Eigentlich sind beide von dir vorgeschlagenen Themen eher der Anorganischen Chemie zuzuordnen. Aber ich denke nicht, dass dein Lehrer das allzu eng sieht. 

Wie wärs vielleicht mit dem EPR-Effekt? Das ist dann vielleicht nicht "nur" Anorganische Chemie, sondern auch etwas Medizin.

https://de.wikipedia.org/wiki/EPR-Effekt_(Pharmakologie)

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https://de.wikipedia.org/wiki/Schlenk-Gleichgewicht

Das magnesiumchlorid wird auf gleiche weise solvatisiert, auch wenn du keinen ganzen "Grignard" in Lösung hast. 

Die Löslichkeit von MgCl2 in Et2O dürfte aber trotzdem recht beschränkt sein....müsstest du mal in Löslichkeitstabellen nachschlagen ;)

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Das hängt in erster Linie davon ab, was du extrahieren willst (und in welcher konzentration es in der Pflanze enthalten ist) und wie sauber du es haben möchtest.

Denn mit der herkömmlichen Extraktion extrahiert man in der Regel eine Vielzahl von Pflanzenstoffen. Wenn du nun dein reines Kontaktgift erhalten willst, erfordert das eine weitere Aufreinigung und da geht der Spaß dann richtig los. 

Die reine Extraktion ohne Aufreinigung bedarf nicht viel außer einem geeigneten Lösungsmittel und idealerweise eine Soxleth-Apparatur. Das Lösungsmittel kann man abdampfen lassen, wenns schneller gehen soll bräuchtest du zumindest eine Vakuumpumpe, besser einen Vakuumrotationsverdampfer. 
Für eine minimale Aufreinigung des Extrakts wäre außerdem ein Scheidetrichter nicht schlecht.

Für die Isolation des reinen Giftes bräuchtest du vermutlich eher eine Chromatographiesäule, Kieselgel und eine ganze Menge Laborerfahrung, denn so eine Trennung ist vermutlich nicht einfach ;) 

Aber wie gesagt, dass kommt drauf an, aus welcher Pflanze du was extrahieren willst. Das Extrakt kann am Ende 0.1% Gift enthalten oder 90%, das kann man so nicht beurteilen....

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Leider sind IRs nicht wirklich aussagekräftig, besonders nicht, wenn man noch gar keine Idee von der Struktur hat.

Die zwei Täler sind entweder 2 OH-Gruppen vllt aber auch ein Amin.

Die dreifachbindung würde ich auch unterschreiben. 

Einen Aromaten hast du hier vermutlich eher nicht, dafür fehlen da definitiv die "Benzolfinger". 

Mit den vier CH2-Gruppen weiß´ich nicht, wie du darauf kommst, das finde ich ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt... in dem Bereich schwingt extrem viel ;)

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Chemie ist mehr die theoretische Geschichte, Forschung, Entwicklung von neuen Substanzen/Materialien, etc. - Stichwort: Glaskolben <1L

Chemieingenieurwesen beschäftigt sich eher mit der industriellen Anwendung. Verfahrenstechnik, Prozessoptimierung etc. - Stichwort: 1000L-Reaktor

Nanoengineering mag sich zwar schön anhören, würde ich jedoch von abraten. Ich wüsste nicht, warum man sich schon im Grundstudium spezialisieren sollte. Damit verbaust du dir lediglich viele Wege, die mit dem Chemiestudium noch offen stehen. Und in dem normalen Chemiestudium spezialisiert man sich auch, nur eben ab frühestens 5./6. Bachelorsemester. Dann kann man aber noch jederzeit seine Spezialisierung wechseln, was bei Nanoengineering schwer sein dürfte. Und Nanotechnologie gibt es mehr als genug auch im normalen Studium, dass du dich voll und ganz darauf konzentrieren kannst und die nötige Expertise erlangst, die sich nicht groß vom Nanoengineering-Studium unterscheiden wird. 

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Helium ist eigentlich die ideal für GCs. Allerdings auch recht teuer und wird deshalb oft durch Wasserstoff ersetzt.

Das Explosionspotential wird bei uns z.B. dadurch gesenkt, dass keine H2-Gasflasche verwendet wird, sondern ein Elektrolyseapparat direkt angeschlossen ist, das Wasserstoff wird also dort erst erzeugt, sodass nicht allzuviel H2 da ist, welches explodieren würde.

Ein großer nicht zu unterschätzender Nachteil von H2:
Bei unsachgemäßem Umgang können sich schnell mal Katalysatoren/Metalle auf der GC ablagern (wenn diese nicht vorher über Kieselgel entfernt wurden), das kommt leider recht häufig vor. Die Folge: Das H2 hydriert die zu untersuchenden Proben (katalysiert durch diese ablagerungen), sodass man konsequent ein Signal des hydrierten Produktes erhält. 
Bei uns gibts eine, wo man eigentlich immer ~10% hydriertes Produkt im Chromatogramm sieht. Neue GC-Säulen sind leider teuer.... zum glück lässt sich das über die GC meistens sehr schnell identifizieren...

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Hallo, habe dieselbe Methode selbst verwendet, ich habe 30g/100mL Wasser verwendet, also bei dir etwa 150g. 

Du solltest beachten, dass Natriumpersulfat bei Raumtemperatur fast gar nicht ätzt. Du musst deshalb ein recht enges Temperaturfenster von 40-50°C einhalten, darüber zersetzt sich das Persulfat (ist nicht weiter schlimm, es gast bloß Sauerstoff aus. Nur nimmt dadurch natürlich die Ätzmittelkonzentration ab).
Ich habe eine ausgediente Pfanne mit Wasser gefüllt, darin eine dieser Arbeitsschalen zum Ätzen wie eine Art "Boot" schwimmen lassen. Die Tempeatur des Außenbeckens wurde mit einem Multimeter überwacht, die der Ätzlösung gelegentlich über ein IR-Thermometer. Bei mir war die Temperaturdifferenz etwa 10°C zwischen innen und Außenbecken. Aber das lässt sich natürlich nicht pauschalisieren, denn das ist abhängig von Eintauchtiefe, Material und Dicke der Schale. Die Temperatur lässt sich dann durch kurzen Einschalten der Herdplatte gut nachregeln.

Faustregel: wenns blubbert bist du zu heiß.

Bei mir war die Temperatur allerdings auch wesentlich kritischer, weil ich damit Bronze zu Schmuck geätzt hab mit vllt 500mikrometer Ätztiefe, Platinen sind nur mit 30 mikrometer Kupfer beschichtet, das geht also a) schneller, b) musst du dir um Unterätzungen fast keine Sorgen machen.

Zur Lagerung: Ja die Flasche sollte zwingend ein kleines Loch im Deckel haben und natürlich aufrecht stehen. Abfälle bitte zum Sondermüll (Kupferionen sollten nicht in großen Mengen ins Abwasser gelangen). 

Mit dem Merkspruch hast du natürlich recht, allerdings ist Natriumpersulfat (Natriumperoxodisulfat sollte es eigentlich genannt werden) ist keine Säure, sondern ein Oxidationsmittel. Um den Merkspruch musst du dir keine Sorgen machen, das wird nichtmal warm beim Lösen, noch passiert da sonderlich viel. 
Einem Laien empfehle ich dennoch das Tragen von Handschuhen, Schutzbrille sowieso.

Falls du weitere Fragen hast, melde dich, ich habe damit einige Testdurchläufe durch, bis das Experiment mit der Bronze funktionierte. Aber mit deiner Platine sollte das keine große Sache werden denke ich (habe ich auch schon gemacht, ist eine Sache von 5min bei der richtigen Temperatur, oben genannte Bronze brauchte fast 3h).

LG

mgausmann

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Nimm dir Watte und lauf zu deiner Küchenwaage. Wieg 20g ab, komm zurück und frag dann nochmal, ob 20g viel sind.

LG
mgausmann


Zum Fachlichen: Die Nitrocellulose, wenn man sie als Watte herstellt, ist nicht sooo gefährlich. Die Chemikalien, die man für die Herstellung braucht, insbesondere die Nitriersäure sind für Laien aber nicht ohne.

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Ich wüsste keinen Grund, warum das mit Nitraten funktionieren sollte. Nitrat dürfte nicht oxidativ genug sein, um das Gold zu oxidieren und in Lösung zu bringen.

Naja Cyanide würde noch gehen, das ist schließlich auch der industrielle Prozess der Goldaufreinigung, aber davon kann ich nur dringendst abraten, damit bringt man sich auch verdammt schnell um, wenn man nicht weiß wie. Und da du hier seit monaten nach Goldextraktionen fragst, rate ich dir einfach mal, von dieser Methode die Finger zu lassen, da dir offensichtlich die chemischen Kenntnisse fehlen und man für den Umgang mit Cyaniden a) die richtige Ausrüstung haben muss und b) eine Ausbildung im Umgang mit solchen Stoffen haben sollte. 
Sinkt dein pH einmal auch nur minimal, kippst du sofort über deiner Cyanidlösung um und auch der Notarzt wird nicht rechtzeitig dort sein.

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Stichwort: "Grotthuß-Mechanismus"
Einfach mal googlen, das ist der Hauptgrund. 

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