Durften sich Bürger der DDR auch Autos aus dem Westen kaufen?

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Ja, aber nicht alle und nicht einfach so, für Autos gab es in der DDR schließlich normalerweise lange Wartezeiten. Funktionäre der SED, VVN-Rentner, und Mitarbeiter der staatlichen Organge konnten Westfahrzeuge erwerben, außerdem war es möglich, sich von seinen Westverwandten über den Genex Geschenkdienst Westprodukte schenken zu lassen. Darunter waren dann nicht nur Konsumgüter aus dem Westen sondern durchaus auch Motorräder, Autos oder ganze Fertighäuser.

Als weiteres Detail kann ich noch auf die Volvos hinweisen, die allerdings nur ganz hohe Tiere sich kaufen durften (oder vermutlich als Dienstfahrzeuge gestellt bekamen) - erstaunlicherweise zogen sie diese den Zis, Tschajkas oder Tatras vor..

Hohe Tiere, ich falle um. Handwerker, Aerzte, Flaschenhaendler, Porzellanladen, alles in meiner Umgebung fuhren Volvo 242.

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Chefkommentator Karl-Eduard von Schnitzler widmete sich im Sinne der SED-Propaganda einzelnen Ausschnitten von Sendungen des Westfernsehens und stellte dabei den kapitalistischen Westen als Verbrecherstaat dar... Anschließend fuhr er regelmäßig mit seinem Daimler Mercedes Benz durch gewisse geheime Schlupflöcher nach West-Berlin ins KA DE WE einkaufen...da man ihn dort des öfteren gesichtet hatte sogar fotografiert hatte ... Er nahm wohl an . das man ihn in West Berlin nicht erkennen würde ...Tja falsch gedacht, denn man konnte die DDR Sender 1. Ost und 2. Ost auch im Westen empfangen, wo er seine Hetzpropaganda auf das westliche Regime machte...

Loewenthal lies sich nicht in Ostberlin sehen, der Pedant von Schnitzler war keinen Deut besserr. Kalter Krieg, auch hier noch.

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Vielleicht noch eine Ergänzungsfrage: Wie war das mit den Gebrauchtwagen? In der Tschechoslowakei gab es auch diese Möglichkeit.

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