Wie funktioniert die klassische Nullung?

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5 Antworten

Wenn auf dem PEN ein großer Strom fließt kann es einen Spannungsabfall darüber geben. Dies führt dazu das ein geerdetes Gehäuse eine Spannung gegen Erde annehmen kann. Diese ist meist nicht sehr hoch und äußert sich üblicherweise in einem kribbeln. Die weitaus größte Gefahr besteht wenn der PEN unterbrochen wird. Dann können die Gehäuse der Geräte vor der Bruchstelle Netzspannung gegen Erde annehmen. Solte es dann noch eine zweite Verbindung zur Erde Bestehen kann es sein das hier ein hoher Strom fließt, inklusive Erwärmung und Brandgefahr.

Eine Fehlerstromschutzschaltung kann nur für kleine Teile der Anlage realisiert werden. Aufgrund der vielzahl der Fehlerstromschutzschalter, oft in Form spezieller Steckdosen ist dies sehr kostspielig.

Solange die Anlage in gutem Zustand ist ist die Gefahr durch die klassische Nullung recht gering, je mehr Fehler sich einschleichen können desto Gefährlicher wird eine solche Anlage.

Falls die Anlage so bleibt wie sie errichtet wurde gibt es keine Pflicht zur Nachrüstung. Wenn jedoch eine kleine Änderung vorgenommen wird muss die Anlage jedoch an die aktuellen Vorschriften angepasst werden. Ein einfacher Austausch der Betriebsmittel (Schalter, Steckdosen, Leuchten etc.) ist keine Änderung, eine zusätzliche Steckdose aber schon.

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Bei der klassischen Nullung werden Schutz- und Neutralleiter in einem Leiter, dem Nulleiter oder kurz PEN geführt. Die Gefahr bei der klassischen Nullung liegt darin, dass im schlimmsten Fall die volle Netzspannung am Gehäuse eines SK1 Geräts liegen kann, wenn der PEN unterbrochen ist.
Es besteht allerdings keine direkte Gefahr. Bei einer Erneuerung der el. Anlage sollte die klassische Nullung jedoch beseitigt werden.

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Kommentar von PWolff
30.03.2016, 14:03

Es kann durchaus eine direkte Gefahr bestehen.

In einer meiner vorigen Wohnungen spürte ich regelmäßig ein starkes Kribbeln, wenn im Bad der Boden nass war und ich einen Wasserhahn anfasste.

Die vermutliche Ursache war, dass das Gehäuse der Waschmaschine mit dem Wasser auf dem Boden in Kontakt kam und zwischen Nullleiter und Wasserleitungen eine Spannung von ca. 60 V stand (nachgemessen). - Das Gehäuse der Waschmaschine ist ja mit dem Schutzleiter verbunden, und dieser war in dem alten Haus mit dem Nullleiter verbunden anstatt - wie es sich gehört - mit einem lokal tatsächlich geerdeten Potential wie den Wasserleitungen.

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Kommentar von wombatsupply123
30.03.2016, 14:07

Ich bin einfach mal von einer korrekten Installation ausgegangen und bei dieser ist eine klassische Nullung relativ ungefährlich. Ich möchte sie trotzdem nicht im Haus haben.

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Bei der klassischen Nullung wird der Neutralleiter und der Schutzleiter zusammen in eine Ader geführt. Wenn du nun eine Steckdose hast und diese nur mit 2 Adern angeschlossen ist, dann kann diese Steckdose nicht über einen RCD abgesichert sein.

Wenn nun der Neutralleiter unterbrochen wird, dann kann es passieren, dass die komplette Spannung auf dem Gehäuse anliegt und das nichts auslöst.

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da ist N und erde gebrückt bei der steckdose und gefährlich wird es erst wenn der N unterbrochen ist.dann hast bei fehler die volle netzspannung am gehäuse anliegen

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Die Schutzart "klassische Nullung" ist nicht mit FI-Schalter kompatibel.

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