Gründe für und gegen Veganismus?
14 Antworten
Für:
- weil keine Tiere vorsätzlich getötet werden (allein 70 Milliarden Landtiere weltweit)
- weil weniger Tiere leiden, da die Tierindustrie (i.d.R.) sehr schmerzhaft ist (nur Weidehaltung wäre aufgrund mangelnder Fläche nicht möglich)
- weil Tiere weniger zur Abarten herangezüchtet werden
- weil durch Weideland bestimmte Tiere bedroht sind (besonders Raubtiere, wie Bären & Wölfe)
- weil sich dadurch ein allgemein besseres Verständnis für Ethik etablieren wird
- weil dadurch weniger Krankheitserreger entstehen (über 60% aller neupathogenen Erreger entstehen in der Tierindustrie)
- weil weniger Antibiotikaresistenzen entstehen (80% des Antibiotika geht in die Tierindustrie)
- weil dann die Vergiftungsgefahr geringer ist, da die meisten Lebensmittelskandale mit Tierprodukten zu tun habe
- weil Treibhausgase eingespart werden (12-18% aller Emissionen kommen aus der Tierindustrie)
- weil weniger Landfläche vereinnahmt bzw. zerstört wird (über 30% der weltweite Landfläche werden für Tiererzeugnisse genutzt)
- weil freigewordene Landfläche renaturalisiert, für Nuss- & Obstwiesen, zum Bau von Photovoltaikanlagen, für Paludikulturen oder anderweitig sinnvoll genutzt werden kann
- weil der Tierdung bzw. der Stickstoff darin die Umwelt vergiftet, z.B. durch Eutrophierung von Gewässern oder Versauerung der Böden
- weil der Tierdung bzw. der Stickstoff darin uns vergiftet, z.B. durch Feinstaub oder als Eintrag ins Grundwasser
- weil durch die Fischerei Müll in Form von Netzen in die Meere gelangt
- weil die Überfischung der Meere dort das Ökosystem zerstört (wirkt sich auch auf uns aus)
- weil Beifang vom Aussterben bedrohte maritime Arten tötet
- weil man beim Essen nicht mehr auf Knorpeln & Knochen herumkauen muss
- weil in der Tierindustrie Werkverträge für Angestellte meist unfair sind (70-80% in Deutschland)
- weil die Arbeitsbedingungen im Tiersektor oft furchtbar sind
Dagegen:
- man muss sich mehr informieren, um gesund zu leben
- man erlebt mehr gesellschaftlichen Druck
- man nuss meist länger suchen, um etwas zu essen zu finden
Pro: Es werden keine Tiere umgebracht um sie zu essen. Gut sicherlich DER Punkt. Aber: (Kontra)
auch beim Veganismus sterben Tiere
wollen wir wiklich eine Welt fast ohne Tiere?
Was ist mit dem Wild? wenn es NICHT geschossen wird nimmt es überhand. Auch ganz schlecht
Längst nicht überall wo Vieh weidet kann man Ackerbau betreiben (Almen,Deiche zum Beispiel. Und um dabei zu bleiben: Die SChafe tun den Deichen gute Dienste. Eben so die Kühe den Almen.
Keine Nutztiere mehr bedeutet auch; Keine Hunde mehr, keine Katzen. (Aber Vegander sind je eh oft gegen Tierhaltung).
Nicht jeder kann sich problemlos vegan erhähren. Oder nur sehr schwer.
Der Speisezettel ist wesentlich eingeschränkter, zumal wenn man keine sogenannten ersatzprodukte (oft Chemiebomben) als "alternative" will.
- Es ist eine in sich widersprüchliche Lebensweise: Veganer behaupten, für sie würden keine Tiere vorsätzlich getötet, was schlichtweg eine Lüge ist.
- Tatsächlich zielt der Veganismus nicht darauf ab, Tieren zu helfen oder zu retten, sondern ausschließlich darauf, dass sich der Veganer moralisch überlegen fühlt.
- Veganismus ist erst seit der Erfindung der Vitamin-B12-Substitution überlebensfähig und damit eine für den Menschen grundsätzlich ungeeignete Ernährungsform. Muss der Mensch eine Ernährungsweise wählen, die seiner Biologie widerspricht?
- Veganismus ist ein Boykott, der nichts bewirkt. Selbst wenn die Tierproduktion in Deutschland durch Veganer in einem Jahr um ein Prozent (Anteil der Veganer an der Bevölkerung) gesenkt wird, ergibt sich im Folgejahr überhaupt keine Wirkung mehr.
- Die Umwelteffekte durch Reduzierung der Fleischproduktion sind besser als durch vollständigen Verzicht (Annäherung an Kreislaufwirtschaft durch den Dünger).
- Der vollständige Verzicht hätte beispielsweise in Asien extrem schädliche, gegenläufige Effekte durch intensiveren Reisanbau und dessen extrem hohen Methanausstoß (nasser Reisanbau und seine Faulgase).
- Der Verzicht auf sonstige Tierbestandteile in der Produktion führt zu vollständig unklaren, gegenläufigen Umwelteffekten (Verzicht auf Knochenasche, Gelatine, Enzyme, Leder usw.).
- Viele Böden können nicht mehr zur Nahrungsproduktion genutzt werden, da nicht alles überall wächst.
- Futterpflanzen sind zumeist Multifunktionspflanzen und müssen trotzdem angebaut werden (Soja z. B. für Tofu und Öl).
- Die Tierzucht ermöglicht die Umwandlung von Kalorien, die Menschen nicht verwerten können, in verwertbare Kalorien (Silage, Pressrückstände etc.). Deswegen wird sie seit Jahrtausenden praktiziert.
- Veganer stellen die Effektivität der Tierzucht durch Rechentricks bewusst falsch dar und berücksichtigen nicht den Effekt der oben bezeichneten Umwandlung von nicht nutzbaren in nutzbare Kalorien.
- Wenn man die Vorstellungen von Veganern in Recht umsetzen wollte, ergäben sich Wertungswidersprüche, die z. B. in Deutschland nicht mit Art. 1 GG (Menschenwürde) vereinbar wären.
Ich gehe nicht davon aus, dass irgendwann ein Großteil der Menschen Veganer wird, möchte aber darauf hinweisen, wie unsere Vorfahren noch im 20. Jahrhundert (50er bis 60er Jahre? Eventuell auch später) lebten:
Für viele gab es nur am Sonntag Fleisch.
Es wurde größtenteils regional und saisonal gekauft und gegessen. Unter der Woche oft vegetarisch. Mag sein, dass der Eierkonsum höher war als heute.
Das wäre aber eine Lebensweise, in die viele relativ problemlos zurückkehren könnten.
Auswärts essen war für viele eine große Ausnahme. Heute gehen viele mindestens einmal im Monat, oft einmal die Woche essen. Das ist nicht nötig.
Wenn wir unsere Ansprüche ein bisschen in Richtung der 50er bis 60er Jahre zurückschrauben könnten, mit vegetarischer, einfacher Kost während der Woche und ggf. gelegentlichem Fleischkonsum, dann von möglichst gut gehaltenen Tieren, wobei auch beim Gemüse heimische, saisonale Biosorten bevorzugt würden (soweit man sich das leisten kann), würde man schon einen großen Beitrag für Tierwohl und Klima leisten.
Es gibt ja sogar Hilfen dafür. Es gibt heute sehr viele Kochbücher über "vegetarische Heimatküche" usw. Man muss also nicht täglich Möhren-Kartoffelstampf essen.
Der große Fleischkomsum begann m.W. erst so in den 90ern und verfestige sich dann ab den 2000ern. Auch das regelmäßige Essengehen. Vorher war das meines Wissens beides noch moderat und den meisten Menschen fehlte nichts.
Heute kann man in jedem Discounter Mangos, Ananas (frisch) und Avocados ganzjährig kaufen und keiner macht sich darüber Gedanken, dass das alles Sorten mit großen Transportwegen sind. Noch in den 90er Jahren gab es so etwas gar nicht, da bekam man lediglich gelegentlich Mangos in sehr großen oder spezialisierten Supermärkten und Ananas meist nur in der Dose.
"Vegetarisch und heimisch/ saisonal" mit bewusstem Konsum von Eiern und Milchprodukten wäre vermutlich erst mal für die meisten Menschen ein gutes Ziel.
Und wenn Fleischkonsum, dann auch bewusst, selten und am besten von Tieren, die zumindest einen Großteil ihres Lebens einigermaßen artgerecht leben konnten.
Veganismus ist eine Ideologie, durch die man sich anscheinend die Erlösung erhofft.
Veganer stellen die Prämisse auf, dass das Verspeisen von Tieren unmoralisch sei.
Das hat nur dann eine Begründung, wenn man die Natur ausschließt, da in ihr der Verzehr von Fleisch normal und natürlich ist.
In dem Fall kann man aber einwenden, dass es auch Vergewaltigungen im Tierreich gibt und folglich, nur weil etwas in der Natur gegeben ist, jenes nicht meint, dass es richtig ist.
Das Problem ist aber, dass wir Menschen bewusst handeln und Tiere, Instinkt gesteuert sind.
Es handelt sich somit um einen Analogie-Fehlschluss oder wie man so schön sagt, man vergleicht Birnen mit Äpfeln.
Manche Veganer meinen, dass Tiere Personen sind.
Hier hat man aber das Problem, dass wenn das stimmt, Tiere selbst unmoralisch handeln, wenn sie Fleisch verzehren und damit, ist unmoralisches Handeln etwas gänzlich natürliches.
Auch stellt man sich die Frage, wieso die Person Tier etwas darf, aber die Person Mensch nicht, obwohl sie angeblich beide gleichgestellt sind.
Würden Veganer ihre Ideologie zu Ende denken, würden sie unweigerlich bei der Erkenntnis ankommen, dass selbst Tiere am Verzehr von Fleisch gestoppt werden müssen.
Die Prämisse des Veganismus, lautet somit, dass nur wenn der Mensch Fleisch verzehrt, jenes unmoralisch ist, aber nicht der Verzehr von Fleisch selbst unmoralisch ist.
Auch das ist sinnfrei, da man in dem Fall selbst eingesteht, dass der Verzehr von Fleisch nicht prinzipiell unmoralisches ist, sondern nur unter Bedienungen.
Ebenso bedeutet es, dass die Moral des Veganismus nicht objektiv, sondern subjektiv begründet ist oder mit anderen Worten, jede andere Moral genauso gut sein kann, da sie ja nur von Menschen erstellt wurde.
Die Moral des Veganismus ist somit zirkulär, was auch als Zirkelschluss bezeichnet werden kann.
Wieso meint der Veganer, dass der Verzehr von Tieren unmoralisch ist?
Weil der Veganer es als unmoralisch bestimmt hat.
Wieso hat der Veganer es als unmoralisch bestimmt?
Weil der Veganer es für unmoralisch hält.
Veganer nutzen aber gerne Studien, um zu begründen, dass ein Fleisch lose Ernährung gesünder ist.
Es gibt aber eine Langzeitstudie, welche mittlerweile um die 5000 Jahre läuft.
Damit sind die Inuit gemeint, was ein Volk u. a. in Kanada ist, welches sich seit Ewigkeiten überwiegend, wenn nicht ausschließlich von Fleisch ernährt.
Deren Lebenserwartung lieg bei 67-70 Jahren.
Die von den Kanadiern dagegen bei 80-81Jahren.
Die durchschnittliche Lebenserwartung von uns in Deutschland, die lag aber um 1900, bei 40 bis 50 Jahren.
Wenn sich die Art des Lebens der Inuit kaum verändert hat, dann muss man davon ausgehen, dass die Inuit um 1900 die gleiche Lebenserwartung wie heute hatten.
Man kann sich nur mir Fleisch ernähren, wenn man Innereien ist. Leber ist ein konzentrierter Vitamin-Cocktail. Mit pflanzlichen Lebensmitteln geht das nicht.
Innereien sind voll ekelhaft.
Gebratene Leber und Blutwurst habe ich aber als Kind ziemlich gerne gegessen.
Ich steige aber jetzt wieder auf die Atkins-Diät um, da ich merke, dass meine Kohlenhydratreiche-Diät oder wie ich sie nenne, Pizza-Und-Co-Diät ziemlich übel ist.
Ich liebe Leber. Geflügelleber in einer Salbeisauce .... mmmmh
Das ist ja das pseudo intellektuellste was ich je lesen musste. Das Problem ist nicht dass speziell der Mensch fleisch isst, sondern wie dieses Fleisch gewonnen wird. Die massentierhaltung hat nichts natürliches mehr. Tiere die ohne Platz um sich zu bewegen in dunklen hallen gemästet werden bis sie in die gaskammer kommen. Sie leben in ihrem eigenem Kot und das auch nur solange bis der rentabelste Zeitpunkt erreicht wurde sie umzubringen. Veganismus ist gegen die Ausbeutung und das quälen von Tieren. Wenn du deine Tiere selbst ohne großes Leid im Wald erlegen würdest wäre das was anderes. Aber du gehst nur nebenan zum Supermarkt.
Da gibt es ein tolles Meme.
https://qph.cf2.quoracdn.net/main-qimg-b09f2f0323d2423007549b236820bc1e
Fällt dir was auf? Kein stangenboden und ein Fenster. Schon mal nicht zutreffend. Es gibt einen Unterschied zwischen dem natürlichen Kreislauf und massentierhaltung wie sie heute betrieben wird
Läuft aber alles nach den Bestimmungen des Tierschutzes.
Schweine, Rinde, Hühner, in der Art wie wir Menschen sie züchten, gibt es nicht einmal in der Natur.
Es gibt ja genug Gestörte, die ihre Hunde und Katzen vegan ernähren wollen.
für: die Tiere leben länger und es werden sogar noch mehr, wenn keine mehr geschlachtet werden
gegen: es gibt keine Nutztiere mehr, wenn dann die letzten von ihnen gestorben sind
Also für die Tiere: esst Fleisch!
Ich glaube das die Tiere nicht so dankbar dafür sind in einer dunklen Halle eingequetscht zu tausenden in ihrem eigenen Kot zu leben. Man beachte dass das nur paar Monate sind denn dann sind sie schon reif umgebracht zu werden. Nicht dass es Legehennen oder Milchkühe besser gehen würde
Und? was ist deine Lösung?
Wie wünschen denn Veganer, daß Tiere leidfrei gehalten werden, damit wir die Produkte der ungequälten Tiere ohne schlechtes Gewissen nutzen können?
Oder bist du der Meinung, daß Tiere glücklicher sind, wenn sie ausgerottet wurden?
Das wäre dann ein Ding der Unmöglichkeit, daß etwas Glücklich ist, was gar nicht existiert.
Denkst du ernsthaft dass diese Tiere glücklich leben? Ihr kurzes Leben besteht nur aus Leid und Angst. Ich verstehe nicht wie man dieses Argument für sinnvoll halten kann. Sie sind so gezüchtet worden dass sie den maximalen gewinn erzeugen.Es gab diese Tiere ursprünglich mal in der freien Natur welche für Schlachthof oder noch eine Autobahn zerstört wird.
Was ist DEINE Lösung?
Tiere weg, damit sie dann glücklicher sind?
Oder bist nur DU glücklicher, wenn es keine Tiere mehr gibt?
Warum hälst DU keine Tiere? Leidfrei?
Tiere nicht für so etwas züchten ja. Ich dachte das versteht man langsam. Die Formen der schweine usw sind alles qualzuchten um möglichst Fett zu werden. Sie leben auch nur ~6 monate. Das eine Ausrottung zu nennen ist lächerlich. Die Tiere müssen nicht weg sondern sollen einfach nicht neu gezüchtet werden. Zumindestens nicht in diesen absurden Mengen
also weniger Schweine.
wie sollen die leben?
und würdest du sie essen, wenn sie glücklich gelebt haben?
Und wenn nicht, wozu sollte dann so ein Schwein gut sein?
Würde sich das Wild nicht durch Futtermangel selbst regulieren? Tiere, die zu wenig Futter finden, pflanzen sich nicht unbedingt fort?