Ist Sex vor der Ehe Sünde?

27 Antworten

Liebe ist ein großes Wort und müsste eigentlich immer mit Verantwortung und Treue zum Partner verbunden sein. Meistens ist es aber wohl nur eine Rechtfertigung, um sich ein sexuelles Begehren zu erfüllen. Wahre
Liebe ist weit mehr als  ein Bedürfnis nach Sex, dabei sollte auch das Gewissen und das Glück der Partnerin bedacht werden. Wenn die Beziehung nämlich vor der Ehe zerbricht, ist die Verletzung zumindest für Mädchen/Frauen nur umso größer, wenn man schon miteinander intim war. Zumindest bleibt einer immer auf der Strecke und das vielleicht viele Male mit verschiedenen Partnern, bis man irgendwann heiratet.

Sünde ist immer eine bewusste Entscheidung gegen Gott. Da musst du im Gewissen prüfen, ob du dein Vorhaben verantworten kannst. Jesus Christus hat deutlich gemacht, dass die Ehe das Band zwischen Mann und Frau sein soll und das „Ein Fleisch werden“ in diesen Schutzbereich eingeordnet.

Zu deiner anderen Frage: Man kann nicht im voraus bereuen, was man noch zu tun gedenkt.  Jedes Tun hat vorher in Gedanken begonnen und wenn man bereits weiß, dass man bestimmte Gedanken zur Tat werden lassen will, muss man sich fragen, worin die Reue dann eigentlich besteht. Man kann sich auch beherrschen – man muss es nur wollen.

Wenn die Beziehung nämlich vor der Ehe zerbricht, ist die Verletzung zumindest für Mädchen/Frauen nur umso größer, wenn man schon miteinander intim war.

Warum wird hier nur auf Frauen eingegangen. Ich kenne männliche Personen, die depressionsartige Zustände erreicht haben, nachdem die Beziehung kaputtgegangen ist. 

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Alles, was niemanden und auch sich selbst nicht - psychisch, physisch - schädigt und schadet und mit dem alle einverstanden sind, ist erlaubt....

Sex ist die höchste Form des körperlichen Orgasmus und bei liebenden Menschen die höchste Form des Austausches auf der körperlich-sinnlichen Ebene...

Was soll Gott gegen diese Form der Selbsterfahrungen - der Selbsterkenntnisse - des Liebesaustausches - der Sinnlichkeit etwas haben wollen?

Gruß Fantho

Woher weiß man denn immer was einen psychisch, physisch schädigt und schadet? Oft ist man erst hinterher schlauer.

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@joergbauer

Alles, was einen innerlich widerstrebt, sollte nicht getan werden und / oder nicht über sich ergehen lassen - in welcher Form auch immer...

Gruß Fantho

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@Fantho

Auch das, was einem zuerst nicht widerstrebt, ist manchmal falsch und erweist sich nicht selten hinterher als Fehler und Irrtum. Irren ist menschlich. Gerade was Ehe und Ehescheidungen betrifft, so wird das hier ganz deutlich.

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@joergbauer

Alles was einen nicht widerstrebt, dieses Gefühl kommt daher, dass man entweder bereits Kenntnis davon besitzt, oder keine Kenntnis davon besitzt....

Hat jener Kenntnis davon und es widerstrebt ihm diese Kenntnis nicht, dann ist dies nicht zum eigenen Schaden...

Hat jener jedoch keine Kenntnis davon, dann kann es ihm ja nicht widerstreben, da er ja davon keinerlei Kenntnnisse besitzt. So muss er diese erst in Erfahrung bringen, um Kenntnisse zu erlangen und dann daraus die Feststellung zu machen, ob diese Kenntnisse widerstrebend sind, oder nicht...

Eine gewollte Ehe ist weder für den einen noch für den anderen ein Schaden, da beide dies ja in diesem Momment das wollen.

Was später daraus wird, weiß man vorher ja nicht.

Selbst dann muss der 'Irrtum' kein Schaden sein, sondern kann auch eine Lehre sein...

Dein Beispiel ist somit keine Widerlegung meiner Aussage, da Du bei Deiner Gegenargumentation den zweiten und dritten Schritt vor dem ersten setzt...

Gruß Fantho

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Fantho? Dein Sündenverständnis ist sehr weltlich geprägt. Das christliche Sündenverständnis ist jedoch anders. Dieses zielt auf Gottes Willen und unser Bestes für unser Leben nach Gottes Vorstellungen. 
Gerade weil Sex so etwas tiefes und enges zwischen zwei Menschen ist. Die größte Verbindung zwischen zwei Menschen, sollte es in einem geschützten Rahmen stattfinden, der Ehe, und eben nicht mit mehreren oder vielen. Und ja, Sex mit verschiedenen Partnern kann die Beziehung zu zukünftigen einschränken bzw schädigen und demnach ist Sex vor der Ehe dann laut biblischem Verständnis Sünde.

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@ChildofGodJH

Ich habe überhaupt kein Sündenverständnis, sondern einen gesunden Gottglauben

Probiere aus, lebe aus, mache Erfahrungen, ziehe daraus die Erkenntnisse, wachse an diesen Erfahrungen, reife den Geist, erweitere den Bewusstsein, erledige die Lernaufgaben und Lernprozesse, bereinige karmische Beziehungen usw...

doch schade und schädige dabei niemanden, auch sich selbst nicht...

Und wenn zB mehrere miteinander Sex haben wollen und sich dabei nicht schaden und schädigen und niemanden verletzen, dann soll es so sein...

Ein tief gottgläubiger und sündenfreier Mönch zB wird niemals in den Himmel kommen, um in Deinem Glaubensbild zu bleiben, auch Mutter Teresa nicht...

Denk mal darüber nach, weshalb nicht...

Gruß Fantho

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@Fantho

Ein tief gottgläubiger und sündenfreier Mönch zB wird niemals in den
Himmel kommen, um in Deinem Glaubensbild zu bleiben, auch Mutter Teresa nicht...

Ach und das weißt du, obwohl du kein Christ bist?

Wie kannst du über Menschen urteilen, die an Christus geglaubt haben und dessen Lebensform "um des Himmelreiches willen" gefolgt sind? Der Richter über Lebende und Tote wird immer noch Christus sein und nicht du.
Und Christus hat die Ehe zwischen Mann und Frau geheiligt und das "Ein Fleisch werden" der Ehe zugeordnet.

Deine esoterische Sicht über göttliche Energie, "karmischer Reinigung" und Jenseitsvorstellung ist glücklicherweise nicht die christliche. Der Himmel ist ewige Gemeinschaft mit Gott und da haben Mutter Teresa und jeder "gottgläubige und sündenfreie Mönch" dir jedenfalls schon viel voraus.

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@Raubkatze45

Ja, das weiß ich,

weil ich verstanden habe.

Man muss kein, nein besser noch: Man darf kein Christ sein, wenn man verstehen möchte!

Ich urteile nicht, sondern stelle klar, dass dem so nicht sein wird...

Und nein, der Richter ist nicht Christus, sondern wenn, dann nur

Gott!

Du hebst Christus hiermit auf eine höhere Ebene als Gott, und dies ist schon wieder eine blasphemische Sichtweise von euch jesusgläubige Christen...

Ich bin froh darüber, dass ich den Irrtum des Christentums (und auch der anderen Religionen) erkannt habe.

Nur die 'Theosophie', sprich die Liebe zu Gott ist ausreichend. Keine dogmatische Religion, kein Religionsgründer...

Und ja, jener Mönch und jene Theresa mögen in manchen Punkten voraus sein, aber nicht in allen Punkten. In manchen Punkten bin ich denen wiederum voraus.

Das ist aber nicht das Thema!

Thema ist, dass ihre Lebensweise ihnen zwar karmische Pluspunkte gebracht haben könnten, aber dennoch noch immer Ungelerntes und nicht Aufgearbeitetes liegen geblieben sind, sodass sie nicht  - um hier Deine kindlich.naive Vorstellung aufzugreifen - in den Himmel kommen können, sondern noch was auf Erden zu erledigen haben...

Gruß Fantho

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@Fantho

Johannes 5, 22-23: "Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat".

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@joergbauer

Und damit hatte die Priesterkaste die weltliche Handhabe erhalten, ebenso das Richteramt ausüben zu dürfen, denn Jesus übertrug es ja auf Petrus (und Paulus)...

Ein raffinierter Schachzug...

Wie geschrieben: Wärest Du in Saudi-Arabien geboren, Du wärest ein Moslem, in Israel geboren, ein Jude...

Jesus ist für mich kein Sohn Gottes, sondern eine Seele, welche in ein durch Josef und Maria gezeugtes Wesen inkarnierte...

Nicht höher, oder niedriger als Du und ich, aber mit besonderen Fähigkeiten...

Nur Gott ist entscheidend: Nicht christlicher, nicht judäischer, nicht islamischer, nicht zoroastrischer oder sonst irgendein religiöser Gott...

sondern ganz allein der Allmächtige Gott, wecher nichts, aber auch gar nichts mit den Religionen zu schaffen und zu tun hat...

Die Christen (und andere Religionsanhänger) haben eine Trennung vollzogen: Trennung von Gott, aufgrund der falschen Lehre ihrer verschiedenen Religionen über und von Gott...

Selbst die Begriffe 'Vater' oder 'Herr' haben nichts mit Gott zu tun. Alles menschliche Interpretationen ihrer Gottesvorstellungen, und somit Ausdruck einer Trennung vom Allmächtigen Gott...

Ihr seid weit davon entfernt, Gott und dessen 'System' begriffen zu haben. Der Grund liegt darin, dass ihr dem Wort der sogenannten 'Heiligen' Bücher mehr Glauben schenkt...

und die Zuwendung zu einem der vielen 'Heiligen' Bücher ist zumeist kulturell vorbestimmt: 'Wes Brot ich ess, des Lied ich sing'...

Gruß Fantho

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Christliches Alternativdenken!

Zwischen dem Verständnis von "verantwortungsvollem Sex" und "durch die Welt ..." gibt es sehr viele Nuancen und Zwischentöne!

Da Gott ein geschlechtsloses Wesen ist, wird dem das schlussendlich egal sein. Ob er das als "Sünde" betrachtet und dementsprechend behandelt, wird er wohl in seiner selektiven Art und Weise immer vom konkreten Moment anhängig machen.

"Er" hat z. B. noch nie einen aus seiner Bodentruppe dafür bestraft, dass dieser gelegentlich Sex mit Kindern hatte!

Ich nehme an, daß ihr vorhabt, irgendwann zu heiraten, aber nicht sofort.

Wenn ihr es beide wollt und liebevoll miteinander umgeht, ist es in meinen Augen keine Sünde, wenn ihr jetzt schon Sex miteinander habt. Wichtig ist, daß ihr beide Euch darüber einig seid.

Eine Garantie, daß Ihr tatsächlich ein Leben lang zusammen bleibt, gibt es nie, weder ohne Trauschein, noch mit.

Ihr seid erwachsene und verantwortungsbewusste Menschen und trefft Eure eigenen Entscheidungen. Dies kann keine Religion Euch abnehmen.

Alles Gute,

Giwalato 

Na ja ;) Gläubige Menschen wollen ja schon nach den Maßstäben,... leben, die in ihrer Religion, ihrem Glauben vermittelt werden. Im christlichen Sinne ist dafür Gottes Wille und die Bibel die Grundlage. Und Gläubige Menschen vertrauen darauf, dass Gott das Beste für sie möchte und holen sich bei ihm Rat als irgendetwas leichtsinnig zu entscheiden oder auf der Grundlage von Gefühlen. Deshalb orientieren sich Gläubige schon gerne an Gottes Wort und seinem Willen. Ich weiß, für eine Nicht-Gläubige Person schwer nachzuvollziehen. Und er hat ja explizit gefragt, ob es Sünde gegen Gott ist. 

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@ChildofGodJH

Gläubige Menschen wollen ja schon nach den Maßstäben,... leben, die in ihrer Religion, ihrem Glauben vermittelt werden.

Tatsächlich mache ich diese Erfahrung bei den wenigsten. Die, die ich kenne, die offen an einen Gott glauben, leben oft eine "Parallelreligion" aus. Das scheint Trend geworden zu sein, sich die Elemente einer Religion rauszusuchen, die einem gefallen und den Rest nicht weiter zu beachten. Also mal wieder: Keine gute Verallgemeinerung von dir.

..., dass Gott das Beste für sie möchte und holen sich bei ihm Rat als irgendetwas leichtsinnig zu entscheiden oder auf der Grundlage von Gefühlen.

Nur hat Gott wenig mitzureden bei den eigenen Entscheidungen, weshalb das hören auf die eigenen Gefühle in vielerlei Hinsicht wohl die bessere Entscheidung ist.

Dass sich gläubige Menschen gerne wörtlich an Gottes Wort halten, sieht man ja gut am IS. Bei denen hat das auch gut funktioniert und trotzdem werden sie nicht respektiert und toleriert für das, was sie getan haben, obwohl sie doch eigentlich nur ihre Religion ausgelebt haben und dem Wort Gottes gefolgt sind.

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Hallo Sebbbio92,

zunächst würde das mal nicht den geltenden Vorschriften der Kirche entsprechen.

Voraussgesetzt, dass du an Gott glaubst: Ob das Verhalten (verantwortungsvoll....) dann Sünde ist, hängt davon ab, ob du und die Partnerin das guten Gewissens vor Gott verantworten können.

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