Wie diskutiert man mit exrem religiösen Menschen über wissenschaftl. Themen?

46 Antworten

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Es geht nicht.

Religiöse Menschen argumentieren logisch korrekt. Deswegen kannst du sie nicht widerlegen und auch nicht sinnvoll mit ihnen diskutieren. Wenn du von ihren Voraussetzungen ausgehst, dann ergibt alles was sie sagen einen Sinn. Der Unterschied zwischen ihnen und dir sind eben diese Voraussetzungen. Während du dich auf Beobachtung und Erfahrung verlässt, glauben sie an einen Schöpfer. So lange du ihnen das nicht ausreden kannst, habt ihr keine gemeinsame Ausgangsbasis und ihr könnt unmöglich vernünftig miteinander diskutieren.

Vielleicht wird es mit ein paar Beispielen deutlich:

Wenn zwei Menschen darüber diskutieren, ob man in allen deutschen Städten Tempo 30 einführen sollte oder nicht, dann haben im Grunde beide die selben Ziele: Weniger Verkehrsunfälle, weniger Abgase, besserer Verkehrsfluss, etc. Sie sind sich nur uneinig darüber, wie man das am besten erreicht. Unter diesen Voraussetzungen kann man vernünftig diskutieren, man kann Fakten vorlegen die den eigenen Standpunkt untermauern, u.s.w.

Wenn jetzt aber ein dritter dazukommt, der behauptet dass Verkehrsunfälle nicht schlimm sind, weil es eh zu viele Menschen gibt, dass der Klimawandel frei erfunden ist und dass ein guter Verkehrsfluss nur dazu führt, dass die Leute noch gehetzter unterwegs sind, dann kann man mit diesem dritten Teilnehmer einfach nicht diskutieren, weil eine gemeinsame Ausgangsbasis fehlt. Das ist vielleicht frustrierend, weil man ihn auch gerne überzeugen würde, aber unter diesen Voraussetzungen geht es nicht. Man müsste ihn erst dazu bringen, seine Zielsetzungen zu ändern, aber da wird es mit rationalen Argumenten meistens schwierig.

Bravo! In einem Wust von teilweise sehr emotionalen Stellungnahmen endlich eine, die auf die eigentliche Ursache der Aussichtslosigkeit diesbezüglicher Diskussionsversuche hinweist.

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@Stoeckl

Religiöse Menschen argumentieren logisch korrekt.

Was hat deren Argumentiererei mit Logik zu tun? Seit Jahren sammele ich Paradoxie ihrer Argumente. Das Ergebnis ist erschreckend.

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@Stoeckl

Ich finde die Argumentation trotzdem nicht ganz stichhaltig.

Immerhin dürfte man in der Diskussion doch das gemeinsame Interesse haben, die Wahrheit zu erkennen und dabei mit logisch aufgebauten Argumenten vorzugehen.

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Du hattest bisher einfach die falschen Diskussionspartner.

Es gibt durchaus Gläubige Menschen mit denen man darüber vernünftig diskutieren kann. John Lennox ist einer davon, er hält manchmal auch Vorträge an deutschen Unis in deutscher Sprache und steht den Studenten mit Rede und Antwort für eine Diskussion zur Verfügung. Schau dir einfach mal folgenden Vortrag von ihm an und schreib ihm ne Mail, wenn dir sein Vortrag gefällt:

http://www.youtube.com/watch?v=yjBGhBduBqs

Es gibt durchaus Gläubige Menschen mit denen man darüber vernünftig diskutieren kann. John Lennox ist einer davon

Ist er nicht. In seiner Diskussion mit Richard Dawkins ging es großteils um seinen persönlichen Unglauben. Und auch danach hat er nicht dazu gelernt...

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@DarkSepia

Bei dir ist es doch klar, daß für dich Diskutieren "zum Atheismus konvertieren" bedeutet, insofern ist deine Aussage irrelevant.

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@Wirkungsquantum

Bei dir ist es doch klar, daß für dich Diskutieren "zum Atheismus konvertieren" bedeutet

Falsch.

insofern ist deine Aussage irrelevant.

non sequitur

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Hallo, um deine Frage zu beantworten fang ich erstmal mit einem beispiel an wenn ein Mathematiker sagt 1+1=3 und das richtig ausschmückt und ein Grundschulkind sagt nein 1+1 =2 wird der aufrichtige betrachter erkennen das 1+1 =2 ist deswegen ist es unnötig erst zu versuchen mit einem MUSLIM zu diskutieren denn er hat die Warheit auf seiner seite und um diese Aussage zu kräftigen kopiere ich nochmal 1 beweis aus dem heiligen qur´an :

Noch nein! Wenn er nicht davon ablässt, werden Wir ihn gewiss ergreifen bei der nasiyah (Vorderseite des Kopfes), der lügenden, sündigen nasiyah! (Quran, 96:15-16) Wenn wir an der Vorderseite des Kopfes in den Schädel blicken, finden wir die präfrontale Zone des Grosshirns. Ein Buch mit dem Titel Essentials of Anatomie & Physiologie schreibt über diese Zone:"Die Motivation und die Voraussicht, Bewegungen zu planen und durchzuführen, trifft man im vorderen Teil des frontalen Gehirnlappens, der präfrontalen Zone. Dies ist die Region der Assoziationsrinde…"

In dem Buch steht auch: "Verbunden mit ihrer Einbeziehung in die Motivation, glaubt man, dass die präfrontale Zone das funktionelle Zentrum der Aggression darstellt…" Also ist diese Zone des Grosshirns für die Planung, Motivation und Ausführung guten und sündhaften Verhaltens zuständig. Und sie ist zuständig für das Lügen und das Sprechen der Wahrheit. Folglich ist es angebracht, die Vorderseite des Kopfes als lügend und sündig zu beschreiben, wenn jemand lügt oder eine Sünde begeht, wie der Koran sagt: "...der lügenden, sündigen nasiyah (Vorderseite des Kopfes)!" Mfg

Die Erfahrung habe ich auch schon oft gemacht und bezeichne daher Gläubige als einfach nur stur. Du als "wissenschaftlich" argumentierender Mensch würde sich ja schließlich auch von einer anderen Sicht der Dinge überzeugen lassen, wenn es sachlogisch ist. Aber mit Gläubigen macht das keinen Sinn. Die wollen sich gar nicht überzeugen lassen und wollen bei Ihrer Sicht bleiben. Ohne wenn und aber. Ich finde das sehr sehr traurig und frustrierend, weil es sinnlos ist. Ich meine, die Religionen enwickeln sich nicht fort und beharren auf etwas, was man durchaus infrage stellen kann.

Wenn du davon ausgehen würdest, dass Gott der allmächtige Schöpfer ist und alles erschaffen hat, dann würdest du dich auch nicht von der Ansicht abbringen lassen, dass er ebenfalls den Menschen erschaffen hat. Da können noch so gute Argumente kommen. Die Argumentation des Gläubigen ist formal logisch korrekt: Wenn Gott alles geschaffen hat, dann muss er zwangsläufig auch den Menschen geschaffen haben.

Das ist der Grund, wieso man an den Gläubigen verzweifelt. So lange man sie nicht dazu bringt, ihren Glauben abzulegen, kann man sie unmöglich von etwas überzeugen, das aus ihrer Sicht allen Gesetzen der Logik widerspricht.

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@Serienchiller

Wenn du davon ausgehen würdest, dass Gott der allmächtige Schöpfer ist und alles erschaffen hat

Das glaube ich auch. Aber dazu muss ich keiner bestimmten Glaubensgemeinschaft angehören. Problematisch finde ich, dass in den Krichen jemand vorgibt, was man zu glauben hat und sich seines eigenen Verstandes nicht bedienen darf. Die meisten Gläubigen wollen nicht sehen, dass sie sich in einem Netz befinden und Ihnen Ihre Umwelt dan "Glauben" aufdrückt. Sich das einzugestehen wäre für mich jedenfalls mal ein Indiz zu zeigen, dass man selbst nachdenkt und nicht einfach irgendetwas nachplappert.

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Vielleicht solltest Du nicht versuchen, denen den Koran madig zu machen, sondern das Ganze als Herausforderung sehen, wirklich gut für "Deine Sache" zu argumentieren.

Du könntest Deine Diskussionspartner fragen, wie sie sich die Existenz von verschiedenen Fossilien erklären, mit gezielten Züchtungen beispielsweise von Hunden argumentieren etc. pp. Dazu muss man sich natürlich ein wenig in die Materie einfuchsen, was aber den Vorteil hat, dass man sich so ungemein weiterbilden kann. In den Zeiten des Internets leichter denn je, und auch leichter, schon mal vorab Kreationisten-HPs abzuchecken, um auf Gegenargumente vorbereitet zu sein.

Und die Diskussion um den Koran ist ein anderes Thema, in das Du Dich natürlich genau so einlesen und eindenken kannst. Ich würde aber nicht beides leichtfertig vermengen und es im Zweifel (ausnahmsweise mal) mit Friedrich Nietzsche halten:

Das wahre Helden- und Meisterstück des guten Menschen liegt nicht darin, dass er die Sache angreift und die Person fortfährt zu lieben, sondern in dem viel schwereren, seine eigene Sache zu verteidigen, ohne dass man der angreifenden Person bitteres Herzeleid mache und machen wolle. Das Schwert des Angriffs ist ehrlich und breit, das der Verteidigung läuft gewöhnlich in eine Nadel aus.

(Menschliches, Allzumenschliches II, Aphorismus 55)

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