Zu hohe Luftfeuchtigkeit in Wohnung. Was tun?

6 Antworten

Wenn du nur heizt, wenn du zu Hause bist, kann hier schon ein großes Problem liegen. Dadurch erwärmt sich das gesamte Mobiliar und auch die Wände nicht richtig auf, selbige Gegenstände dienen ansonsten als Wärmespeicher. Werden und bleiben die kalt, setzt sich hier auch die Feuchtigkeit rein. Im übrigen ist es energieineffizient nur zu heizen, wenn du zu Haus bist, das kostet viel mehr Energie, als wenn du die Wohnung auf einer leidlich erträglichen Temperatur dauerhaft beheizen lässt und nur ein kleines bisschen hoch drehst, wenn du zu Hause bist, und runter drehst, wenn du aus dem Haus gehst. Nur in warmer Luft wird die Feuchtigkeit vernünftig gelöst sozusagen, so dass du sie beim Lüften auch heraus lüften kannst. Eine kalte Wohnung ist im Allgemeinen auch eine klamme für Wohnung.

Ansonsten empfehle ich dir mal ein Hygrometer – kostet bei Amazon so ab 5-10 Euro – und ein kleines Feuchtigkeitsmessgerät (im Baumarkt ab 10 Euro). So kannst du mal den Umfang des tatsächlichen Problems besser einschätzen. So wie ich das kenne, sollte die Raumluft eine Feuchtigkeit von 50-60 % etwa haben. Mit dem Feuchtigkeitsmessgerät kannst du mal dir suspekte Wände testen, ob hier eine erhöhte Feuchtigkeit tatsächlich vorliegt. Was die Wände angeht, musst du mal googeln wie zulässige oder wünschenswerte Feuchtigkeitswerte sind.

T3Fahrer

Ansonsten empfehle ich dir mal ein Hygrometer – kostet bei Amazon so ab 5-10 Euro – und ein kleines Feuchtigkeitsmessgerät (im Baumarkt ab 10 Euro).

Oder noch besser: Alles in Kombination. Beste Erfahrungen haben wir in verschiedenen Wohnungen mit dem Schimmelradar gemacht. Das gibt es z. B. bei Conrad oder Völkner.

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Jedoch kann ich aus finanziellen Gründen nicht ausziehen, weil die Miete hier sehr sehr günstig ist. Musste dieses Jahr schon 800 Euro Gas nachzahlen.

Lass mich raten: 120 € zahlst Du für die Heizkosten pro Monat im voraus. Macht im Jahr 1440 € + 800 € Nachzahlung = 2240 € = pro Monat 186 €. Wenn Du jetzt diesen Betrag auf Deine günstige Kaltmiete aufschlägst, wie günstig ist dann die Wohnung noch?

Wir vermieten ein paar Wohnungen in einem etwas älteren Haus zu einem mittleren Mietpreis, weil die Mieter alle wenig Einkommen haben, aber äußerst unproblematisch und nett sind. Also sind wir zu denen auch nett. Die zahlen für 55 m² Wohnfläche gerade mal 20 € pro Monat fürs Heizen. Das ist dann wirklich günstig.

Vielleicht solltest Du Ausschau halten nach einer solchen Wohnung, die zwar in der Kaltmiete etwas höher liegt, als Deine aktuelle, aber noch zu erträglichen Kosten beheizbar.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – In diesen Bereichen selbst seit langer Zeit tätig.

Gibt es nur in dem einen Zimmer eine Heizmöglichkeit? Das Problem ist, dass die Wohnung anscheinend schon in diesem Zustand angemietet wurde und der Vermieter somit nur den bei Anmietung vorhandenen Zustand erhalten muss.

Ein Mietminderung scheidet damit aus.

Wenn durch fehlerhaftes Heiz- und Lüftungsverhalten des Mieters ein Schaden (Schimmel) an der Wohnung entsteht, haftet der Mieter. Im Zweifelsfall wird ein teures Gutachten die Ursachen des Schimmelbefalls klären.

Das wird schwierig.

Zum einen ist es ein Problem, wenn nur ein Raum geheizt werden kann und zum anderen vermute ich ("und heize halt wenn ich zu hause bin. Aber kann doch ned die ganze Zeit die Heizung bollern lassen, das kostet Unmengen an Gas. Musste dieses Jahr schon 800 Euro Gas nachzahlen,weil ich durchgehend geheizt habe")

Heizen und Lüften gehört immer zusammen. Man kann nicht argumentieren nicht heizen zu wollen, weil es teuer ist. Klar, aber ansonsten entsteht nunmal leichter Schimmel.

Jetzt weißt du, warum die Miete hier sehr sehr günstig ist :-)

Es ist definitiv ein Mangel, wenn sich nicht jeder Raum heizen läßt (warum zieht man in eine solche Bude? Ja ich weiß schon...), aber die Heizung abdrehen ist auch ein Mangel seitens des Mieters.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Naja, subjektiv ist es ein Mangel, wenn du nicht jeden Raum heizen kannst, aber den Mangel kannst du nicht im Vermieter ankreiden, der Mieter hat ja bei einer Besichtigung sehen können, ob und inwieweit die Wohnung heizbar ist…

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@T3Fahrer

Gemäß DIN 4701 muss sich jeder Wohnraum mit einer Temperatur mit 20°, Bäder mit 22° beheizen lassen. Wie soll das gehen nur mit einem Heizkörper?

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@pharao1961

Das kann schon sein, aber wenn du die Wohnung besichtigst und siehst, dass ein Raum keinen Heizkörper hat, akzeptierst du das ja als Bestandteil der Wohnung. Ich denke nicht, dass du das hinterher einfordern kannst. Sonst kannst du ja eine total billige Schrott-Wohnung mieten und hinterher einklagen, dass das und das und das alles eingebaut oder umgebaut wird. Die Problematik mit der Heizung scheint ja in der Wohnung offensichtlich zu sein. Und wie die Wohnung beheizt wird und welche Raumhöhe ich habe, die warm gehalten werden muss, betrachte ich doch mit als einen der Hauptaspekte, wenn ich die Wohnung besichtige… Und wenn du eine Wohnung besichtigst und dann mietest, die in bestimmten Räumen keinen Heizkörper hat, muss dir ja auch völlig klar sein, dass du da im Winter keine 20° halten kannst, ansonsten musst du schon ziemlich weltfremd sein…

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Ich hab sie nicht ganz aus, ich boller halt nicht, wenn ich weg bin. Hab sie durchgehend wenn ich nicht da bin zwischen 2 und 3,aber es ist halt trotzdem sehr kalt wenn ich heimkomme. Bin eingezogen als Sommer war in die Wohnung. Im Bad ist ein kleiner Heizlüfter an der Wand oben, das wars.

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Es ist definitiv ein Mangel, wenn sich nicht jeder Raum heizen läßt

Nein ist es nicht, denn jeder Raum lässt sich auf einfache Weise beheizen, wenn es dort eine Steckdose gibt. Wird dann zwar etwas teuerer, aber bei der Anmietung der Wohnung konnte man sehen, was heiztechnisch möglich ist. Insofern gemietet, wie besichtigt.

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@pharao1961

Nix Heizkörper. Heizlüfter und den besorgt der, der es in dem jeweiligen Raum warm haben will. Es gibt keine Verpflichtung dazu, jedes Haus mit einer Zentralheizung auszustatten, die über Heizkörper die Wärme verteilt. Heizsysteme sind äußerst vielfältig und es kommt vor allem auf das Baujahr an, was zu der damaligen Zeit Standard war.

Früher war es üblich, dass es nur ein warmes Zimmer in jeder Wohnung gab. Schimmel war in der Regel kein Problem, weil die Fenster sowieso recht zugig waren oder weil sich niemand dran gestört hat.

Es ist immer noch erlaubt, Wohnungen zu vermieten, die spartanisch mit eigener Heizung ausgestattet sind, sofern es technische Möglichkeiten gibt (außer Lagerfeuer), sie ausreichend warm zu machen. Die Frage, wie man die Wohnung beheizen soll, stellte sich bei der Besichtigung und da wurde die Frage offenbar nicht behandelt.

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Auch ein Altbau kann super trocken sein, regelmäßiges Heizen und Lüften vorausgesetzt.

Nur, bei Dir scheinen ja offensichtlich bauliche Mängel die Ursache für die Durchfeuchtung zu sein.

Wenn Du den Vermieter nicht darauf ansprichst und Abhilfe einforderst, dann kann es durchaus sein, dass Du auf den Kosten sitzen bleibst.

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