Ab wann missbraucht man Gottes Namen?

15 Antworten

Wie soll man Gottes Namen missbrauchen

Man soll ihn GAR NICHT missbrauchen. ;)

Mit "Missbrauch" ist gemeint, dass du deinen Gott nicht auf deine Seite ziehen sollst. Stelle es dir wie einen Richter am Gericht vor: Der muss auch unparteiisch bleiben, um ein gerechtes Urteil fällen zu können.

Wer beispielsweise zu einem anderen Gläubigen sagt "Gott ist mein Zeuge.", der hat das ultimative Totschlag-Argument gebracht. Auch, wenn er dabei vorsätzlich lügt oder fahrlässig die Unwahrheit sagt. Damit hat er Gott aber auf seine Seite gezogen und macht Gott folglich zum "Mittäter".

Das gilt beispielsweise auch für die beliebten Glaubens-Kriege, die bis heute im Regelfall mit "Gott will es!" oder "Gott ist mit uns!" geführt werden. Da aber NIEMAND weiß, ob Gott den Krieg wirklich will (s. a. Jesus, der nicht einmal zur Verteidigung seines Lebens bereit war, eine Waffe zu benutzen), ist das zumindest bei den Christen ein klarer Missbrauch seines Namens.

“wie streng“ ist die Regelung?

Tja, da kann man nur raten. Bis heute konnte noch niemand davon berichten, wie eng Gott das wirklich sieht.

Das mit der Strafe ist aber schwierig. Mal sagt Gott, dass er eine Sippenhaft (also Haftung der ganzen Familie bis hin zum Enkel & Schwager) beansprucht; mal sagt er, dass du es durch andere Taten wieder gutmachen kannst; mal sagt er, dass er dich - und nur dich - bestrafen wird. Und alles steht in der gleichen Bibel. ... Vielleicht kann man sich die Strafe ja selbst aussuchen?!

Zu dem Gebot "Du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen" gefällt mir der Kommentar von Gotquestions.org sehr gut: "Dieses Gebot ist gegen den Missbrauch von Gottes Namen. Wir dürfen nicht leichfertig mit Gottesnamen umgehen. Wir sollen Gott gegenüber unsere Hochachtung erweisen, indem wir Ihn respektvoll und ehrend erwähnen."

Hallo xXSchuelerXx,

zu dieser Frage kann ich dir einen Auszug aus einer relativ alten Schrift liefern, dessen Wortlaut ich nur voll und ganz zustimmen kann:

Wozu hat uns Gott seinen Namen kund getan? Wir müssen im allgemeinen sagen: Wir sollten ihn zu heiligen Dingen gebrauchen und uns durch ihn heiligen lassen; dass wir mit Gott im Verkehr stehen.

Daraus ergibt sich, dass der MISSBRAUCH (der unrechte Gebrauch) dieses Namens darin besteht: DASS WIR DEN NAMEN GOTTES NICHT NENNEN UND BRAUCHEN.

So haben die Juden dem Missbrauch des Namens Gottes dadurch zu entgehen gesucht, dass sie den Namen Jehova gar nicht aussprachen, sondern dafür das Wort Adonai gebrauchten.

Dieses Verfahren ist falsch, denn es widerspricht der Liebe zu Gott. Gerade die Liebe treibt dazu, den, welchen man zu Gefallen lebt, auch zu nennen, d.h. sich mit ihm in Gemeinschaft zu setzen, und die Furcht vor Gott hat nun dafür zu sorgen, dass dieses Nennen Gottes ein rechtes und heiliges sei, nicht aber den Gebrauch des Namens Gottes zu hindern.

Gottes Name ist der Schlüssel zum Umgang mit Gott. Hätte er uns nicht zu sich lassen wollen, hätte er uns nicht in sein Herz lassen wollen, so hätte er uns auch seinen Namen nicht gegeben. Mit diesem schließe ich die Tür zu Gottes Herzen auf“ (Ahlfeld, Johann Friedrich, evangelischer Theologe 1810-1904)

Wir sollen also den Namen Gottes gebrauchen. Es ist auch im zweiten Gebote nur verboten, den Namen Gottes zu missbrauchen. Der Missbrauch hebt aber den rechten Gebrauch nicht auf, sondern setzt eben den rechten Gebrauch voraus, so dass der Gegensatz von Missbrauch nicht etwa sie gänzliche Unterlassung des Gebrauchs, sondern nur der rechte Gebrauch ist, und gerade die Wahl des Wortes fordert, dass wir ihn allerdings brauchen sollten und dass der Nichtgebrauch auch ein Missbrauch ist.

Wir versündigen uns also auch an dem Namen Gottes, wenn wir von demselben gänzlich schweigen, weil wir ihn entweder geringschätzen oder uns dessen schämen.

Dies ist beides der Furcht und Liebe Gottes zuwider, denn die Furcht treibt uns, Gott hoch zu achten und die Liebe Gottes treibt uns, wenn unser Herz voll ist, auch von Gott zu reden.


Quelle: Handbuch des Katechismus-Unterrichts nach Dr. M. Luthers Katechismus für Lehrer und Prediger von Dr. J. Chr. Gottlob Schuhmann - Erster Band – Seite 2 – Jehova

Anmerkung: Dass in diesem Auszug vom 2.Gebot die Rede ist, liegt daran, dass in einigen Kirchen die ersten beiden Gebote zusammengefasst als ein Gebot angesehen wurden

LG cornyriegel

Danke für dieses Zitat! :-))

Ich hatte es schon mal irgendwo gelesen, wußte aber nicht mehr wo.

5

Was möchtest Du wissen?