Christ ohne Konfession?

8 Antworten

Zum Thema Taufe, das hier öfter vorkommt: Sich Taufen zu lassen (im Jugend/Erwachsenenalter) ist eine bewusste Entscheidung für Gott. Und wenn du noch nicht getauft bist, heißt das nicht, dass du kein Christ wärst oder so. Es kommt viel mehr auf deine innere Haltung an.

Zum Thema Gemeinde: Es kommt darauf an, ob du dich eher von der katholischen oder dem Evangelischen Richtung angesprochen fühlst. Sie unterscheiden sich doch deutlich.

Es ist toll, dass es in deiner Nähe eine Kirche/Gemeinde gibt, aber viel wichtiger finde ich, dass du dich dort wohlfühlst und wirklich gerne hingehst.

Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich offiziell katholisch bin, aber seit ich 15 bin in eine evangelische Gemeinde gehe. Erst zur Jugendgruppe und etwa zwei Jahre später auch regelmäßig zum Gottesdienst gehe. Bin jz. 27.

Zwar finde ich bei der Katholischen Richtung die Kirchengebäude immer wunderschön und schaue sie mir auch gerne an, wenn ich mal in einer neuen Stadt bin, aber die Gottesdienst hören sich immer so ähnlich/gleich an und die Einstellung der kath. Kirche (von bestimmten Ereignissen mal ganz abgesehen) und die konservative Haltung der doch überwiegend älteren Herrschaften passt nicht zu meiner Einstellung.

Wenn du eine freie Richtung suchst, ohne "du musst das so und so machen" empfehle ich dir eine Freie Evangelische Gemeinde (FEG). Gibt es in nahezu jeder Stadt, auch in kleineren. In einer FEG z.B. sind die Gottesdienste der ev. Pastoren meist sehr abwechslungsreich offen und fröhlich, es gibt viele Beispiele, wie man die Beziehung mit Gott/Jesus auch im Alltag umsetzen kann oder wie Gott im Leben schon gewirkt hat. Die Lieder sind auch freier und moderner, was aber nicht heißt, das nicht auch ältere dabei sind. Und nachher ne Tasse Kaffee/Tee mit Freunden zu trinken und zu plaudern ist auch immer schön. Man findet dort oft sehr schnell neue Freunde, es gibt viele Familien und man wird immer sehr herzlich aufgenommen. Das mit dem öffnet fiel mir auch oft schwer. Aber es lohnt sich auch immer sehr mit Leuten "mittleren" und "reiferen" Alters zu sprechen, von denen habe ich sehr viel lernen dürfen.

Für Jugendliche gibt es dort auch oft Bibelunterricht (ist chilliger als es klingt, allerdings je nach FEG oft eher für 10-14 Jährige), daher wäre vllt. eher eine Jugendgruppe was für dich. Gemeinsamens Bibel lesen, Essen, Gesellschaftspiele, Chillen, machmal auch gemeinsame Ausflüge oder Jugendfreizeiten.

Zum Thema Bibel: Kaufen kannst du sie in so ziemlich JEDEM Buchgeschäft, ist ja nicht umsonst das meist verkaufte Buch der Welt. Da du neu bist und ich vermute, auch etwas jünger, würde ich dir diese Empfehlen:

  • Gute Nachricht Bibel: Sehr beliebt unter Jugendlichen dank ihrer modernen Alltagssprache und verständlichen Übersetzung. Es gibt spezielle Ausgaben für Teens mit zusätzlichen, alltagsnahen Impulsen und Erklärungen, um den Zugang zu erleichtern.
  • BasisBibel: Diese Bibel ist speziell für das 21. Jahrhundert entwickelt worden und richtet sich auch an Jugendliche. Sie zeichnet sich durch kurze, klare Sätze, moderne Sprache und hilfreiche Randbemerkungen zum besseren Verständnis aus. Die Struktur erleichtert das Lesen, vor allem Einsteigern. Sie wird von der Evangelischen Kirche in Deutschland besonders empfohlen.
  • Hoffnung für alle (abgekürzt Hfa): Diese moderne, gut verständliche Bibelübertragung richtet sich besonders an junge Menschen, Einsteiger und alle, die eine leicht zugängliche Sprache bevorzugen.

Zum Thema Beten: Es gibt kein richtig oder falsch. Natürlich gibt es besondere Gebete wie das Vater Unser, aber du kannst mit Gott/Jesus auch ganz frei sprechen - jeder Mensch der betet, wird auch erhört. Egal ob im sitzen oder stehen (außer vlllt. beim VU, da steht man in der Regel.) Wichtig ist, das es von Herzen kommt. Manchen fällt das am Anfang etwas schwer, aber wenn man erstmal weiß, wie befreiend sich das anfühlt ... Sich für das Gute im Leben zu bedanken wenn man ein Gebet beginnt, und zu wissen, das man nicht bloß zu Gott beten sollte, wenn man einen Wunsch erfüllt haben möchte, würde ich aber dann doch anmerken. Dennoch (er)hört er die Menschen immer. Ist eine Frage des Respekts. Wie oft du betest, ist deine Sache. Viele Beten vor dem Essen oder Schlafen gehen oder nach dem Aufstehen, aber im modernen Christentum gibt es keine starren Regeln.

Lass dir auch nicht von Familie oder Freunden vorschreiben, welche Enscheidungen du in Bezug auf DEINEN Glauben zu treffen hast. Finde deinen eigenen Weg.

Wenn du noch Fragen hast, schreib gerne.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ganz entscheidend wichtig ist die Taufe. Das kostet nichts. Auch der Besuch der Kirche kostet nichts. Es gibt gute Bücher, in welchen die Grundlagen erklärt werden. Zum katholischen Glauben kann ich bei Interesse noch Tipps geben. Bibeln gibt es in jedem Buchhandel. Zumindest per Bestellung. Am besten eine katholische Bibel kaufen. Es gibt auch Gebetbücher mit vorformulierten Texten. Für den Anfang wäre das Vaterunser gut. Man beginnt das Gebet mit dem Kreuzzeichen und endet mit Amen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Praktizierender Katholik. Lese viel zu Glaubensfragen.

Super, dass Du mehr von Gott, Jesus und dem Christentum wissen möchtest. Gottes Segen möge Dich auf diesem Weg begleiten.

Jesus - der Bestseller

https://www.scm-shop.de/jesus-eine-weltgeschichte-paperbackausgabe.html

Bibeln zu kaufen:

https://www.scm-shop.de/suchergebnis?q=bibeln+Hoffnung+f%C3%BCr+Alle&cat=

Hier hast Du mehrere kostenlose Bibeln zur Verfügung:

https://www.bibleserver.com/HFA/Johannes3

Lee Strobel, ein Star-Journalist, glaubte nicht an Gott. Er wollte seine Frau davon überzeugten, dass sie sich mit ihrem Glauben an Jesus irrte. Nach einer monatelangen Spurensuche, die Resultate findest Du in diesem Buch, kam er widerwillig zur Erkenntnis, dass es Gott/Jesus tatsächlich gibt.

Der Fall Jesus. Für Teens

Ein Journalist auf der Suche nach der Wahrheit

https://www.scm-shop.de/der-fall-jesus-fuer-teens-161472.html

Der Klassiker unter den Jesus-Filmen zeigt das verfilmte Lukas-Evangelium.

https://www.youtube.com/watch?v=9m1ztcC1Oi8 (ab 21.00)

Du kannst kostenlos in einen Gottesdienst gehen. In einer katholischen Kirche darfst Du aber, wie evangelische Christen auch, nicht am Abendmahl teilnehmen.

Ein Christ hat keine Einschränkungen beim Gebet. Man kann überall, an jedem Ort und zu jeder Zeit beten. Es gibt keine vorgeschriebenen Worte.

Dank: für den Segen Gottes für alles, was man durch Gott gutes bekommt

Bitte für sich: Hilfe, Führung, Heilung, Schutz

Bitte für andere: Familie, Freunde, Kranke, Arme....

Klage: wenn man etwas nicht verstehen kann, das einem selber oder anderen widerfährt (Krankheit, Unfall, Schicksalsschlag...)

Vergebung: wenn man etwas getan hat, das Gott nicht gefallen kann (Sünde)

Lobpreisungen: für Gottes Werke dieser Welt

Das einzige Gebet, dass von Jesus überliefert wurde:

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Christ ohne Konfession?

Aus staatlicher Sicht bin ich auch ohne Konfession und aus persönlichem Glauben trotzdem Christ. Ich sehe da keinen Widerspruch, insbesondere weil ich an das Glaube, was Jesus der Klarheit der Evangelien nach getan, gelehrt, verheißen und wovor er gewarnt hat - und in allem, ohne zu interpretieren und durch diese Interpretationen die Wahrheit zu verfälschen, die Verheißungen zu schmälern und die Erfordernisse zu erleichtern, letzteres damit der Glaubensweg leichter wird.

ich wollte wissen ob man sich konvertieren muss?

Konvertieren bedeutet von einer Glaubensrichtung zu einer anderen, setzt also einen Ausstieg aus einer anderen voraus. War man vorher in keiner Glaubensgemeinschaft ist es nur ein Beitritt in eine Glaubensgemeinschaft. Und tritt man nur aus einer aus ohne in eine andere einzutreten ist es nur ein Austritt.

In meiner nähe ist eine Gemeinde/Kirche zu der ich auch gerne gehen würde, nur ist meine Frage ob das was kostet?

Nur dorthin zu gehen kostet allenfalls etwas Geld, wenn Du da etwas spenden willst, trittst Du aber der Kirche bei, denn so wie ich das verstehe meinst Du eine der großen Kirchen wie etwa der römisch-katholischen oder evangelischen Landeskirche, dann wird es in Zukunft Kirchensteuern kosten und es ist dann beim Finanzamt vermerkt.

Ich möchte alles geheim halten weil meine Familie sich über gläubige lustig macht.

Das ist zwar schade, aber soll es geben. Was mich angeht, brach über mehrere Jahre der Kontakt zu meinen Eltern ab, als sie erfuhren, zu welcher Kirche ich gewechselt bin, nämlich zur "Kirche Jesu Christi - Der Heiligen der Letzten Tage", die etwa 98 % der Mormonen weltweit ausmacht, aber nichts mit Polygamie zu tun hat, was man gern Mormonen vorwirft.

Allgemein gehe ich allein diesen weg weil meine Freunde alle muslimisch sind.

Okay, das ist krass. Nun ja, in meinem Familien- und Freundeskreis ist es auch so, dass ich die einzige Person bin, die der Kirche angehört, der ich beigetreten bin. Meine Freunde, die ich vorher schon kannte, sind alles Atheisten, im Kollegenkreis und manche, die ich durch meine Arbeit kennen lerne und mit denen ich mich beruflich auch gut verstehe, sind auch Muslime, aber in meiner Familie gibt es sowohl in der Mehrheit zumindest Christen, soweit es die Taufe und einmal im Jahr einen Kirchenbesuch betrifft, aber auch einen Anteil an Atheisten. Letztere würden sich zwar nicht über Gläubige lustig machen, soweit mir das bekannt wäre, aber sie glauben eben selbst einfach nicht an das, woran die Christen oder andere Gläubige glauben.

Und ich zugeben muss das ich mich nicht gerne Leuten öffen.

Tja, das macht es ja dann für Dich anscheinend leichter, es für Dich zu behalten. Oder ist es für Dich eher etwas, was Dir Kummer bereiten würde, wenn Du es gern möchtest aber nicht kannst, etwas jemandem anzuvertrauen?

Eig weiß ich noch nicht soviel über den Christentum also zb. wie seine geschichte weil es nie thema war.

Die Geschichte des Christentums ist an sich sehr komplex, begann mit dem Judentum, baut also auf diesem auf, denn Jesus war bekanntermaßen durch seine Mutter Jude, aber was aus moderner Sicht zumeist als christlich angesehen wird, begann erst gute 300 Jahre nach seinem Tod, Auferstehung und Himmelfahrt mit dem ersten Konzil von Nicäa - und was da geschah, genauer was da alles von seiner Lehre abgelehnt wurde, ist echt traurig.

Wie lern ich überhaupt was über Gott,Jesus und den Christentum?

Ich würde meinen, dass am besten hilft, wenn man die Evangelien liest und dadurch erkennt, was Jesus lehrte, eben am besten ohne dass man zuvor durch irgendwelche Kirchenlehren verblendet wird. Vermutlich wird man bei manchen Dingen schon etwas erschrecken, wie beispielsweise in dem Sinne, dass man sich lieber etwas vom Körper entfernen soll, als dass man einer Sünde verfalle, aber das weist für mich nur darauf hin, dass man eben entsprechende Sünden vermeiden sollte, und nichts anderes. Anhand dessen, dass sich vermutlich niemand wirklich selbst verletzt, nur um einer Sünde zu entsagen - oder so wenige, dass es nicht auffällt, und die würden sich, wenn sie fanatisch genug sind, eher geißeln, als wirklich ein Körperteil von sich zu entfernen.

In welchen läden bekommt man eine Bibel?

Da gibt es beispielsweise Büchereien, aber man kann sie auch im Internet bestellen, was Büchereien für gewöhnlich dann auch erst machen, wenn man eine kaufen möchte und man sollte dann schon sagen können, welche Bibelübersetzung einem wichtig ist. (Daher empfiehlt es sich, zuvor auf Seiten wie bibleserver.com zu schauen, welche man am besten versteht. Und als persönliche Empfehlung: Falls Du die Einheitsübersetzung am besten finden solltest, würde ich zu der von 1980 raten, statt der von 2016, in der manches abgeändert worden ist - und das wie ich finde, nicht zum Vorteil der Bibel und der Lehre Jesu.) Vielleicht kann man auch in Bibliotheken nachfragen, damit man erst einmal in die Bibel reinlesen kann, aber ebenso kann man auch auf Seiten wie bibleserver.com erst einmal schauen, welche Bibel man selbst am besten versteht. Und was die genannte Internetseite angeht, so gibt es da 12 oder mittlerweile 13 deutschsprachige Übersetzungen, die man sogar miteinander vergleichen kann, um herauszufinden, welche man sowohl am besten versteht, oder, wenn etwas nicht ganz eindeutig beschrieben wird, aus einem Vergleich aller enthaltener Übersetzungen zu einem Vers oder so herauszufinden, was wahrscheinlich mit der darin enthaltenen Aussage gemeint sein könnte.

Welche muss ich kaufen?

An sich hat das nichts mit müssen zu tun. In vielen Kirchen, vor allem den staatlich geförderten Kirchen wird gar nicht erwartet, dass man eine Bibel kauft, denn wenn man das macht, könnten sich ja vielleicht Fragen ergeben, die für die Gemeindevorsteher (also Pastoren, Pfarrer, Pfarrerinnen und so weiter) peinlich werden könnten, weil die Kirchenlehre davon abgewandelt ist. Eher wird nur in den Gottesdiensten das gepredigt, was entsprechend der Kirchenlehre in den Kram passt.

Was ist am besten für Anfänger die gefühlt noch garnichts wissen?

Wenn man sich für das Christentum interessiert, dann am besten erst einmal die Evangelien (insbesondere die Evangelien, zu deren Zeit der Niederschrift noch eine Chance bestand, dass von den Jüngern und späteren Apostel vielleicht noch jemand am Leben war, also dahingehend insbesondere das Matthäus- und das Markusevangelium, während das Lukasevangelium etwa zum Ende des 1. Jahrhunderts niedergeschrieben wurde und das Johannesevangelium erst Mitte des 2. Jahrhunderts, also um die 120 Jahre nach der Himmelfahrt Jesu) zu lesen. Wenn man sich dann noch mit der Geschichte vorher befassen will, dann danach das Alte Testament und, zur Vertiefung dessen, was Jesus den Evangelien nach lehrte, manches aus der Apostelgeschichte, den Briefen des Paulus, aber auch anderer bis hin zur Offenbarung des Johannes sind, soweit diese das bestätigen, was in den Evangelien steht, eine gute Ergänzung der Lehre Jesu - aber, wenn ich an das Pfingstereignis aus der Apostelgeschichte und dem, was Paulus im 1. Korintherbrief 12 über die Zungenrede schrieb, dann ist das ein Beispiel dafür, dass er da echt "in die Toilette gegriffen" hat. Aber gut, was will man von einem Apostel erwarten, der Jesus nie zu dessen irdischer Lebzeit begegnet ist, daher nie von ihm belehrt wurde und, da er vor seiner Bekehrung sogar die Jünger Jesu verfolgte, verhaftete und dadurch hinrichten ließ und wohl nie von der Lehre Jesu wirklich vollumfänglich erfahren hat? Trotzdem hat er, so beispielsweise im 13. Kapitel desselben Briefes, oder auch im 15. Kapitel einiges klargestellt, was so kaum aus anderen Schriftstellen der Bibel deutlich wird, etwa im 13. Kapitel warum die Liebe auch bei guten Taten so wichtig ist, und was die Eigenschaften dieser Liebe sein soll(t)en oder auch Dinge, die im 15. Kapitel über das Leben nach dem Tod angesprochen werden.

Wie betet man richtig?

Was zum Vaterunser in der Bibel steht, ist eine gute Grundlage, auch was davor über das Beten steht, beginnend ab Vers 5 in Matthäus 6.

Wie fängt und endet ein Gebet?

Es beginnt normalerweise damit, dass man die Person, an die man dieses richtet, anspricht und endet für gewöhnlich mit "Amen", was wohl so viel bedeutet wie "so sei es". Aber ich finde, man sollte auch berücksichtigen, dass man alles im Namen des Sohnes erbittet, wie er seinen Jüngern gelehrt hat.

Kann ich kostenlos in ein Gottesdienst?

Klar. Ich kenne keinen Gottesdienst, wo man zuvor nach einem Ausweis oder gar einem Nachweis verlangt, dass jemand Kirchensteuer bezahlen würde. Und ob man etwas bei eventuellen Kollekten spendet, bleibt jeder Person selbst überlassen.

Ich hab mir schon die Bibel App runter geladen um paar Verse zulesen

Und Du hast sie auch wirklich verstanden oder haben sich aufgrund der Wortwahl in den Versen Fragen ergeben, die durch andere Bibelübersetzungen hätten geklärt werden können? Übrigens gibt es verschiedene Bibelapps - vielleicht so viele wie Bibelübersetzungen. Und daher würde ich eher zu bibleserver.com tendieren, wo man mehrere deutsche Bibelübersetzungen miteinander vergleichen und dadurch den Inhalt im Zweifelsfall besser verstehen kann, als aus einer Übersetzung allein.

Sorry, wegen dem Roman, aber ich wollte mit Deinen Fragen nicht leichtfertig umgehen. (Und nein, ich will auch nicht missionieren, sondern ich habe den Namen der Kirche, der ich beigetreten bin, nur genannt, weil sonst wieder jemand kommt, der meint, irgendetwas herausposaunen zu können, wie die Vergangenheit auf gutefrage.net mir wirklich immer wieder gezeigt hat.)

Christ wird man, indem man sich taufen lässt. Der Taufe geht eine Taufvorbereitung voraus, in der man die Lehre und die Praxis des Glaubens kennenlernt. Da kannst du also deine Fragen stellen und vieles erfahren, was für ein Leben als Christ wissen solltest.

In deinem Alter lassen sich viele Jugendliche konfirmieren (wenn sie evangelisch sind) oder firmen (wenn katholisch). Auch dafür gibt es Vorbereitungskurse. Wenn du dich bei deiner örtlichen Kirchengemeinde meldest und sagst, dass du dich dafür interessierst, Christ zu werden, wird man dir wahrscheinlich vorschlagen, an dieser Vorbereitung teilzunehmen und sie als Taufvorbereitung zu nutzen.

Deine Taufvorbereitung wird mit Sicherheit nicht am Geld scheitern. Die genannten Vorbereitungskurse kosten nichts oder fast nichts. Wenn doch Kosten anfallen, die du nicht tragen kannst, dann sag das - man wird eine Lösung finden.

Die Gottesdienste - ob katholisch oder evangelisch - sind öffentlich. Jeder kann dorthin kommen, ohne sich anzumelden oder etwas zu bezahlen. Während des Sonntagsgottesdienstes werden oft Spenden gesammelt, aber es ist kein Problem, wenn du das Körbchen weitergibst, ohne etwas einzuwerfen.

Du kannst an allen Teilen eines normalen Sonntagsgottesdienstes teilnehmen außer am Abendmahl (das ist die evangelische Bezeichnung, im katholischen Bereich sagt man Kommunion): Gegen Ende des Gottesdienstes wird ein kleines Stück Brot und eventuell auch etwas Wein an die Teilnehmer ausgeteilt. Um hieran teilnehmen zu können, muss man getauft sind und eine entsprechende Vorbereitung durchlaufen haben. Bei diesem Teil des Gottesdienstes kannst du einfach in der Bank sitzen bleiben. Du kannst auch mit nach vorne gehen. Statt die Hände auszustrecken, kreuzt du dann die Arme vor der Brust. Das gilt als Zeichen, dass man um einen Segen bittet. Eventuell kann man auch "Ich bitte um den Segen" sagen.

Eine Bibel bekommt man in jeder Buchhandlung für etwa 10 €. Im katholischen Bereich ist die Einheitsübersetzung gängig, im evangelischen Bereich die Lutherbibel. Beliebt ist auch die Übersetzung "Gute Nachricht", die etwas leichter zu lesen ist.

Wenn du dich taufen lässt, dann wirst du Mitglied der Kirche. Anstelle von Mitgliedsbeiträgen wie in normalen Vereinen wird in der evangelischen und der katholischen Kirche eine Kirchensteuer erhoben. Diese Steuer richtet sich nach deinem Einkommen. Solange du noch kein Geld verdienst, bist du kostenlos Mitglied der Kirche.


Ignatius1  17.08.2025, 08:48

Die Katholische Kirchenstwuer erhebt nicht die Kirche .Sonderneine polirische Körperschaft dieder Staat der Kircheübergestülpt hatt.

RobertWeemeyer  18.08.2025, 08:26
@Ignatius1

Das stimmt nicht. Die Kirchensteuer wird vom jeweiligen Bistum erhoben. Die Kirche ist weltweit in Bistümer (Diözesen) eingeteilt, und in Deutschland hat der Staat die Bistümer als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannt.

Ignatius1  18.08.2025, 14:34
@RobertWeemeyer

Ein weit verbreiteter Irrtum .

Dennoch erhebt die Kirche keine "Kirchensteuer" .

Das gibt es ja auch nur in wenigen europäischen Ländern wo die Kirche zur Zeit der Säkularisaation Enteeignet wurde.

Der Staat hat die katholische Kirche seinerzeit enteignet und trägt ,dennoch heute keine direkte finanzielle Last für den Erhalt ihrer Strukturen.

Stattdessen legt er den Kirchenmitgliedern per Gesetz auf, die Kirche über die Kirchensteuer zu finanzieren.

Die Kirchensteuer ist kein freiwilliger Beitrag, sondern ein Zwangsbeitrag, den die Mitglieder der Kirche auf staatlichen Druck hin zahlen müssen.

Der Staat fungiert dabei nicht nur als Mittelsmann, sondern ist der eigentliche Verursacher dieser Finanzierungsregelung, da er die Kirchensteuer gesetzlich erhebt und die Finanzierung ,die abgeltung❗ der Enteignungschulden ❗ der Kirche so auf ihre Mitglieder abwälzt.❗

Gleichzeitig übernimmt die katholische Kirche zahlreiche gesellschaftlich unverzichtbare Aufgaben, die eigentlich staatliche Pflichtaufgaben sind, darunter:

Bildung (Schulen, Kindergärten),

soziale Dienste (Krankenhäuser, Pflegeheime, Caritas),

Gefängnisseelsorge,

Jugend- und Altenhilfe.

➡️Für diese hoheitlichen Leistungen erhält die Kirche staatliche Zuwendungen, die nicht als freiwillige Zuschüsse, sondern als Anerkennung ihrer unverzichtbaren Beiträge zum Gemeinwohl gelten. ❗

➡️Damit entlastet die Kirche den Staat erheblich ,finanziell und organisatorisch.

Im Gegensatz dazu

erhalten humanistische und atheistische Organisationen wie der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) staatliche Gelder auf politischer Basis und ohne❗ rechtliche Legitimation oder Anspruch. ❗

Politisch umstrittene Gruppen wie „Omas gegen Rechts“ oder Teile der „Antifa“ werden auch illegitim durch kommunale Förderprogramme unterstützt, obwohl hierfür keine klare verfassungsrechtliche Grundlage besteht und diese Förderung stark umstritten ist.

Fazit:

1. Die katholische Kirche besitzt eine verfassungsrechtlich geschützte Sonderstellung, die sich durch ihre lange Tradition und vor allem durch die staatlich anerkannten hoheitlichen Aufgaben legitimiert.

2. Die Kirchen Finanzierung erfolgt durch einen staatlich❗ auferlegten Zwangsbeitrag❗ die Kirchensteuer , ❗wodurch der Staat seine direkte finanzielle Last(aus den historischen Enteignungen) auf die Kirchenmitglieder verlagert.❗

Reichsdeputationshauptschluss ❓nie gehört ❓
Ignatius1  18.08.2025, 14:37
@RobertWeemeyer

Das ist bekannt,dennochist deine Behauptung leider grundfalsch .

Ein weit verbreiteter Irrtum .

Nochmals :

Die Kirche ERHEBT keine "Kirchensteuer" .

Das gibt es ja auch nur in wenigen europäischen Ländern wo die Kirche zur Zeit der Säkularisaation Enteeignet wurde.

➡️Der Staat hat die katholische Kirche seinerzeit enteignet und trägt ,dennoch heute keine direkte finanzielle Last für den Erhalt ihrer Strukturen.

➡️Stattdessen legt er den Kirchenmitgliedern per Gesetz auf, die Kirche über die Kirchensteuer zu finanzieren.

➡️Die Kirchensteuer ist kein freiwilliger Beitrag, sondern ein Zwangsbeitrag, den die Mitglieder der Kirche auf staatlichen ❗Druck hin zahlen ❗müssen.

Der Staat fungiert dabei nicht nur als Mittelsmann, sondern ist der eigentliche Verursacher dieser Finanzierungsregelung, da er die Kirchensteuer gesetzlich erhebt und die Finanzierung ,die abgeltung❗ der Enteignungschulden ❗ der Kirche so auf ihre Mitglieder abwälzt.❗

Gleichzeitig übernimmt die katholische Kirche zahlreiche gesellschaftlich unverzichtbare Aufgaben, die eigentlich staatliche Pflichtaufgaben sind, darunter:

Bildung (Schulen, Kindergärten),soziale Dienste (Krankenhäuser, Pflegeheime, Caritas),

Gefängnisseelsorge,

Jugend- und Altenhilfe.

➡️Für diese hoheitlichen Leistungen erhält die Kirche staatliche Zuwendungen, die nicht als freiwillige Zuschüsse, sondern als Anerkennung ihrer unverzichtbaren Beiträge zum Gemeinwohl gelten. ❗

➡️Damit entlastet die Kirche den Staat erheblich ,finanziell und organisatorisch.

Im Gegensatz dazu

erhalten humanistische und atheistische Organisationen wie der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) staatliche Gelder auf politischer Basis und ohne❗ rechtliche Legitimation oder Anspruch. ❗

Politisch umstrittene Gruppen wie „Omas gegen Rechts“ oder Teile der „Antifa“ werden auch illegitim durch kommunale Förderprogramme unterstützt, obwohl hierfür keine klare verfassungsrechtliche Grundlage besteht und diese Förderung stark umstritten ist.

(ABer das ist ein anderes Thema )

Fazit:

1. Die katholische Kirche besitzt eine verfassungsrechtlich geschützte Sonderstellung, die sich durch ihre lange Tradition und vor allem durch die staatlich anerkannten hoheitlichen Aufgaben legitimiert.

2. Die Kirchen Finanzierung erfolgt durch einen staatlich❗ auferlegten Zwangsbeitrag❗ die Kirchensteuer , ❗wodurch der Staat seine direkte finanzielle Last(aus den historischen Enteignungen) auf die Kirchenmitglieder verlagert.❗

Reichsdeputationshauptschluss ❓nie gehört ❓
RobertWeemeyer  18.08.2025, 14:50
@Ignatius1

Durch Fettdruck und Großbuchstaben werden Falschaussagen nicht richtig.

Die Enteignungen im Rahmen des Reichsdeputationshauptschlusses werden bis heute durch Staatsleistungen ausgeglichen.

Der Staat hat zudem der Kirche ermöglicht, Steuern zu erheben. Das heißt aber nicht, dass die Kirchensteuer vom Staat erhoben wird. Erhoben wird sie vom jeweiligen Bistum. Bei der Erhebung bedient sich das Bistum der Unterstützung durch das Finanzamt. Zur Abgeltung dieser Unterstützungsleistung zahlt die Kirche einen kleinen Anteil der Kirchensteuer an den Staat.

Ignatius1  18.08.2025, 23:03
@RobertWeemeyer

1 .habe ich hier keine Grossbuchstaben benutzt .Und Fettdruck ist ein legitimes Stilmittel.Auch wenn du das offenbar nicht weisst.

➡️Aber wer inhaltlich keine Argumente hat,muss bekanntlich immer dir Form angreiffen..

Wie oft muss ich es dir also noch sagen bis du die Faktenzur Kenntniss nimmst ,?

Die Kirche erhebt keine Kirchensteuer.

➡️ Die Abgabe existiert nur, weil der Staat sie gesetzlich festlegt. Die Mitglieder zahlen diese Steuer auf staatlichen Zwang hin, nicht freiwillig an die Kirche. Das Bistum fungiert dabei lediglich als Verwaltungsstelle, nicht als eigentlicher Erheber.

Historischer Hintergrund:

➡️ Die katholische Kirche wurde im Zuge der Säkularisation und Enteignungen (Reichsdeputationshauptschluss 1803) ihrer Besitztümer beraubt..

➡️Der Staat hat die finanzielle Last dieser Enteignungen durch die Kirchensteuer auf die Mitglieder übertragen.

Fazit:

1. Formulierungen wie „die Kirchensteuer wird vom Bistum erhoben“ sind irreführend. Ja Falsch .

2. Tatsächlich ist der Staat der gesetzliche Erheber, die Kirche nur Empfänger und Verwaltungsorgan. Wer das nicht erkennt, versteht das deutsche Kirchensteuer-System grundlegend falsch.