Durften sich Bürger der DDR auch Autos aus dem Westen kaufen?

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12 Antworten

Ja, aber nicht alle und nicht einfach so, für Autos gab es in der DDR schließlich normalerweise lange Wartezeiten. Funktionäre der SED, VVN-Rentner, und Mitarbeiter der staatlichen Organge konnten Westfahrzeuge erwerben, außerdem war es möglich, sich von seinen Westverwandten über den Genex Geschenkdienst Westprodukte schenken zu lassen. Darunter waren dann nicht nur Konsumgüter aus dem Westen sondern durchaus auch Motorräder, Autos oder ganze Fertighäuser.

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Kommentar von Torrnado
10.11.2015, 03:42

kaum zu glauben.....

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Zumindest der Golf 1, irgendein Mazda (323?) und der Citroen GS wurden offiziell in die DDR überführt & konnten dort gekauft werden, allerdings zu sehr hohen Preisen & das auch nur für "verdiente" Bürger.

Über die Genex (Palatinus AG) konnten sich Bürger der DDR auch ohne politische Beziehungen, aber über Westverwandtschaft auch Autos wie den Ford-Orion, den Peugeot 309 oder auch den damaligen BMW 318i der E30 Baureihe schenken lassen.

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Der "normale" DDR-Bürger hatte praktisch keine Chance auf ein Westauto. Dafür war man aber schon mit einem LADA aus Russland der ganz große Held und hatte ein Ansehen, wie hierzulande Porschefahrer.

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In den 80er Jahren wurden auch Westwagen importiert (mein Arbeitskollege besaß z. B. einen der ersten VW Golf), aber nur in geringer Stückzahl und dann auch sehr teuer.

Zudem gab es schon zuvor Autos, die mit Westlizenz gebaut wurden, so den "Dacia" (Lizenz von Renault) oder den "Polski Fiat" (Lizenz von Fiat).

Über Genex konnte man sich m. E. auch so einen Wagen schenken lassen.

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Ging, aber nur für manche.

Zusätzlich zum Neuwagenerwerb über den VEB IFA-Vertrieb bestand auch die Möglichkeit, ein Fahrzeug über das Unternehmen Genex zu erhalten, wobei hier auch westliche Modelle wie Fiat Uno, Renault 9 GTL, Ford Orion und VW Passat verfügbar waren. Dies war aber nur im Rahmen einer Schenkung von Bürgern der Bundesrepublik an Verwandte und Bekannte in der DDR möglich, oder eingeschränkt für die wenigen Bürger, die über ein „Genex-Konto“ verfügten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Verf%C3%BCgbarkeit_von_PKW_in_der_DDR

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Als weiteres Detail kann ich noch auf die Volvos hinweisen, die allerdings nur ganz hohe Tiere sich kaufen durften (oder vermutlich als Dienstfahrzeuge gestellt bekamen) - erstaunlicherweise zogen sie diese den Zis, Tschajkas oder Tatras vor..

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Naja heute dürfen sie es. Außerdem gab es den Wartburg Tourist 353 zuletzt auch mit dem VW Motor aus dem Golf 1 also ein 4 Takt

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Kommentar von PatrickLassan
10.11.2015, 07:50

Naja heute dürfen sie es.

DDR-Bürger gibt es seit 25 Jahren nicht mehr.

PS: Den Trabant gab es am Ende auch mit einem VW-Motor,

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In den vielen Jahren, die ich als Fernfahrer unterwegs war, sah ich mehrmals einen wunderschönen Mercedes-Veteranen (Typ weiß ich nicht) mit DDR-Kennzeichen. WIE der Fahrer an den Apparat gekommen ist, hätte mich sehr interessiert.

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in den frühen Jahren der DDR konnte man auch Westfahrzeuge von "Westverwandten " erben.

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Vielleicht noch eine Ergänzungsfrage: Wie war das mit den Gebrauchtwagen? In der Tschechoslowakei gab es auch diese Möglichkeit.

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Nein, das war unmöglich!

Man durfte sich von einem Bundesverwandten, ein Auto über GENEX schenken lassen!

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