8 Uhr morgens ist nicht früh.

man nicht aufmachen möchte da man gerade aufgestanden ist, sie an Fenster und Rollo klopft wie verrückt und sturmklingelt,

= Belästigung, wie andere auch schon geschrieben haben.

man dann die Tür aufmacht

Warum eigentlich, wenn man schon weiß, dass da jemand steht, den man jetzt gerade nicht reinlassen will?

sich anhören muss man hat einen Riesen Schnabel

Was willst Du? Sie deswegen anzeigen? Wo es nicht mal Zeugen gibt? Einfach ignorieren.

und man geht wie ein Trampelpferd

Mal erklären lassen, was das eigentlich sein soll und sie damit ein wenig der Lächerlichkeit preisgeben?

Was man machen soll?

Gar nichts! Einfach ignorieren und sie höchstens bitten, künftig solche Aktionen zu unterlassen.

Laut werden bringt erfahrungsgemäß gar nichts und eine Mietminderung dient allenfalls dazu, bestehende Missstände abzustellen.

Die Dame ist sehr sehr alt und depressiv.

Bei weiteren solcher Aktionen könnte man auch mal Angehörige informieren oder das Sozialamt mit der Bitte, doch zu prüfen, ob die Frau nicht unter Betreuung gestellt werden müßte.

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Frau bekommt kein Geld, musste mehrere Monate in Zelt leben und ihr Leben ist ein einziges Kuddelmuddel?

Die Frau um die es geht ist jetzt 22 Jahre alt. Sie hat keinen Schulabschluss und hat noch nie eine Arbeit gehabt. Sie lebte (bevor sie obdachlos wurde) bis vor einem Jahr bei einem Verwandten, der dann aber wegen Demenz in ein Wohnheim gezogen ist. Zu ihren Eltern hat sie vor 4 Jahren wegen schlechtem Verhältnis den Kontakt abgebrochen und Freunde hat sie überhaupt keine zu denen sie gehen könnte.

Nachdem sie im Februar dieses Jahres obdachlos wurde hat sie zuerst ein paar Wochen im Hausflur eines Hochhauses geschlafen. Dort wurde sie dann erwischt und rausgeschmissen. Danach hat sie sie ein Zelt gekauft. In dem Zelt lebt sie jetzt schon seit ca. 10 Monaten. Essen muss sie sich meistens klauen (wobei sie schon mehrmals erwischt wurde und sehr viele Anzeigen hat). Sie hat auch schon mehrmals Restaurants und Taxis geprellt. Wegen Einbruch, Diebstahl und Schwarzfahren in der Bahn hat sie schon eine Strafe bekommen und ist jetzt vorbestraft. Sie ist eigentlich wegen psychischen Problemen nicht in der Lage zum Amt zu gehen oder ihr Leben in den Griff zu bekommen.

Als sie mal beim Amt war, wurde sie abgewiesen weil sie erstens: keine Meldeadresse, zweitens: nicht mal ein Konto hat und drittens: hat sie ihren Ausweis verloren und hat kein Geld für einen neuen.

Sie lebt im Kuddelmuddel und findet keinen Ausweg mehr. Hat jemand Rat wie man aus so einem Kreislauf wieder rauskommt?

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Heute ist der 17.12.2018. Noch eine Woche bis Weihnachten.

Wenn sie jetzt, egal ob gläubig oder nicht und auch egal ob christlich oder andere Religion, zu einem katholischen Pfarramt geht (evangelich vermutlich auch), wird man sie nicht abweisen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Weihnachtsgeschichte ist die Herbergssuche. Josef und Maria (die Mutter von Jesus, dem Christkind) kamen in die Stadt Bethlehem und suchten dort vergeblich ein sicheres Quartier für die Nacht. Es wurde ihnen überall verweigert. Außerhalb der Stadt fanden sie jemand, der sie wenigstens in den warmen Stall ließ, wo Maria das Kind zur Welt brachte.

Seither wird bzw. darf kein katholisches Pfarramt jemanden abweisen, der ohne Obdach einen Schlafplatz braucht und sei es nur für eine Nacht. Kein Pfarrer kann es sich noch dazu so kurz vor Weihnachten erlauben, eine Obdachlose junge Frau einfach wieder wegzuschicken.

Sie kann also Aufnahme finden und man wird ihr auch über die katholische Sozialorganisation Caritas anschließend weiter helfen. Die sind dafür da, genau in solchen Fällen, wie Du ihn beschrieben hast, dafür zu sorgen, dass das Leben wieder in geordnete Bahnen kommt, wenn die Frau das auch selbst will und sich helfen läßt.

Also, ganz pragmatisch, am nächsten Pfarramt, egal ob katholisch oder evangelisch läuten, die Situation schildern und dann wird mit Sicherheit geholfen. Wer nicht hilft, braucht nächste Woche auch nicht christliches Weihnachten feiern.

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Dir wurden nicht sämtliche kosten für den Abrechnungszeitraum berechnet. Du zahlst nur für die 6 Wochen. Darauf wette ich, ohne die Abrechnung gesehen zu haben.

Du zahlst monatlich 140 €. Davon sind vermutlich ca. 60 € sonstige Betriebskosten, wie Wasser, Müll, Allgemeinstrom, Grundsteuer usw. und ca. 80 € Vorauszahlung für die Heizkosten. Diese dürften für Deine Wohnung in der Tat bei ca. 1000 € pro Jahr liegen. Davon etwa 80 % in der Heizperiode, also rund 800 € in 6 Monaten. Pro kaltem Monat wären das somit rund 130 €. Schon daraus läßt sich erkennen, dass sich daraus keine 400 € Nachzahlung ergeben können. Somit könnte man davon ausgehen, dass die Vorauszahlung viel zu niedrig angesetzt wurde.

Gehe mal von ca. 70 € für sonstige Betriebskosten aus (kannst Du mit Deiner Abrechnung ermitteln). Somit bleiben 70 € Vorauszahlung für die Heizung. Nachzahlung bei 6 Wochen demnach 15 € für sonstige Betriebskosten und 385 € für Heizung. Inkl. der Vorauszahlung würden sich demnach Heizkosten in Höhe von 490 € nur für die 1 1/2 Monate ergeben. Hochgerechnet auf 6 Monate wären das dann knapp 2000 € Heizkosten inkl. Warmwasserbereitung pro Jahr.

Da eine Ablesefirma im Spiel ist, die Dir bestimmt eine eigene Abrechnung für die Heizkosten erstellt hat, kannst Du nachvollziehen, ob meine Annahme stimmt.

Ablesung im Frühjahr 2018: Wenn Du elektronische Zähler an den Heizkörpern hast, ist es mittlerweile völlig egal, wann abgelesen wird, denn es wird dabei nicht nur 1 Zählerstand (aktuell) übermittelt, sondern mindestens 12 oder 24, also pro Monat entweder der Stand zum Monatswechsel oder zusätzlich zur Monatsmitte.

Somit konnten die auch im Frühjahr noch auslesen, wie der Stand am 31.12. war.

Ich empfehle Dir, Deine Abrechnung noch einmal genau zu prüfen oder mal abzufotografieren und komplett und lesbar hier rein zu stellen. Gut möglich, dass Du oder das Forum einen bedeutenden Fehler feststellen wird.

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Du hast Dich im Prinzip auf Anmietung der Wohnung geeinigt und nun hat man Dir einen "komischen" Vertrag vorgelegt.

Das erste wäre nun, falls noch nicht geschehen, dass Du Vermieters anrufst und Bescheid sagst, dass Dir diese oder jene Klausel so nicht gefällt und ob sie einverstanden sind, dass Du sie ersatzlos streichst.

Sind sie nicht einverstanden, erklärst Du, dass Du den Vertrag dann nicht unterschrieben wirst und sie dürfen die Wohnung gerne einem anderen Interessenten geben.

Es ist kein mündlicher Vertrag entstanden, da von Anfang an klar war, dass es einen schriftlichen Mietvertrag geben wird.

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Na klar, dann zahlst Du eben auch für Januar die Miete nicht. Da es wegen der angeblichen sozialen Härte sowieso auf eine Räumungsklage rausläuft, ist es doch schon vollkommen egal. Nur warm wird die Bude davon auch nicht.

Fristgerecht gekündigt ist zum 31.12. Die soziale Härte wird sich wohl als Luftblase heraus stellen, aber bis zu einem Gerichtsprozess hättest Du noch Zeit.

Anfang Januar kommt dann die fristlose Kündigung dazu, aber der Effekt ist der Gleiche.

Fühl Dich ansonsten weiterhin wohl in einem Haus, in dem Du nicht mehr willkommen bist.

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Nein, das kann Dir der Vermieter nicht verbieten.

Jedoch wurde ihm vorgeschrieben, dass er Rauchmelder, die einer bestimmten DIN entsprechen in bestimmten Räumen anzubringen hat. Die Stellen, wo diese dann anzubringen sind, sind außerdem in den Montageanleitungen vorgegeben.

Wenn also Dein DIN-gerechter Rauchmelder vorschriftsmäßig angebracht wurde und dieses Mistding einen Rauchmelder zum Leben erweckt, hast Du irgendwie Pech gehabt.

Dir zu empfehlen, mit dem Räuchermännchen in einen Raum zu gehen, wo keine Rauchmelder an der Decke sind (Küche, Bad), will ich Dir auch nicht empfehlen, denn dann hast Du nicht viel davon.

Mein Vorschlag: Probiere es einfach mal aus. Falls der RM losgeht, musst Du eben warten, bis er wieder ausgeht. Bereite Dir für den Fall ein Schild vor, dass Du gleich an Deine Wohnungstür hängen kannst, wenn wirklich das Ding im MFH losgeht, sodass alle Nachbarn Bescheid wissen, dass nichts Ernstes ist. Schild aber sofort wieder abmachen, wenn das Ding wieder aus ist.

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Es könnte sein, dass Trecker und Motorradclub weit mehr Schmutz machen, als die Bewohner der Wohnhäuser. Zudem steht da, dass die Kosten nur auf die vermieteten Wohneinheiten verteilt werden. Das geht schon mal gar nicht. Also da würde ich auf einer gerechteren Verteilung bestehen.

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Diese Klausel deutet darauf hin, dass es sich nicht um einen Wohnungsmietvertrag handelt. Bei einem Mietvertrag für Gewerberäume ergäbe sich folgender Sinn aus der Klausel:

  • Das Mietverhältnis sollte wenigstens 5 Monate dauern.
  • Schon jetzt ist eine ordentliche Kündigung gemäß §580a möglich:

(2) Bei einem Mietverhältnis über Geschäftsräume ist die ordentliche Kündigung spätestens am dritten Werktag eines Kalendervierteljahres zum Ablauf des nächsten Kalendervierteljahrs zulässig.

Demnach hättest Du spätestens am 4.10.2018 kündigen müssen, um das Mietverhältnis zum 31.03.2019 zu beenden. Jetzt ist eine Kündigung spätestens am 4.01.2019 zum 30.06.2019 möglich.

  • Kündigst Du nicht rechtzeitig vor dem 31.7.2021, läuft der Vertrag weitere 2 Jahre. Der Vermieter will also, dass Du nach 3 Jahren Mietdauer wenigstens 2 weitere Jahre anhängst.
  • Nach dem 31.7.2021 kannst Du wieder ganz normal mit ordentlicher Frist kündigen.

Handelt es sich aber doch um einen Wohnungsmietvertrag, könnte man darauf schließen, dass versehentlich der 31.12.2018 als früheste Kündigungsmöglichkeit eingetragen wurde, während eigentlich der 31.07.2021 gemeint ist. Da hierbei aber lediglich die Tageszahl gleich ist, ist dieser Schluss schon wieder weit her geholt.

Falls Du tatsächlich zum 30.04.2019 kündigst, hätte der Vermieter mit dieser Klausel wohl keine Chance, Deine Kündigung zu bestreiten. Der Satz mit der automatischen Verlängerung wäre damit sowieso hinfällig, aber dieser wäre sowieso ungültig und macht womöglich die gesamte Klausel ungültig, denn hier hat sich jemand einen richtigen Käse ausgedacht.

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Mieter verwüstete Wohnung, bestahl uns, zahlte keine Miete mehr und jetzt?

Zunächst muss ich noch ausführen, dass er 15 Jahre lang für eine ca. 90 qm 250 € Warmmiete zahlte. Dass mein zwischenzeitlich verstorbener Vater damals keinen Mietvertrag machte und auch keine Kaution verlangte war Dummheit, aber lässt sich nicht mehr ändern. Dennoch ist er dann immer noch 1,5 Jahre hier wohnhaft geblieben, obwohl er bereits seit Monaten eine Wohnung zur Verfügung hatte, in die er jetzt eingezogen ist. Immer wieder hetzte er dabei bei den Nachbarn gegen uns auf (Sozialschmarotzer) und einem Herrn der uns mal für einige Tage seinen Hund überlassen hatte, sagte er wir würden die Tiere quälen und sogar schlagen. Hier stellst sich die Frage inwieweit man hier eine Anzeige wegen Beleidigung o. ä. erstatten kann. Jedenfalls nachdem er schon seit Monaten nur noch 213 € Miete gezahlt hat ( Die Differenz wird nach wie vor von uns eingefordert, denn es ist uns dadurch zu großem finanziellen Schaden gekommen), hat er im November nur noch 210 € bezahlt. Nachdem ich ihn persönlich um einen Termin für die Wohnungsübergabe bat, trat er mir entgegen dass er dies selbst entscheidet und uns dann auf uns zukommt. Dies ist nicht geschehen. Er zog erst aus als eine Woche im Dezember schon vergangen war, ohne irgendeine Miete für die Tage noch zu bezahlen. Und auch hat er uns keinen Termin zur Wohnungsabnahme genannt und den Schlüssel haben wir erst nach einigen Tagen vorfinden können. Übrigens hat er das Schloss eigenmächtig ausgetauscht. Nun Folgendes: Er hat den kompletten Bodenbelag herausgerissen und mitgenommen ohne einen neuen zu verlegen. Auch wenn er den davor da gewesenen Teppichboden eigenmächtig durch einen Parkettboden ersetzt kann er diesen doch nicht einfach herausreißen und die Wohnung ohne einen Bodenbelag hinterlassen. Daneben hat er das von unseren ehemaligen Vormietern liebevoll eingerichtete Waschbecken einfach abmontiert und mitgenommen. Sachen wie Waschbecken, die Dusche, Lampen, welches alles bei seinem Einzug in gutem Zustand vorhanden war hat er mitgenommen. Bereits Monate davor hat er vergessen den Wasserhahn im Badezimmer zuzudrehen und setzte damit dieses unter Wasser. Dieses ist in einer großen Lache durch die Decke zu uns in die Wohnung gekommen. Der Putz ist abgegangen und Holzbalken und ein Loch ist zu sehen. Es ist zu befürchten, dass sie dort Schimmel gebildet hat und die ganzen Decke mal runterkommt. Die Nennung einer Versicherung hat er verweigert und so sind wir, jetzt wo auch mein Vater vor zwei Monaten verstorben ist, auf dem Schaden sitzen geblieben. Das alles zusammen macht die Wohnung natürlich nun unvermietbar, wodurch ebenfalls ein immer größerer finanzieller Schaden durch den Mietausfall zusammenkommt. Außerdem ist zu befürchten, dass die Rohre durch die unbewohnte Winterzeit beschädigt werden, bzw. Inventur durch die Abmontage der genannten Dinge beschädigt wurden. Ich gehe von einem Gesamtschaden von mehreren Zehntausend Euro aus, Anwalt ist von Anfang an involviert und jetzt?

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Die ganze lange Rede mal kurz zusammen gefasst:

Dein Vater hat die Wohnung über mindestens 15 Jahre herunter gewirtschaftet. Viel zu wenig Miete verlangt, nicht ausreichend versichert und einen Mieter im Haus behalten, der wußte, wie man diese Situation am besten ausnutzt.

Ihr habt die Wohnung (das Haus?) von ihm geerbt und habt nun die Möglichkeit, alles besser zu machen.

Ihr musstet Haus/Wohnung nicht kaufen, sondern habt es geerbt. Ihr könnt nun alles besser machen und am besten ist es tatsächlich so, dass man nun die Wohnung ordentlich saniert und dann gut vermietet.

Also, nicht auf einen Rechtsstreit mit ungewissem Ausgang einlassen, bei dem sogar die Gefahr besteht, dass Ihr zwar in dem ein oder anderen Punkt obsiegen werdet, aber der Ex-Mieter Euch am Ende doch auf allen Kosten sitzen lassen wird.

Nehmt lieber das Geld, das Ihr in diesen Rechtsstreit investieren könnt, bei dem eigentlich nur Anwälte und Richter gewinnen können, in die Hand, um die Wohnung wieder vermietbar zu machen. Dann habt Ihr am Ende wirklich was davon. So ist es nur ein Schrecken, der schon lange andauert, aber so schnell nicht enden wird.

Also, Blick nach vorn und seid froh, dass der Typ endlich draussen ist.

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Alles halb so schlimm. Der Vermieter wird froh sein, dass ihm nicht die Wohnung ausgebrannt oder gar das Haus abgebrannt ist.

Wenn er klug ist, wird er von einem Fachmann ein Angebot für die Reparatur machen lassen und Dir das Angebot zum Einreichen bei der Versicherung geben. Er bekommt dann von der Versicherung Schadensersatz und für Dich ist die Sache erledigt.

Die Ausbesserung würde wohl darin bestehen, dass die beschädigten Bretter ausgetauscht werden.

Wenn der Vermieter weiterhin schlau ist, wird er Dich fragen, ob Du überhaupt auf einer Reparatur bestehst und wenn nicht, läßt er den Boden bis zu Deinem Auszug oder bis er noch schlimmer beschädigt wird einfach mal so liegen. Du könntest dann versuchen, ein wenig drüber zu schleifen, irgendwie einzulassen usw. Auch wenn man dann nach langer Zeit noch sieht, dass hier mal was angesengt wurde. Damit kann man (auch als stetige Warnung) gut leben.

Wenn Du schlau bist, schließt Du Dich dem an, denn so etwas kann immer mal wieder passieren, auch wenn vielleicht nur kleine Brandflecken entstehen und nichts wäre ärgerlicher, als wenn der frisch reparierte Boden gleich wieder beschädigt wird.

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Immer den billigsten? Nein!

Somit gibt es auch keine Vorschriften für die Fristen.

"Mehrheit der Mieter" gibt es nicht im deutschen Recht.

Ein einzelner Miete könnte das aber sehr wohl. Wenn zum Beispiel der Vermieter den Strombezug dauerhaft auf dem Grundversorgertarif laufen läßt, könnte er die Nebenkostenabrechnung in diesem Punkt beanstanden und vorbringen, dass z. B. der durschnittliche Strompreis bei Laufzeitverträgen der verschiedenen Anbieter in Höhe von ... liegt und ggf. auch vor Gericht erstreiten, dass nur dieser Preis genommen wird, wenn es der Vermieter versäumt hat, trotz Hinweisen seiner Mieter auf die günstigeren Möglichkeiten, den Stromanbieter beizeiten zu wechseln. Nahezu in jedem Mehrfamilienhaus gibt es den Allgemeinstrom und viele Häuser werden mit Gas versorgt, wo es dann ganz ähnlich ist.

Man kann jedoch unmöglich den Vermieter zwingen, immer den Günstigsten zu wählen. Das würde jeden Vermieter überfordern. Es gibt dermaßen viele Stromanbieter, die dann auch noch ständig ihre Preise ändern und wer heute der Günstigste ist, ist es morgen vielleicht schon nicht mehr.

Welche Laufzeit soll ein Vermieter wählen? 24 Monate mit Preisbindung, um vielleicht über die 24 Monate etwas günstiger zu liegen, als bei einem jährlichen Wechsel? Sollte er unbedingt den billigsten wählen müssen und dafür ggf. auch für ein ganzes Jahr voraus zahlen müssen mit dem Risiko, dass der Anbieter plötzlich ausfällt und die Vorauszahlung weg ist?

Ich denke, das reicht, um zu erklären, dass Deine Frage eindeutig mit "Nein" zu beantworten ist.

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Was würde sowieso anfallen? Und was zusätzlich?

Wird mehr Müll produziert, sodass Du größere Gefäße brauchst?

Wasser kann man mit ca. 30 m³ pro Jahr als Untergrenze ansetzen. Diesen Posten auch für Abwasser berücksichtigen. -> Ca. 100 € je Person und Jahr? = 8,33 je Monat.

Grundsteuer bleibt gleich. Ebenso die Hausversicherung.

Heizkosten können stark steigen, da die eher nicht genutzten Räume bisher nicht beheizt wurden.

Strom? Je nach Tarif. Vergleichsportale setzen in etwa 2000 kwh bei einer Person an und ca. 5000 bei 4 Personen. Also pro Person 1000 mehr. Registriere mal Deinen Verbrauch für 1 Monat und vergleiche mit der letzten Stromjahresrechnung für einen Zeitraum, wo die Leute noch nicht bei Dir wohnten. Ca. 20 € pro Monat und Person würde ich schätzen. Internet? 40 € je Monat = 10 € je Person.

Somit schon mal rund 40 € ohne Heizung. Für die gemeinsame Nutzung der Einrichtung würde ich auch was ansetzen. Meiner Einschätzung nach ist jeder mit 100 € pro Monat sehr gut bedient.

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Miete mindern? Auch Rückwirkend??

Hallo, brauche einmal Hilfe. Ich wohne seit 3,5 Jahren in einem Altbau mit 3 Wohnungen zur Miete. Das Verhältniss zwischen den Mietern ist sehr gut. Die eine hängt im Keller im Gang Ihre Wäsche auf. Der andere hat 2 Kellerräume und hört auch Mal laut Musik und der Hund wird auch von allen im Treppenhaus geduldet. Und ich lagere im unteren Flur in einer Ecke ab und an Warenkartons 5 - 6 Stück und ein kleines Podest zum arbeiten. Mache nebenberuflich Onlinehandel. Keinen Mieter stört das was der andere macht. Es gab nie Streit. Nun ist es so das der Vermieter nach 3 Jahren ( also das erste Mal vor etwa 6 Monaten ) ankam und mir MÜNDLICH die Sache mit der Lagerung verboten hat. Ich habe das dann 6 Monate weiter gemacht. Und heute ranzt er mich erneut an. Einen Grund dafür warum er dies 3 Jahre duldete und nun seit 6 Monaten so ein Verhalten an den Tag legt gibt es eigentlich mir bekannt nicht. Er sagte ich soll die im Keller lagern. Das geht nicht da der Keller bei Tauwetter und Starkregen über mehrer Tage feucht wird. Ausserdem wurde mir nie ein Kellerraum zugeteilt. Obwohl von Anfang an im Mietvertrag fest gehalten. Weiter steht im Mietvertrag das ich ein Schuppenanteil habe. Auch diesen habe ich nie bekommen nach Vertragsabschluss da 2 belegt und der 3 dient dem Hausmeister. Ich habe das nie bemängelt, da ich ja auf dem trockenen warmen Flur in der Ecke lagern konnte. Kann ich hier die Miete für den fehlenden Schuppen und Kelleranteil rückwirkend mindern ? Der Vermieter weiss genau das er mir dies nie übergab und das es im Mietvertrag steht. Ich habe das allerdings auch bis heute nie als Mangel angezeigt. Mir geht es eigentlich auch gar nicht ums Geld. Ich habe mich nur furchtbar darüber geärgert wie das gesagt wurde und das allen anderen Ihre Dinge wie die Wäsche im Keller nicht verboten wurde. Danke Peter I

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Kann ich hier die Miete für den fehlenden Schuppen und Kelleranteil rückwirkend mindern ?

Kannst Du rückwirkend die nicht zugewiesene Kellerecke räumen?

Du kannst ab jetzt fordern, was Dir zusteht und wenn es Dir nicht gewährt wird, die Miete tatsächlich mindern. Aber nicht rückwirkend.

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Darf die Hausverwaltung die Kostenübernahme für den Austausch einer Tür verlangen? Vor Allem wenn sie mir unterstellen OHNE Beweis, dass ich sie beschädigte?

Hallo zusammen,

das Thema fing mit einer E-mail an, durch die ich mich über die Kälte meiner Wohnung beschwerte, da die Wohnungstür nicht richtig abgedichtet ist. Sie habe ich vor 2 Monaten abgeschickt. Dazu kommt, dass wir (die Bewohner des Hauses) einen sehr unfreundlichen und inkompetenten Hausmeister haben, der sich an NICHTS hält. Heute Vormittag habe ich Fragebögen eingereicht, die unsere Unzufriedenheit mit diversen Themen äußern.

Nach konstanten Druck meiner Seite, damit endlich Maßnahmen hinsichtlich dieser Sache eingegriffen werden, haben sie mich nur vertröstet und heute kommt folgende E-mail von der Hausverwaltung an:

"...nach einem Besichtigung vor Ort konnte Herr xxxx (der Hausmeister) feststellen, dass dem Luftzug an Ihrer Wohnungstüre eine unsachgemäße Öffnung der Türe zu Grunde liegt, bei welcher diese beschädigt wurde. Eine Reparatur ist nicht mehr möglich, sodass wir nur die Option haben, die Tür auszutauschen. Die Kosten für diese Arbeiten inklusive Material liegen bei 800,00 €. Da es sich bei dem Grund der Reparatur um ein von Ihnen verschuldetes Problem handelt, müssen Sie die Kosten der Reparatur tragen."

Zuerst denke ich mir, wollen sie mich ernsthaft dermaßen veräppeln?!

Zudem dürfen sie überhaupt sowas machen? Durch eine Unterstellung, von mir irgendwelche Kosten zu verlangen?!?!

Meine Antwort dazu:

"Sehr geehrte/r xxxx,

sie behaupten, ich habe diese Beschädigung verursacht. Ich hätte Ihrer Meinung nach diese Handlung zu vertreten. Ich muss Ihnen leider mitteilen, Sie müssen beweisen können, dass ICH dies verursacht habe. Sie dürfen rechtlich unter gar keinen Umständen von mir jegliche Kostenübernahme verlangen. Vor Allem, wenn diese durch eine Unterstellung erfolgen.

Ich bin daher zum Schadenersatz nicht verpflichtet. Ihre Ansprüche werden hiermit ausdrücklich zurückgewiesen.

Zum Austausch der Tür würde ich den Freitag 21.12. vorschlagen..."

Ich brauche bisschen Beratung hier! Ich find's einfach unverschmät!!!

LIEBSTEN DANK!

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Warum regt man sich über so etwas auf? Wofür hat man eine Haftpflichtversicherung?

Der Vorwurf hier ist ganz eindeutig: Unsachgemäßes Öffnen, was auch immer das bedeuten soll. Man gibt die Schadensforderung an die Versicherung weiter und diese hat u. a. die Pflicht unberechtigte Schadensersatzforderungen abzuwehren. Insofern wie eine Rechtsschutzversicherung.

Die Versicherung wird ggf. einen Schadensgutachter schicken, der sich selbst seine Meinung bilden wird. Kommt der Gutachter zu dem Schluss, dass Dein Vermieter/Deine HV recht hat, wird sie zumindest den Zeitwert als Schaden ersetzen. Mehr kann die HV von Dir auch nicht verlangen. Kommt er zu dem Schluss, dass es nicht Deine Schuld ist, wird die Versicherung ggf. auch einen Rechtsstreit auf ihre Kosten führen, um die Forderung abzuwehren.

Also, wo ist das Problem? Etwa keine Haftpflichtversicherung? Dann weißt Du jetzt, wozu diese Versicherung gut ist, die jeder erwachsene Mensch haben sollte und als Mieter erst recht!

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Da hat sich also jemand erfolgrech gewehrt.

Grundsätzlich ist es so, dass sich immer mal was ändern kann, was zu Anfang anders geplant war.

Dennoch ist die Frage berechtigt, ob die Kündigung überhaupt zurecht ausgesprochen wurde, wenn nun das Haus gar nicht abgebrochen wurde.

Oder anders argumentiert: Dadurch, dass das Haus fast leer ist, kann der Vermieter womöglich einen weit höheren Verkaufspreis erzielen. Durch die Mehreinnahme könnte er Deinen Schaden erstatten. Wie würdest Du Deinen Schaden berechnen?

In jedem Fall hast Du nur eine Chance, wenn Du Dich anwaltlich gut beraten und ggf. vertreten läßt. Dass Dir womöglich Schadensersatz zusteht, mag sein, aber ob Du ihn auch durchsetzen kannst, steht auf einem anderen Blatt. Anwalt kann Dir helfen.

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Was ist eine Anliegerwohnung? Ich gehe mal davon aus, dass es auf jeden Fall ein Haus ist mit zwei abgeschlossenen Wohnungen. Wenn Du dagegen meinst "Einliegerwohnung", also der Mieter der EW muss durch die Hauptwohnung, würde ich die Finger davon lassen. Nur mit viel Glück findest Du die passenden Mieter, die sich entsprechend gut vertragen und ansonsten ist Ärger vorprogrammiert.

Ihr kauft eine gebrauchte Immobilie, wobei diese in der Regel nicht sofort perfekt ist. Oftmals ist noch Sanierung notwendig. Es könnte leicht passieren, dass man anfangs mit zuviel Schwung an die Sache ran geht und sich dadurch steuerliche Nachteile einhandelt.

Achtung: Große Sanierungen oder Modernisierungen erst nach drei Jahren durchführen, denn sonst wird die Summe der Ausgaben zum Kaufpreis dazu gezählt und Ihr müßt diesen dann mit 2 % über 50 Jahre abschreiben, was einen erheblichen Nachteil bewirken kann.

Sprecht mit einem guten Steueberater darüber, was Ihr gleich machen könnt und was erst später. Bspw.: Innen die Wände streichen ist kein Problem. Das kann sofort abgeschrieben werden. Fenstertausch oder aufwändige Badsanierung kommt zum Kaufpreis.

Im ersten Jahr wird die steuerliche Belastung keinesfalls so groß sein, denn da gibt es noch vieles, was ihr direkt von der Steuer absetzen könnt und möglicherweise kommt sogar ein steuerlicher Verlust raus, sodass Eure Steuerbelastung aus Eurem normalen Broterwerbe eher noch gedrückt wird.

Falls kleinere und größere Sanierungen notwendig sind, teilt Ihr diese so auf, dass Ihr sie möglichst gut steuerwirksam einsetzen könnt. (Steuerberater!) Somit könnt Ihr vielleicht über mehrere Jahre den Gewinn aus der Vermietung soweit drücken, dass es zu keiner nennenswerten Steuerbelastung kommt.

Denkt daran, dass alles, was Ihr an Reparaturen und Modernisierungen durchführt, den Wert des Objekts steigert. Somit sind das meist nicht wirkliche Ausgaben, sondern nur Umschichtungen.

Außerdem sollt Ihr auch das bedenken, dass Ihr nicht nur kauft, um Gewinn aus der Vermietung zu machen, sondern um ein Objekt Euer Eigen zu nennen, das im Wert noch steigen wird. Zumindest in Regionen, in denen man gut vermieten kann und in denen eine hohe Nachfrage nach Gebrauchtimmobilien besteht.

Solltet Ihr irgendwann wieder verkaufen wollen, werdet Ihr Euch vielleicht wundern, wie wenig doch der steuerliche Aspekt eine Rolle gespielt hat.

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Betreuer macht seine Arbeit nicht richtig von Ex-Mieterin die ins Pflegeheim gekommen ist?

Hallo, ich habe ein Problem mit einem Anwalt(Betreuer)der die ganzen Privaten Dinge klärt von einer Ex Mieterin die in meiner Vermieteten Wohnung gemietet hat.

Die Dame ist nach meinem Wissen ,nach einem Schlaganfall im Juli 18 in ein Pflegeheim gekommen. Mitte November habe ich Post von dem Versorgungsunternehmen(Strom) bekommen.Und nach einem pers. Gespräch stellte sich heraus das die Dame im Pflegeheim sei und Sie auch einen Betreuer hat.Er gab mir die Kontaktdaten des Betreuers.Habe aber dann ein Tag später Post von diesem Anwalt erhalten.Er teilte mir mit das die Dame (Mieterin)kein Geld hat und nichts mehr Zahlen kann .Also keine Miete , die 3.Monatige Kündigungsfrist ist im auch egal,die Räumung der Wohnung,Jahresendabrechnung aus dem Jahr 2017 und 18.Und es sagte ganz locker von der Leber weg,ja so ist das in Deutschland!!!

Telefoniert nicht mehr mit mir und lässt mich abblitzen.

Habe ihn jetzt per mail angeschrieben und er lässt jetzt doch die Wohnung räumen

und hat mir 2 Monatsmieten versprochen und die 3.Miete zahlt er auf Raten.

Habe jetzt die Endabrechnung von 2017 bekommen und mich hat der Schlag getroffen.Knapp 1000€ Nachzahlungsbetrag. War auf dem Sozialamt und die teilten mir mit das dies nur der Betreuer machen kann.Aber das wäre kein Problem für den Anwalt, man muss nur einen Antrag auf Kostenübernahme stellen.Sie gab mir noch einen Tip und teilte mir mit, ich solle mal zum Beteuungsgericht gehen und diesen Amtspfleger mal diese ganze Sache erzählen.Gesagt und getan, bin dort hin und die Dame hat sich das angehört und meinte das Sie dem Staatsanwalt das mitteilt und schreibt diesen Betreuer an.Und wenn das nicht fruchtet, soll ich mir einen Anwalt nehmen .Dazu hab ich leider das Geld nicht!Soll Prozesskostenhilfe beantragen usw.

Ich komme mir total verarscht vor.

Gibt es da noch andere Stellen an die ich mich wenden kann?

Verbraucherzentrale oder ähnliches.

Der Anwalt (Betreuer) macht mich fertig und ich kann mich nicht mehr wehren.

Was denkt ihr,hoffe ich bekomme hilfreiche Tipps von euch,danke!!!

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Er teilte mir mit das die Dame (Mieterin)kein Geld hat und nichts mehr Zahlen kann

Ganz klar und hatte sie jemals welches, hat es wohl längst der Betreuer. Zumindest wirst Du ohne Anwalt keinerlei Einblick in die Vermögenslage der Frau kommen. Sie hatte vielleicht nur eine kleine Rente, aber ein hohes Bankkonto.

ja so ist das in Deutschland!!!

Womit er einerseits vollkommen recht hat und andererseits genau damit sein Geld verdient.

Telefoniert nicht mehr mit mir und lässt mich abblitzen.

Dein Anliegen ist nur eine Belastung. Deshalb macht er das so. Machen die alle so.

Immerhin läßt er die Wohnung räumen.

Hier wittert er wohl Gefahr, aber auch noch Wertvolles, was er sich ggf. unter den Nagel reissen kann. Hat er noch nicht begonnen, mach von Deinem Vermieterpfandrecht Gebrauch. Ggf. Anwalt dazu fragen.

man muss nur einen Antrag auf Kostenübernahme stellen.

Aber warum sollte er das für Dich tun? Das macht ihm doch nur Arbeit.

und meinte das Sie dem Staatsanwalt das mitteilt und schreibt diesen Betreuer an.

Maximal wird sie den Betreuer anschreiben, denn man will doch auch in Zukunft gut zusammen arbeiten.

Anwalt nehmen .

Guter Rat.

Dazu hab ich leider das Geld nicht!Soll Prozesskostenhilfe beantragen usw.

Das Argument zählt überhaupt nicht. Immerhin bist Du Eigentümer einer wertvollen Immobilie. Wenn Du nicht gerade über beide Ohren damit verschuldet bist, kannst Du bei der Bank einen Kredit bekommen, den Du mit der Immobilie besichern kannst. Somit gehe ich mal davon aus, dass Du die Voraussetzungen für eine Prozesskostenhilfe gar nicht erfüllst.

Werbeblock: Bist Du bei Haus und Grund? Hast Du eine Rechtsschutzversicherung? Dann könntest Du jetzt anders auftreten.

Ich komme mir total verarscht vor.

Mit recht und der Betreuer freut sich darüber auch noch.

Verbraucherzentrale kannst Du vergessen. Mit Ähnlichem: Siehe Werbeblock. Geh zum Verein Haus und Grund (www.hausundgrund.de)

Ausräumen läßt der Betreuer noch. 1000 € Nachzahlung? Gleiches nochmal für 2018?

Bestimmt hast Du noch die Kaution. Diese kannst Du dafür verwenden. Die noch fehlenden Mieten sollst Du angeblich noch bekommen und ebenso die dritte wenigstens in Raten. Somit hält sich Dein Schaden in engen Grenzen. Ärgere Dich nicht mehr mit dem Betreuer rum, sondern nimm, was Du bekommen kannst und vermiete die Wohnung bald wieder zu weit besseren Konditionen. Gehe trotzdem mal zu Haus & Grund, damit Du vor solchem Ärger künftig besser geschützt bist.

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Man will schon, aber man zielt damit auf eine breite Masse.

Die Tatsache, dass viele Nachverkehrszüge hintereinander, die morgens in die Richtung fahren, wo die meisten Arbeitsplätze sind, proppen voll sind, zeigt, dass das System prinzipiell funktioniert.

Mal von systembedingten Schwächen abgesehen, wie technische Probleme der Bahnen, Busse, die im Stau hängen bleiben u.a.

Sehr viele Arbeitnehmer haben es im Lauf der Zeit geschafft, Ihren Arbeitsplatz und ihre Wohnung so aufeinander abzustimmen, dass es mit den Öffentlichen wunderbar klappt.

So hat sich z. B. jemand aus der Familie für den Arbeitsort einer Stelle, die viele unterschiedliche Betriebe hat, so entschieden, dass dieser möglichst nah am Bahnhof liegt und auch die Wohnung wurde so gesucht (und gefunden), dass auch diese günstig zum Bahnhof liegt. So kann sie optimal die Öffentlichen nutzen und braucht kein Auto. Wegezeit für rund 60 Kilometer = 50 Minuten incl. Weg zum Bahnhof und vom Bahnhof zur Arbeitsstelle. Auf ähnliche Weise haben das so viele geschafft, das zu koordinieren, dass die Züge immer voll sind.

25 Min. zu füh zu kommen ist zumindest dann kein großes Problem, wenn man nicht in der Kälte warten muss, bis aufgeschlossen wird. Man kann die Zeit gut verbringen, z. B. mit Lesen von Zeitung oder Online-Zeitung, Spiele am Smartphone usw.

Arbeitest Du am Sonntag auch?

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Ich nehme mal stark an, Dein Vermieter musste so viel zurück zahlen, weil er einen Gerichtsprozess verloren hat, stimmt's?

Dass er die Lust am Vermieten verloren hat, kann ich gut nachvollziehen, auch wenn er selbst wohl die meisten Fehler gemacht hat.

Der Makler kann ihm kein Angebot machen. Er kann ihm nur mitteilen, wieviel er bei einem möglichen Verkauf bekommen könnte. Der Abschlag von 115000 € bei vermietetem Verkauf erscheint mir allerdings viel zu hoch und könnte wohl mit den Mängeln zusammen hängen, welche das auch immer sind. Wenn die Wohnung leer ist, könnte diese behoben werden und die Wohnung in einen Zustand versetzt werden, der den hohen Verkaufspreis rechtfertigt, wenn die Wohnung leer ist.

Man will wohl was drehen nach dem Motto, "wirtschaftliche Verwertung nur möglich, wenn die Wohnung leer verkauft werden kann". Oder die Wohnung hat Mängel und die können nur beseitigt werden, wenn sie nicht bewohnt ist.

Aber so einfach geht das nicht.

Eine Klage, um Euch aus der Wohnung zu bringen, hätte nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn es handfeste Gründe gibt in Form von Vertragsverstößen Deinerseits.

Wieviel ihn die Klage kostet, kann niemand hier sagen. Möglicherweise nur die Eigenbeteiligung bei der Rechtsschutzversicherung. Dich wird sie nichts kosten, denn Du wirst Prozesskostenhilfe bekommen.

An Deiner Stelle hätte ich mehr Angst vor einer Eigenbedarfskündigung, wenn es dem Vermieter gelingt, die Wohnung vermietet zu verkaufen an jemand, der sie selbst nutzen will.

Mein Vorschlag daher: Ruhe bewahren, alles auf Dich zu kommen lassen und schon mal anfangen, nach einer neuen Wohnung zu suchen. Dein Mietverhältnis ist doch sowieso fürn A... und sollte irgendwann beendet werden. Falls Du was findest, ok und wenn nicht, dann kannst Du immer noch in Ruhe den Ausgang einer evtl. Klage abwarten. Da vergeht noch sehr viel Zeit.

Ansonsten mein herzl. Beileid für Dich und Deine Familie.

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Es kommt darauf an, ob diese Zähler vom Vermieter gekauft sind oder gemietet.

Sind sie gemietet, gehen die Austauschkosten sowieso meist im Mietbetrag unter, bzw. sind Bestandteil des Gerätemietvertrags.

Sind sie jedoch vom Vermieter gekauft und werden die neuen auch wieder vom Vermieter gekauft, dürfen die Kosten nicht umgelegt werden. Das hat auch nichts mit Wartung zu tun. Der Vermieter hätte dann nur die Möglichkeit, die Kosten über eine höhere Miete umzulegen.

Übrigens war gestern im TV ein Beitrag über die Geddruckmaschinen namens, Techem, ISTA und Brunata Metrona. Da diese im Prinzip den Markt für Heizkostenerfassung beherrschen und Vermieter die Kosten umlegen können, sind sie nahezu frei in ihrer Preisgestaltung. Wenn sich diese drei weitgehend einig sind, können sie immer mehr an der Preisschraube drehen. Deswegen wurde gefordert, dass Mietrecht dahin gehend zu ändern, dass die Vermieter die Kosten für die Heizkosten- und sonstige Verbrauchserfassung nicht mehr umlegen dürfen.

Was sich gut für Mieter anhört, bedeutet aber nichts anderes, als eine weitere Aufforderung, die Mieten zu erhöhen, denn mit

Grundsteueränderung (keine Umlage mehr auf Mieter)

Mietpreisbremse und damit zusammen hängende neue Gesetzesvorhaben

und jetzt auch noch einem solchen Vorschlag

haben Mieter in Zukunft weit höhere Kosten zu erwarten und man tut gut daran, schon beizeiten anzufangen, die Mieten regelmäßig zu erhöhen, um nicht in eine Falle zu laufen.

Was sich immer so gut für Mieter anhört, wenn wieder eine Partei oder Lobbygruppe was durchsetzt, kommt als Boomerang zurück.

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