Wie kann man essen, ohne Lebewesen zu schaden?

18 Antworten

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Aus deinem ersten Satz geht hervor, dass du künftig weder tierische noch pflanzliche Lebensmittel essen möchtest. Da es jedoch nur tierische und pflanzliche Lebensmittel gibt, würde dir nur eine künstliche Nährlösung übrigbleiben, bei der die Nährstoffe aus chemischen Produkten der Erdölchemie stammen.

Das wäre dermaßen teuer, dass nur ein Milliardär sich eine derartige Ernährung leisten könnte.

Später scheint es mir, dass du dazu tendierst, Fructarier zu werden, also nur Fruchtfleisch von Pflanzen zu essen. Solches Fruchtfleisch enthält in der Tat kaum Eiweiß. Du müsstest schon Pflanzensamen essen, um deinen Eiweißbedarf zu decken. Dadurch würdest du aber die Pflanzensamen "töten", so dass sie nicht mehr keimen können.

Um deinem Ideal zu entsprechen, "keinem Lebewesen zu schaden", müsstest du dich also tothungern.

Bedenke, dass es in der Natur völlig normal ist, dass ein Großteil der Lebewesen sein Leben nicht völlig auslebt, um an Ende an Altersschwäche zu sterben. Vielmehr geht die Mehrzahl der Lebewesen schon vorher zugrunde, sei es durch ungünstige Lebensumstände, durch Krankheit oder indem das Lebewesen gefressen wird. Das muss so sein, ansonsten würde innerhalb weniger Monate die Erde von Lebewesen überquellen, und könnte diese nicht mehr tragen.

Du brauchst dir also kein schlechtes Gewissen zu machen, wenn du Lebensmittel aus biologischen Quellen verzehrst.

Hm, verstehe - mein erster Satz ist tatsächlich fehllenkend. :\ Ich meinte mit Pflanzen, kein Gemüse zu essen.

Ja, sowas wie Fruktarier, nur mit z.B. Ei und Milch unter Bedingungen.

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@H4xX3d

Aha.

Trotzdem kann ich persönlich es nicht nachvollziehen, dass man kein Gemüse essen will, weil man dann ja die Gemüsepflanzen "tötet". Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Gemüsepflanzen keine Seele haben und es nicht mitbekommen, wenn man sie isst. Auch wird es ihnen nicht wehtun, wenn man sie ausrupft.

Würde aus solch falschverstandener Rücksicht niemand mehr Gemüse essen, so würde es schlicht auch nicht mehr angebaut werden und würde total aussterben. Wäre das denn besser?

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@Paguangare

Die Vorstellung von Seelen ist ja nur eine von vielen Möglichkeiten und genau genommen nicht sehr logisch -> niedrige Chance.

Eine Pflanze hat womöglich, anders als wir, kein Belohnungssystem in einer Art Gehirn. In Pflanzen und Tieren stecken allerdings viele kleine Lebewesen (wie in uns selbst), die ohne die Pflanze / das Tier sterben würden, die womöglich ein Belohnungssystem haben oder etwas zusammenarbeitenderes kreieren können, als die unterdrückten Menschen.

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Du könntest Fruganer werden, also nur Pflanzenteile essen, welche die Pflanze von selbst abwirft.

Viele Pflanzenarten bilden übrigens weit mehr Samen als austreiben "sollen". Schau nur mal, was eine einzige Buche an Eckern abwirft - wenn die alle wachsen würden, wäre die Welt ein Buchenwald. Würden die neuen Bäume auch Samen abwerfen, dann könnten die nie austreiben, weil kein Platz mehr frei wäre. Deshalb schadet man den Pflanzen nicht, wenn man "Wucher-Saaten" isst.

Vögel für Eier, Rinder für Milch und Schafe für Kleidung müsstest du selbst halten, weil diese Tiere in allen wirtschaftlichen Haltungsformen - auch wenn sie noch so artgerecht sind - nach wenigen Jahren unrentabel werden. Wenn z.B. ein Hühnerhof seine nicht mehr legenden Alt-Hennen und niemals legenden Hähne mit durchfüttern würde, dann wären Eier unglaublich teuer. Das kann man nur nicht-kommerziell mit Finanzzuschuss machen.

Kleidung aus Pflanzenfasern schaden den Pflanzen auch. Aber wenn du kein Wollschaf scheren willst, gibt da ja noch Kunstfasern.

Also es stimmt zwar das in Fleisch alles drin ist aber nur wenn man es roh isst und auch die Innereien mit isst. Das ist sehr gewöhnungsbedürftig und bestimmt nicht jedem sein Fall. Nur von Pflanzen ernähren oder vegan funktioniert nur in der Wunschvorstellung den dann musst du Präparate zu dir nehmen um deinen Nährstoffhaushalt auszugleichen. Diese Präparate werden aber nie umweltfreundlich und ohne Tieren zu schaden hergestellt (wenn man darüber nachdenkt ja auch irgendwie logisch) wichtig sollte in unserer Gesellschaft ein gesundes Mittelmaß an verschiedenen Lebensmitteln sein. Bio ist denke ich gerade bei Fleisch sehr wichtig bei Gemüse fehlt der Beweis das dieses auch gesünder ist. Daher muss das jeder selbst entscheiden. Ich rate dir zu einem Bauern oder auf den Markt zu gehen um Lebebsmittel zu kaufen. Die Einstellung das du keinem Lebewesen egal ob pflanzlich oder tierisch etwas zufügen möchtest ehrt dich natürlich. Doch der Mensch ist nunmal ein Allesfresser mit Ambitionen zum Fleischfresser. Das sind wir und deshalb sind wir in der Evolution so weit gekommen. Eine gesunde Mischung von allem ist der richtige Weg gesund zu bleiben und auch deinen Nachkommen gute Gene zu hinterlassen. Eine einseitige Ernährung führt nach neuesten Erkenntnissen sogar zu einer Verschlechterung der Gene. Also respektiere mit gesundem Menschenverstand dein Essen und akzeptiere das du ein Mensch bist der fast alles auf diesem Planeten essen muss um auch die nächsten Jahrtausende hier auf Erden zu wandeln.

Wunschvorstellungen? ^^

In Pflanzen stecken alle essenziellen Nähr- und Vitalstoffe. Lediglich Vitamin B12 sollten Veganer supplementieren, wenn sie nciht auf naturbelassene Nahrungsmittel zurückgreifen können. Und in wie fern sollte die Produktion von B12 Tieren schaden?

Oder hast du einen neuen essenziellen Nähr- oder Vitalstoff entdeckt?

Warum genau sollte Fleisch wichtig sein? Wenn du behauptest, dass der Beweis fehlt, dass Gemüse gesund ist (^^) fehlt er bei Fleisch erst recht.

Wenig Fleisch macht nicht krank. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung rät jedoch von mehr als 300-600g Fleisch die Woche aus gesundheitlicher Sicht ab. Der Deutsche konsumiert allerdings im Schnitt doppelt bis viermal soviel als gesundheitlich noch vertretbar wäre. Vegetarier und Menschen die selten Fleisch essen haben ein deutlich geringeres Risiko an Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Gicht, Rheuma, Bluthochdruck usw zu erkranken und leben im Schnitt länger.

Der Mensch ist Allesfresser, das ist richtig. Er tendiert aber vorwiegend zum Pflanzenfresser. Entscheidend ist, dass man sich ausgewogen ernährt und das kann man sowohl mit, als auch ohne Fleisch/Tierprodukte.

Warum muss der Mensch fast alles essen? Europäer kommen zum Beispiel auch ohne Insekten und Menschenfleisch gut zurecht...

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Hust - ich denke nicht, dass mein vegan aufgewachsener Nachwuchs schlechte Gene mitbekommen hat.. :):):) Ich lebe zu über 90 % roh-vegan, schon lange und ich fühle mich einfach nur "sauwohl", ohne Tierleid und ohne jemals krank zu werden... Kenne viele, denen es auch so geht.... Also: Vorurteile bitte draußen lassen ! :):)

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Man kann nie etwas essen, ohne Lebewesen zu schaden, da sich der Mensch heterotroph ernährt. Selbst Früchte fallen zwar vielleicht irgendwann vom Baum ab, werden aber nicht zum Essen "produziert". Zumindest nicht, um dann auf Toilette zu gehen, denn Früchte sollen nur Tiere dazu animieren, die im Fruchtfleisch enthaltenen Kerne/Samen mit zu fressen und unverdaut an einem Ort auszuscheiden, an dem der Samen aufgehen kann. Indem wir auf Toilette gehen würden oder uns nicht anderweitig um die Samen und Kerne kümmern würden, schaden wir den Pflanzen. - Das tun Tiere zwar auch, aber Tiere essen ja auch Fleisch, was du sicher tunlichst vermeiden wollen wirst.

Mal ganz von dem Aspekt abgesehen, dass du im nächsten Winter vermutlich verhungern würdest, da Fallobst nicht in allzu großen Mengen auffindbar ist ...

Einwecken,...das gute Alte Obst! Aber die Samen rechtmäßig Säen!

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"Man kann nie etwas essen, ohne Lebewesen zu schaden" Naja, dafür gibt es aber die Wahl, mit der man Lebewesen am wenigsten schadet :) Wenn man viel für die Welt tut, kann man letztendlich dennoch mehr Freude geben, als nehmen.

Richtig, seit wir vom System ziemlich gezwungen werden, so zu leben wie jetzt, kann man nichtmehr einfach den besten Apfel aussuchen, irgendwo nen Häufchen setzen und viele Neue kommen bei raus.

Für mich besteht auch z.B. die Chance, dass Leben versucht, für uns zu sorgen und womöglich nicht durch zufälliges Design nur einen Sinn erfüllt, dem wir nachfolgen müssten. Auch dem Design nach wäre das gewissermaßen Zusammenarbeit- etwas geben, damit einem nicht geschadet wird, oder dass einem bewusst zurückgeholfen wird.

Ich hab leider keine Erfahrungen von Einkaufen von Obst. Evtl gibt es in anderen Ländern zu unserer Winterzeit Sommer, das weiß ich nicht. Künstlichem Licht o.ä. kann man leider auch nicht unbedingt trauen und wäre teuer.

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@H4xX3d

... Übrigens müsstest du dich selbst mit dem Fallobst beeilen, es zu essen, denn es siedeln sich dort rasch ganze Mikroorganismen-Stämme an, die auch als Lebewesen einzuordnen sind. Je länger eine Frucht herumliegt, desto mehr werden es von ihnen.

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@ H4xX3d

Einen vernünftigen Grund, in der von Dir skizzierten Art zu leben, gibt es nicht.

Es können eigentlich nur verstiegene Sektenanhörige so extrem leben wollen. Denn warum sollte man? Im gesamten Naturreich lebt ein Lebewesen vom anderen. Die Raupen fressen Blätter, die Katze frißt die Maus, der Raubvogel packt den Sperling, der Raubfisch den Friedfisch. Warum sollte sich der Mensch nicht aus der Natur bedienen dürfen wenn alle anderen Lebewesen es tun? Warum sollte ausgerechnet er sich eine Extrem-Kasteiung zumuten, für die ihn die Natur nie geschaffen hat?

Schimpansen plündern oft Vogelnester, sind wild auf Eier. Sie jagen auch mal kleine Äffchen, zerreißen und essen sie. Sie essen junge Baumblätter, Sprossen usw.

Indem man nur Früchte ißt, bekommt man definitiv Mangelernährung. Man ist damit immer hungrig und gerade in winterlichen Europa ist man immer am Frieren. Die Zähne werden ruiniert durch die großen Mengen Fruchtsäuren.

Man muß schon sehr in rosaroten Sphären schweben, wenn man einen Gewaltakt darin sieht, dass ein Gärtner einen Salatkopf oder Rettich erntet.

Deine Ansichten mit Eiern kann ich auch nicht nachvollziehen. JEDE Legehenne in gewerbsmäßiger Landwirtschaft hat eine Legezeit von 2 bis 3 Jahren und wird dann getötet. "Gnadenbrothennen" wären nur bei extremen Eierpreisen möglich - kein Normal-Landwirt könnte das verstehen und ökonomisch realisieren.

Wenn es von einem Lebewesen zu viele gibt, weil es nicht weise genug war, sich nicht überschüssig zu vermehren, kommt ein Lebewesen, welches das Lebewesen auffrisst. Sobald es zu wenige von dem gefressenen Lebewesen gibt, sterben die fressenden Lebewesen wieder.

Früchte sind in der Regel nur sauer, wenn sie nicht in der Umwandlungsphase von unserer Ausscheidung+Sonne+Wasser -> unser Essen sind und werden danach süß.

Ich denke, wenn kleines Leben nicht zusammenarbeitet, könnten wir als größeres Leben nicht existieren - und genauso könnten wir noch größeres Leben erschaffen - und zwar ohne die Zwangsänderung von 3 Minuten am Tag auf maximale Ertragbarkeit :)

Ja, an einen hohen Preis habe ich auch gedacht. Wenn man nur Trockenfutter nähme, koste das etwa 1 € / kg Futter. Wer weiß, was sich da rentieren würde nach den ganzen Steuern, Landkosten und Vorschriften bzw. einem "Stall" aus Holzplatten etc.

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@H4xX3d

Deine Gedanken sind Luxusgedanken, die ein Prinz in seinem Schloßgarten träumen mag.

Vermutlich befindest Du Dich noch in einem beschützten sorglosen Leben, z.B. als Schüler 12. Klasse oder Student 1. Sem., der von seinen Eltern versorgt wird.

Aber wenn Du im realen Leben bist und selbst täglich für Deine Existenz kämpfen mußt, verfliegen solche Paradiesträume ganz schnell.

Geh mal in ärmere Länder - Polen reicht schon. Oder nach Kasachstan, Burma, Philippinen. Die Leute dort werden Dich wohl steinigen wenn Du ihnen verbietest, das Schwein abzustechen, das Huhn zu köpfen, den Fisch zu fangen.

Betr. Ernährung solltest Du noch dazulernen. Sauer und süß sind nicht Gegenteile. Etwas kann süß, aber trotzdem voll Säure sein. Säure wird über den pH-Wert gemessen und auch eine reife Frucht hat einen pH-Wert um die 5. Neutral wäre 7.

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@sauberwoman

Oh, nein, Luxus bedeutet vielmehr, Fleisch zu essen, das man nicht braucht, und tierliche Produkte zu konsumieren, die ebenso Leid und Not erzeugen. Die rosa Brille im Schlossgarten tragen die, die meinen, durch BIO-Tralala-Heile-Welt-Fleisch ihr Gewissen beruhigen zu können und genau dadurch das reale Leben und die Zusammenhänge des Todes ausblenden - so schaut` s aus !! Frag dich mal ehrlich, wie die Armut und der Welthunger zustande kamen... Deine Überheblichkeit ist hier fehl am Platz, denn Veganer haben viel eher den Mut, das anzuschauen, wozu viele Fleischesser zu feige sind und wenn du ehrlich bist, kannst du das auch zugeben !

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@Moucky

Keineswegs einverstanden. Mit den immergleichen Veggie-Kommentatoren und Kommentaren müht sich nur ab, wer unerschöpflich Zeit und Nerven hat.

Da gehöre ich nicht dazu, deshalb Tschüß.

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@sauberwoman

Scheinbar gehörst du doch dazu, da man dich immer wieder mal hier trifft, oder du hast schlichtweg ein abweichendes Verständnis davon, was die sog. Interessensfragen angeht... Macht aber nix, damit bist du nicht alleine hier....:):):) Tipp: "V" wie Veggie einfach übergehen ! Das Alphabet ist immer noch groß genug und bietet reichlich Nahrung.... :)

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@Moucky

jetzt hast du die sauberwoman schön verärgert Moucky und ihr ein schlechtes Gewissen eingeredet lol

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@Veganer09

Ja, und das auch noch kurz vor Weihnachten, dem Fest der "Nächsten-Liebe".... ich geh` mich mal kurz schämen... :)

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