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Wie geht es euch als Buddhisten mit dem Text von chat gpt und stimmt ihr dem zu, findet ihr das trostlos?

Wenn man davon überzeugt ist, dass mit dem physischen Tod endgültig alles erlischt, dann verliert die buddhistische Lehre von Samsara und Nirwana tatsächlich ihre tiefere Bedeutung.

Denn:

  • Das Erwachen (Bodhi) bedeutet im Buddhismus nicht nur eine psychologische Einsicht, sondern das vollständige Erlöschen des Daseinsdrangs – also das Ende von Wiedergeburt und dem Kreislauf Samsara.
  • Nirwana ist nicht einfach Tod oder Nichtsein, sondern ein ganz anderer Seinszustand jenseits von Geburt und Tod, jenseits aller Dualitäten. Es ist das "Erlöschen" des Begehrens, nicht das bloße Sterben.
  • Wenn nach dem Tod ohnehin nichts mehr weitergeht, dann gibt es nichts zu entkommen. Es gibt keinen Kreislauf, aus dem man aussteigen müsste.

In dieser Sichtweise wird die Frage „Wie entkomme ich Samsara?“ gegenstandslos – denn es gibt kein Samsara mehr, wenn der Tod alles beendet. Die buddhistische Praxis verliert dadurch ihren metaphysischen Zweck.

Was bleibt dann?

Nur wenn man bereit ist, die Lehre symbolisch oder psychologisch umzudeuten, kann man sagen:

  • „Samsara“ steht für psychisches Leiden in diesem Leben,
  • „Nirwana“ für inneren Frieden oder Befreiung von inneren Zwängen.

Aber das ist dann nicht mehr der ursprüngliche Buddhismus, wie ihn der Buddha selbst verstand. Es ist eine moderne, oft westlich geprägte Neuinterpretation – ethisch und philosophisch interessant, aber keine Erlösungslehre mehr.

Wenn mit dem Tod alles endet, braucht es keine Lehre zur Befreiung von Wiedergeburt – dann ist der Tod selbst das Erlöschen.

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