Was wäre, wenn Hitler im Jahr 1944 gestorben wäre?

10 Antworten

Die Chancen der Verschwörer, nicht verhaftet und hingerichtet zu werden, wären auch ohne Hitler gering gewesen.

Am 13. Dezember 1934 hatte Hitler Göring zu seinem Nachfolger bestimmt. Wie stand Göring zu einer bedingungslosen Kapitulation? Am 18. März 1946 sagte er vor dem Internationalen Militärtribunal:

Solange mich ein Gegner damit bedroht, dass er nur eine bedingungslose und völlig bedingungslose Kapitulation fordert, kämpfe ich bis zum letzten Atemzug, weil mir doch nichts anderes übrig bleibt, als nur noch die Chance, unter Umständen das Schicksal zu wenden, selbst wenn es hoffnungslos erscheint.

Und am 31. August 1946:

Als er [der Krieg] ausgebrochen war, tat ich alles, den Sieg zu sichern.

Angesichts der alliierten Übermacht war die deutsche Niederlage unvermeidbar. Göring erhoffte sich von den Westmächten einen Friedensvertrag und Unterstützung bei der Zurückdrängung der sowjetischen Armee.

Schwer zu sagen. Der Krieg währe wohl schneller zu ende gegangen (vorrausgesetzt nach Hitlers tot würde auch die Machtergreifung gelingen). Alles was danach passiert ist aber kaum zu bestimmen.

nach Hitlers tod könnte die Machtergreifung scheitern, Hitler als Märtyrer verklärt werden unter einen neuen Führer der weiter macht wie bisher jetzt aber noch Hitler als Märtyrer als Werkzeug hat.

Wen die Machtergreifung gelingt, währe es evt. zu einer Kapitulation gekommen. Das könnte aber auch bedeuten das Deutschlands schuld nie ganz aufgeklärt würde oder aber stark abgemildert kommuniziert würde.

Evt. enstende sogar eine 2te Dolchstoßlegende. Ähnlich wie nach den 1WK könnte das zu folgespannungen führen.

Auch darf man nicht vergessen das Staufenberg und co. für die Monarchie waren und keinesfalls Demokraten auch da hätte die Gesichte einen ganz anderen verlauf nehmen können.

Europa würde heute aber sicher anders ausehen, wie ist schwer zu sagen.

Darueber kann weitausgreifend diskutiert werden.

Die Schwierigkeiten lagen darin, erst einmal die Macht in die Haende der Gruppe Goerdeler zu bekommen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen_Walk%C3%BCre

Wie schon gesagt, Himmler seine SS, Goehring seine Luftwaffe und dazu noch Doenitz mit der Marine, er war ja der letzte Stellvertreter und wurde trotzdem in Karlshorst nicht zu den Kapitulationsabwicklungen zugelassen, das machte Keitel.

Diese Machtmenschen z.B. waren keine Umstuerzler, somit war der Ausgang des Attentats in der Wolfsschanze dann lange noch nicht zu Ende.

Es waere versucht worden mit den Westmaechten einen Deal auszuhandeln, der allerdings nach den Erkenntnissen mit Inhaftierung von Hess in England nicht funktioniert haette. Dann war da Stalin, der ohnehin kein Entgegenkommen fuer den Putsch gezeigt haette.

https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article155246845/Handelte-Rudolf-Hess-im-Geheimauftrag-Hitlers.html

Somit kaeme nur die bedingungslose Kapitulation, wie gehabt, in Frage, allerdings koennten dadurch noch eine unbekannte Anzahl Buerger gerettet werden und die Endkaempfe um Berlin vielen dann ja auch weg.

Alles hypothetisch und schwer zu beurteilen, man sieht es ja an den Stalinnoten, was da zwischen Vorschlag und das letztliche Ergebnis, bei herauskommen kann?

Woher ich das weiß:Recherche
Goehring

Goethe mit h, aber Göring ohne.

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@geschichtsnebel

Das ist richtig, allerdings haettest du noch eine Meinung hier einstellen koennen.

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Ich denke, dass es nicht entscheidend für eine Änderung der Geschichte gewesen wäre, ob Hitler gestorben wäre (der Attentäter hieß übrigens Stauffenberg - mit zwei "f"), sondern ob es den Verschwörern gelungen wäre, die Operation "Walküre" in Kraft zu setzen.

Hierbei sollten einige führende Repräsentanten des Regimes verhaftet und eine provisorische Regierung eingesetzt werden die Friedensverhandlungen mit den Alliierten zum Ziel hatte.

Die gesamte exekutive Gewalt lag aber weiterhin in den Händen der Nazis. SS-Reichsführer Himmler hatte praktisch die oberste Kommandogewalt über die gesamte Polizei und auch die Vernetzung der Verschwörer in die Wehrmacht hinein war jetzt nicht so intensiv, dass man sofort einen Kurswechsel hinbekommen hätte können.

Ich möchte mich nicht in Wahrsagerei in Sachen Vergangenheit üben, aber ich halte ein Scheitern des Aufstands durchaus für möglich, denn an der Spitze von Partei, SS, Wehrmacht, ziviler und militärischer Verwaltung standen in zweiter Reihe auch sehr skrupellose Nazis, die durchaus in der Lage gewesen wären, das Regime weiterzuführen.

Himmler, Bormann, Jodl und Goebbels hätten sich im besten Fall derart in die Haare bekommen beim Versuch die Macht an sich zu reißen, dass das Land daran zugrunde gegangen wäre.

Hätte Göring als designierter Nachfolger kein Interesse an der Macht gehabt?

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@geschichtsnebel

Göring war zu diesem Zeitpunkt bereits schwer suchtkrank und hatte weder großen Rückhalt in der Partei noch in der Wehrmacht. Seine Konkurrenten Himmler, Bormann und Goebbels waren meiner Einschätzung nach wesentlich skrupelloser und durchsetzungskräftiger als dieser goldbetresste "Fettsack" mit Reichsmarschallsstab.

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Der Krieg wäre hoffentlich zeitiger zu Ende gewesen, heute wäre es kaum anders vermute ich

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