Mich würde es interessieren, wer an Gott glaubt, oder an sonst eine Macht glaub?

Eine "Macht" nicht unbedingt, aber ich bin ein Fan von der Multiversumstheorie eines simulierten Universums. Heißt nicht, dass ich daran auch glaube, aber mir gefällt die Vorstellung.

Und was für euch der Sinn des Lebens ist?

Quasi nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel. Das Leben selbst ist der Sinn des Lebens. Wir geben uns selbst die Essenz.

jedoch gibt das Leben für mich keinen grossen „Sinn“ wenn dir Welt wirklich nur aus „biologischen“ Gründen (oder so) entstanden ist.. wieso lebt man dann?

Also glaubst du, weil du unbedingt ein "wieso" in deinem Leben beantwortet haben willst, das du dir selbst in den Raum legst, weil es an sich keinen Grund gibt nach einem "wieso" überhaupt zu fragen?

Gruß Kevidiffel

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Wissenschaft

An die Wissenschaft glaubt man nicht, man versteht sie.

Religionen mögen vieles sein, aber garantiert nicht vertrauenswürdig.

Und wer hier mit "Religion" abstimmt, sollte vielleicht die Schule nochmal wiederholen.

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Kurzfassung: Braucht er nicht.

Etwas länger: Manche "brauchen" den Glauben an irgendeinen Gott, weil sie ein starkes Bedürfnis nach Sicherheit, Klarheit, Liebe, innerem Frieden oder ähnlichem haben und dieses nicht anders befriedigt bekommen. Der irrationale Glaube an irgendwelche Götter erscheint dann als eine recht lukrative Strategie und scheint häufig auch den gewünschten Effekt zu erzielen.

Gruß Kevidiffel

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Da es wahrscheinlich weder deinen Gott, noch deinen "Sheytan" gibt: Nein, es ist nicht Sheytan und Gebete bringen bekanntlich ohnehin nichts.

Gruß Kevidiffel

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Offensichtlich gibt es kein Leben nach dem Tod. Tot ist tot. Es spricht nichts dafür, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und wer sein irdisches Leben nach einem Leben nach dem Tod richtet, ist selber Schuld.

Mit dem Tod verlieren wir unsere Körper und für irgendeine Seele oder ähnliches gibt es keine Belege. Es gibt also keinen rationalen Grund zur Annahme, dass nach dem Leben noch was kommt.

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Heißt das wenn ich jetzt bisexuell bin das ich nicht ins Paradies komme?

Das hängt wohl ganz davon ab, woran du glaubst. Da ich weder an einen Gott, noch an ein Leben nach dem irdischen Leben glaube, kannst du aus meiner Sicht so viel bisexuell sein oder nicht sein, wie du willst, aus meiner Sicht hast du so oder so keine Möglichkeit in irgendein Paradies zu kommen.

Im Endeffekt kann dir niemand verlässlich sagen, dass es einen Gott gibt, dass es ein Paradies gibt und dass man durch Bisexualität nicht ins Paradies kommt. Dementsprechend hängt es einfach davon ab, an was du glaubst und wie du damit umgehst. Glaubst du - warum auch immer - dass man nicht ins Paradies kommt, wenn man bisexuell ist, wirst du entweder danach leben müssen oder deinen Glauben ändern müssen, damit du mit deiner Bisexualität besser leben kannst.

Und lass dich hier nicht von irgendwelchen religiösen Fundamentalisten und Fanatikern abschrecken. Die reden bekanntlich viel, wenn die Anzahl freier Zeichen lang genug ist.

Gruß Kevidiffel

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Ich würde an dieser Stelle wahrscheinlich meinen Breakdance-Trainer nennen. Mein Vater war nie viel zu Hause, weil er beruflich weit weg arbeiten musste. Dadurch hat mein Trainer, den ich seit ich 6 bin kenne, quasi für mich ein wenig die Vaterrolle übernommen. Er war dadurch, dass ich mehr oder weniger "keinen Vater hatte", die männliche Person, die mir am vertrautesten war und zu der ich hochschauen konnte. Mehr als 13 Jahre später trainiert er mich immer noch und diese gewisse Inspiration ist zum Teil immer noch vorhanden.

Mit freundlichen Grüßen,

Kevidiffel

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Woher weiß ich dass Gott existiert?

Kann keiner wirklich wissen.

Habe manchmal meine Zweifel in Gott, aber ich will nicht zweifeln.

Egal, ob du es willst oder nicht, die Zweifel sind ja offenbar da und dass sie da sind, wird seine Gründe haben.

Entweder will ich ganz an ihn glauben oder gar nicht.

Da du Zweifel an ihn hast, würde ja anscheinend eher zweiteres in Kraft treten, oder?

Wie habt ihr Gott erlebt?

Gar nicht.

 Oder was hat euch dazu bewegt nicht an ihn zu glauben?

Kurzfassung: Der Mangel an Beweisen (engl. lack of evidence) und die Tatsache, dass mich kein Gott bisher von seiner Existenz überzeugen konnte.

Ich habe Angst davor nicht zu glauben, und dann am Ende is er doch wahr und ich komme in die Hölle.

Ein Glaube aus irrationaler Furcht bzw. Angst vor dem, was möglicherweise nach dem Leben auf einen wartet, ist garantiert kein sinnvoller Glaube. Das schöne ist: Da ich an keine Gottesvorstellung glaube, glaube ich auch nicht an Orte wie z.B. die Hölle und brauche mir solche Gedanken gar nicht zu machen. Und wenn es solche Orte geben sollte, kann ein Ort wie die Hölle nicht schlimmer sein als der Platz neben einem Gott, der einen aufgrund der Tatsache, dass man nicht an ihn glaubt, in irgendeine Hölle verfrachtet.

zeitgleich will ich an ihn glauben, da ich an ihn glaube und er mir halt gibt

Was man hierin klar erkennt, ist ein Bedürfnis nach Sicherheit, das offenbar nicht in deinem Leben erfüllt ist und das du mit der Strategie "An Gott glauben" zu erfüllen versuchst. Was ist, wenn ich dir sage, dass es für Bedürfnisse viele verschiedene Strategien zur Erfüllung gibt?

aber dennoch kommen manchmal Zweifel auf

Ist ja auch gar nicht schlimm. Möglicherweise ist der Götterglaube eben nichts für dich. Es gibt Alternativen, die für dich sicherlich auch die nötige Sicherheit erlangen können.

aber vielleicht testet er mich so nur wie er abraham getestet hat.

Das Eingreifen eines eigentlich zeitlosen Gottes in ein zeitliches Geschehen führt schnell zu Widersprüchen. Deswegen wäre ich mir bei einem angeblichen "Test" eher nicht so sicher.

Mit freundlichen Grüßen,

Kevidiffel

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Nein

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Eine Fernbeziehung bringt viel Schmerz und Leiden mit, sorgt aber auch halbwegs regelmäßig für ein enormes Maß an Glück - leider nur recht kurzweilig.

Ich habe 1 1/2 Jahre eine Fernbeziehung geführt. Etwas weniger als das erste Jahr über haben uns zwar nur 150 Kilometer getrennt, allerdings war die Zugverbindung echt nicht dolle und als Schüler, die in selbigen Jahr das Abitur schreiben, hat man nicht so unglaublich viel Zeit, dass man sich sonderlich regelmäßig treffen kann. In den meisten Fällen lagen 1-2 Monate zwischen unseren Treffen und das Vermissen wächst und wächst solange man sich nicht sieht und das schmerzt auf Dauer doch sehr... Als das Abitur geschafft war, haben wir uns ein paar Mal etwas häufiger gesehen, aber das war auch nicht von allzu langer Dauer. Zum Studieren ist sie dann noch viel weiter weggezogen, sodass uns 600 Kilometer trennten. Die Beziehung hat dann noch nen halbes Jahr gehalten bis sie irgendwann die Beziehung beendet hat, weil sie keine Gefühle mehr für mich hatte.

Ich bereue die Erfahrung nicht. Rückblickend habe ich durch das viele Vermissen sicherlich mehr gelitten als ich großartig Freude verspürt, aber diese enorme Freude bei jedem Treffen zu spüren, ist auch etwas schönes. Allerdings habe ich immer wieder gemerkt, dass mir körperliche Nähe einfach unglaublich wichtig ist und das kann man über Skype oder Discord einfach nicht wirklich erreichen. Den Partner nur alle paar Monate richtig sehen, riechen und spüren zu können, ist... belastend.

Ganz ehrlich, ich würde ungern noch einmal eine Fernbeziehung führen. Durch mein Studium und mein Semesterticket, mit dem ich quer durch mein Bundesland fahren kann, bin ich glücklicherweise recht mobil mittlerweile und würde dementsprechend auch wohl Zugfahrten von etwa ner Stunde auf mich nehmen, aber alles dahinter, wäre mir dann doch etwas zu viel. Ich möchte meinen Partner einfach gerne regelmäßig sehen können und wenn es zumindest jedes Wochenende ist - das wäre allemal besser als 1-2 Monate nicht sehen... Als Erfahrung ganz gut ne Fernbeziehung geführt zu haben, aber da hört es dann auch wieder auf.

Mit freundlichen Grüßen,

Kevidiffel

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So gerne ich zumindest einen Tag in solch alten Zeiten verbringen würde, um die Atmosphäre und das generelle (kulturelle) Zusammenleben zu erforschen und kennzulernen, würde ich mich wohl für B) entscheiden. Es hat schon diverse Vorteile in einer aufgeklärten Welt oder zumindest einem recht aufgeklärten Land zu leben: Man wird nicht hingerichtet, wenn man nicht an den zur Zeit meist verbreiteten Götterglauben glaubt, man muss nicht um sein Leben bangen, nur weil man homosexuell ist, Säkularisierung hat Staat und Kirche bzw. Religion zumindest fast komplett getrennt,...

Gab es damals schon Agnostiker? Gab es Menschen, die schlau genug waren am allgemeinen Glauben zu zweifeln?

Und wie es die gab. Sokrates ist hingerichtet worden, weil er sich gegen das damalige Gottesbild ausgesprochen hat.

Mit freundlichen Grüßen,

Kevidiffel

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Laut Bibel ist Homosexualität ja eine Sünde.

Und da die Bibel nicht ernst zu nehmen ist, braucht es dich nicht zu interessieren, was darin eine angebliche Sünde ist und was nicht.

Doch Frage ich mich wie kann ich meine Homosexualität loswerden?

Wieso solltest du sie überhaupt loswerden wollen?

Ich stehe nunmal leider auf andere Jungs, und zwar nur auf andere Jungs.

Ich sehe keinen Grund hier ein "leider" einzufügen.

Da ich meine Homosexualität natürlich nicht ausleben darf

Hier in Deutschland hast du das gute Recht dazu. Dürfen tust du es also schon.

frage ich mich ob es eine andere Möglichkeit gibt, ausser komplette Enthaltsamkeit für den Rest meines Lebens?

Ich hätte da eine Idee: Deine Homosexualität ausleben.

Also, dass heisst Heterosexuell zu werden.

Wenn du wirklich homosexuell bist, kannst du nicht heterosexuell werden. Lebe mit dem was du bist und erfreue dich daran, dass wir in einem Zeitalter leben, indem man für diese Neigung nicht hingerichtet wird.

Die Frage ist, wie geht das?

Gar nicht.

Ich habe gehört es gibt Therapien?

Sicherlich gibt es irgendwelche Camps von irgendwelchen christlichen Fanatikern. Du wirst keinen vernünftigen Therapeuten für sowas finden. Die werden dir höchstens helfen mit dem zu leben, was du bist und dass es nicht falsch ist, das auszuleben.

Oder reicht auch beten zu Gott?

Oder einfach den Weihnachtsmann fragen, ob er dir zu Weihnachten die Heterosexualität schenkt.

Mit freundlichen Grüßen,

Kevidiffel

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Was bedeutet das: Ich bin der Weg

Ich gehe einfach mal davon aus, dass Jesus damit auf das anspielt, was er nach dem von dir erbrachten Zitat sagt: "Niemand kommt zum Vater außer durch mich".

Was bedeutet das: Ich bin [...] die Wahrheit

Ich kann mir vorstellen, dass Jesus damit behaupten will, dass all das, was er sagt, der Wahrheit entspricht und dementsprechend die Existenz des Gottes der Bibel wahr ist.

Was bedeutet das: Ich bin [...] das Leben?

Könnte sein, dass er damit auf das angebliche ewige Leben nach dem Tod anspielt, wenn man ihm folgt. Wenn man in Jesus den Gott der Bibel selbst sieht, könnte man es auch so interpretieren, dass dieser eben das Leben erschaffen und gegeben hat.

Ist dieser Satz auch heute noch für uns wichtig?

"auch heute [...] wichtig" impliziert ja, dass es zumindest früher wichtig war. Da ich nicht von dem überzeugt bin, was in der Bibel zu finden ist, war dieser Satz weder früher wichtig, noch ist er es heute.

Mit freundlichen Grüßen,

Kevidiffel

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Warum halten sich die wenigsten an das, was Jesus nach Matthäus 22:38 sagte?

Weil nicht jeder an deinen Gott glaubt und selbst die, die an ihn glauben, tun sich schwer etwas zu lieben, das sie nicht wirklich kennen.

Die meisten Christen behaupten, Jesus nachzufolgen. Doch die Taten lassen was anderes vermuten.

Deine Fragen und Antworten auf Kommentare lassen auch etwas anderes vermuten.

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Nein, das ist weder ein Beweis noch ein Indiz für Gottes Existenz

Ich finde die Ausdrucksweise "Alleine schon die Schöpfung beweist die Existenz Gottes" wirklich sehr amüsant. Wenn die Person von einer Schöpfung sprechen will, muss sie ohnehin erst einmal die Existenz (ihres) Gottes beweisen. Vorher gibt es gar keinen Grund von einer Schöpfung zu sprechen.

Und nein, natürlich beweist dies nicht, dass irgendein Gott existiert. Nur, weil es Dinge gibt, die schwer zu verstehen sind oder bisher noch keine Erklärung besitzen, ist das lange kein Beweis für die Existenz irgendeines Gottes. Das ist einer der klassischen Trugschlüsse bzw. Irrtümer (engl. fallacy), die einem gerne hinterher geworfen werden, wenn man nach Beweisen fragt. Davon gibt es viele, nur verstehen viele Gläubige (zumindest viele von denen, denen ich begegnet bin) nicht, dass das Trugschlüsse sind.

Mit freundlichen Grüßen,

Kevidiffel

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Gibt die Bibel objektive Moralität?

Eine nicht selten gehörte Behauptung ist, dass es ohne einen Gott keine objektive Moralität, kein absolutes “Gut“ und “Böse“ gibt. Klar, auch ohne einen Gott bringt sich nicht jeder gegenseitig um, einfach, weil es gesellschaftliche Normen und Regulierungen unterbinden. Jedoch gibt es auch Fälle wie das 3. Reich, wo menschenverachtende Straftaten unter dem Vorwand einer Rassenideologie verübt wurden und deshalb dort anscheinend moralisch vertretbar waren. Es gibt die Menschenrechte, ein minimum an moralischen Maßstäben, auf die sich fast jeder einigen kann, welche uns helfen, solche Taten so objektiv wie möglich als schlecht zu erkennen. Aber da nicht jeder komplett gleich denkt, wird diese Objektivität ohne einen Gott, der festlegt, was objektiv ist, nie komplett erreicht werden.

Aber selbst, wenn es ein objektives “gut“ und “böse“ gibt, müsste ein Gott uns ja auch wissen lassen, was diese Maßstäbe sind. Im Christentum wird das wohl durch das Wort Gottes, die Bibel geschehen, in anderen Religionen wie dem Islam dann durch den Koran. Aber geben solche Bücher wirklich einen objektiven moralischen Maßstab? Werden die dort getroffenen Aussagen nicht von so vielen Leuten anders interpretiert, was jetzt wörtlich zu nehmen ist, was ein Gleichnis ist und was ignoriert wird, um sich an die weltlichen Moralvorstellungen anzupassen? Kann einem Religion so also durch das Wort des Gottes so etwas wie objektive Moralität geben?

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Eine nicht selten gehörte Behauptung ist, dass es ohne einen Gott keine objektive Moralität, kein absolutes “Gut“ und “Böse“ gibt.

Gibt es auch nicht und gäbe es selbst mit einem Gott nicht.

Klar, auch ohne einen Gott bringt sich nicht jeder gegenseitig um, einfach, weil es gesellschaftliche Normen und Regulierungen unterbinden.

Eine Sache, die viele Gläubige, die mir begegnet sind, nicht verstehen. Gläubige, die mir sagen wollen, dass sie nur nicht töten, weil ihr Gott es ihnen verbietet, sind mir doch sehr suspekt und ich würde einen weiten Bogen um solche Personen machen.

Jedoch gibt es auch Fälle wie das 3. Reich, wo menschenverachtende Straftaten unter dem Vorwand einer Rassenideologie verübt wurden und deshalb dort anscheinend moralisch vertretbar waren.

Mit unserem heutigen Moralverständnis würden die meisten dies sicherlich für nicht moralisch vertretbar halten. Auch zur damaligen Zeit gab es viele - selbst Menschen, die in bzw. für KZs gearbeitet haben - die gegen diesen Umgang waren. Allerdings waren es eben früher noch ganz andere Zeiten. Die Menschheit hat seither eine enorme Entwicklung durchgemacht was Wissen, Forschung, Technik, Kommunikation, Philosophie,... angeht. Damals wurde eben vorgelebt, dass es in Ordnung ist, wenn man Menschen vergast,... und dagegen gehandelt wurde eben auch nicht.

Es gibt die Menschenrechte, ein minimum an moralischen Maßstäben, auf die sich fast jeder einigen kann, welche uns helfen, solche Taten so objektiv wie möglich als schlecht zu erkennen.

Vielleicht unterscheiden wir erstmal zwischen objektiver Moral und absoluter Moral. Objektive Moral würde bedeuten, dass es in einer gegebenen Situation eine richtige Vorgehensweise und eine falsche Vorgehensweise gäbe, ungeachtet der Meinungen der involvierten Personen. So könnte man beispielsweise sagen, dass töten falsch ist. Jedoch könnte es in gewissen Situationen erlaubt sein, wie z.B. Selbstverteidigung. Absolute Moral hingegen würde bedeuten, dass Handlungen richtig oder falsch sind unabhängig von der Situation.

https://youtu.be/iwO_wKla50U?t=94

Damit wird man schnell feststellen, dass eine "objektive" Beurteilung dementsprechend nicht wirklich möglich ist. Das erkennen der "Schlechtheit" kommt also auch nur von subjektiven Beurteilungen bzw. Bewertungen.

Aber da nicht jeder komplett gleich denkt, wird diese Objektivität ohne einen Gott, der festlegt, was objektiv ist, nie komplett erreicht werden.

Das geht nicht. Damit Moral wirklich objektiv sein kann, müsste es von außerhalb Gottes kommen. Ansonsten wäre Moral nur Gottes Meinung und demzufolge eher subjektiv als objektiv.

Aber selbst, wenn es ein objektives “gut“ und “böse“ gibt, müsste ein Gott uns ja auch wissen lassen, was diese Maßstäbe sind.

Korrektur: Er könnte uns wissen lassen, was er subjektiv für moralisch hält.

Im Christentum wird das wohl durch das Wort Gottes, die Bibel geschehen, in anderen Religionen wie dem Islam dann durch den Koran

Wäre Moral wirklich objektiv, müsste dies auch für Gott selbst gelten. Offenbar interessiert es aber weder den Gott der Bibel, noch den Gott des Korans.

Aber geben solche Bücher wirklich einen objektiven moralischen Maßstab?

Kurz: Nein.

Werden die dort getroffenen Aussagen nicht von so vielen Leuten anders interpretiert, was jetzt wörtlich zu nehmen ist, was ein Gleichnis ist und was ignoriert wird, um sich an die weltlichen Moralvorstellungen anzupassen?

Egal, was daraus interpretiert wird: Es ist nicht objektiv und alleine dadurch, dass es interpretiert werden muss, macht es das schon subjektiv.

Kann einem Religion so also durch das Wort des Gottes so etwas wie objektive Moralität geben?

Nein.

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Ist der Glaube, oder die Gewissheit, dass im Tod nichts mehr ist eine Beruhigung?

Beruhigend ist vielleicht das falsche Wort. Der Tod ist unausweichlich und mit der Vorstellung, dass nach dem Tod nichts mehr kommt, ist unser irdisches Leben unser einziges Leben. Das erhöht natürlich den Wert dieses Lebens enorm. Es wird zu kostbar um es aufgrund irrationaler Ängste an das, was nach dem Tod kommen könnte (Hölle, Paradies,...) unnötig wegen irgendeiner Gottesvorstellung einzuschränken. Ich komme sehr gut mit dem Gedanken zurecht, dass nach dem Leben einfach Schluss ist; vor der Geburt bzw. Entstehung war es ja nicht anders. Es ist gut, wenn das Leben ein Ende hat. Der Gedanke an ein unendliches Leben ist für mich mehr Qual als ein Ende. Das macht die Vorstellung eines Endes aber auch nicht "beruhigend" - es ist einfach so.

Mit freundlichen Grüßen,

Kevidiffel

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Undzwar beschäftige ich mich aktuell mit Sachen wie dem Weltuntergang

Der wurde bisher schon so häufig "prophezeit" und die Erde steht trotzdem noch.

dem Universum und auch dem Tod

Der Tod ist häufig ein recht heikles Thema.

Und wenn man das so ansieht merkt man irgendwie, dass es kein Zufall sein kann.

Was kann kein Zufall sein?

Aufjedenfall sehe ich aktuell immer in Kommentaren und so das man als ungläubiger in der Hölle schmoren wird,und irgendwie habe ich Angst das es wirklich so sein wird.

Oh nein, es gibt wirklich Menschen, die sich von Dingen wie "Als Ungläubiger wirst du in der Hölle schmoren!" beeindrucken lassen?... Das sind nichts weiter als leere Drohungen. Diese Menschen haben einfach enorme Angst vor dem, was möglicherweise nach dem Tod kommen könnte, malen sich das schlimmste aus und verrennen sich da so drin, dass sie denken, es wäre die Realität... Solche Menschen sollte man sich nicht als Vorbild nehmen.

Deshalb möchte ich an Gott glauben.

Du möchtest aus Angst vor dem, was nach dem Tod kommen könnte an Gott glauben?... An welchen überhaupt und willst du wirklich dein restliches Leben in permanenter Angst verbringen, dass du möglicherweise trotzdem in einer Hölle landen könntest, weil du entweder Gott nicht gerecht wirst, mit dem, was du tust, oder vielleicht sogar dem falschen Gott folgst?...

Aber es ist schwer,hat jemand irgendwelche Tips?

Nun, es wird einen Grund geben, warum du bisher nicht an Gott glaubst und ein erzwungener Glaube, ist kein wahrer Glaube. Etwas in dir weiß offenbar ganz genau, dass es einfach falsch wäre aus Angst vor irrationalen und nicht belegten Konsequenzen und Drohungen an irgendwelche imaginären Wesen zu glauben. Höre auf diesen Teil. Du brauchst kein Leben in dauerhafter Furcht vor irgendwelchen Höllen leben. Ich mache mir um sowas keinerlei Gedanken, weil ich an solche Geschichten einfach nicht glaube. Für mich gibt es solche Orte wie eine Hölle nicht und offenbar lässt mich das im Vergleich zu anderen besser schlafen...

Mit freundlichen Grüßen,

Kevidiffel

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