Hier ein ausführlicher Text von mir mit Hinweisen zum Vokabellernen. Die Beispiele sind meistens aufs Englische gemünzt, lassen sich jedoch auch auf andere Sprachen übertragen:

Die Lernforschung besagt, dass man am besten mit Assoziationen lernt. Dabei verknüpft man das bisher Unbekannte, Ungelernte mit schon Bekanntem, was im Gehirn sicher verankert ist. Das Neue wird dann dadurch ebenfalls angedockt.

Assoziationen können sein:

• Typische Eselsbrücken.

Etymologische Ableitungen des Wortlauts. Will man z.B. "vinegar" = Essig lernen, so macht man sich klar, dass dies von "vinaigre" kommt, was wiederum saurer Wein bedeutet (Französisch vin = Wein, aigre = sauer). Nur v-i-n-e-g-a-r zu lernen, ist dagegen bei weitem nicht so wirkungsvoll.

Ähnlicher Wortlaut in anderen Sprachen, sei es Deutsch oder eine andere, schon bekannte Fremdsprache. Wenn mir ein Wort auf Englisch nicht einfällt, überlege ich mir, wie es auf Französisch heißt. Häufig komme ich damit weiter. Sogar Plattdeutsch hilft manchmal weiter. Beispiel: bottle (englisch) = Buddel (plattdeutsch, siehe Buddelschiff) = botal (persisch).

Bildhafte Vorstellungen. Wenn man ein visueller Lerntyp ist, sollte man unbedingt von so vielen Vokabeln wie möglich ein Bild beschaffen (z.B. aus einer Illustrierten oder Zeitung ausschneiden) oder selbst zeichnen und das Bild zusätzlich auf dem Karteikärtchen anbringen.

• Andere sinnliche Verknüpfungen: Wenn man vinegar = Essig lernen will, gehe man in die Küche, hole sich die Essigflasche, schraube sie auf, rieche daran, verdünne sich etwas Essig mit Wasser, trinke ihn und murmele dazu: "Oh, this vinegar is really very sour." Das kostet vielleicht zwei Minuten, aber man kann dann die Vokabel "vinegar" bis ans Lebensende.

Bewegungen: Wenn man Bewegungsverben lernen will, so führe man die entsprechenden Bewegungen dazu aus. Bei "jump" hüpft man ein paar Mal auf und nieder, bei "kneel" kniet man sich hin, bei "turn around" dreht man sich um. So etwas ist in allen frühkindlichen Englischkursen üblich. Aber auch andere Wörter kann man mit dem Körper ausdrücken. Bei "big" zeigt man mit der flachen, waagerechten Hand eine Höhe über der eigenen Kopfhöhe an. Bei "huge" und "gigantic" steigt man zusätzlich auf einen Stuhl, um die riesige Höhe anzuzeigen.

Kalligraphie: Beim Ausgestalten des Schriftzugs einer Vokabel geht man auf den Sinn der Vokabel ein: "thick" schreibt man dickgedruckt, "thin" schreibt man ganz fein und dünn, die Farbadjektive schreibt man in der entsprechenden Farbe, bei "lion" malt man an das o Ohren, eine Mähne und darin ein Maul und Augen. 

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Heute ist nun ja schon Donnerstag. Magst du einmal berichten, welche Methoden und Hinweise anderer User du zum Lernen deiner 100 Französisch-Vokabeln angewendet hast?

Ein wertvoller Hinweis ist auch noch: Im Schlaf verankern sich Lerninhalte im Langzeitgedächtnis. Noch hast du eine Nacht Zeit. Man sollte vor dem Schlafengehen die Lerninhalte Revue passieren lassen.

Die Wörter "revue" und "passer" sind übrigens französisch.

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Der Abfall ist definiert als diejenige Teilfläche aus der Gesamtfläche von 2400 cm², die nicht in die Oberfläche des aus der Pappe produzierten Quaders einfließt.

Die Abfallfläche ist also die Differenz von 2400 cm² und der Quaderoberfläche.

Für die Quaderoberfläche wiederum lässt sich eine allgemeine mathematische Formel aufstellen. Man hat eine Summe aus sechs Teilflächen, von denen jeweils zwei Flächen gleich groß sind.

Die Oberfläche des Quaders wird möglichst groß, wenn man ihn so konstruiert, dass zwei der Seiten, z. B. die obere und untere Seite möglichst groß sind, und die anderen vier Seiten (in meinem Beispiel vorne, hinten, links, rechts) möglichst klein, so dass der Quader also eine geringe Höhe hat. Dann würden nur zwei schmale Streifen der Gesamtpappe nicht zum Quadernetz gehören. Ihre Breite entspricht der Höhe des Quaders.

Wenn es keine Vorgabe für minimale Kantenlängen in diesem Quader gibt, so könnte man das Quadernetz so konstruieren, dass man asymptotisch an eine fast vollständige Ausnutzung der 2400 cm² heranreicht.

Wenn man sich aber eine Grenze setzt, so dass der Quader auch praktisch umsetzbar ist, z. B. eine Höhe von mindestens 1 cm haben soll, so kann man den Abfall ausrechnen.

Verstehst du meinen Denkansatz?

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In deinem Szenario geht es also darum, dass mehrere Sanitäter von einer maskierten Person mit einer Waffe angegriffen werden. Ist damit gemeint, dass die Person die Waffe im Angriff schon eingesetzt und jemanden verletzt oder getötet hat? Oder kann auch gemeint sein, dass mit der Waffe bisher nur gedroht wurde? Stellt die maskierte Person irgendwelche Forderungen?

Prinzipiell gibt es ja mehrere Möglichkeiten, auf einen bewaffneten Angriff zu reagieren:

  • Notwehr (mit oder ohne Waffe oder als Waffe benutztem Gerät oder Stoff)
  • Alarmierung von Helfern (Schreien, Polizei rufen)
  • sich Ergeben
  • Verhandeln, Argumentieren
  • Flucht
  • scheinbares Eingehen auf die Forderungen des Angreifers, und dann Anwenden einer List

Falls jemand verletzt worden ist, käme auch Erste Hilfe in Frage, falls der Angreifer diese nicht unterbindet.

Mich interessiert, worauf du mit deiner Frage abgezielt hast. Denkst du, Rettungssanitäter würden sich anders verhalten als andere Berufsgruppen? Denkst du an Situationen, wo Rettungssanitäter ein bevorzugtes Opfer bewaffneter Straftäter sind?

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Die meisten Menschen glauben nicht an eine Seelenwanderung.

Im Falle einer Seelenwanderung könnte man (eine Seele) stolz darauf sein, durch eigenes Verdienst in einer bedeutsamen, leistungsstarken oder sonst wie guten Nation geboren zu sein, weil man sich im vorherigen Leben angestrengt hat, geschickt war und ein hohes Level/eine hohe Punktzahl erreicht hat.

Durch welche Umstände könnte sonst ein Mensch zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort als Kind bestimmter Eltern geboren werden? Wenn es nicht das eigene Verdienst ist, dann kann man es wohl Zufall, Glück (good luck) oder Schicksal nennen.

Ein Gefühl des Stolzes kann man zum einen entwickeln, wenn man durch eigenes Verdienst, durch Anstrengung und Beharrlichkeit etwas geschafft hat. Zum anderen gibt es auch den Stolz auf die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, in der Vorfahren oder Landsleute etwas geschafft haben. Inwieweit dieser Typus des Stolzes legitim ist, ist strittig.

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Wenn du volljährig bist, kannst du verlangen, dass die Standortbestimmungs-App gelöscht wird. Oder besorge dir ein zweites Smartphone und lasse dasjenige, auf dem deine Eltern dich überwachen wollen, zu Hause.

Deine Eltern haben sich nicht in dein Privatleben einzumischen. Dass sie hinter deinen Freundinnen hinterhertelefonieren, ist peinlich für deine Eltern. Deine Freundinnen dürften freundlich aber bestimmt die Auskunft verweigern. Du kannst sie dazu instruieren.

Wenn deine Eltern argumentieren, dass sie sich Sorgen um dich machen, kannst du vereinbaren, dass du sie, wenn du ausgehst, zweimal anrufst und mitteilst, dass du noch lebst und es dir gut geht: Einmal, wenn du an deinem Ausgeh-Ziel angekommen bist, und einmal, wenn du dich auf den Nachhauseweg machst. Oder vielleicht schreibst du auch nur jeweils eine SMS.

Vielleicht könntest du auch eine Freundin als Vertrauensperson einsetzen. Ihr teilst du mit, wo du dich befindest. Im äußersten Notfall dürften deine Eltern bei dieser Freundin Auskunft darüber einholen, wo du gewesen bist. Z. B., wenn du bis zum nächsten Tag nicht wieder aufgetaucht bist und auch auf Nachfragen nicht reagierst.

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An welche Berufe dachtest du denn?

Typische Mindestlohnberufe sind Callcenter-Agent und Zimmermädchen.

Aber auch, wenn viele Hotlines mit Roboterstimmen-Auswahlmenüs arbeiten, gibt es doch immer noch Menschen, die denjenigen Anrufern antworten, die nur geduldig genug ausharren. Es ist meiner Meinung nach ein nötiger Service. Und Firmen, die ihre Kunden gut beraten, werden im Endeffekt erfolgreicher sein als solche, die die Kunden nur mit Roboterstimmen abwimmeln.

Im Beherbergungsgewerbe ist es nötig, dass die Zimmer sowie Sanitäranlagen geputzt und die Betten frisch bezogen werden. Dies lässt sich nicht automatisieren. Also ist Servicepersonal erforderlich.

Bis jetzt hat es immer noch Menschen gegeben, die so dringend eine Arbeit brauchen, dass sie diese auch zu Mindestlohnbedingungen durchführen. Aber falls für eine nötige Arbeit keine Mitarbeiter zu finden sind, wird die Marktwirtschaft es regeln, dass dann die Löhne erhöht werden müssen, um Personal zu finden. Dadurch wird die Dienstleistung dann etwas teurer, so dass nicht mehr so viele Menschen sich die Inanspruchnahme leisten können. Aber der Beruf wird deswegen nicht aussterben.

Einige Berufe sind allerdings wirklich nicht nötig, z.B. Liftboy, und deshalb ausgestorben.

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Vollkornbrötchen haben einen Brennwert von ca. 200 kcal/100 g. Quelle: Vollkornbrötchen: Kalorien, Vitamine & Nährwerte online (fddb.info)

Nun gibt es keine Norm für das Gewicht eines Vollkornbrötchens. Ein übliches Gewicht ist allerdings 65 g. Daraus ergibt sich ein Nährwert von 130 kcal.

Üblicherweise werden Brötchen mit Streichfett (Butter oder Margarine) bestrichen, bevor man sie mit einem Belag wie Ei, Käse, Wurstaufschnitt o.a. belegt. Dies hast du nicht erwähnt. Falls Streichfett verwendet wurde, ist mit einem Gewicht von ca. 10 g und somit mit einem Brennwert von 72 kcal zu rechnen, also nicht unerheblich.

Ein Hühnerei enthält je nach Größe 80 - 100 kcal. Nun ist nicht unbedingt davon auszugehen, dass man für ein einzelnes Brötchen ein ganzes Hühnerei (60 g) als Belag verwendet. Auch kommt es bei der Brennwertberechnung darauf an, ob Eiklar und Eigelb in den Mengenverhältnissen auf dem Brötchen liegen, wie sie auch in einem Ei vorkommen, oder ob der eine oder der andere Bestandteil überrepräsentiert ist. Eigelb ist fetthaltig und damit hochkaloriger als Eiweiß.

Einige Salatblätter werden von den Nährwerten her kaum zu Buche schlagen.

Insgesamt kann man bei einem Vollkorn-Eibrötchen mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Brennwert über 200 kcal ausgehen, vielleicht sogar an die 300 kcal.

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Das ist ganz unterschiedlich. Einige wenige Lehrer zeigen ein aktives Vermeidungsverhalten, bei einigen ergibt es sich einfach nicht, dass sie außerhalb der Schule (des Schulgeländes) Kontakt zu den Schülern hätten.

Einige aber laden ihre Schüler mehrmals im Jahr gruppenweise zu sich nach Hause ein, vor allem wenn die Lehrer die Tutoren sind und es um ihre Tutandengruppe geht.

Einige Lehrer kümmern sich auch um Schüler aus problematischen Verhältnissen und kommunizieren fast täglich mit ihnen. Ich weiß von einer Lehrerin, die einen 17 bis 18jährigen Schüler täglich morgens zu Hause abgeholt und in die Schule gefahren hat, weil seine Eltern sich nicht kümmern konnten und er eine Suchtproblematik oder psychische Probleme hatte.

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Nimm dir heute von zu Hause Brot mit und ersetze die Nudeln im Mittagessen durch Brot. Ich denke, dass niemand daraus eine problematische Affäre machen wird, dass du nicht alles isst, was auf den Tisch kommt.

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Auf Ebay wird viel Playmobil angeboten. Wenn man die vierstellige Artikelnummer kennt, zu der das Teil gehört, wird man sehr schnell fündig.

Du suchst also eine Einzelfigur? Ich habe in meinem Lager aus einer Sammlungsauflösung noch sehr viel Playmobil aus allen Produktionsjahrzehnten, also auch Ware aus 2000. Das meiste habe ich noch nicht für den Verkauf vorbereitet. Ich habe sehr viel in Originalverpackungen vorliegen, aber auch einzelne Figuren, die ich selbst nicht identifizieren kann.

Kennst du zufälligerweise die Artikelnummer oder könntest eine Beschreibung oder ein Foto geben? Ich würde dann speziell danach für dich suchen.

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Das üblichste Programm zur Anfertigung von Präsentationen ist Power Point von Microsoft.

Deine Präsentation muss ja auch auf dem Schulcomputer laufen. Oder darf man dort seinen eigenen Laptop mitbringen und soll ihn an einen Beamer anschließen?

Ich denke, das übliche Verfahren ist, dass man die Präsentation auf einem USB-Stick mitbringt. Oder aber man schickt sie dem Lehrer/Administrator per E-Mail-Anhang zu und er ruft sie dann auf.

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Gesicherte Erkenntnisse über die Parameter der Blutuntersuchung bei der kinderärztlichen J1/2-Untersuchung liegen mir nicht vor.

Ich gehe aber stark davon aus, dass kein routinemäßiger Scan von Suchtmitteln und Konsumgiften vorgenommen wird.

Schließlich handelt es sich nicht um eine Art von kriminalistischen Untersuchungen, um den Jugendlichen missbräuchliche Verhaltensweisen nachzuweisen.

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Du brauchst deine Eltern nicht zu belügen. Da du volljährig bist, darfst du in Urlaub fahren, mit wem und wohin du willst, sofern du in dem Zeitraum Ferien hast. Deine Eltern haben kein Erziehungsrecht und kein Aufenthaltsbestimmungsrecht über dich.

Kannst du denn als Schülerin deinen Urlaub finanzieren? Hast du Geld angespart? Deine Eltern sind natürlich nicht verpflichtet, dir eine Urlaubsreise zu bezahlen.

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Ich finde es nur logisch, dass man sich in krankem Zustand den Schulstoff nicht unbedingt vom Krankenhaus aus selbst erarbeiten kann. Speziell, wenn keine Lehrkraft dafür gesorgt hat, dass Informationen und Arbeitsmaterialien an dich gegangen sind, und wenn du auch keine Mitschüler fragen konntest, weil du sie noch nicht kanntest und keine Kontaktdaten von ihnen hattest.

Etwas anderes wäre es, wenn man wegen einer Mobilitätseinschränkung zu Hause bleiben muss und von dort aus Homeschooling durchführen kann.

Von daher fände ich es gerecht, wenn deine unzureichende Leistung in der Klausur nicht in die Halbjahresbewertung einfließen würde. Die Leistungsbewertung müsste einfach ab jetzt starten.

Wie das deine Lehrkräfte und deine Schulleitung sehen, weiß ich natürlich nicht.

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Gut, beschreibt die Realität

Die Bundesrepublik Deutschland ist tatsächlich ein Land, in dem sehr viele Menschen mit Migrationshintergrund leben. Das Land selbst migriert natürlich nicht, so dass man von daher die Formulierung "Land mit Migrationshintergrund" sprachlich als nicht perfekt empfinden könnte. Aber es ist klar, was gemeint ist.

Ungefähr 25 % der Einwohner haben einen Migrationshintergrund nach der gültigen Definition (mindestens ein Elternteil ist Ausländer oder wurde im Ausland geboren (wobei man selbst auch in Deutschland geboren sein kann oder die deutsche Staatsangehörigkeit hat); bzw. man selbst ist rechtlich gesehen Ausländer).

Und ungefähr 12 % der Einwohner haben nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Eine knappe Mehrheit der Menschen mit Migrationshintergrund besitzen also die deutsche Staatsangehörigkeit.

Hinzu kommt noch, dass auch in den vergangenen Jahrhunderten (ich denke besonders an das 19. und 20. Jahrhundert) sehr viele Menschen aus unterschiedlichen Richtungen nach Deutschland kamen, z.B. aus Polen oder aus Frankreich, was man teilweise noch an den Nachnamen merkt. Auch diese sind genetisch keine Urgermanen.

Wenn man im Stammbaum nur lange genug zurückgeht, sind wir fast alle nicht "von hier".

Also ist das, was Präsident Steinmeier gesagt hat, sowohl sachlich korrekt als auch in Ordnung. Ich sehe keinen Grund, warum man es als "Verrat" klassifizieren sollte. Auch sollte nicht angestrebt werden, eine Bevölkerung mit einem angeblich rein-deutschen Volkskörper zu schaffen. Das wäre unmöglich und Unsinn.

An Großbritannien mit seinem "glorreichen" Brexit merken wir, wohin Nationalismus und der Versuch der Verbannung von Ausländern führen kann.

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Ein Arbeitgeber hat nicht das Recht, von seinen Mitarbeitern eine Auskunft darüber zu erhalten, ob sie an einer politischen Wahl teilgenommen haben oder nicht. Deswegen haben die Mitarbeiter auch keine Pflicht, auf diese Frage zu reagieren oder korrekt zu antworten. Wenn sie einfach lügen oder wenn sie dagegen argumentieren, dass der Chef die Frage gestellt hat, dürfen ihnen daraus keine negativen Konsequenzen erwachsen.

Ob es eine ausreichend konkrete gesetzliche Bestimmung gibt, die es einem Arbeitgeber verbietet, eine derartige Frage zu formulieren, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich glaube nicht, dass man ihn deswegen erfolgreich bei der Polizei anzeigen kann und er deswegen ein Bußgeld- oder Strafverfahren bekommen könnte.

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Ich gebe dir einmal einen fiktiven Antwortkatalog:

  • Ich arbeite als Brot- und Backwarenverkäuferin.
  • An sich hatte ich Zahnmedizin studiert und auch eine Weile als Zahnärztin gearbeitet. Aber aufgrund von Rückenproblemen musste ich diesen Beruf aufgeben, weil ich mich nicht den ganzen Tag lang über Patienten beugen konnte.
  • Ich stehe morgens um 3.30 h auf, damit ich schon vor 5 Uhr in der Filiale sein kann, um die Lieferungen entgegenzunehmen und in die Regale einzusortieren. Um 6 Uhr wird das Geschäft für den Kundenverkehr geöffnet und ich bediene die Kundinnen und Kunden gemäß ihrer Wünsche. Einige kenne ich schon persönlich, so dass ich gar nicht mehr nach ihren Wünschen zu fragen brauche. Da ich jeden Vorgang in die elektronische Kasse eintippe, weil Bon-Pflicht besteht, habe ich nicht einmal mehr die Herausforderung, im Kopf die Preise zusammenzurechnen. Ich habe eine längere und zwei kürzere Pausen, und mache um 14 h Feierabend.
  • Mein Leben ist nicht so verlaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Nachdem ich meinen eigentlichen Beruf aufgeben musste, habe ich versucht, mich fortzubilden und in einem anderen qualifizierten Bereich zu arbeiten. Aber schließlich habe ich meine Ansprüche immer weiter zurückgeschraubt und nur einen Job in der Bäckereifiliale bekommen. Das ist immerhin besser, als zu Hause herumzuhängen. Mein Mann, der täglich erst um 9 Uhr mit der Arbeit anzufangen braucht, kümmert sich darum, dass unsere Kinder aufstehen und zur Schule gehen. Das Schöne ist, dass ich mich nachmittags um die Kinder kümmern kann.
  • Wäre ich in der Zeit meiner Neuorientierung jünger gewesen, dann hätte ich vielleicht eine interessante handwerkliche Ausbildung gemacht, z.B. als Tischlerin. Aber das habe ich mich nicht getraut. Ich brauchte auch, da ich schon Familie hatte, ziemlich kurzfristig einen regelmäßigen Verdienst und nicht eine kärgliche Ausbildungs-Vergütung.
  • Ich würde mir eine interessantere Arbeit wünschen, in der ich meine vielfältigen Fähigkeiten einbringen kann und nicht nur jeden Tag mehr oder weniger Routine erledige. Ich hätte gerne gerne intensivere Kontakte zu Menschen, wobei ich längerfristige Projekte gestalten könnte, und nicht nur "Guten Morgen, was darf es denn sein?" sage.
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