Wieso wurden Sinti und Roma vom NS-Regime verfolgt?

10 Antworten

Hitler hätte fast alle Deutschen ins KZ schicken müssen da fast jeder Deutscher aus dem Osten Skythische also Slawische Vorfahren mit unter hatte. Genau wie die Schweden. Er selbst Höchstwahrscheinlich auch.

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@Ragnarokxx

Ja, aber logischen Argumenten waren Hitler und seine Rasse-Vordenker wohl kaum zugänglich - es gab ja damals die berühmt berüchtigten Flüsterwitze: "lieber Gott, mach mich blind, dass ich Goebbels arisch find" und "wie sieht der perfekte Arier aus? Groß wie Goebbels, blond wie Hitler und athletisch wie Göring"...

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@atzef

Mein Lieblingsflüsterwitz ever: Treffen sich zwei Psychiater, grüßt der Eine: Heil Hitler, murrt der Andere: Heil ihn doch selbst!" - das sagt so ziemlich alles darüber aus, wie die geistige Verfassung Hitlers selbst damals bei einigen Zeitgenossen wahr genommen wurde.

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@Ragnarokxx

Wohl wahr, da gibt es eine sehr sehenswerte Doku vom Mo Asumang zum Thema "Die Arier". 

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@atzef

Immer wieder erstaunlich, wie Humor selbst während einer menschenverachtenden Diktatur "blühen" konnte, aber es heißt ja auch "Humor ist, wenn man TROTZDEM lacht", dass impliziert ja schon, dass Humor u.a. auch widrige Umstände braucht, um sich entfalten zu können...

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@ExistentiElle

Na ja. "blühen" konnte oppositioneller Humor in der Nazizeit nicht wirklich. Dem Erfinder der Vater-und-Sohn-Comics, Erich Ohser, ein Kumpel Kästners, und einem Freund von ihm hat er das Leben gekostet...Vermutlich waren auch die dabei, die du hier erzählt hast...

Witze über Hitler und das Regime zu machen war schlicht lebensgefährlich. https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Knauf#Leben

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@atzef

Ja, ich weiß, daher "blühen" auch in Anführungsstrichen und der Verweis auf die sog. "Flüsterwitze", die natürlich NICHT in aller Öffentlichkeit erzählt werden durften. Aber dennoch suchten sich Menschen Wege, um mit dem Druck, der in einer Diktatur auf ihnen lastete, umzugehen - und Humor war einer von ihnen, wenn auch heimlich, still und leise...

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@Ragnarokxx

Grober Unsinn - und was meinst du mit den Schweden?

Die Schweden waren ein germanischer Volksstamm - ganz am Anfang - aber, davor waren bereits andere "Völker" in Skandinavien zu Gast - von irgendwelchen Slawen war aber weit und breit nix zu sehen.

Du meinst ausserdem sicherlich die Finnen, die sehr oft sehr schnell die russische Sprache verstehen können - das hat aber linguistische Ursachen.

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Weil die sog. "Zigeuner" in der Bevölkerung unbeliebt waren.

  1. Zunächst haben die Nazis die Vorurteile von Teilen der Bevölkerung gegen Juden und Zigeuner genutzt, um Anhänger durch Ausgrenzung zu generieren.
  2. Der nächst Schritt war dann, die Weimarer Republik zu zersetzen. Dabei haben sich die Nazis nicht gescheut auch mit den Kommunisten gemeinsame Sache gegen die verhasste Sozialdemokratie, also das Esteblishment zu machen.
  3. Nach der Machtergreifung der Nazis unter Mithilfe der Zentrumspartei (Vorläufer der CDU) und Bayerischen Volkspartei (Vorläufer der CSU) wurden dann zunächst die politischen Gegner (Kommunisten und Sozialdemokraten) bekämpft und deren Funktionäre ermordet oder ins KZ gesperrt.
  4. 1938 hatten die Nazis dann begonnen die Juden aktiv zu verfolgen und zu ermorden. Natürlich okkupierte man bei der Gelegenheit deren Besitz.
  5. Dem Volk wurde das Idealbild eines Ariers vermittelt, dass man von den "Zigeunern" ebenso reinhalten musste, wie von behinderten Menschen. Offensichtlich wußten die Nazis nicht, dass es sich bei den Ariern um ein ziegenhütendes Bergvolk im Iran handelt, dass nichts mit Deutschland oder den Deutschen zu tun hatte.

Warum ich diesen Ablauf beschreibe? Damit man Ähnlichkeiten zur heutigen Zeit erkennen kann.

Aber leider "funktionieren" heute wie damals einige Menschen nach dem Prinzip: was sich nicht in mein Weltbild integrieren lässt, wird entweder ignoriert oder als unwahr abgetan... Und wenn ich dann die Kunst der Ignoranz perfektioniert habe, kann ich nachher im Brustton der Überzeugung behaupten: DAS haben wir ja nicht gewusst...!

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@ExistentiElle

Ja, so ist es leider. Umsomehr sind diejenigen gefragt, die mit Aufklärung dagegenhalten.

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@Immofachwirt

...und sich dann als Gutmenschen/links-grün versifft, etc. beschimpfen lassen müssen...

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@Immofachwirt

Obwohl das vermutlich auch der ein oder andere "besorgte Bürger" für sich in Anspruch nehmen würde...;-)

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@Immofachwirt

Nö, aber zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung klaffen halt bisweilen Welten...;-) Soll ja auch AfD'ler geben, die ihre Partei für eine Partei der bürgerlichen Mitte halten...

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Rassismus ist gerade dadurch gekennzeichnet, dass er Menschen nach bestimmten Kriterien, bsw. der Religionszugehörigkeit abwertet. Tatsächlich geht es aber um die Angst und den Hass gegenüber Menschen, die als fremdartig angesehen werden.

Beispielsweise sind viele "Islamkritiker" heute auch gegen Juden, Roma, Behinderte, Jesiden, Schwarze Christen, Homosexuelle ...

Der NS-Staat versuchte, Sinti und Roma genauso auszurotten wie Behinderte, Polen, sowjetische Kriegsgefangene, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und politische Dissidenten.

Warum Sinti und Roma? Sie waren nicht deutschblütig.

Genaueres siehe hier:

https://www.domradio.de/themen/ethik-und-moral/2017-12-16/vor-75-jahren-voelkermord-erlass-sinti-und-roma?utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=dyn&gclid=Cj0KCQiAyp7yBRCwARIsABfQsnTa6ATHqFT4Q6ipQp0e8Hd_ITb9sK2ar6eIZzgEtWREQT6rR3U3vFkaAno1EALw_wcB

>Die "Nürnberger Rassengesetze" von 1935 schlossen Sinti und Roma genau wie Juden aus der "Volksgemeinschaft" aus. ...

Es wird geschätzt, dass in Europa zwischen 220.000 und 500.000 Sinti und Roma dem Nazi-Terror zum Opfer fielen.<

Sie waren keine Arier - sie waren Fremde - sie passten sich nicht ausreichend an - sie waren meist nicht seßhaft - sie waren seit Jahrhunderten bereits stigmatisiert

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Innerhalb meines Studiums hatte ich viel mit Politik z utun

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