Wieso verdienen Schulleiter angeblich so wenig Geld?

9 Antworten

Es ist wohl eher so, dass normale Lehrer zimelich viel verdienen (im EU-Vergleich am meisten). Mit 3600 kann man Wochenenden und Urlaube gut zubringen. Wenn man mehr Verantwortung trägt, fehlt die Zeit, um das Geld auszugeben. Also wofür mehr Geld? Die Altersversorgung ist safe. Und der Alltag in der Schule ist sicher nicht einfach. Da ist Freizeit wichtiger. Ich glaube, "Grenznutzen" ist da Stichwort. Die schwierigen Verhältnisse an den Schulen sind wahrscheinlich ein Faktor, und die zu hohe Bezahlung normaler Lehrer.

Das ist doch das Schöne an den Gehaltstabellen im öffentlichen Dienst. Da gibt es keine Geheimnisse. Jeder kann sich die von dir genannten Zahlen ansehen und sich dann selbst ein Bild davon machen, ob man das jetzt viel oder nicht so viel findet.

Sowas wie ein "gefühltes Gehalt" gibt es ja nicht.

Ich glaub das ist eher auf Schulleiter an Grund- und Hauptschulen bezogen. Denn Gymnasialschulleiter sind in einer lächerlich hohen Besoldungsgruppe für die Tätigkeit. Wobei nicht alle in A16 fallen. Meist eher A15.

An den Grund- und Hauptschulen jedoch bekommen die Schulleiter mein ich nur eine Zulage (wobei einige Länder schon entgegengewirkt haben). Der Mehraufwand als Schulleiter lohnt sich dann oft nicht. Denn die Bezahlung auch dieser Lehrer ist an sich schon gut und jegliches Gejammer nicht nachvollziehbar.

Gymnasiallehrer bekommen A13, also starten sie mit ca 3,700 Netto bei Steuerklasse 3 :)

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@aywacousin

Da bleiben sie aber in der Regel nur ein Jahr und steigen fast automatisch nach A14 auf.

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@aywacousin

Ich rede aber offensichtlich nicht von den Lehrern, sondern von den Schulleitern. Also von Studiendirektoren und Oberstudiendirektoren.

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@LindorNuss

Ist natürlich von Bundesland zu Bundesland abhängig,

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Hey, Gymnasiallehrer steigen mit A13 Z ein (Zumindest hier - RLP), das ist nochmal eine halbe Vergütungsstufe mehr.

Diese Behauptung, dass Schulleiter zu wenig verdienen, bezieht sich tatsächlich nicht auf Gymnasien, sondern auf Grundschulen und Hauptschulen. Da verdienen die "normalen" Lehrer A 12 und die Schulleiter A13. Wenn Du dann z.B. einen Förderschullehrer im Kollegium hast, haben beide die gleiche Besoldung. Der Unterschied zwischen A12 und A13 beträgt 300 Euro netto (Steuerklasse I/IV). Dafür ist der Aufwand tatsächlich um Einiges höher. NRW hat da jetzt was dran gemacht und die Schulleiter auf A14 gesetzt.

Perfekte Antwort, danke! Also an Gymnasien ist es dann wohl durchaus lohnenswert

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@aywacousin

Ein Schulleiter am Gymnasium ist Oberstudiendirektor - der hat A16, das ist schon nicht verkehrt^^

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Kommt auch auf den Posten, bzw. die Schule an...

Auf einer kleinen Dorfschule, oder ein Hauptschule ist es eben nicht so viel und auf einem großen Gymmie, oder einer IGS hat man eine große Verantwortung und muss sich wohl um jeden Mist kümmern. Immerhin ist man dann für 50-150 Lehrer und 500-2000 Schüler zuständig. In der Industrie wäre das ein sehr gut bezahlter ManagerPosten, dazu Akademiker!

Das was mich an der Tätigkeit eines Schulleiters reizt ist, dass man praktisch auch ein Manager einer „kleinen Firma“ ist, bloß dass man unabhängig von der schwankenden freien Wirtschaft ist und noch dazu auch ein spitzen Gehalt bekommt. Wenn man ohnehin schon eine Affinität für das Lehrwesen hat, wieso dann nicht diesen Weg als Ziel setzen?

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@aywacousin

naja, an Gymmies ist das Problem wohl nicht ganz so hoch. Wie immer gibt es Vor, aber auch Nachteile. Bisher findet sich da normalerweise wenigstens einer, auch wenn es vllt mal etwas länger dauert.

Allerdings gibt es wohl Dorf und ProblemSchulen, wo sich seit Jahren niemand findet und man nur Leute 'kommisarisch ZwangsVerpflichtet.

Bei dem einen sind die Probleme so hoch, dass sich das nicht viele ans Bein binden wollen und in DorfSchulen wird wohl am Personal 'gespart', weil man versucht, die Kosten proportional in Grenzen zu halten! Also gibt es, weil es nur wenige Schüler sind, nur ne halbe Sekretärin, kaum zusätzliche Kollegen, die einspringen könnten, wenn jemand krank ist und der Direx muss sehr viel selbst unterrichten und auch selbst machen, weil jeder Posten, den es an einer größeren Schule gibt eingespart wird, weil die ja sozusagen 'pro Schüler' bewilligt werden.

Trotzdem habiert sich ja nicht jede Arbeit, nur weil es halb so viele Schüler gibt! Wenn ein Lehrer krank ist, wird es schon sehr schwierig, bei zweien gleichzeitig, bricht das System quasi schon zusammen.

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@Spikeman197

Das macht natürlich sehr Sinn, was du da sagst. Meinst du es ist ein realistisches Ziel, wenn man im relativ jungen Alter Oberstudiendirektor werden möchte, sofern man die nötigen Qualifikationen mitbringt oder ist das eher etwas, wofür man auch etwas Glück brauch?

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@aywacousin

In meinen Augen, braucht man dafür einen Plan und muss ihn konsequent verfolgen.

Sowas wird nicht unbedingt derjenige, der dafür am besten geeignet ist, sondern derjenige, der genau weiß, wo er sich engagieren muss und wo das eher unwichtig ist!

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