Glaubt ihr das Universum ist durch einen Urknall entstanden?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Astrophisiker machen ständig jede Menge von Beobachtungen, die darauf hindeuten, dass der Urknall tatsächlich stattgefunden hat.

Bitte lies z.B.

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VORSICHT aber:

Wer davon spricht, dass unser Universum im Urknall entstand, meint damit den durch Menschen einsehbaren Teil des Weltalls einschließlich einer noch deutlich größeren Umgebung davon — keinesfalls aber den gesamten Kosmos. Letzteren scheint es schon immer gegeben zu haben. Ein Urknall gestaltet ihn nur relativ lokal neu.

Ähem - Du kennst aber schon die Definition von "Kosmos"?

Siehe Wikipedia:

"Kosmos

Kosmos (griechisch κόσμος kósmos ‚Ordnung‘, ‚Weltordnung‘, auch ‚Schmuck‘, ‚Glanz‘, ‚Ehre‘, ‚militärische Ordnung‘, ‚staatliche Ordnung‘, ,Verfassung‘) bzw. Cosmos bezeichnet:

  • Universum, das gesamte Weltall
  • ..."

Also:

Wer davon spricht, dass unser Universum im Urknall entstand, meint damit den gesamten Kosmos (bzw. das gesamte Weltall)!

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@DandyPiecemaker

Das ist bei Physikern spätestens mit der Theorie ewiger Inflation anders geworden.

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@grtgrt

Ist aber auch nur eine Theorie.

Bei https://www.scinexx.de/news/technik/hawkings-letzte-theorie/ kann man lesen:

"Bisher allerdings lassen sich weder die kosmische Inflation noch ihr genauer Ablauf beweisen."

Habe mich schon immer gefragt, woher man wissen will, dass das Universum sich auch heute noch immer schneller Ausdehnt, wenn man den "Rand" überhaupt nicht sehen kann.

Die Rotverschiebung dieser 13 Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxis sagt für mich lediglich aus, dass diese sich offenbar vor 13 Milliarden Jahren von uns entfernt hat, da das Licht von dort eben 13 Milliarden Jahre bis hierher brauchte.

Ob das heute auch noch der Fall ist oder ob diese Galaxis heute überhaupt noch existiert, werden wir erst in 13 Milliarden Jahren wissen...

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@DandyPiecemaker

Es gibt ja gar keinen Rand - es gibt nur Horizonte.

Zu sagen, dass unser Universum expandiert, bedeutet einfach nur, dass man feststellt: Die Abstände weit von einander entfernter Galaxien werden ständig größer.

Insbesondere wandern ständig Galaxien über unseren Beobachtungshorizont hinaus. Mit anderen Worten: Unser Universum verdünnt sich ständig. Wenn das mit gleicher Intensität die nächsten 100 Mrd. Jahre so weiter geht, werden sich dann innerhalb des Beobachtungshorizonts der Bewohner der Milchstraße nur noch etwa 50 Galaxien finden (statt der gut 100 Milliarden heute). Nichts mehr wird noch darauf hindeuten, dass es weit mehr gibt.

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@grtgrt

"Zu sagen, dass unser Universum expandiert, bedeutet einfach nur, dass man feststellt: Die Abstände weit von einander entfernter Galaxien werden ständig größer."

Genau darin sehe ich den Widerspruch oder die Gefahr - nenn es, wie Du magst. Wenn die Galaxien z.B. 13,2 Milliarden Lichtjahre voneinander entfernt sind (wie z.B. UDFy-38135539 (auch HUDF.YD3) und unsere Milchstraße), dann sagt das in meinen Augen lediglich aus, dass die festgestellte Rotverschiebung von z = 8,55 vor 13, 2 Milliarden Jahren bestand. Das wiederum bedeutet, dass sie sich damals (also vor 13,2 Milliarden Jahren) von uns entfernt hat.

Ob das heute auch noch der Fall ist oder ob diese Galaxis heute überhaupt noch existiert, werden wir erst in 13 Milliarden Jahren wissen...

Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

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@DandyPiecemaker

Nun: Einfach zu berechnen ist all das nicht. Du kannst dich aber darauf verlassen, dass die Astrophysiker das schon richtig gemacht haben (und nicht nur ein Team).

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@grtgrt

Ich wüsste nur zu gern, woran sie das fest machen, dass sich das Universum HEUTE noch ausdehnt. Weil - soweit mir bekannt ist, hat noch niemand den "Rand" des Universums" beobachten können.

Und selbst wenn, dann sähe man doch lediglich die Situation, wie sie war, als sich das Licht (oder andere Informationsträger wie z.B. Strahlung) von da aus auf den Weg zu uns gemacht hat - also vor zig Milliarden von Jahren.

Es wird doch stets vehement bestritten, dass sich in diesem Universum Informationen schneller als das Licht ausbreiten können.

Entweder fehlt mir die entscheidende Information, oder da passt irgendwas nicht zusammen...jedenfalls bekomme ich es SO nicht "in den Schirm"...

Ich will es auch nicht berechnen (dafür dürften meine Mathe-Kenntnisse nicht ausreichen) - ich möchte nur das Prinzip verstehen, wie man darauf kommt, dass das, was man in einer Entfernung von Milliarden von Lichtjahren beobachtet, etwas darüber aussagen kann, wie die Situation in diesem Augenblick da vor Ort aussieht...

Professor Harald Lesch sagt doch gern, er als Astrophysiker sei eigentlich ein "Licht-Archäologe" - aber wie man von dem Zustand an einem weit entfernten Ort vor Milliarden von Jahren zu der Aussage kommt, wie es HEUTE dort ist, hat er bisher auch noch nicht erklärt...

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@grtgrt

Unter Deinem Link kam ich zu drei weiteren Links. Im Zweiten habe dann dann diesen Kommentar abgegeben:

"Die dunkle Energie soll dafür verantwortlich sein, dass sich das Universum stetig ausbreitet."

Hmmm - es heißt zwar, ein echtes Vakuum existiert nicht. Aber was, wenn vor dem Urknall ein echtes Vakuum existiert hat? Was ich übers Vakuum zu wissen glaube, ist, dass es das Bestreben hat, alles "in sich aufzusaugen". Wenn nun in diesem Vakuum - wie man sagt, durch Quantenfluktuation - ein winziger Planck-Raum entstehen würde, dann könnte ich mir eventuell vorstellen, daß die "Saugkraft" des Vakuums an der winzigen "Oberfäche" (ein anderer Begriff fällt mir grad nicht ein) angreift und so für eine Expansion des Planck-Raumes sorgt. Und je größer der "Planck-Raum" wird, desto größer wird auch seine "Oberfläche", sodaß die"Vakuum-Saugkraft" besser angreifen kann und die "Vergößerungsrate" dadurch stetig zunimmt...

Das ist nur so ein Gedanke. Aber anders kann ich mir das noch nicht vorstellen...

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Für Dich kopiere ich meine nicht ganz ernstgemeinte Erklärung dazu mal hin (tu ich bei einer solchen Frage oft :-)):

Am Anfang erschuf Gott die Ewigkeit. Weil es Ihm so gefiel. Dann, irgendwann, gefiel Ihm, die Welt zu erschaffen. Dazu nahm Er ein kleines Stückchen, wirklich ein ganz ganz winziges Stückchen von Seiner Ewigkeit und schuf darauf eine gewisse Zeit. Ein winzig kleines Stückchen war da, und der Beginn der Zeit. Was sich nun am wenigsten verträgt, ist Zeit und Ewigkeit, es gibt eigentlich nichts, was konträrer wäre. Darum entstand fast schlagartig die höchste Temperatur, die man sich nur vorstellen kann, viel höher als diese von der Physik angenommenen etwa 1032 Kelvin, bedeutet kaum etwas. Dann wurde nach einer Zeit zum Beruhigen daraus das bekannte Modell des Urknalls mit der kosmischen Inflation.

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Worüber man wieder mal streiten könnte... :) 😇

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Echt, keine Ahnung. Dabei geht es mir ebenso wie den Astrophysikern.

Nein es war schon immer da, es wiederholt sich aber immer wieder durch einen "Urknall" der entsteht wenn sich die gesamte Materie im Universum zu einem einzigen Schwarzen Loch vereint.

Diese Vorstellung der "Big-Crunch"-Hypothese ist weit verbreitet. Allerdings muss man auch bedenken das dunkle Energie für eine konstant beschleunigte Expansion des Raums sorgt. Irgendwann können die einzelnen, schwarzen Löcher nicht mehr gravitativ wechselwirken, was dann eher für ein "Big-Rip" oder "Big-Chill"-Szenario sprechen würde?

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@thetee99

Was soll diese "Dunkle Energie" sein und selbst diese Dunkle Energie müsste von einem Schwarzen Loch angezogen werden. Ich gehe mal von der aktuellen Wissenschaft aus die besagt daß Schwarze Löcher aufgrund ihrer Masse/Gravitation alles ansaugen und nicht mal Licht entkommen lassen. Gibt auch Bilder von 2 Schwarzen Löchern die verschmelzen. Wenn wir jetzt die Unendlichkeit annehmen muss es irgendwann passieren daß sich alle Schwarzen Löcher verschlingen bis nur noch eines übrig ist. Wird aber alles Belanglos sein weil die Sonne unsere Erde zerstören wird bevor wir wegkommen. ^^

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@MrRomanticGuy

Energie ist keine Materie. Materie interagiert gravitativ. Das Licht dem Schwarzen Loch nicht "entkommt", liegt nur indirekt an der Gravitation, aber vor allem an der Raumkrümmung.

Davon abgesehen "saugen" Schwarze Löcher nicht alles in ihrer Umgebung ein wie etwa Staubsauer. Sie verhalten sich genau so wie alle anderen Himmelsobjekte auch. Wäre an der Stelle wo unsere Sonne ist stattdessen ein Schwarzes Loch mit der gleichen Masse, würde sich die Planeten genau so darum drehen, wie jetzt um die Sonne - es wäre nur kälter und dunkler ;)

Wird aber alles Belanglos sein weil die Sonne unsere Erde zerstören wird bevor wir wegkommen.

Die Sonne wird in ca. 7,5 Mrd. Jahren zum Roten Riesen. Aber bereits vorher wird die Strahlungsintensität der Sonne zunehmen und bereits in den nächsten 1 Mrd. Jahren könnten die Ozeane zum Kochen gebracht werden.

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@thetee99

Es gibt kein Schwarze Loch mit der Masse einer Sonne und die Erde und Co würde sich nur um diese Schwarze Loch drehen weil es die Masse der Sonne hätte. ^^ Schwarze Löcher haben die Masse von Milliarden Sonne. ^^

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@MrRomanticGuy

...ja :D das war hypothetisch um zu verdeutlichen, dass ein Schwarzes Loch sich gravitativ ggü. unserem Planetensystem nicht anders verhalten würde, als unsere Sonne... ;) da muss man halt um die Ecke denken ;)

Eine Sonnemasse ist eine astronomische Standardgröße. Sterne von unter 3 Sonnenmassen können nicht zu eine Schwarzen Loch werden (sie werden zum Weißen Zwerg). Sterne mit einer Sonnenmasse von über 25 werden dagegen fast immer zu einem Schwarzen Loch.

Supermassereiche Schwarze Löcher wie bspw. Sagittarius A haben tatsächlich ein Äquivalent von 34 Mrd. Sonnenmassen, aber das ist nicht zwangsläufig der Durchschnitt für ein Schwarzes Loch.

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@thetee99

Licht ist Energie und wirkt wie Materie.

https://www.mpg.de/11828901/mpipks_jb_20171

Auszug:

☆Wiederum wissen wir, dass Atome genau dahin gezogen werden, wo die Photonendichte am höchsten ist. Das bedeutet, dass die von Atomen herbeigeführte Wechselwirkung zwischen zwei Photonen eben jene Konfiguration begünstigt, bei der sie ein ganzzahliges Vielfaches der Lichtwellenlänge voneinander entfernt sind – eine kristalline Anordnung!☆

Sie WISSEN das Atome zu Photonen gezogen werden!

Dunkle Energie und dunkle Materie sind reine Theorie.

Seit 1986 gibt es eine Erklärung fûr die Galaxiebewegung, die ohne Dunkle Materie auskommt.

Kann man hier nachlesen .

https://astro.uni-bonn.de/~deboer/cosmo/kosmoproblem.html

Raumkrűmung ist auch nur eine Theorie.

Niemand hat jemals erklärt woraus Raum besteht, um gekrűmmt werden zu können. Es wird auch nirgends erklärt mit welcher Kraft Materie den Raum angeblich krümmt.

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@Blume8576
Licht ist Energie und wirkt wie Materie.

Ja, aber Photonen selbst besitzen keine Masse... sie werden nicht von anderen Massen abgelenkt, sondern durch deren Einfluss:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gravitationslinseneffekt

https://de.wikipedia.org/wiki/Higgs-Mechanismus

Dunkle Energie und dunkle Materie sind reine Theorie.

Daher auch der Name "dunkel". Sie sind als Bezeichnungen Platzhalter für etwas, dessen Effekt man beobachten aber nicht den Ursprung/Grund zweifelsfrei beschreiben kann. Es gibt "etwas" das dazu führt, dass sich Raum beschleunigt ausdehnt.

Raumkrűmung ist auch nur eine Theorie.

Oh je... ;)

https://www.scinexx.de/dossierartikel/der-erste-beweis/#:~:text=Nach%20Einsteins%20Theorie%20kr%C3%BCmmen%20gro%C3%9Fe,Sonne%20seine%20Bahn%20leicht%20ver%C3%A4ndern.

https://www.pro-physik.de/nachrichten/wechselspiel-von-raumkruemmung-und-licht

https://www.tagesspiegel.de/wissen/entscheidender-beweis-vor-100-jahren-wie-einstein-durch-eine-sonnenfinsternis-bestaetigt-wurde/24391830.html

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@thetee99

Hmmm - Edwin Hubble leitete die Expansion des Universums vor etwa 100 Jahren aus der Rotverschiebung weit entfernter Galaxien ab.

Mittlerweile haben wir eine Galaxie gefunden, deren Licht 13 Milliarden Jahre zu uns unterwegs war. Das soll die am Weitesten von uns entfernte Galaxie sein. Wenn bei ihr eine Rotverscheibung festgestellt wird, sagt mir das, dass sie sich vor 13 Milliarden Jahren von uns entfernte.

Allerdings ist mir nicht klar, woher man die Gewissheit nimmt, dass sie sich auch heute noch von uns entfernt, ja, dass sie heute überhaupt noch existiert?

Wenn diese Galaxis in diesem Moment aufhören würde zu existieren, dann würden wir das erst in 13 Milliarden Jahren mitbekommen - und 13 Milliarden Jahre sind eine verdammt lange Zeit...

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