Zum 90. Geburtstag des Großvaters meines Mannes nicht hingehen?

12 Antworten

Da wäre es jetzt natürlich interessant zu wissen, wie es denn zu diesen Sprüchen kam. Du wirst schließlich nicht zur Feier gefahren und sofort beleidigt worden sein. Meist sind ja immer mehrere Personen an so etwas beteiligt und wir kennen in dieser Hinsicht jetzt auch nur die Geschichte aus deiner Sicht.

Trotz allem finde ich den Spruch mit Bezug auf deine Totgeburt - die mir sehr leid tut - sehr sehr unter der Gürtellinie!

Ich würde deinen Mann noch einmal beiseite nehmen und ihm diese Sprüche noch einmal schildern und dass du dich einfach nicht wohl fühlst bei der Sache. Mehr als akzeptieren kann er es nicht. Vielleicht wird er im ersten Moment etwas enttäuscht sein, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er nicht auch einen Funken dich verstehen kann.

Die Kinder (das Kind) würde ich hingehen lassen, die können schließlich nichts für diese Streitereien und verstehen das meist auch noch gar nicht.

Dieses "schleudern" kann ich leider schlecht einschätzen, denn aus Muttersicht sieht das bei dem eigenen Kind oft brutaler aus, als es vielleicht ist. Ich denke dein Mann ist selbst auch auf das Wohl bedacht, weshalb du ihm einfach sagen solltest, dass er ein Auge darauf haben soll und gegebenenfalls ebenfalls dazwischen gehen soll.

Letztes Jahr habe ich wegen dem Großvater paar Nächte mit unsere eine Tochter im Krankenhaus verbracht. Er hat damals einigemale Flugzeug mit beiden (sind Zwillinge) gespielt und einer Kleine (war damals 9 Monate) den Arm ausgekugelt. Von Reue bis heute keine Spur. Als er es bei der letzten Feier erneut gemacht hat bin ich sofort dazwischen und habe gesagt, dass er doch weiß was das letzte mal bei der Sache passiert ist. Seine Antwort war sofort aggressiv und beleidigend.

Mein Mann möchte immer "Friede Freude Eierkuchen" haben und der perfekte Enkel sein.

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@Zauberfee2018

Wie sagt man immer.. wenn Menschen älter werden, werden sie komisch. Vielleicht hat dem Großvater das selbst einen kleinen Schock gegeben, aber wollte das nicht so zeigen und einfach "weiter machen".

Wie dem auch sei, entschuldigen und etwas Reue zeigen kann man trotzdem. In diesem Fall wäre ich dann auch beim Spielen dazwischen gegangen.

Dass dein Mann eine heile Welt will ist verständlich, ich denke auch für ihn ist die Situation nicht leicht, da es sich schließlich um seine eigene Familie handelt. So hat er natürlich mehr emotionalen Bezug als du.

Nichtsdestotrotz, ich würde auch nicht hingehen. Die Kinder würde ich aber schon an der Feier teilnehmen lassen. Dein Mann soll halt auf jeden Fall schauen (!) dass dieses "schleudern" eben nicht passiert bzw. gar nicht erst eintritt.

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@MeilensteinWolf

Die Kinder lasse ich definitiv nicht dort ohne mich hin. Mein Mann ist zu gutmütig und erkennt oft noch nicht mal wenn es zu weit geht. Er hat es damals noch als harmlos abgestempelt als die Kleine vor Schmerzen immer mehr geweint hat.

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Ich habe mir alles durchgelesen, auch deine Antworten und Erwiderungen/Reaktionen auf diese.

Gehört dein Mann einem anderen Kulturkreis an? Mir erschließt sich nicht, dass er, obwohl er alles mitbekam, die "große" Familie seiner kleinen, ihm näher stehenden (sollte m. E. zumindest so sein) vorzieht bzw. mehr Verständnis für diese hat als für seine Frau.

Aus meiner Sicht gibt es keinen Schatten, über den du zu springen hättest. Für mich ist die Sachlage eindeutig: eigener Schutz vor verbaler Gewalt der Großeltern, aber auch Schutz der Kinder vor deren groben körperlichen Behandlung. Ich würde nicht hingehen.

Aber wenn dein Mann einem anderen Kulturkreis angehört, dann greifen ggf. diese Meinungen nicht und das Problem wäre anders zu lösen. Ich wüsste bloß nicht wie.

Nee mein Mann und auch ich sind Generationen hindurch Deutsch und auch christlich (wenn man es so sagen kann... sind keine Kirchgänger) erzogen. Haben beide die Kommunion und Firmung durch sowie die kirchliche Hochzeit und beide Kinder sind getauft.

Für ihn ist die Familie heilig und selbst nach dem Anschlag von seiner Mutter auf mich woraufhin ich unser Baby verloren habe, hat er es erstmal runtergespielt. Vielleicht war es damals auch der Schock... keine Ahnung, möchte ihm auch nicht unrecht tun.

Ich komme mit seiner Familie (bis auf diese Großeltern und seine Mutter) super zurecht und mein Schwiegervater ist regelmäßig bei uns. Hab nur mit denen das Problem.

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@GutWetter

Sie hat mich damals in der 25.SSW an einem Samstag (wir wollten gerade ins Möbelhaus uns die Möbel fürs Kinderzimmer anschauen gehen) vorm Haus mit voller Kraft auf den Bordstein geschubst und dann noch paar mal in den Bauch getreten.

Im Krankenhaus wurde festgestellt, dass die Kleine nicht mehr lebt und es wurde die Wehen eingeleitet. Hab sie dann am späten Abend zu Welt gebracht...

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@Zauberfee2018

Mir fehlen die Worte. Unter diesen Umständen verstehe ich deinen Mann noch weiniger als ohnehin schon. Du musst ja in dieser Familie um dein Leben bangen und das deiner Kinder.

Mit fällt mir noch die Eheberatung ein. An diesem Problem muss dringend gearbeitet werden. Mit der Frage nach der Feier ist es nicht getan.

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@GutWetter

Ich hab ein gutes Verhältnis zu der restlichen Familie (auch wenn ich anfangs die Kinder von meinem Schwiegervater ferngehalten habe... gebe ich zu) und seit meine Schwiegermutter für uns keine Gefahr mehr ist, ist eigentlich alles in Ordnung.

Die Großeltern wohnen etwas weiter weg und dementsprechend sehe ich sie nur bei Familienfeier und davor möchte ich mich drücken

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Nein, ich würde an Deiner Stelle fernbleiben, das hätte ich nicht nötig. Und wäre ich Dein Mann würde ich ebenfalls fern bleiben - wer MEINE Frau derart beleidigt der kann aus meinem Leben verschwinden.

Sage genau DAS Deinem Mann und sehe wie er sich entscheidet. Für Dich, SEINE Frau - oder für irgendwelche Verwandten.

Guten Morgen,

also ich finde dem Opa oder der Oma des Mannes bist du es nicht schuldig dort hin zu gehen, erst Recht nach Berücksichtigung der letzten Feier ;- )

Du kannst dir überlegen ob du Courage zeigst und sagst „Nein ich habe keine Lust, nach dem Debakel vom Vorjahr“ oder ob du den leichteren, aber durchaus in dieser Situation legitimen Weg nimmst und sagst „Nein, leider bin ich krank“.

Du musst dich weder erneut beleidigen lassen, noch deine Zeit investieren. Daher du dir jetzt schon davor den Kopf zerbrichst und das online fragen musst, spar dir die Nerven und deine Lebenszeit.

Kommuniziere das offen mit deinem Mann. Er soll die Wahrheit kennen und was in dir Vorgeht.

Klar kann ich dir jetzt ins Gewissen reden, spring über deinen Schatten, wachse an der Erfahrung, zeig allen wie stark du bist, aber ich empfinde die Situation nach mit dir und spreche dich hiermit frei. Meinen Segen daheim zu bleiben hast du!

Egal wie du dich entscheidest, du musst dich damit gut fühlen und auch danach noch in den Spiegel schauen können.

Es sollte eine hübsche, starke und selbstbewusste Frau zurückblicken.

Mein Mann kennt die gesamte Situation und auch die Beleidigungen. Ich bin bei der letzten Feier mit den Kindern nach dem Spruch mit der Totgeburt gegangen. Das war genug. Hab die 2 Kleinen angezogen, hab mich von allen verabschiedet und bin gegangen.

Daraufhin kam 2 Tage später ein Anruf von den Großeltern mit der Behauptung, dass ich eine unverschämte Tussi wäre und ihr Enkel (also mein Mann) sich von mir trennen sollte. Ich hätte die Familie zerstört.

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@Zauberfee2018

Dann hast du eine klare Antwort. Bleib daheim sowas würde ich mir nicht bieten lassen

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Würdet ihr über euren Schatten springen?

Nach den Aussagen? Definitiv nicht!

Da gäbe es für mich auch keine einzige Überlegung zu. Wenn Jemand meint, einen Anderen in dieser Art und Weise anzugehen, dann wären mir die verwandtschaftlichen Verhältnisse herzlich egal.

Und auch so ein Geschwafel als Entschuldigung wie "andere Generation..." würde ich nicht gelten lassen. Wieso auch? Als wenn ältere Menschen mehr Rechte hätten Andere runter zu machen. Das ist Unsinn! Wenn die sich nicht respektvoll verhalten können und wollen, dann sollen sie mal schön alleine feiern.

Und ich würde auch keine Entschuldigungen "erfinden", sondern es sagen wie es ist. Man muss in seinem Leben nicht jeden Kram mitmachen um den "Frieden" zu wahren.

Wenn dein Mann da hin geht, dann ist es seine Entscheidung. Soll er die Kinder mitnehmen (und aufpassen, dass man die ordentlich behandelt) und gut ist. Und wenn er einen Hauch Rückgrat besitzt, dann wird er das Fest verlassen, sobald man anfängt dort gegen dich zu wettern.

Und wenn er einen Hauch Rückgrat besitzt, dann wird er das Fest verlassen, sobald man anfängt dort gegen dich zu wettern.

Ganz genau so, richtig !!!

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Mein Mann lässt sich gerne um den Finger wickeln und ist zu gutmütig. Ich bin da eher die welche irgendwann sagt, dass es genug ist und ziehe die Reisleine.

Ich hab den Opa bei der letzten Feier noch versucht ruhig zu bleiben als er wieder mit der Kleinen Flugzeug gespielt hat und ihn daran erinnert, dass wir deswegen schon mal im Krankenhaus waren und ich dies nicht möchte. Seine Antwort war richtig Frech "Du verhätschelst die Gören. Was soll aus denen werden?" Ich bin da noch ruhig geblieben und hab beide Kleinen auf den Arm genommen mit der Ausrede, dass sie frisch gewickelt werden müssten. Zu der Zeit waren sie schon tagsüber trocken. 😉

Als ich es mein Mann damals da gesagt habe und ihn darum gebittet habe mit ihm darüber zu sprechen, dass es den Kleinen nicht gut tut, kam nur ein "Ja...ja...". Es folgte natürlich kein Gespräch.

Irgendwann kamen dann beide Großeltern und haben auf mich verbal eingeschlagen. Ich saß nur mit den 2 Mäuse auf der Decke und hab mit ihnen gespielt.

Daraufhin habe ich wortlos die Sachen gepackt, die Zwerge angezogen und mich von allen verabschiedet... bin gegangen. Das war in dem Augenblick zuviel.

2 Tage später ging das Telefon und ich wurde nochmal von den Großeltern beschimpft. Da habe ich aber ehrlich gesagt auch zurückgefaucht.

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@Zauberfee2018

Dann solltest du dir die Frage ob du dahin gehst oder nicht auch gar nichts teilen. Das Leben ist zu kurz um sich mit bescheuerten Menschen zu umgeben und abzugeben.

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