Wie richtig fasten bei den Christen?

8 Antworten

Hier steht was
https://de.wikipedia.org/wiki/Fasten#Christentum
aber das sind mehr oder weniger nur Fastenregeln, welche sich im Laufe  der Zeit in der Kirche gestaltet haben und teils wieder verworfen wurden.
Regeln haben es an sich, daß etwas zum Selbstzweck gemacht wird und abweichendes Verhalten zur "Sünde" erklärt - wie es vor allem vom Islam ausreichend bekannt ist. Die meisten Fragen von Muslimen, hier bei GF ,drehen sich, mit großen Ängsten besetzt, nur um Fasten und  Vorschriften dazu.
Für Christen gibt es laut "Bibel" (hier nur das NT) überhaupt keine Vorschriften.
"Fasten" macht ja nur Sinn, wenn durch freiwillige zeitweise Enthaltsamkeit von irdischen Gelüsten zu denen es einem treibt, eine "innere Befreiung" erreicht wird, welche es ermöglicht, das (richtige) zu tun, was man möchte oder als  gut erkannt hat. Es dient der Willensstärkung.
Dies ist aber i.R. bei allen Religionen so gedacht. Die angstvolle Beachtung von Vorschriften unter Zwang bewirkt logischerweise das Gegenteil.
Aber so sind Menschen halt, sie müssen sich Vieles, was an sich gut ist, einfach kaputt machen.

Traditionelle Fastenzeiten sind vor Ostern Aschermittwoch - Karfreitag und im Advent.

In katholischen Gegenden ist es er Verzicht auf Fleisch, was dann im Mittelalter zu allen möglichen Betrugsversuchen führte, es war dann ziemlich aus der Mode gekommen.

Christliches Fasten ist ein Verzicht, kein Wechsel zwischen Fasten tags und Fressen nachts.

Modernes evangelisches Fasten "7 Wochen ohne" sind eine gemeinschaftliche Aktion, wo auf etwas vorher bestimmtes (Fernsehen, eile o.ä.)verzichtet wird und die Menschen sich regelmäßig in der Gemeinde treffen und darüber Sprechen.

Google hat wie meist gute Antworten:

https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/47940/

 

Ich faste als Christ auf verschiedene Arten. Hin und wieder durch den Verzicht auf Nahrung. Meist sieben Tage lang. Noch öfter allerdings auf andere Weise. Sehr hart ist für mich ist das "Informationsfasten"-Fasten. Ich verzichte darauf meine Lieblingswebseiten zur aktuellen politischen Lage.

Andere Christen verzichten einige Zeit auf Süssigkeiten, auf den Fernseh-Konsum, auf das shoppen (soll auch ein recht schweres Fasten sein) usw.

 

In der vorchristlichen Zeit war Fasten ein Ausdruck von gottgefälligem Kummer und Reue über begangene Sünden (1Sa 7:6; Joel 2:12-15; Jon 3:5).

Die Bibel gebietet Christen nicht, zu fasten. Christen stehen nicht mehr unter dem mosaischen Gesetz.

Das Fasten ist zwar kein religiöses Erfordernis, dennoch fasteten die Christen bei bestimmten Gelegenheiten. Als Barnabas und Paulus mit einem besonderen Missionarauftrag nach Kleinasien gesandt wurden, tat man dies unter Fasten und Beten. Auch wurde „unter Fasten“ gebetet, wenn in einer neuen Versammlung Älteste ernannt wurden (Apg 13:2, 3; 14:23).

Christen ist daher das Fasten weder geboten noch verboten worden (Rö 14:5, 6).

Danke :-) Lieben Gruß

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Es gibt in der Bibel keine konkreten Vorschriften für das Fasten. Entscheidend ist nicht das Äußerliche, sondern die innere Einstellung.

Im Buch Jesaja 58 heißt es dazu:

3 Warum fasten wir und du siehst es nicht? /
Warum tun wir Buße und du merkst es nicht? Seht, an euren Fasttagen macht ihr Geschäfte /
und treibt alle eure Arbeiter zur Arbeit an.
4 Obwohl ihr fastet, gibt es Streit und Zank /
und ihr schlagt zu mit roher Gewalt. So wie ihr jetzt fastet, /
verschafft ihr eurer Stimme droben kein Gehör.

5 Ist das ein Fasten, wie ich es liebe, /
ein Tag, an dem man sich der Buße unterzieht: wenn man den Kopf hängen lässt, so wie eine Binse sich neigt, /
wenn man sich mit Sack und Asche bedeckt? Nennst du das ein Fasten /
und einen Tag, der dem Herrn gefällt?
6 Nein, das ist ein Fasten, wie ich es liebe: /
die Fesseln des Unrechts zu lösen, /
die Stricke des Jochs zu entfernen, die Versklavten freizulassen, /
jedes Joch zu zerbrechen,
7 an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, /
die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden /
und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen.


Es gibt in der christlichen Tradition Fastenbräuche, die allerdings nicht in der Bibel begründet sind, sondern der Besinnung und der inneren Vorbereitung auf besondere Festtage dienen.

Am bekanntesten ist die Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt und mit dem Ostergottesdienst endet. Dabei wird am Aschermittwoch und am Karfreitag nur ein karges, fleischloses Mahl eingenommen. Wie die sieben Wochen dazwischen gestaltet werden, entscheidet der Gläubige selbst. Viele setzen sich einen Fastenvorsatz, um sich von Abhängikeiten zu lösen, Zeit für das Gebet und die Mitmenschen zu gewinnen oder Geld einzusparen, um es dann zu spenden. Es kann der Verzicht auf Süßigkeiten oder Alkohol sein, Handy- oder Internetverzicht, eine Haushaltsführung nach dem Harz-IV-Satz oder anderes. Aber das muss jeder selbst entscheiden.

Sonntage sind dabei keine Fasttage (der Tag der Auferstehung ist immer ein Festtag!).

Was viele nicht wissen: Auch die Aventszeit ist eigentlich eine Fastenzeit. Ich persönlich verzichte da auf Naschkram und gehe auch nicht zu Weihnachtsfeiern.

Für viele Christen ist der Freitag jede Woche ein Fasttag, an dem auf üppige Speisen (besonders auf Fleisch) verzichtet wird. Man gedenkt damit der Kreuzigung Christi.


Für viele Christen ist der Freitag jede Woche ein Fasttag, an dem auf üppige Speisen (besonders auf Fleisch) verzichtet wird. Man gedenkt damit der Kreuzigung Christi.

ich faste nie . Man gedenkt  nur der Kreuzigung an Freitag? 

Was bedeutet das? Gemüse essen ist Fasten , vegetarisch? 

Matthäus 6 Vers 25
Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn Speise? und der Leib mehr denn die Kleidung?

liebe Grüße 

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@Sternfunzel

Du fragst: "Man gedenkt  nur der Kreuzigung an Freitag?"

Nicht nur, aber besonders. Es gibt diese Möglichkeit, das biblische Geschehen in den Lebensrhythmus einzubauen. Das ist ja auch beim Sonntag so, wo die Auferstehung Jesu als ein "kleines Osterfest" gefeiert wird. Oder bei besonderen Festtagen im Jahreslauf.

"Was bedeutet das? Gemüse essen ist Fasten , vegetarisch?"

Ja. Oder man isst Fisch. Der Brauch stammt aus einer Zeit, als Fleischspeisen Zeichen des Wohlstandes und einer "guten" Ernährung waren. Fisch oder Grütze (vegetarisch) galten früher als Armeleuteessen. Das hat sich heute verändert. Durch Massentierhaltung ist ein Schnitzel spottbillig, Karpfen dagegen Luxus.

Und natürlich hat sich das Verständnis von gesunder Ernährung völlig verändert. Vor diesem Hintergrund muss man neu überdenken, was Fasten für einen bedeutet. Wenn man es denn will. Denn es gibt im Christentum keine Pflicht zum Fasten wie im Islam.

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@Aleqasina

Ich dachte Fisch ist auch Fleisch ?  Danke , dass Du da geantwortet hast  :-) Liebe Grüße 

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