Wer ist in Wirklichkeit der treue und verständige Sklave?

4 Antworten

Das ist ja kein isolierter Vers, das ist Teil eines Gleichnisses.

In Mt 24/25 stehen eine ganze Reihe von Gleichnissen mit dem Thema: Warten auf Jesus. Ein treuer und zuverlässiger Sklave ist jemand, der so wartet, wie wir es tun sollen. Am deutlichsten wird, was man nicht tun soll:

  • Denken, dass es noch lange dauert, bis Jesus kommt, und man deshalb tun kann was man möchte, statt sich an den Auftrag zu halten.
  • Andere Diener schlagen, also nicht in Demut die Anderen höher achten als sich selbst, sondern zu meinen, alles besser zu wissen und diejenigen, die eine andere Erkenntnis haben, verteufeln oder gar verfolgen.
  • Sich ein gutes Leben machen, statt dem Herrn zu dienen.

Das gilt natürlich besonders für Kirchenführer. Die Parole auszugeben: "Ihr könnt euch Zeit lassen, bis Jesus kommt dauert es noch lange", oder zu sagen "wir haben duie Wahrhit, wer immer auch etwas anderes sagt, liegt falsch und kann nur vom Teufel sein" oder gar "Wasser predigen und Wein trinken", das zeigt einen unzuverlässigen Sklaven.

Wobei selten eine Kirchenleitung alle drei Merkmale zeigt. Bei den ZJs ist es vor allem der zweite Punkt, der zutrifft.

Danke, dass du das so schreibst:

sondern zu meinen, alles besser zu wissen und diejenigen, die eine andere Erkenntnis haben, verteufeln oder gar verfolgen

Wenn du dich dann auch noch selbst daran halten würdest, wärst du schon fast ein Christ.

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@verreisterNutzer

Nun, wenn jemand bessere Argumente hat als ich, dann lasse ich mich überzeugen. Letztens in einem Punkt sogar von einem Atheisten ...

Aber da, wo ich mich gründlich informiert habe, und wo ich feststellen muss, dass der Gesprächspartner weniger weiß als ich, da bin ich nur schwer zu überzeugen. Und wenn dann noch jemand (ich denke gerade an einen anderen ZJ als du) immer nur mit Sprüchen kommt, als wüsste er es besser, aber erkennbar nichts dahinter ist, dann fahr ich schon mal aus der haut ...

Ich sage also nicht, dass alles was ich sage stimmen muss. Auch nicht, dass meine Kirche immer Recht hat. Eine gute Kirche weiß, dass sie nicht in allen Punkten richtig liegen kann und dass ein Dialog mit anderen Kirchen hilfreich sein kann.

Dass ich persönlich noch Nachholbedarf in Sachen christlicher Demut habe, das stimmt leider ...

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@helmutwk

Das mit der Demut geht uns allen so. Aber vielleicht siehst du dann auch ein, dass echte Christen nicht hier auf der Platform sind, um zu streiten, oder gegen andere zu hetzen, denn ein Sklave Gottes hat das nicht nötig. (2.Timotheus 2:24)

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@verreisterNutzer

Christen sollen aber für den ein für allemal überlieferten Glauben kämpfen (Judas V.3). und dazu gehört natürlich auch, dass wenn jemand etwas nachweislich falsches sagt, diese Lüge aufzudecken. Das ist keine Hetze.

Im Übrigen: Ich halte mich zu einer Kirche, die noch nie andere wegen ihres Glaubens verfolgt hat.

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@verreisterNutzer
Also doch eine unfehlbare Kirche?

Sie hat einen Fehler nie gemacht. Und gerade die Baptisten in D wissen, dass sie nicht unfehlbar sind, dazu muss man nur an ihre Haltung im sog. "3." Reich denken.

Außerdem geht es bei unfehlbar darum, ob die Dogmen/Bibelauslegungen stimmen.

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@helmutwk

Diesen Fehler haben die Zeugen zum Glück nicht gemacht.

Die Auslegung ist immer auch praktisch zu betrachten, wie sie gerade hilft, das Leben jetzt in diesem Augenblick zu bewältigen. Die Israeliten irrten 40 Jahre in der Wildnis... Und machten dabei die eine oder andere Kehrtwende. Trotzdem leitete aie Gott.

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@verreisterNutzer
Die Auslegung ist immer auch praktisch zu betrachten, wie sie gerade hilft, das Leben jetzt in diesem Augenblick zu bewältigen.

Es gehrt darum, ob sich eine Kirche als unfehlbar sieht, oder ob sie bereit ist, im Dialog mit anderen Kirchen von denen zu lernen.

Was hat die WTG von anderen Kirchen gelernt? Ist sie dazu bereit?

Die Israeliten irrten 40 Jahre in der Wildnis...

Dazu waren sie verdammt, weil sie sich geweigert hatten, das gelobte Land zu erobern - daraufhin mussten sie in der Wüste sterben und die Eroberung der nächsten Generation überlassen.

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Wir sind alle hier zum Dienen, jeder nach seinem Rang.

Wir haben alle nur die Macht des Blühens.

Was man einem andern gibt, gibt man sich selbst.

Und welchen Rang hat dieser Sklave? Ist das ein niedriger Rang? In Vers 47 steht

Ich versichere euch: Sein Herr wird ihm die Verantwortung für seinen ganzen Besitz übertragen.

Und auch heute trägt dieser Sklave viel Verantwortung über die Dienerschaft

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@verreisterNutzer

Jeder, egal welche Stellung/Beruf jemand im Weltlichen hat. Er sollte im Spirituellen Diener sein. Zum besten, edelsten Wohle und Gelingen aller Situationen. Dann ist es gerecht im Sinne von Gott und all eins sein.

Wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. Sich erniedrigen, bedeutet, nicht ichhaft sein u Vorteile nehmen, sondern geben zum Gelingen.

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Es geht darum, ob wir auf die Rückkehr Jesus warten, und uns an seine Gebote halten und uns auch um die anderen Gläubigen und Menschen kümmern, oder ob wir nur unsere eigenen Ziele verfolgen, um im Wohlstand und in Saus und Braus zu leben, weil wir nicht glauben dass er wieder kommt.

Gott aber, wird er nicht seinen Auserwählten Recht schaffen, die Tag und Nacht zu ihm rufen, wenn er auch lange zuwartet mit ihnen? Ich sage euch: Er wird ihnen schnell Recht schaffen! Doch wenn der Sohn des Menschen kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden?

Lukas 18:7‭-‬8 SCH2000

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Es stimmt, die Worte beziehen sich auf die Zeit von Jesus Wiederkunft. Es geht aber auch um Verantwortung über eine Dienerschaft und um das Verteilen von geistiger Speise. Jesus sagte: Der Mensch soll nicht von Brot allein leben (Matthäus 4:4)

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Das ist eine Parabel oder Gleichnis. Dieser Sklave existiert nicht, genau wie der Hausherr auch nicht. Das geht deutlich aus den Worten Jesu hervor:

(Matthäus 24:47) . . .Ich versichere euch: Sein Herr wird ihm die Verantwortung für seinen ganzen Besitz übertragen. . .

Wenn Jesus also versichert, dass dieser Herr ihm die Verantwortung über seinen Besitz überträgt, kann damit schon mal nicht Jesus gemeint sein. Er delegiert nicht.

Was versteht man also darunter: Der Zusammenhang gibt die Antwort:

(Matthäus 24:43, 44) . . .Eins ist klar: Wenn der Hausbesitzer weiß, zu welcher Zeit der Dieb kommt, dann bleibt er wach und lässt ihn nicht bei sich einbrechen. 44 Deshalb: Haltet auch ihr euch bereit, denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr nicht damit rechnet.

Hier gibt Jesus selbst die Antwort: All diese Personen die hier erwähnt werden, veranschaulichen die Notwendigkeit der Wachsamkeit

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung
Wenn Jesus also versichert, dass dieser Herr ihm die Verantwortung über seinen Besitz überträgt

Das bezieht sich doch, wie andere Gleichnisse (z.B. das von den "Talenten" in Mt 25,14-30) zeigt, auf die Belohnung bei Jesu Rückkehr. Insofern würde ich schon sagen, dass es solche "Sklaven" gibt - nur erhalten sie die gehobene Stelle erst nach Jesu Rückkehr.

Der ganze Besitz ist natürlich nicht wörtlich zu nehmen, schon allein deshalb, weil es mehr als einen treuen Sklaven gibt ...

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@helmutwk

Ja, der Sklave steht für den wachsamen Nachfolger Christi. Das wird deutlich, wenn Jesus über den bösen Sklaven spricht

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