druck des Hochdeutschen, welches immer mehr alte Worte und Ausdrücke verschwinden lässt, auch die Grammatik verändert sich dadurch immer mehr. Grund dafür sind die Medien, die mit dem Schwiizertüütsch-Boom immer mehr Sendungen auf Schweizerdeutsch senden, dabei aber das Skript in Schriftdeutsch verfassen und dann auf Schwiizertüütsch ablesen. Da kommt nichts Gescheites dabei raus.

Sehr treffender Kommentar!

DH!

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Am Staats-Fernsehen werden die Nachrichtensendungen in Schriftdeutsch verlesen

Meteo nicht vergessen. Ansonsten Top Antwort ;)

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Ich würd sagen, das kommt darauf an. Wenn du z.B. eine E-Mail an einen Freund schreibst, benutzt du ja auch eine informellere Sprache, als wenn du z.B. einen Artikel für die Zeitung schreibst. Deshalb: Je offizieller, desto formeller, je privater, desto umgangssprachlicher... das kann dann sogar dazu führen, dass man ganz im Dialekt schreibt

Im Normalfall schreiben wir in der Schriftsprache, und auch die allermeisten Zeitungen sind in Hochdeutsch gehalten. Privat unter Freunden schreiben wir jedoch gewöhnlich in Mundart. Wir haben jedoch - und dies wurde hier noch von keinem User erwähnt - auch Mundartschriftsteller, welche, wie es der Name ausdrückt, ihre Werke in der jeweiligen Mundart verfassen. Viele davon gibt es im Kanton Bern und in der Innerschweiz.

@Klinghaus: den Ausdruck "grossjährig" hab ich noch nie gehört, sondern immer nur das Wort "volljährig".

@Toenchen97: Den Satz von amisette kann ich dir bis auf ein Wort übersetzen: Sag deiner Mutter nochmals vielen Dank für die Tasse mit der ........... . Bin jetzt dann bald zuhause.

Noch als Ergänzung: Das fehlende Wort würde bei uns hier "Muetergotteschäferli" heissen, also Marienkäfer.

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Wir Schweizer haben eine Schriftsprache die eurem Hochdeutsch sehr nahe kommt. Statt parken sagen wir zum Beispiel parkieren. Viele Worte werden aus dem Französischen übernommen und auch so geschrieben und gesprochen. Per Mail oder am Handy schreiben wir oft Dialekt, aber nur im privaten Bereich.

also wir schweizer schreiben offiziel (auch schule und so) hochdeutsch, aber in sms und chat etc. dialekt. da wird genau so geschrieben wie man spricht, also z.b: hei wie hesh so? wa machsch am so, hetsh lust zum iz kino z go? (hallo wie geht es dir so? was machst du am sonntag, hättest du lust, ins kino zu gehen?) das ist ziemlich viel kürzer und geht schneller zum schreiben. ich glaube es gibt sogar ein offizielles schweizerdeutsch, das in nachrichten und so gesprochen wird. normalerweise hat eben jeder kanton einen eigenen dialekt und wörter haben z.t eine andere bedeutung, bügeln heisst z.b in bern arbeiten und in zürich bügeln, also wäsche bügeln (haha weiss nicht mal ob das jetzt hochdeutsch ist)...

Ich muess go bügle säged mir in Züri mängisch au zum Schaffe, aber mir säged au glette wänn mir Wösch bügled.

Dazu gibt es eine herrliche Geschichte, unsere Nachbarn waren zur Geburt ihres Kindes im Krankenhaus. Die Mutter kommt aus dem Wallis, der Vater aus Deutschland. Nun die Hebamme war Bernerin und der Vater musste zwischen beiden übersetzt. :-))

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@Goodnight

haha ds ha i gar nid gwüsst^^ tja ich habe eine kollegin in bern, mit der gabs auch mal so ein missverständnis: sie erzählte mir, sie müsse am sa in die schule "zum büglä" und ich habe gedacht, dass sie echt büglen müsste.

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