Stauffenberg-Attentat

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Mit dem Attentat auf den Diktator, dessen Tötung beabsichtigt war, war der Versuch eines politischen Umsturzes in Deutschland verbunden. Ein Einsatzplan gegen innere Unruhen sollte in Umkehrung der von den Nationalsozialisten gedachten Zweckes gegen die nationalsozialistische Herrschaft gerichtet werden (Operation Walküre). Eine Gelegenheit zu öffentlichen Aufrufen wichtiger Mitglieder des Widerstandes wurde erhofft, um die Bevölkerung zu gewinnen. Die Tötung des Diktators war wichtig, um irgendwelche Bedenken wegen eines Eides auf dessen Person auszuschalten (in der Wehrmacht hatte manche eine schwankende und unentschlossene Einstellung gegenüber aktivem Widerstand) und eine Befehlskette zu durchbrechen.

Beweggründe waren:

  • Einschreiten gegen Verbrechen, die gegen Recht und sittliche Grundsätze verstießen (z. B. Unterdrückung und Verbrechen wie Massenerschießungen, Massaker an Juden und der Zivilbevölkerung allgemein, Massensterben von Kriegsgefangenen), das Gewissen gebot den Tyrannenmord

  • Rettung Deutschlands (patriotisch-nationales Motiv) vor einer Politik, die zum Scheitern führt (drohende und sich immer deutlicher abzeichnende Niederlage und danach zu erwartende Besetzung, Verlust von Gebieten, möglicherweise Aufteilung); die stark geschwundenen Aussichten, noch einen verhältnismäßig milden Frieden zu erreichen, waren Stauffenberg am 20. Juli 1944 klar

  • Einsatz gegen eine die Ehre schändende Pervertierung von Idealen

  • Wichtigkeit, ein Zeichen zu setzen, die Existenz eines anderen, besseren Deutschlands zu beweisen, das sich entschlossen gegen die nationalsozialistische Herrschaft stellt und durch Taten deren Sturz versucht (Henning von Tresckow im Sommer 1944 an Claus Schenk Graf von Stauffenberg: „Das Attentat muß erfolgen, côute que côute [koste es, was es wolle]. Sollte es nicht gelingen, so muß trotzdem in Berlin gehandelt werden. Denn es kommt nicht mehr auf den praktischen Zweck an, sondern darauf, daß die deutsche Widerstandsbewegung vor der Welt und vor der Geschichte unter Einsatz des Lebens den entscheidenden Wurf gewagt hat.“)

  • Beendigung von Töten und Zerstören, Vermeiden weiterer Opfer von Krieg und Gewalt (Stauffenberg hatte das Empfinden, er könnte den Frauen und Kindern der Gefallenen nicht gut in die Augen sehen, wenn er nichts getan hätte, sinnlose Menschenopfer zu verhindern)

Eine Biographie in verschiedenen Ausgaben enthält ausführliche Darstellung:

Peter Hoffmann, Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seine Brüder. Stuttgart : Deutsche Verlags-Anstalt, 1992. ISBN 3-421-06533-0

Peter Hoffmann, Claus Schenk Graf von Stauffenberg : die Biographie. München : Pantheon, 2007. ISBN 978-3-570-55046-5

kürzer und kompakt ist:

Peter Hoffmann, Stauffenberg und der 20. Juli 1944. Original-Ausgabe. München : Beck, 1998 (Beck'sche Reihe : C. H. Beck-Wissen ; 2102). ISBN 3-406-43302-2

Er wollte von dem Ansehen, dass Deutschland im Ausland hatte, noch retten, was zu retten war. Sinngemäss hiess es : Das deutsche Volk wird für all die Verbrechen, die bis jetzt passiert sind, furchtbar leiden müssen... also sollte das Volk durch sein Verhalten nicht noch mehr Schuld auf sich laden und den Rest an Auslandsansehen halten...

oh - und es hätte natürlich den Krieg verkürzt und damit auch die Leiden auf allen Seiten...

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stauffenberg ist einer der helden des 3.reichs. er hat es gewagt, den massenmörder umzubringen. das hat leider nicht geklappt. deutschland wäre vieles erspart geblieben.

er erhoffte sich, daß durch den tod von H. der wahnsinn endlich ein ende hätte...

er wollte nur die macht. Es hätte garnichts geändert wenn er hit ler uumgebracht hätte. eine heldentat war das nicht

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