Chemiker werden oder Chemielehrer

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8 Antworten

hallo abcdefghi159689,

Ich glaube  du hast da eine recht romantische Vorstellung.

Bin zurzeit in der 9. Klasse einer Gesamtschule. Weil mir die Naturwissenschaften in der Schule Spaß machen

Sei dir über eines Bewusst:

Die Inhalte der Naturwissenschaften in der Schule, besonders der Gesamtschule haben relativ wenig damit zu tun, was du im Studium machst. Flapsige Erklärungen werden durch kopfzerbrechende Berechnungen ersetzt, alles wird quantifiziert und ohne eine entsprechende Berechnung ist sämtliches wertlos. Chemie beinhaltet viel auch komplexe Mathematik, Physik noch deutlich mehr.

Einen Doktortitel in Chemie und Physik

Bereits eines der Fächer ist sehr anspruchsvoll. Beides zusammen ist extrem fordern. Ich zweifle ein bisschen daran dass dies ein realisitsches Ziel ist.

Wie lange dauert es bis zum Doktortitel?

Regelstudienzeit sin 6 Semester Bachelor, 4 Semester Master, ca. 2 Semester Doktor, also in Summe ca. 6 Jahre.

Ist ratsam Chemie auf Lehramt zu studieren oder ist das normale Chemie Studium besser ?

Das kommt darauf an was du machen möchtest und was dir besser liegt. Die Naturwissenschaften als eigenständiges Studienfach gehen deutlich mehr in die Tiefe, was für jmd der sich dafür wirklich interessiert bestimmt die richtige Wahl ist. Als Lehrer sind auch soziale Kompetenzen gefragt, wenn dir das besser liegt, solltest du das machen.

Wieviel verdient ein Chemiker

Das ist stark von der Anstellung abhängig, durchschnittlich allerdings genug, sodass sich das Studium auch auszahlt.

Sehr schöne Antwort, aber bei einem Punkt muss ich einfach meckern... zeige mir mal eine Promotion in der Physik die 2 Semester gedauert hat. 4 Semester sind schon utopisch, die Regel sind eher 6-10 Semester (3-5 Jahre).

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@Myjacy

Ich meinte da auch eig 2 Jahre = 4 Semster, dann sind es natürlich ca. 7 Jahre.

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Es gibt derzeit keinen NC auf Physik oder Chemie, daher ist die Note formal völlig egal. Du brauchst einfach ein Abitur.

Jedes der beiden Fächer beschäftigt Dich vollauf, und mit Promotion ("Doktor") kannst Du Dir das mit beiden Fächern parallel abschminken, wenn Du nicht Albert Einstein heißt.

Ob Chemie oder Chemie auf Lehramt (da brauchst Du noch ein Zweitfach) "besser" ist, kann Dir niemand beantworten, das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Lehramt solltest Du aber nur machen, wenn Du Dir absolut sicher bist, dass Du das WILLST. Lehrer sein ist nicht ein Job zum leichten Geld oder was immer Du Dir vorstellst. Das muss man wirklich mögen. Dann allerdings ist es der schönste Beruf der Welt.

Auf den Doktortitel wirst Du wohl noch ziemlich lange warten müssen! Lehramt ist wohl meist ohne Doktor, für ein Studium Physik/Chemie brauchst Du sicher einen NC; Abiturnote höchstens 1,5, eher besser. Bis Du mal soweit bist, wird sich an den Gehältern noch viel ändern.

höchstens 1,5 eher besser? wie kommst du dadrauf? ich hatte einen Schnitt schlechter als 1,5 und studiere jetzt Chemie

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@314156926

Das mit dem Schnitt ist in der Tat quatsch. Physik hatte noch nie einen NC, Chemie wenn überhaupt dann nur in Extremfällen mal einen von etwa 2,5.

Ebenso ist es völlig irrelevant, welche Leistungskurse man hatte... viele meiner Kommilitonen hatten Physik in der Schule sogar abgewählt und studierten es hinterher... wenn der Lehrer Mist ist, dann entdeckt man seine Leidenschaft oft erst sehr viel später als in der Schule. :-)

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Der n.c. wird von der Universität jedes Semester neu festgelegt.

Ein n.c. von 1,5 auf Chemie ist sehr unrealistisch, an allen Univeristäten die ich mir damals angeschaut hab war Chemie zulassungsbeschränkungsfrei. Von Physik habe ich ähnliches gehört.

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Also ein Durchschnitt von 3,0 und besser sollte genügen, kommt eben ganz auf die Uni an. Im Normalfall studiert man drei bis vier Jahre und dann brauchst du, um den Doktortitel zu erlangen, den Master, der auch zwei Jahre dauert (alles im besten Falle) und dann brauchst du noch zwei Jahre für den Doktortitel. Wie es mit den Jobs in NRW aussieht weiß ich leider nicht sorry.. In BW kannst du z.B. bei Boehringer Ingelheim als Chemielaborant arbeiten und mit Doktortitel verdient man da über 5000 Euro im Monat (Brutto). Waren glaub 5400..

Wenn du als Chemiker mit Doktortitel als Chemielaborant arbeitest, hast du echt was falsch gemacht...

Chemielaborant ist ein Ausbildung, mit abgeschlossener Promotion wirst du in der Industrie eigentlich hauptsächlich als Laborleiter eingestellt.

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Ein Chemiestudium ist eines der "härtesten" Studien und gerade in diesem Studiengang kommen selbst die begabtesten Menschen in diesem Fach echt an ihre Grenzen. Es ist vergleichbar mit einem Medizinstudium (vom Aufwand her). Nebenbei noch Physik zu studieren wird da wohl eher schwierig - zudem ist Physik ebenfalls ein recht schweres Studium.

Bei dem Chemiestudium braucht man in der Regel ca. 3-4 Jahre bis zum Bachelor. Und bis zum Doktor noch um einiges länger. Ob du es wirklich bis zum Doktor durchziehen kannst/willst neben Physik bleibt da offen.

Wenn du Chemie auf Lehramt studierst, ist es natürlich etwas einfacher und der Stoff wird nicht ganz so sehr verdient, was es auch möglich macht, weitere Fächer (in deinem Fall Physik) nebenher zu studieren. Gehalt ist lehrergehalt. Das Gehalt als Chemiker kommt auf den Arbeitsplatz an. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten (Pharma, Lebensmittel,...). In der Regel verdient ein Dr. Chemie aber relativ gut.

einen NC gibt es bei den meisten Unis im Fach Chemie nicht (bzw. 4,0 was auch "nicht vorhanden" bedeutet).

Fazit: Um ein Chemie Studium durchzuziehen musst du nicht nur extrem begabt sondern auch extrem motiviert sein´. Wenn du dir aber sicher bist, dass das das richtige für dich ist, dann versuche es, es wird dann schon klappen.

Chemie und Medizin vom Aufwand her gleich? wie kommst du darauf?

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@314156926

Ich habe zwar kein Chemie studiert, aber Physik.. einige meiner Freunde studier(t)en allerdings Medizin bzw. Chemie und ich kann dir sagen, dass alle drei Studiengänge durchaus einen vergleichbaren Aufwand haben.

Bei den Medizinern ist es vom Umfang her deutlich mehr... dafür ist es dort das reinste Bullemie-Lernen... alles vor der Prüfung reinprügeln und danach am besten schnell wieder vergessen, um Platz für die nächste Ladung zu haben. In der Chemie und/oder der Physik ist der Umfang geringer, aber dafür sind Transferleistungen deutlich schwerer. Was der Medizinstudent vor seinen Büchern verbringt, verbringen Physiker/Chemiker halt an Übungen. Der Stundenaufwand pro Woche ist durchaus vergleichbar.

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@Myjacy

Nur die harten komm in Garten ;-)

Wenn ich mir die Mediziner bei uns mal anschaue, die haben ständig Prüfungen und Testate, während des Semesters, in den Semesterferien und direkt zu Semesterbeginn wieder. Da find ich die Klausuren in der Chemie doch recht überschaubar. Praktika hat man sowohl in der Chemie als auch der Medizin, also sehe ich da keinen Unterschied.

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@Myjacy

Also ich studiere kein Medizin, aber Chemie. Und ich weiß mir ab und zu vor Langeweile nichtmehr zu helfen. Ich finde Chemie jetzt nicht so übertrieben hart.

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Also: Du brauchst einen relativ guten Schnitt für Physik und Chemie (1,0-1,3) Mein Bruder ist auch Physik Student, und er sagte es hätte keinen Numerus Clausus gegeben. Vielleicht ändert sich das noch, aber wenn du einen Schnitt im oberen 1-er Bereich hättest kannst du nichts falsch machen. Den Doktor zu machen dauert meines Wissens nach 2 Jahre. Natürlich nach dem Studium, dass auch ungefähr 6 Jahre dauern sollte. Wenn du studierst, dann lieber ohne Lehramt. Es sei denn, du möchtest Lehrer werden. Lg

Mit welchen Studium kann man das meiste erreichen Physik, Chemie oder Lehramt Chemie und Physik? ( bezogen auf Verdienst und Arbeitsplatz)

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@abcdefghi159689

Lehramt würde ich ausschließen. Wenn wir nach dem Durchschnittlichen Bruttoeinkommen eines Chemikers in NRW gehen, dann verdient er etwas mehr als ein Physiker.

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@1Sternenhimmel2

Hier ist mal zu erwähnen, dass besonders die Physiker am Ende selten als Physiker arbeiten. Die Stellen für reine "Physiker" sind seeehr rar. Dafür sind Physiker in vielen anderen Berufssparten extrem angesehen. Die können halt rechnen wie nen Weltmeister, da kann man auch oft problemlos mit Mathematikern mithalten.

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Zunächst solltest du dein Abitur machen (genauer eine Hochschulzugangsberechtigung durch deinen Schulabschluss erlangen). Physik benötigt keinen bestimmten Schnitt, Chemie würde ich bei etwa 2,0-3,0 ansiedeln. Du musst zunächst studieren (das sind 3+2) Jahre, entweder Physik oder Chemie... wenn du den Doktor machen willst, dann musst du an einer Universität studieren (Fachhochschulen haben keine Promotionsberechtigung und dürfen keine Dr.-Titel vergeben). Auf Lehramt würde ich es auch nicht studieren, wenn du den Dr. machen willst. Sollte schon ein vollwertiges Chemie- oder Physikstudium sein. Die Promotion (zum Dr.) dauert sowohl in der Chemie, als auch in der Physik etwa 3-5 Jahre.

Wenn du jetzt in der 9. Klasse einer Gesamtschule bist würde ich mit noch 3-4 Jahren Schule rechnen, in denen du unbedingt auf eine Realschule wechseln musst, besser ist ein Gymnasium, weil du wie gesagt am Ende an einer Universität studieren solltest (und keine Fachhochschule... viele Realschulabschlüsse erlauben dir nur an eine Fachhochschule zu gehen).

Wenn du das geschafft hast, noch 5 Jahre studieren und etwa 4 Jahre promovieren.. macht also von jetzt an etwa 12 Jahre.

Wird es reichen auf der Gesamtschule in der 11-12 Klasse Leistungskurse in Physik und Chemie zu belegen ( Abi machen)oder wäre ein Wechsel aufs Gymnasium besser? Wie lang müsste ich noch zur Schule gehen um einen Job als Chemiker zu ergattern?

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@abcdefghi159689

Nein, die Gesamtschule wird ganz sicher nicht reichen, um studieren zu können. Wenn du Chemiker oder Physiker werden willst, musst du das Abitur machen (an einem Gymnasium). Leistungskurse sind völlig egal. Du brauchst nur das Abitur, musst dann 5 Jahre Chemie oder Physik studieren.

Wenn du kein Abitur an einem Gymnasium machst, dann wirst du mit Sicherheit nie einen Doktortitel in Chemie oder Physik haben können. Das einzige was dir bleibt, ist eine Ausbildung zum Chemielaboranten oder Chemikanten, aber das ist "nur" eine Ausbildung. Damit wirst du auch keinen Doktor machen können, da dir das Promotionsrecht fehlt (das bekommt man nur nach einem erfolgreich absolvierten Studium!)

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@Myjacy: Du hast merkwürdige Vorstellungen vom Schulsystem, oder sprichst du über ein anderes Land als Deutschland?

An der Realschule erhält man einen Realschulabschluss; der berechtigt NICHT zum Studieren, weder Fachholschule noch Uni.

An der Gesamtschule kann man verschiedene Abschlüsse machen, auch ein vollwertiges Abitur (= Hochschulzugangsberechtigung).

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@Rubezahl2000

Upsi. Ja, ich hatte in der Tat ein verfremdetes Bild von einer Gesamtschule... bisher ging ich immer davon aus, dass sie aus einer kombinierten Haupt- und Realschule bestand. Dass man dort ein auch vollwertiges Abitur machen kann, war mir nicht bekannt. Danke für die Berichtigung. Abgesehen davon stimmt allerdings der Rest meiner Antworten hier.

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Kannst als ein chemikant arbeiten oder halt als chemielaborant ich will auch mal chemie studieren

Wenn du nur als Laborant oder als Chemikant arbeiten willst, dann brauchst du kein Studium, sondern machst die entsprechende Ausbildung. 

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Wo ist der unterschied zwischen Chemielehrer , Chemielaborant, Chemikant und Chemiker?

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@abcdefghi159689

Chemielehrer hat in der Regel Chemie auf Lehramt studiert, Chemielaborant und Chemikanten haben eine Ausbildung gemacht und Chemiker haben ein volels Chemie-Studium hinter sich gebracht.

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