Restaurant in der DDR?

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6 Antworten

Grundsätzlich war keinem DDR Bürger der Beusch eines Restaurants verboten.
In Einzelfällen gab es Regelungen wonach einem Gast ein Tisch zugewiesen wurde, sofern einer frei gewesen ist..

Nun herrschte in der DDR sicher Mangel, ein Mangel an Restaurants gab es hingegen nicht.
Was es gab war eine unterschiedliche Versorgung der HOG's. Manche wurden besser beliefert als andere.
Das führte u.U. zu dem beschriebenen Ereignis, das einzelene Restaurants überlaufen waren.

"Herr Ober, haben sie keine Schnitzel?"
"Wir haben keine Kottlets, keine Schnitze gibt es nebenan."

Dein Lehrer will sich wohl die alte gute Zeit "ablauschen" ;-))

Ein Schnitzel mit Kartoffeln und Gemüse kostete 3,50 M (Mark der DDR) und für ein 0,33er Pilsner musste man glaube ich 61 Pfennige zahlen.

Alles andere war wie heute auch, außer, dass man gute Restaurants vielleicht daran erkannte, dass man platziert wurde, wegen des großen Andrangs. Das heißt, dass es im Eingangsbereich eine Wartezone gab und man da von einem Kellner abgeholt wurde, sobald ein Tisch frei war.

Internationale Küche gab es meistens nur in den großen Hotelrestaurants. Ausländische Restaurants, wie es sie heute gibt, griechische, türkische, französische oder mexikanische z. B. bzw. alles, was westlich war, gab es nicht.

Dafür gab es in jedem Dorf mindestens eine Kneipe aber meistens mehrere. Da bekam man auch mal eine Bockwurst mit Brötchen für 95 Pfennige oder eine Fleischbrühe mit Brötchen für 35 Pfennige.

Ich denke heute gerne noch an diese schöne Zeit zurück. LG

Keinem DDR-Bürger war der Restaurantbesuch verboten.

Allerdings konnte es vorkommen, dass man "platziert" wurde, weil großer Andrang war.

Und das Essen war wesentlich billliger als heute.

ob man da immer hinein durfte

Natürlich durfte man dort immer hinein.In angesagten Restaurants musste man vorher meistens einen Tisch reservieren.Ansonsten lief dort alles ab wie jetzt zum heutigen Tage.Es durfte dort auch geraucht werden,nur während der Mittagszeit (wenn ich mich recht entsinne) von 12.00 bis 14.00 Uhr war Rauchverbot.Essen und Trinken waren bei weitem nicht so teuer wie zum jetzigen Zeitpunkt.

ob man da immer hinein durfte

Erst, wenn man vor dem Eingang laut die Nationalhymne der DDR sang und die 10 Gebote der sozialistischen Moral und Ethik aufsagen konnte. 

Regeln gab es auch:

Bis 14 Jahre nur mit Pionierhalstuch, bis 25 Jahre nur im FDJ-Hemd, ab dann mit geschlossenem Anzug, kurz geschnittenen Haaren und Halbschuhen (Sandaletten waren verpönt).

Außerdem mussten zwei Bürgen (mindestens 30 Jahre alt mit mindestens 25 Jahren nachgewiesener Parteimitgliedschaft) für deine sozialistische Gesinnung garantieren (schriftlich!).

PeVau 18.05.2016, 23:47

Außerdem gab's als Besteck nur Hammer und Sichel und man musste beim Rausgehen die im Schnitzel versteckten Mikrophone wieder abgeben.

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Lazarius 19.05.2016, 00:09
@PeVau

Ha, ha. Ich stelle mir jetzt das Gemetzel vor ;-))

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beangato 20.05.2016, 14:50

@666Phoenix

Schreib das nächst mal dazu, dass Du es ironisch meinst.

Manche Leute glauben das sonst tatsächlich.

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666Phoenix 22.05.2016, 10:20
@beangato

beangato

Denkst Du, ich meine das ironisch??

Dann solltest Du mal genau hinschauen, wenn ich ironisch werde.

Das Problem ist, dass nicht nur "manche", sondern sehr viele Leute hier der Meinung sind, das sei ernst! Aber auch dafür habe ich im Land der Doofen und Deppen vollstes Verständnis!

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Meistens waren die Restaurants überfüllt und man kam nur durch Beziehungen rein oder man musste lange anstehen um einen Platz zu bekommen.

Huckebein 20.05.2016, 10:12

...und man kam nur durch Beziehungen rein

Woher weißt du das? Hattest du Beziehungen?
Dass man manchmal warten musste und platziert wurde, stimmt, wie schon dargelegt. 
Zu DDR-Zeiten war es finanziell erschwinglich für JEDEN, ein besseres Restaurant zu besuchen. Auch darin liegt ein Grund, dass man manchmal wegen Platzmangels Geduld haben musste, bis man platziert wurde.

Ich erinnere mich an Zeiten, wo wir jedes Wochenende ein gtutes Restaurant besucht haben und uns keine Gedanken darüber machen mussten, wovon wir danach unser Leben bestreiten sollten...

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