Wieso vollbringt Gott keine Wunder in der heutigen Zeit?

20 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Weil wir heute für fast alles logische und wissenschaftliche Erklärungen haben. Oder wenigstens Hypothesen. Zu Zeiten der biblischen Wunder war diese Haltung noch nicht so verbreitet, und etwas Unerklärliches wurde eher Gott zugeschrieben.

Passiert heute etwas Ungewöhnliches, Auffälliges, schreiben wir es der "selektiven Wahrnehmung" zu oder suchen so lange, bis wir wenigstens eine vage logische Erklärung dafür haben. Daher nehmen wir viel weniger als Wunder wahr.

Sollte man tatsächlich mal ein Wunder erleben, wird man es höchstwahrscheinlich als subjektive Einschätzung, Fantasie, selektive Wahrnehmung oder Zufall erklären, also nicht als Wunder definieren. 

Allerdings reden sehr viele Menschen von "ihrem Schutzengel". Diese Art "Wunder" - Autounfall, aber man ist unverletzt, Haus brennt ab - aber Ehepartner und Kinder waren zufällig nicht zu Hause  etc. - kommt tatsächlich immer wieder im kleinen oder großen vor, wird aber sehr, sehr selten mit Gott in Verbindung gebracht. Fast jeder kennt doch so eine Situation, in der eine kleine Änderung viel Unglück hätte bewirken können, man aber "Glück" hatte, dass die Situation doch gut ausging.

Wenn man Glück hatte, braucht man Gott nicht dafür danken. Wenn es nämlich einen gütigen Gott gäbe, brauchte man kein Glück (im Sinne von positvem Zufall)

0
@Georg63

Wird nicht allgemein angenommen oder sogar von der Bibel impliziert, dass Gott den Menschen sehr viel Freiraum für Gutes und Böses - richtige und falsche - Entscheidungen gibt?

Innerhalb dieses Freiraum kann man doch auch Glück (oder Pech) haben. Man kann seine Tasse nahe an die Tischkante stellen und vielleicht bleibt sie stehen, vielleicht kippt einem der Kaffee über den Latz. Das wäre beides nicht Gottes Schuld, sondern die eigene oder eben Zufall, weil man die Tasse gerade dahingestellt hat. Meines "Wissens", oder nach dem, was ich (weniges) aus der Bibel mitbekommen habe, kann man Gott für die großen "Gefüge" des Lebens danken (man hat den richtigen Job, liebt seinen Partner bzw. hat den richtigen gefunden usw.) und eher dafür, dass er einem Kraft gibt, bestimmte Situationen zu überstehen, aber ihm keine Schuld geben am Unglück des Lebens.

Ja, das klingt unlogisch und ich selbst bin aus u.a. diesem Grund auch nicht wirklich gläubig im christlichen Sinne. Ich stelle mir das so vor wie ein psychologisches oder physikalisches Experiment: Jemand  (Gott) schafft einen Rahmen, in dem sich die Versuchspersonen oder -objekte (wir ;-)) frei bewegen können und verschiedene Handlungsmöglichkeiten haben. Den Rahman kann der Experimentator beeinflussen, die Handlungen der VP jedoch nicht oder wenig. Nach der Chaostheorie kann alles Mögliche unser Leben nachhaltig beeinflussen, und wir selbst wissen nicht, immer, was was beeinflusst hat. Vielleicht weiß das der "Experimentator". Der kann uns bspw. eine Rampe hinstellen, damit wir schneller ans Ziel kommen (wenn das unterhalb unseres Ausgangspunktes liegt), aber wenn wir die nicht nutzen, darf er nicht eingreifen. 

Wäre jedenfalls meine Interpretation dessen, was ich so im Gottesdienst mitbekommen habe. Bibellesen war nichts für mich, weil sich das in der Tat am Anfang nur langweilig, verwirrend und unlogisch anfühlte...

Andere Analogie: Man hat ein Haustier, für das man "Gott" ist: Man kann Futter, Freilauf, Partner, Tag und Nacht (Licht etc.) bestimmen. Man kann versuchen, das Haustier zu beschäftigen mit Spielzeug und ihm Futter hinstellen, in der Hoffnung , dass es das mag. Wenn das Haustier sich wohl fühlt, ist der Mensch verantwortlich. Wenn es aber einen Tumor entwickelt oder einen Unfall hat, den der Mensch nicht verhindern konnte, ist das keine Strafe des Halters an das Tier sondern einfach Schicksal. Dann kann man das Tier zum Tierarzt bringen, was es evtl. als Strafe ansieht (unangenehme Behandlung), aber wenn der TA nicht mehr viel machen kann und das Tier evtl. nach unangenehmer Behandlung (Spritzen, Kragen, Bewegungseinschränkung etc.) stirbt, dann hat nicht der Mensch entschieden, das Tier so zu bestrafen, sondern einfach keine andere Handhabe, kein Wissen und keine Möglichkeiten für ein besseres Ende gehabt. Oder für die Verhinderung der Ursachen.

1

Bei den früher relativ wenigen Menschen im AT ein derart großer Einsatz und Wunder und heute bei den 7 Milliarden Menschen und einer weltweiten Kommunikation nichts mehr, heute könnte Gott sich mit einem Wunder zB. im TV zeigen und Milliarden Menschen überzeugen, aber nichts, nichts geschieht.

Sollte Erich von Däniken doch Recht haben??? Dass der/die Gott/Götter des AT  Aliens, d.h. Außerirdische waren und  den einfachen und ungebildeten Menschen einige Jahrhunderte Entwicklungshilfe geleistet und den Steinzeit Menschen Mathematik, Astrologie und Architektur gelehrt haben, wie Tempel, Städte, Pyramiden und Königsgräber und sind dann wieder weg.
Das würde den rasanten Anfang und das plötzliche Ende dieser Epoche erklären.



Wunder sind eine durchaus subjektive Angelegenheit. Eine Sonnenfinsternis, eine Springflut, eine Spontanheilung, ein unwahrscheinlicher Sieg in der Schlacht. Vieles, was in früheren Zeiten und vor allem auch über die vielen Generationen hinweg mystifiziert worden ist, würde man heute allenfalls als Glück oder Zufall betrachten, meist jedoch wissenschaftlich zu erklären versuchen. Hinter all dem mag der Optimist oder der gläubige Mensch vielleicht heute noch ein Wunder sehen. Ich wundere mich jedenfalls jeden Tag, eine so wundervolle Frau zu Hause zu haben oder die Milchstraße zu sehen, wenn es ganz dunkel ist.

Ich meine Wunder die Wissenschaftler nicht erklären können. wie die Auferstehung von den Toten

0
@Resozial

wie due Auferstehung von den Toten

.

warst du bei der Auferstehung dabei ?

0
@Resozial

Heute ist z.B. der "Scheintod" ein bekanntes Phänomen. Vor 100 Jahren noch, sind Leute teilweise bei Ihrer Beerdigung aus dem Sarg gestiegen. Der Grund: Der Tod wurde falsch diagnostiziert. 

2

Ja aber diese Menschen konnten Blinden nicht ihr augenlicht wiedergeben oder unheilbare Krankheiten heilen

1
@Resozial

Nun, es macht natürlich einen Unterschied, ob man erklären will, warum Menschen vor langer Zeit an Wunder glaubten oder selbige überlieferten, oder ob man heute ganz fest an die Wahrheit dieser Dinge glaubt und sich fragt, warum sie heute nicht mehr geschehen. Wenn Du gläubig bist und Du die Wunder heute vermisst, habe ich keinen leider keinen Rat für Dich.

0

An alle: ich möchte jetzt nicht diskutieren, ob es Gott gibt oder nicht! Nur, manchmal geschehen Wunder, von denen wir nichts mitbekommen. Z.B. ich wollte über die Autobahn nach Köln mit einem Firmenwagen. Kurz bevor ich los wollte, sollte ich einen Antrag unterschreiben lassen. Mein Chef kam zu spät, da sein Termin länger dauerte. Ich fuhr mit 30 Minuten Verspätung los. Nach einer weile fahrt hörte ich im Radio, es gäbe einen Unfall, einige Tote und schwerverletzte. Ich wäre um die Uhrzeit dort gewesen (bzw. gefahren), wäre mir was nicht dazwischen gekommen...wunder,zufall oder Gotteswerk? Wer weiß das schon...

und ?

vielleicht sind eben diese Toten auch mit Verspätung gefahren

wären sie pünktlich gefahren lebten sie noch

alles eine Frage der Betrachtungsweise

2
@loewenherz2

Na klar, da hast du absolut Recht...deswegen sage ich, wunder oder zufall...wer weiß es schon

0

"Die Suppe zu teilen (Anspielung an Moses und die Teilung des Meeres) war kein Wunder, Bruce, sondern ein Taschenspielertrick. Eine alleinerziehende Mutter mit zwei Jobs, die noch genug Zeit findet um ihren Sohn zum Fussballtraining zu fahren, das ist ein Wunder. Ein Teenager, der Nein zu Drogen und Ja zu einem guten Abschluss sagt, das ist ein Wunder. Die Menschen wollen immer, dass ich (Gott) alles für sie tue, aber was sie selbst nicht bemerken ist, dass sie selbst die Kraft dazu haben. Du willst ein Wunder, mein Sohn? Sei selbst das Wunder." -Bruce Allmächtig-

Was möchtest Du wissen?