Wie kann etwas aus dem nichts entstehen?

23 Antworten

Hallo JustMaintain,

Du hast völlig recht, aus dem Nichts kann auch Nichts entstehen! Für das, was vor dem Urknall war, bleibt die Wissenschaft die Antwort schuldig.

Ist es aber vernünftig anzunehmen, dass es nur ein "Etwas" gab, eine gewaltige Konzentration von Energie etwa? Man kommt dadurch einer Antwort näher, wenn man sich damit befasst, was nach dem Urknall entstanden ist.

Der Begriff "Urknall" vermittelt die Vorstellung einer Art Explosion, die ja normalerweise keine höhere Ordnung zur Folge hat. Das, was jedoch im Laufe von Milliarden von Jahren nach dem "Urknall" entstanden ist, zeigt Ordnung und Gesetzmäßigkeit in höchstem Grade. So sind z.B. die Galaxien im Universum nicht wahllos verstreut, sondern in galaktischen "Haufen"geordnet und diese wiederum in "Superhaufen". Erstaunlich ist, dass sich all die vielen Himmelskörper ständig in Bewegung befinden und exakten Bahnen folgen. Hinter diesen geordneten Abläufen stehen Gesetzmäßigkeiten, der die Materie unterworfen ist.

Kann es denn Gesetze geben, ohne einen Gesetzgeber? Genausowenig wie aus dem Nichts etwas entstehen kann, kann es auch keine Gesetze geben ohne jemanden, der sie erdacht hat. In den Naturgesetzen ist nämlich eines immer im Spiel: Intelligenz! Intelligenz wiederum setzt jemanden voraus,der denken und überlegen kann. Ein "Nichts" kann weder denken noch Gesetze irgendwelcher Art hervorbringen. Wer das glaubt, der verlässt das Gebiet exakter Wissenschaften und verfällt dem Glauben an Dogmen.

Es wird ja gerade denen, die an einen Schöpfer glauben, immer vorgeworfen, sie würden den Boden der Wissenschaft verlassen, doch das Gegenteil ist der Fall. Ein Beispiel: Jemand geht durch den Wald und findet einen Zahnstocher. Was würde er denken? Doch höchstwahrscheinlich, dass ein Mensch dort gewesen ist. Käme er auf die Idee, dass dieser Zahnstocher von ganz allein entstanden sein könnte? Wenn also schon ein einfacher Zahnstocher auf einen intelligenten Hersteller schließen lässt, wieviel mehr dann all das, was in den Werken der Natur zu beobachten ist?

Nehmen wir einmal die Gene einer "einfachen" Zelle. Die darin gespeicherten Baupläne enthalten eine solche Fülle an Informationen, dass, würde man sie aufschreiben, ca. 850 Buchbände von je 1.000 Seiten entstünden! Ist es vernünftig anzunehmen, eine solche umfangreiche "Büchersammlung" mit äußerst sinnvollen Informationen könne das Werk blinden Zufalls sein? Ein einzelnes Gen enthält ca. 27.000 Buchstaben. Das Genom besitzt die gigantische Informationsfülle, die in etwa 3 Milliarden Basenpaaren abgespeichert sind. Um sich die Informationsdichte noch besser vorstellen zu können: Nur ein Gramm DNA enthält bereits so viele Informationen, wie auf einer Billion CD`s.

Noch plastischer wird das Ganze, wenn man sich einmal klar macht, dass man auf einem einzigen Teelöffel die DNA der aktuellen Weltbevölkerung 350 mal unterbringen könnte! Kein von Menschen entwickelter Datenträger kann auch nur annähernd eine solche Kapazität erreichen. Ist es logisch anzunehmen, dass eine einzelne CD einen intelligenten Konstrukteur benötigt, die gerade beschriebene hoch komplexe DNA jedoch nicht?

Wenn man sich klar macht, welche Arten von Informationen in der DNA abgespeichert sein müssen, wird das Ganze noch beeindruckender. Sie enthält nämlich u. a. Informationen für den Bau, die Wartung und die Reparatur komplizierter "Maschinen". Allein die DNA-Verpackung im Zellkern ist eine technische Meisterleistung. Dazu ein Vergleich: Man müsste einen 40 km langen, sehr dünnen Faden in einen einzigen Tennisball unterbringen, wobei dieser Faden in einer ganz bestimmten Weise angeordnet sein muss. Das wäre in etwa so, als ob in einem riesigen Shop mit Millionen von Artikeln alles derart sinnvoll angeordnet wäre, dass man alles sofort findet. Würde man wohl jemals auf die Idee kommen, dass sich ein solcher Shop selbst organisieren könnte?

Es geht nicht um die Frage, ob man Beweise dafür hat, ob es einen intelligenten Planer und Konstrukteur gibt. Diese existieren zweifellos in großer Zahl! Es geht vielmehr darum, was an Beweisen ich bereit bin zuzulassen und ob ich mich innerlich dagegen sperre.

Die Wissenschaft tut sich ja nicht deswegen an dem Glauben an einen Schöpfer schwer, weil nichts darauf hindeuten würde, sondern weil sie mit der einzigen Alternative zu dem, was sie glauben, nicht zurechtkommen. Es bereitet ihnen großes Unbehagen, anzuerkennen, dass es jemanden gibt, der außerhalb des mit wissenschaftlichen Methoden Erforschbaren existiert und dem sie letztendlich untergeordnet sind. Beachtenswert ist jedoch, dass bei weitem nicht alle Wissenschaftler damit einig gehen, sondern klar Stellung beziehen für einen Schöpfer.

Eines sollte nicht vergessen werden: Nicht an Gott zu glauben, ist auch eine Art Glauben, für den es jedoch bei weitem weniger Beweise gibt, als für den Glauben an einen Gott. Die Frage für jeden einzelnen ist, für welche Art der "Religion" er sich entscheiden möchte.

Liebe Grüße

Philipp

Hallo Philipp

Die Wissenschaft kann uns keine Antwort geben, was vordem Urknall war, denn sie hat nicht die Möglichkeit, dahinter zu „sehen“ !

So wie aber die Evolutionstheorie erklärt wird, könnten all diese „Wunder“ ohne einen Gott entstanden sein, die du in deinem Beitrag als Beispiele aufzählst und erklärst !      Die Frage aber, wer denn die Natur, die physikalischenGesetze erdacht hat, ist zweifelsohne interessant !  Natürlich können die nicht aus dem Nichts entstehen, genausogut aber kann man sich fragen, wer sich denn einen möglichenGott erdacht und kreiert hat !      Deine Antwort würde nun bestimmt lauten, dass Gott niemand erschaffen hat, weil er schon immer und seit ewig da war.

Dasselbe aber kann man auch von den Gesetzen sagen, dass sie schon immer und ewig da sind und sie deswegen niemand erfunden, erdacht haben muss !

Wie soll man also einen Gott beweisen können?   Wir haben aber die Möglichkeit, mit unserem Verstand und Herzen unvoreingenommen zu prüfen, was uns erzählt wird.    Wie könnte ich aber an einen Gott glauben, der seine „Kinder“, seine Schöpfung erbärmlich leiden lässt, sich aber in Unschuld hüllt, er hätte uns ja den freien Willen gelassen, ihn zu lieben oder sich von ihm abzuwenden.  Dass er uns den freien Willen lässt, finde ich ja grosszügig, wäre ich aber Gott, würde ich meine „Hände“ schützend über meine „Kinder“ halten, damit sie nie leiden müssen, auch wenn sie sich von mir abwenden, weil ich sie nämlich liebe !      An einen solchen Gott könnte ich glauben, ihn lieben, ja ihn anbeten, aber wenn er uns erbärmlich leiden lässt, weil er uns nicht stark genug gemacht hat, um all den „Verführungen“ zu widerstehen, dann finde ich ist er selber schuld, und sollte uns deswegen nicht auch noch „bestrafen“, dafür leiden lassen !      Wenn ich etwas kreiere und esnicht das erfüllt, was ich damit erreichen wollte, ist dann mein Kreiertes schuld oder ich ?  

An die Existenz eines solchen Gottes kann ich nicht glauben, dann finde ich die Evolutionstheorie viel einleuchtender und authentischer, auch wenn die Natur, das Leben dann brutal und ungerecht erscheint!

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" Kann etwas aus dem „Nichts“ entstehen? "

Ich glaube man müsste zuerst den Begriff „Nichts“ klären, denn hier stellt sich jeder unter „Nichts“ halt doch etwas vor !

„Nichts“ ist nämlich wirklich nichts, nicht mal eine Null und auch keine Antimaterie, kein Vakuum, kein interstellarer Raum, kein Gott, kein Nirvana oder Tao, und wenn nichts ist, dann gibt es auch keine Quantenfluktuation, die aus diesem Nichts etwas erschaffen könnte, also wo keine Ursache ist, gibt es demnach auch keine jegliche Wirkung !

Wenn es also nichts gibt, gibt es auch keine Möglichkeit, keine Eigenschaft, etwas entstehen zu lassen, also kann es vor dem Urknall nicht nichts gegeben haben !

Die Wissenschaft meint eigentlich, dass sie nicht messen kann, was vor dem Urknall war, und deswegen keine Schlüsse ziehen kann.    
Dass es nichts davor GIBT, WEIL die Menschheit mit ihren beschränkten Möglichkeiten es nicht messen kann, ist unlogisch und daher eine Falschinterpretation, welche selbst viele „Wissenschaftler“ vertreten !

Mir persönlich gefällt die „erweiterte Urknalltheorie“,die besagt, dass unser Universum sich irgendeinmal wieder zusammenzieht, um sich nach einer „Pause“ wieder in einem erneuten Urknall zu entladen, und dies wiederholt sich seit und bis in alle Ewigkeit !

Wäre dem wirklich so, dann machen wir uns seit einer Ewigkeit immer wieder dieselben Gedanken.    
Das klingt natürlich nicht grad erheiternd, aber wenn es einen Anfang und ein Ende gibt, also ein Ziel, dann bleibt wieder die Frage, was vor dem Anfang und nach dem Ende kommt….

Etwas - Masse? Materie? Energie? Atome? Urknall? .. irgendetwas überhaupt?

Nichts - Ganz und gar nichts? Ewiges, immerwährendes universelles, absolutes Nichts und nirgends? Der leere Raum, das Vakuum? Nur grad nich' da, wo es sonst ist? Leere, wo etwas sein könnte oder müßte, eigentlich? Der interatomare Zwischenraum (zwischen Atomkern und Elektron(en)? Der interstellare & intergalaktische Zwischenraum (Voids)? Ein Nichts vor dem Urknall?

Wie? - [schon schwieriger : ] Wie es ist oder wie wir es denken, wie wir es nennen? Wie es funktioniert - auch ohne, daß ein Mensch es bemerkt, beobachtet, darüber spricht, es benennt .. an sich, per Naturgesetz? Welche Prämissen, Axiome, 'erste Gesetze'(?) von Entstehung von "Sein", "Seiendem", "Entstehendem"(?), "Entstandenem"(?) will man für eine gültige Aussage voranstellen? Wo genau scheitern unsere Begriffe dafür, daß wir es nicht verstehen oder vielleicht falsch fragen?

Entstehung - [einfacher, wieder : ]  Es kann nur entstehen, was zu den vorgefundenen Verhältnissen / Bedingungen / Umwelt paßt, sich einfügt. Was erstmals in einem leeren Universum (also noch keinem Universum) entstehen können soll, muß also sich selbst Umwelt sein, die Bedingungen unter denen es überhaupt existieren kann (als eigene Eigenschaften?) schon mitbringen. Entstehung beinhaltet, daß aus kleinem, einfachem, schlichtem Komplexeres entsteht. Der Entropie und endlos zur Verfügung stehendem leerem Raum ('umgebendem' Nichts), in den Entstehendes schon diffundiert, bevor es zu existenz gelngt, gegenwirkend, muß es diese Komplexität in Form von Mechanismen zum Bestandhaben gegen alles aufsaugendes zersetzendes Nichts. Es braucht "Form, Gestalt, Entität, Ganzheit", eine 'Unterscheidung', eine 'Verschiedenheit' vom Nichts, also "Qualitäten, Eigenschaften, Identität, Bestimmungsmerkmale" als irgendetwas.

Damit sind wir beim Hauptbegriff, der der Frage unterliegt:

Existenz - [ wie gesagt .. Unterscheidung, Verschiedenheit (von gar nichts), Eigenschaften, Entität, irgendwas .. (nicht "Ding, Objekt, Masse, MAterie, sowas - noch lange nicht - sondern erstmal Nebel, Wolken, Möglichkeit, Zeuch, trägerlose Felder, schwammig-nebulöses Zeuch .. man kann es nichmal benennen, .. vielleicht Vakuumenergie? ].

"können" - könnt' man auch noch unter die Lupe nehmen .. geht es überhaupt, wie kann es nur gehen? muß es zuerst, vorher, erst "möglich" sein, bevor es wirklich werden kann? Wie muß U. beschaffen sein, damit kann usw

So, .. jetzt kommst Du .. ;o]P

Danke für's Kompliment! :o)

Noch mehr schreiben!? lol .. na gut: Kann es Nichts überhaupt geben? Ist es nicht ein Kunstbegrif (mit keinem Inhalt der ja nicht existiert wo nix is')? Gibt es dazu, daß "Etwas" ist, vielleicht gar keine Alternative - nur .. unsere Vorstellung versagt, wenn wir einen ``Anfang´´ in einer Zeit (bzw dem Begriff den wir uns davon machen) und ein "Ende" in der ``Ewigkeit und Unendlichkeit´´ suchen (Tücken der Raumzeit)? Dann könnte das Universum auf einem zeitlosen Schwabern aus zeitlosen Energiefluktuationen im Vakuum z.B. aufgebaut sein, und unsere makroskopische, komplexere Welt mit ihren Kausalitäten, Zeitpfeilen und entschlüsselten Naturgesetzen nur daraus entstanden sein, als reale Möglichkeit (vielleicht Konsequenz), aber nur eine Verwirklichung einer Möglichkeit, nicht ``das Ganze´´ seiend, nicht so, wie es ``an sich´´ ist - immerhin sind wir von Beobachtung in nur unserem kleinen Teil des Universums abhängig - wie es unbeobachtet ``an sich´´ (auch, oder: im Wesen, essentiell, eigentlich) ist, erschließt sich vielleicht wissenschaftlich nicht (SRT, ART = Beschreibung beobachteter Zusammenhänge; Unschärferelation = Beschreibung beobachteter Zusammenhänge).

Wir neigen dazu, die Welt durch unsere menschliche Brille zu betrachten: all unsere Eigenschaften: Lebens-Zeit, Körper-Form, Bewegungs-Raum, suchen wir in ihr wieder. Daran ändert auch der Ansatz der wissenschaftliche Erforschung nichts: Wir wenden die Logik (Axiome, Grundgrößen, Schlußfolgerungen) an, die Evolution uns eingepflanzt hat, die uns betrifft, die für uns funktioniert. Bemerkenswerterweise waren wir dazu in der Lage das Universum bis an seine von uns entdeckten derzeitigen Grenzen zu erforschen .. und das in sich schlüssig. Erstaunlich, welch abstruse Voraussagen neuer Theorien sich immer wieder bestätigen. Aber - wie gesagt .. es ist Beobachtung durch unsere menschliche Brille, Aspekte ``nach unserem Bilde´´. Aber, wir sind ja auch Welt und nicht von ihr abgehoben, da untersucht wir uns per Wissenschaft also letztlich auch selbst und einen durchaus realen Teil von ihr, der uns betrifft, eine echte Schnittmenge, die größtenteils zutrifft, mit Welt ``an sich´´ überlappt.

Wo Welt sich selbst ist oder unbeobachtbar - und das ist ihr größter Teil jenseits Cosmic Microwave Background, jenseits Ereignishorizont, jenseits entferntester fliehender Galaxien, jenseits unserer Weltlinie (bzw deren Lichtkegel) - .. da hat Wissenschaft keinen `Hebel´ .. da hilft nur plausibles Hineindenken, Extrapolieren, Schlußfolgern, ohne die Möglichkeit dort je etwas zu beobachten, aber ein schlüssiges Modell sollte möglich sein.

Kurz: Man weiß das Alles nicht genau ;o])

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@RoSiebzig

all unsere Eigenschaften: Lebens-Zeit, Körper-Form, Bewegungs-Raum, suchen wir in ihr wieder.

.. bis hin zu geistigen Werten: Weltgeist, Gott, Transzendentes, Überwesen, Zeuch.

Wir projizieren uns selbst in die Entdeckung der Welt. Von uns selbst zu abstrahieren fällt aber nicht leicht .. Objektivität gibt es so nicht .. und sich ein ``totes´´ Universum vorzustellen und wie unsere Naturgesetze dann noch welche Bedeutung haben wenn sie nicht "unser Beobachten" beschreiben, ist ebenfalls schwierig zu verstehen.

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Es gibt tatsächlich einen (aber auch nur einen) Mechanismus, der Materie aus dem Nichts erschaffen kann: Quantenfluktuation.

Genauer: Das Vakuum (als das einzige Nichts, das Physiker kennen) erzeugt ständig sehr kurzlebige Paare von Teilchen, deren eines Materie und deren anderes Antimaterie darstellt. Fast alle dieser Paare -- man nennt sie virtuelle Teilchen -- löschen sich schon nach extrem kleinen Bruchteilen einer Sekunde selbst wieder aus (indem sie miteinander verschmelzen). 

Wenn so ein Paar nun aber in naher Umgebung des Ereignishorizonts eines Schwarzen Lochs entsteht, kann es sein, dass eines der beiden Teilchen im Loch verschwindet, das andere aber entkommt -- und dann eben auch beliebig lang existieren kann. 

Insgesamt als kann man sich das Vakuum als etwas Brodelndes vorstellen: Als einen See von Energieportionen, die positiven oder negativen Wert haben können und sich insgesamt zu Null aufsummieren. 

Quantenfluktuation (auch Vakuumfluktuation genannt) macht aus Paaren solcher Portionen, wie eben schon erklärt, für jeweils i.A. nur sehr kurze Zeit Elementarteilchen. Es kann sich dabei um Bosonen handeln, aber auch um Fermionen, d.h. um Materie und Antimaterie.

Nach Heisenbergs Unbestimmtheitsrelation für das Paar (Zeit, Energie) müssen diese Teilchen umso energiereicher sein, je kürzer sie leben. Da ihre Lebensdauer beliebig kurz sein kann, können sie beliebig ernergiereich sein.

Und so kann man wohl auch nicht ganz ausschließen, dass der Urknall, in dem unser Universum entstand, eine solche Quantenfluktuation war. Wäre das so, könnte man sagen, dass unser Universum tatsächlich spontan aus dem Nichts entstand.

Ist nun „Nichts“ wirklich nichts, oder doch noch irgend etwas?

Ich finde nichts ist nicht mal eine Null (siehe Beitrag von Abahatchi) und auch keine Antimaterie, kein Vakuum, kein interstellarer Raum, kein Gott, kein Nirvana oder Tao, und wenn nichts ist, dann gibt es auch keine Quantenfluktuation, die aus diesem Nichts etwas erschaffen könnte, also wo keine Ursache ist, gibt es demnach auch keine jegliche Wirkung !

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@Seminu

Es kommt darauf an, ob du vom Nichts im Sinne der Physiker oder vom Nichts im Sinne der Philosophen (der Logiker) sprechen möchtest.

  • Physiker verstehen unter dem Nichts das Vakuum.
  • Rein logisch gesehen aber hast du recht: Auch das Vakuum ist etwas, kann also nicht das reine Nichts sein.

Im Buch von Lawrence M. Krauss "A Universe from Nothing" wird unter dem Nichts das Vakuum verstanden.

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Bitte lies auch den Abschnitt Something from Nothing auf Seite http://discovermagazine.com/2013/september/13-starting-point .

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@grtgrt

Hallo grtgrt!

Interessant, was du hier erwähnst!
Da müssten also rein logisch gesehen die Physiker für das Vakuum einen anderen Begriff suchen als das Nichts!

Wenn die Physiker so salopp mit Begriffen umgehen, könnte man ahnen, dass da noch andersweitige, unlogische Formulierungen entstanden....
So gibt es ja  Wissenschaftler, die behaupten, dass nichts existieren kann, das man nicht messen kann, also kann es nichts geben vor dem Urknall. Dabei aber vernachlässigen sie, dass wir Menschen mit unseren (noch?) beschränkten Möglichkeiten nicht messen können, was vor dem Urknall war.
Kann man eine solche Wissenschaft ernst nehmen?

Rein logisch gesehen ist es also unmöglich, dass aus nichts etwas entstehen kann, vor allem wenn man auch die physikalischen Gesetze berücksichtigt, wie der Artikel "Something from Nothing" aufzeigt. Da spielt es dann keine Rolle mehr, ob sich positiv und negativ "auf null addieren"...
Es soll ja nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung keine Wirkung geben können, ohne eine Ursache. Wenn also aus Null positiv und negativ entstehen kann, dann ist Null die Ursache und kann demnach nicht nichts sein.

Ich frage mich also, warum die Physiker, die Wissenschaft so Mühe damit hat, dass vor dem Urknall nicht nichts war, ja "das Leben" ein ewiger Kreislauf ist, also so etwas ähnliches wie die Urknalltheorie besteht, dass irgendwann und irgendwie das Universum wieder zusammenfällt und ein neuer Urknall entsteht und dies in ewiger Wiederholung....

In letzter Konsequenz müsste die Wissenschaft doch eingestehen, um ernst genommen zu werden, dass sie nicht sagen kann, was vor dem Urknall war, weil sie es nicht messen, beweisen kann, aber nach der Logik müsste davor etwas sein.

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@Seminu

Die Physiker behaupten ja gar nicht, dass es vor dem Urknall nichts gegeben haben könnte. Sie wissen lediglich, dass unser bisher bestes Modell des Universums -- Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie -- über den Urknall, wie es dazu kam und über alles, was davor existiert haben könnte, nichts mehr aussagen kann. 

Bitte lies dazu

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Als eine hypothetische Antwort wird derzeit vermutet, dass die Materie, also ein früheres Universum, vor "unserem" Urknall in sich zusammengefallen ist, also gleichsam in einem besonders starken schwarzen Loch konzentriert wurde, und dass es eine physikaische Gesetzmäßigkeit gibt, nach der ein schwarzes Loch wieder "platzt", wenn keine weitere Materie vorhanden ist, die es noch aufnehmen könnte.

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