Welche DDR - Bürger durften ins westliche Ausland reisen?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wieder mal ein heilloses Durcheinander hier! 1. Die Reiseregelungen wurden in den 40 Jahren der DDR sehr unterschiedlich gehandhabt, darum muss man mir irgendwelchesn Aussagen sehr vorsichtig sein. Heute werden leider immer die negativen Parts herausgegriffen und diese auf 40 Jahre DDR verallgemeinert 2. Man kann grob sagen, dass die Reisebedignungen zum ENDE der DDR immer weiter gelockert wurden. 3. Aber auch schon in den 50er Jahren gab es die Möglichkeit in den Westen zu Reisen (Tauwetterperiode, offene Grenzen in Berlin usw.). Man kann also nicht ein pauschales Urteil bilden, es kommt immer auf die Zeit und den Umstand an. Hier ein paar Beispiele: 50er Jahre ... unsere Fußballmännermannschaft (Kreisklasse) durfte zu einem Freundschaftsspiel nach Salzgitter, genau wie umgekehrt. Rentner durften ab den 70ern frei reisen. Wissenschaftler, Sportler, Journalisten, Politiker durften erleichtert reisen. Privatpersonen zu Familienfeiern, Hochzeiten und Trauerfeiern auf Einladung. In den 80ern war es sogar erwünscht, dass Städtepartnerschaften und gegenseitige Besuche durchgeführt wurden. Auch ganze Brigaden konnten Projektbezogene "Kulturreisen" unternehmen. Wurde natürlich vorab geprüft und über jeden Einzelfall entschieden, man kann also keine pauschale Antwort geben. Und ggf. ist auch die Formulierung der Frage falsch, grundsätzlich war es nicht verboten zu reisen (wüsste auch nicht dass dies irgenwo gesetzlich verankert war), man benötigte jedoch ein (Aus-)Reisevisum, und das wurde halt, was westliches Ausland betrifft sehr "sprärlich" vergeben, da es sich hierbei laut Staatsdoktrin um den "Klassenfeind" handelte. Wer also schreibt wer linientreu war durfte reisen, wer nicht durfte nicht reisen, macht es sich etwas einfach!!!

bigheizer - DH! Hier wird schon auch noch irgendwann sachliche Vernunft einziehen! Aber solange die historische Aufarbeitung von Leuten beherrscht wird (Eppelmann, Gauck & Co.), die zugegebenermaßen persönlich wahrscheinlich übelste Erfahrungen gemacht haben, solange überwiegt eben das Siegergrinsen bei diesen Fragen!

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@Reisswolf53

Ich bin tief beeindruckt, so eine kompetente, ausführliche und auch interessante Antwort erhält man selten. DH, bigheizer!!!

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Auch wenn die Frage schon 6 Jahre alt ist.

Mein Onkel durfte damals Beginn Ende der 70er Jahre problemlos uns im Westen besuchen. Erst 1 x im Jahr und später kam er regrlmäßig zu Besuch.

Ab den 80er Jahren auch mit seiner Frau und Trabbi.

Für die beiden war es fast selbstverständlich wie für uns uber die Grenze die Fsmilie zu besuchen.

Es gab klare Ausnahmen woran das lag kann ich nicht beurteilen

In der BRD "verbliebene Rentner" hatten für die DDR den Vorteil, dass der Staat nicht (mehr) für deren Wohnung und Lebensunterhalt zahlen musste. Deshalb bekamen die auch relativ problemlos Ausreisevisa.

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