Was ist gefährlicher, ein Wildschwein oder ein Wolf?

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21 Antworten

Traditionell ist der Wolf nun mal böse.

Zig Kinderbücher zeugen davon, unheimliche Geschichten, Filme vom Werwolf als Top-Kandidat aller schlimmen Wölfe.

Der Wolf ist immer wieder "gerne" das Symbol einer lauernden Gefahr, einer Bedrohung aus den Tiefen des Waldes.

Wenn da jetzt auch noch tatsächlich live und in Farbe das ein oder andere Schaf gerissen wird - was ja eigentlich abzusehen war, quasi die Katze im Klarsichtbeutel - dann wärmt der Mensch gerne das Schreckensbild auf und zeigt es in die Runde.

Ein Keiler ist ohne Frage um einiges gefährlicher als ein Wolf.

In Wirklichkeit ist der Wolf sehr berechnend und muss sich seiner Sache wirklich sicher sein, dass sein Angriff für ihn selbst ungefährlich ist.

Ein Wolf ist lieber 1000 mal feige als ein mal tot.

Ein Schaf ist eine Beute, die der Wolf bedenkenlos jagt. Ein Mensch ist nicht wirklich auf dem Speiseplan des Wolfes.

Würde aber blöd klingen:
"Rotkäppchen und das böse Schwein".

In diesem Sinne: immer schön ausrotten!

Wobei das mit dem Schwein besser passen würde. In den Märchen, die von den Grimms übernommen wurden, war der Wolf stets eine Metapher. Bei Rotkäppchen beispielsweise als Warnung vor Vergewaltigung.

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@ohwehohach

korrekt - was seinem Ruf aber auch nicht zugute kam...

Eben das Sinnbild des Bösen.

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@PoisonArrow

Ja natürlich! Aber auch nur, weil Wildschweine zufällig keine Raubtiere sind :-)

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@ohwehohach

"... vor Vergewaltigung."

Ich weiß, heutzutage wird sehr viel sexuell konnotiert, so auch liest sich Wikipedia zu dem Märchen Rotkäppchen.

In unserer Familie erzählte Großmutter das Märchen als Allegorie auf das Jahr, wo Rotkäppchen die Sonne darstellt, die vom Winter (Wolf) verschlungen wird, aber dann vom Frühling, dem Jäger im grünen (sic!) Wams, erlöst wird. Die Szene, wo der Wolf im Bett der Großmutter liegt, stellt den Herbst dar, und der gefüllte Korb des Rotkäppchens den Sommer.

Das Rot des Käppchens steht für die Wärme der Sonne.

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Der Wolf könnte eben Menschen töten, weil er ihn als Beute sieht. Der Gedanke ist schrecklich.

Ein Wildschwein tötet aus versehen, und zur Verteidigung.

Aber du hast recht. Letztlich existiert aktuell keine Wahrscheinlichkeit vom Wolf getötet zu werden, ich glaub selbst wenn man sich ins Wolfsgehege werfen würde, würde man nur weg gebissen werden.

Ich denke die Ammenmärchen stammen aus den Zeiten der Hungersnöte, als alles Wild und viel Vieh den Wölfen weg gegessen wurde bis sie todhungrig waren. In der Regel kombiniert mit einem Krieg und vielen tot rumliegenden Menschen. Wölfe sind ja Aasfresser. Sicher nicht schön anzusehen.

Hierzulande verbrennt man Kadaver, früher putzten die Wölfe das verendete Vieh weg und tun das zur Zufriedenheit der Menschen anderswo auf der Welt immer noch. 

Hab schon Menschen böse über Wölfe ablästern hören, weil sie im Sommer in Dorfnähe nicht schell genug (erst am 2. Tag) ein totes Pferd wegputzen. Sie verlassen sich auf die Putzkolonie.

Nächste interessante Frage

Gibt es Hunde (kein Wölfe oder Halbwölfe) - wie z.B. einem Schäferhund, die gegen ein ausgewachsenes Wildschwein kämpfen und gewinnen können?

Also grade jetzt im Dezember/Januar sind die Keiler rauschig - da möchte ich keinem begegnen! Die sind in dieser Zeit recht aggressiv und gehen tatsächlich fast alles an, was nicht bei 3 auf dem Baum ist - könnte ja ein Konkurrent sein.

In der Regel gehen dir aber beide Arten aus dem Weg, wenn sie deine Anwesenheit bemerken. In der Regel werden sich aber auch beide Arten bis zum Äußersten wehren, wenn sie in die Ecke gedrängt um ihr Leben fürchten.

Was ist gefährlicher, ein Wildschwein oder ein Wolf?

Ein Wildschwein, würde ich behaupten.

Ich verstehe die Aufregung um Wölfe nicht. 

Wolf und Mensch verhalten sich zueinander wie Natur und Kultur, wie unbewusst Triebhaftes und bewusste Kultur.
Der Wolf drückt die animalischen und aggressiven Tendenzen aus.
Mit dem Wolf erinnern wir uns an die Ursprünge unserer Kultur, da der Mensch nicht nur einiges Verhalten vom Wolf gelernt hat, sondern sich auch als erste Bekleidung den Wolfspelz überwarf.

Der Wolf gilt gemeinhin bei Männern als Bild des Problems sexueller Beherrschung und rücksichtsloser Aggressivität. Er verbildlicht das sexuelle Verlangen, den Schatten der männlichen Sexualität.
Das macht vielen Angst. Diese Angst ist den meisten völlig unbewusst.

Es hat eine lange Geschichte und Tradition, dass der Wolf mit falschen Propheten und Ketzern, mit ungezügelter Aggression, mit Listigkeit, Habgier und Hungrigem verglichen wird. Das prägt! Und macht Angst.

Niemand würde auf die Idee kommen, Petitionen zu unterschreiben, dass Wildschweine aus den Wald verschwinden sollen

Durch den Eingriff des Menschen wurde die ganze empfindliche Struktur der Natur gestört. In der Natur hat alles seinen Platz und Sinn, auch wenn wir das noch lange nicht wirklich begreifen können. Einige Zusammenhänge wurden mittlerweile schon klar, deshalb auch soll der Wolf wieder angesiedelt werden, eben, weil erkannt wurde, wie wichtig er für das Gleichgewicht ist.

Passieren seltene und kleine Dinge mit dem Wolf, so wird das über die Medien groß und unnötig aufgebauscht.

Wildschweine werden durch die Zufütterung / Winterfütterung durch Jäger, damit der Wald zumindest etwas verschont bleibt, weil es zu viele Wildschweine gibt (Ungleichgewicht), und diese den Wald zu stark durchforsten und durchwühlen und zu vieles fressen. Jäger sehen darin allerdings Vorteile für sich und halten an den Fütterungen fest.
Die karren tonnenweise Mai, Rüben und Heu in die Wälder, um stets ein gefülltes Warenlager an jagdbarer Beute zu haben. Das heizt natürlich die Vermehrung der Tiere an.

In Wirklichkeit werden nur sehr sehr wenige Schafe oder andere Tiere von Wölfen gerissen.

Ganz genau, weil diese Tiere eben zu unseren Leben gehören. 

Das ist weise!

Da hat der böse Wolf ein Schaf gerissen. Upsss war ja doch ein Hund. 

Mitarbeiter des Senckenberg Museums für Naturkunde in Görlitz sammelten Kotproben und kamen zu dem Ergebnis, dass lediglich ein Anteil von 0,75% vereinzelter Haustiere in das Beutsprekturm des Wolfes fallen.

Wow, tolle Antwort!

Diese psychologische Sicht finde ich interessant! Was mich dabei etwas wundert ist nur, dass ja Wölfe garnicht geeignet sind, um ungezügelte Triebhaftigkeit zu symbolisieren. Viel eher Bonobos z.B. aber mit denen leben wir ja nicht zusammen. Wölfe leben meist mit einem Partner dauerhaft zusammen und kümmern sich kooperativ um ihre Jungen. Was hat das mit ungezügelten Trieben zu tun?

Ich glaube es ist auch die Schläue und Unabhängigkeit der Wölfe die vielen Menschen Angst macht. Und auch das Teamwork. Wir könnten sehr viel von den Wölfen lernen, wenn wir es nur zuließen! 

Die Wölfe weisen uns darauf hin, dass es gerade jetzt umso mehr darum geht, gemeinsame und kluge Entscheidungen zu treffen, um das Wohl der Gemeinschaft zu erhöhen.

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@Imago8

Wow, tolle Antwort!

Danke :-)

Diese psychologische Sicht finde ich interessant!

Die Geschichten um den Wolf sind sehr zahlreich und man kann durch die Beschäftigung damit viel Verständnis für den Menschen und sein Verhalten erlangen. Ja, wahrlich, sehr interessant, finde ich auch!

Was mich dabei etwas wundert ist nur, dass ja Wölfe garnicht geeignet sind, um ungezügelte Triebhaftigkeit zu symbolisieren.

Doch, die gibt es schon. Der Wolf im Schafpelz:

Wölfe sind innerhalb des Rudels liebevoll und respektvoll zueinander, gegenüber Eindringlingen jedoch sehr zurückhaltend, prüfend, und wenn ihnen jemand nicht passt - gnadenlos!
Das macht sie durchaus auf eine Art unberechenbar.
Weiter sind Aggressionen in unserer Gesellschaft verpönt. Diese aber zeigen Wölfe durchaus, z.B. wenn sie sich ständig bezüglich ihrem Platz im Rudel durchsetzen müssen.

Da die Sozialordnung im Wolfsrudel der Ordnung der Urmenschen sehr stark entsprach und Menschen und Wölfe die großen Wildtierherden auf ihren Wanderungen begleiteten, hatten Wölfe und Menschen schon sehr früh Kontakt. Es ist sogar anzunehmen, dass die Wolfsrudel den Menschen bei der Jagd als Vorbilder dienten.

Der Wolf steht symbolisch (nicht nur) für einen Führer und Lehrer.

Und siehe da:
Wölfe wurden durch gezielte Auswahl und Zucht, dank ihrer Anpassungsfähigkeit und ihren für den Menschen nützlichen Eigenschaften, zu beliebten Helfern im Menschenrudel.  ;-)

Einerseits bekämpfen wir ihn (Wolf-Führung-Demut), machen ihn harmlos (Hund) und andererseits wollen wir nicht ohne (Hund).

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@Imago8

Wir könnten sehr viel von den Wölfen lernen, wenn wir es nur zuließen! 

Mit Sicherheit! Genau! Unsere Angst davor hindert uns daran.

Die Wölfe weisen uns darauf hin, dass es gerade jetzt umso mehr darum geht, gemeinsame und kluge Entscheidungen zu treffen, um das Wohl der Gemeinschaft zu erhöhen

Sehe ich auch so! Aber wer hat schon so viel Weitsicht und Offenheit, auch Demut und Einsicht?  ;-)

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Man muss bei deiner Frage den Einzelfall sehen und sicherlich verstehst du darunter fuer den Menschen?

Ein angeschossener Wolf versucht immer zu fliehen.

Ein Wildschwein, da ist der Eber und die Bache, wenn sie Frischlinge fuehrt am gefaehrlichsten. 

Als Jaeger, zu schiessen vom Hochsitz, da ist alles OK, allerdings zur ebenen Erde greift das Schwarzwild an.

Selber habe ich aufgeschlitzte Gummistiefel gesehen und auch Hunde, die von diesen Tieren niedergemacht wurden.

Kurz und buendig, die Wildschweine sind gefaehrlicher fuer den Menschen, als der Wolf.

Da gebe ich dir schon Recht, dass die ganze Diskussion sehr irrational geführt wird, aber:

Einerseits gibt es in unserer Kultur eine tief verwurzelte Angst vor dem Wolf. Das führt noch auf eine Zeit zurück als der Wolf wirklich eine Gefahr war. Denn ein hungriger Wolf im Rudel kann auch dem Menschen sehr gefährlich werden. Wildschweine sind, wenn man ihnen nicht gerade im Weg steht, nicht gefährlich und leicht zu verscheuchen.

Andererseits entstehen ja auch vielen Bauern wirtschaftliche Schäden und der Jäger fühlt sich vom Wolf gestört. Diese betreiben Lobbyarbeit und schüren auch die oben angesprochenenen irrationalen Ängste vor dem Wolf.

Wölfe sind aber keine Kuscheltiere - es sind potentiell gefährliche Raubtiere, das sollte man nicht vergessen. Ich persönlich habe aber nichts gegen sie und freue mich schon darauf wenn Wolf und Bär in unseren Gefilden wieder heimisch werden.

Ich glaube dass diese tief verwurzelte Angst noch garnicht so alt ist, sondern erst entstand, als man anfing Wölfe auszurotten. Und nun ist er uns ein Unbekannter. Ein Fremder, den man nicht einschätzen kann. Klar macht das Angst. Aber das ist eigentlich nur Verunsicherung. Da hilft nur: kennenlernen!

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@Imago8

Naja, aus Sagen und Märchen fällt mir spontan kein Beispiel ein, in dem der Wolf positiv dargestellt wird. Andererseits stammt der Hund, ein treuer Begleiter des Menschens seit zehntausenden von Jahren, auch vom Wolf ab..

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Das ist ein merkwürdiges Argument, eine neue Gefahr mit einer bestehenden Gefahr begründen zu wollen. Mit der Begründung könnte man auch die inhaftierten Sexualstraftäter freilassen. Es laufen ja schließlich schon etliche von denen frei rum.

Der Wildschweinbestand beträgt in Deutschland mehrere Millionen - bei steigender Tendenz. Etwa 600.000 von ihnen werden jährlich geschossen.

Wölfe gibt es derzeit wohl etwa 600.

Wir können uns gerne noch mal über das Thema unterhalten, wenn der Bestand bei einer Vermehrungsrate von konservativ geschätzten 1,36 (Bibikow) in nur 10 Jahren auf 12.900 angestiegen sein wird, und alle diese Tiere aufgrund nicht vorhandener Bejagung gelernt haben, daß vom Menschen keinerlei Gefahr ausgeht. Das wird noch richtig interessant.

Mir ist auch nicht bekannt, daß Kinder zum Beuteschema des Wildschweins gehören. Beim Wolf ist das der Fall. Und da ist das Thema Tollwut noch nicht mal angeschnitten.

Ein Team um den französischen Historiker Prof. Jean-Marc Moriceau hat für das Frankreich der letzten Jahrhunderte historische Aufzeichnungen von inzwischen 10.000 Wolfsangriffen auf Menschen zusammengetragen und katalogisiert. Und das sind nur Aufzeichnungen, die erhalten geblieben sind. Die meisten historischen Aufzeichnungen existieren naturgemäß nicht mehr.

https://www.amazon.fr/Histoire-m%C3%A9chant-loup-attaques-XVe-XXIe/dp/2818505054

Ein Jahr bevor die Gebrüder Grimm 1812 ihren ersten Band der Hausmärchen veröffentlichten, töteten Wölfe im Raum Viersen/Roermond 12 Kinder. 1814/15 töteten sie im Kreis Wongrowitz (Provinz Posen) 28 Kinder und 1820 dort 16 Kinder und 3 Erwachsene. So viel zur Propaganda des Nabu "Rotkäppchen lügt!".

Im Rußland des 19. Jahrhunderts zählte man die von Wöfen getöteten nach Hunderten.

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_wolf_attacks

Was es bedeutet, neben einem Wolfsrudel zu leben (das locker mal 'ne 400-kg-Mutterkuh reißt), zeigt diese ZDF-Doku (etwa ab Min. 13). Konsequenz ist, daß die Betroffenen ihr Kind draußen nicht mehr frei rumlaufen lassen:


In meiner Antwort ist das Thema Wolf und artgerechte Nutztierhaltung im Freiland noch nicht mal angeschnitten. An den Haltungsbedingungen wird sich in den nächsten Jahren noch vieles zum Nachteil der Tiere in Richtung Stallhaltung ändern.

Das ist so nicht richtig. Lis mal die Todesliste durch. In Ländern mit richtig hohem Wolfsbestand wegen dem vielen Vieh lässt man 9 jährige alleine Schafe hüten und die können sich auch wehren. Gewusst wie.

Nur Kleinkinder sind gefährdet, aber die kann man eh nicht ohne Aufsicht lassen.

Aber Wichtig ist, dass sie 

- nicht gefüttert werden

- keine Handaufzucht

- Wölfe die sich auffällig Verhalten, erschiesst.

- keine Haltung von Wölfen auch keine Halbzähmung durch "Tierfreunde"

- und halt Information, wie man sich Verhalten muss. bei einem Angriff.

In CH, Italien gibts seit längerem ganze Rudel auch im Osten Europas, dennoch muss man die Tiere aktiv mit viel Aufwand suchen, weil man sie nicht zu Gesicht bekommt.

Dito in Russland und Vorderasien. Zwar hat es massenhaft Wölfe, aber zu sehen oder in Kontakt kommt man mit ihnen nicht. Höchstens von weitem, wenn man aufpasst (und sich im Naturschutzpark bewegt).

Du verteufelst den Wolf wie früher der Hain verteufelt wird. Beide können Angreifen und töten. Tun es aber selten. Seltener wie Wildschweine, Bienen usw.

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@2AlexH2

"Das ist so nicht richtig. Lis mal die Todesliste durch. "

Wovon genau faselst Du? Würde es Dir etwas ausmachen, Dich klar und deutlich auszudrücken, was angeblich "nicht richtig" sein soll? Inwiefern widerlegt "die Todesliste" (welche meinst Du? die Liste der Wolfsangriffe auf Wikipedia?) meinen Beitrag?

"In Ländern mit richtig hohem Wolfsbestand wegen dem vielen Vieh lässt man 9 jährige alleine Schafe hüten und die können sich auch wehren. Gewusst wie."

Komisch. Die hohen Todesopfer unter den Kindern hierzulande wurden immer damit begründet, daß Kinder früher Tiere hüten mußten. Und jetzt soll das auf einmal nicht mehr stimmen? Du gehörst wohl auch zu den Leuten, die sich nach dem Pipi-Langstrumpf-Prinzip ihre eigene Realität zurechtbasteln?

"Nur Kleinkinder sind gefährdet, aber die kann man eh nicht ohne Aufsicht lassen."

Blödsinn. Auch Erwachsene sind gefährdet. Lesen!

https://en.wikipedia.org/wiki/List\_of\_wolf\_attacks

"Aber Wichtig ist, dass sie
- nicht gefüttert werden"


Na Du bist lustig. Deutschland ist ein Land mit sehr hoher Besiedlungsdichte. Wie willst Du verhindern, daß sich Wölfe menschlichen Siedlungen nähern und lernen, daß man sich dort leicht von Abfällen oder Haustieren ernährn kann? Will der NABU jetzt Integrationskurse unter den Wölfen abhalten?

"- und halt Information, wie man sich Verhalten muss. bei einem Angriff."

Ja, ja. Schon klar. Trillern und in die Hände klatschen. Ein Kind oder eine zierliche Frau verjagt auf diese Weise bekanntlich ganze Wolfsrudel. Das Rudel aus 6-8 Tieren in der Größe einer Deutschen Dogge kriegt dann große Angst. Man kennt das.

" weil man sie nicht zu Gesicht bekommt."

Ja und? Was sagt das aus? Gar nichts.

"Dito in Russland und Vorderasien. Zwar hat es massenhaft Wölfe, aber zu sehe+++++n oder in Kontakt kommt man mit ihnen nicht."

Ja genau. Man kriegt den Kontakt immer nur dann, wenn es einem grad am wenigsten paßt. So ein Pech aber auch. Lesen! https://en.wikipedia.org/wiki/List\_of\_wolf\_attacks

"Du verteufelst den Wolf "

Blödsinn. Ich verteufle nicht, ich habe nur nüchterne Fakten benannt. Du darfst gerne versuchen, sie zu widerlegen. Solche perfiden Unterstellungen aber spar Dir gefälligst!

"wie früher der Hain verteufelt wird."

Hä? Was laberst Du? Ein Hain? Ein Wäldchen wurde verteufelt und kann töten? Nimmst Du Drogen?

" Seltener wie Wildschweine, "

Wenn Du meine Antwort gelesen hättest, wäre Dir aufgefallen, daß wir in Deutschland mehrere Millionen Wildschweine aber im Moment nur 600 Wölfe haben. Das läßt sich in Promille gar nicht ausdrücken. Muß man Dir den Unterschied wirklich erklären? Zahlen sind wohl nicht so Dein Ding?


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Ich denke Wildschweine sind gefährlicher. Rauschige Keiler und Bachen mit Frischlingen können sehr ungemütlich werden. Aber selbst dann müssen ein paar andere ungünstige Faktoren mit rein spielen. Denn normalerweise gehen die dem Menschen aus dem Weg. Meist kommt es zu Konflikten, wenn sie überrascht werden. Wenn man also auch als Mensch Augen und Ohren offen hält, kann man solche Begegnungen eigentlich gut vermeiden.

Und Wölfe. Naja. Rational betrachtet geht von denen so gut wie gar keine Gefahr aus. Es sind sehr scheue Tiere und sie machen keine Jagd auf Menschen. Zudem ist es sehr unwahrscheinlich, überhaupt welche zu Gesicht zu bekommen. Andererseits habe ich selbst kaum Erfahrungen mit Wölfen und das merke ich, wenn ich im Wolfsgebiet unterwegs bin. Unter freiem Himmel im Wald schlafen kann ich dann auf einmal nicht mehr. Zumindest nicht allein. Und das obwohl alle Fakten gegen die Angst sprechen!

Gewohnheit. Wenn man weiss man ist in einem Gebiet mit vielen Wölfen und kriegt sie doch nicht vors Gesicht, legt sich die Angst schnell.

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Panik aus Anno Tuck. Kennt man doch auch aus dem Märchen!

"Der böse Wolf" und dann Jubel: der Wolf ist tot.


Außerdem schießen Jäger gerne alles selber, aber sie wollen als Jäger keine Konkurrenz: wo kommen wir hin,w enn ein Wolf sich mal ein Reh schnappt oder so?


Und mal ehrlich: von Hunden gehetzte Schafe, teils bis zum Tod, hab ich durchaus schon gesehen (der will ja nur spielen).. aber son Wolf.. ne, also geht gar nicht.

Nebenbei ist mir auf einem Truppenübungsgebiet in der Oberpfalz schon ein Isegrim begegnet.. ich sass vespernd auf einem Baumstumpf und fühlte mich plötzlich beobachtet.

Er ist dann weiterscharwenzelt.. und natürlich sagten mir später alle: war wohl ein verwilderter Schäferhund, Wolfe gibts doch hier nicht.

a) wars kein Schäferhund und b) 2 Jahre später wurden offiziell Wölfe dort gemeldet.

Angst? Hatte ich nicht. Der war nur neugierig . (ich auch!)

Da wäre ich auch gerne dabei gewesen. Das war bestimmt ein cooles Erlebnis.

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Schwebewaffnete Männer im Wald, die gelegentlich mal auf Verdacht schießen. Das verursacht mehr Verletzte und Tote als alle Wildangriffe zusammen.

Nein, nur damit keine falschen Schlüsse folgen, ich halte Jagd für sinnvolle Waldnutzung. Aber die Gefahren gehören zurecht gerückt.

Nochmals deutlich höher (Anzahl spuelt hier mit) ist das Risiko von einem Hund, einem Haustier, ordentlich erwischt zu werden.

Und wirklich gefährluch, schlimmer als alle Natur, als alle Verbrechen, der Schritt hinaus in den Straßenverkehr.

Hi,

ich denke das da ein paar Denkfehler drin hast, kannst ja mal nachlesen was passiert wenn besagte Wildschweine Wohngebieten zu nahe kommen, dann ist der Frieden auch ganz schnell vorbei,diese Tiere werden in der Regel erschossen. Nur das die nicht die Lobby der Wölfe haben wo jemand sagt das das abschiessen nicht okay ist. Sprich der Aufschrei danach fehlt, so fällt es evtl weniger auf.

und ich finde es immer gefährlich in das Revier anderer einzudringen, egal ob Mensch, wildschwein oder Wolf, das eigene Revier wird beschützt im Ernstfall. Und da liegt der Knackpunkt der zivilisierte Mensch hegt den Anspruch jederzeit und überall sich sicher bewegen zu können, das ist im Grunde eine reine Utopie, die sogar dazu führen kann das Touristen von eigentlich friedlichen Tieren wie domestizierten Kühen,zb angegriffen werden, einfach weil sämtliche ursprünglichen Triebe teilweise unterdrückt werden in der festen Annahme man sei die Krone der Schöpfung.

 

 

 

Wildschweine. Wildschweine versuchen zwar auch eher Menschen aus dem Weg zu gehen aber sie können doch sehr gefährlich werden.

Allein in den USA sterben zb jährlich mehr Menschen durch Angriffe von wilden Schweinen die da auch noch eingeschleppt wurden als durch Haie vopn Wölfen ganz zu schweigen.  Es gab in ganz Europa in den letzen 60 Jahren 9 tödliche Angriffe von Wölfen auf Menschen. 5 Tiere hatten Tollwut,  4 waren immer wieder angeüttert worden.  Die Tollwut gibt es bei uns nicht mehr. Anfütternt sollte man weder Wölfe noch Wildschweine. Es gab in en letzen 60 jahren sogar noch länger im Grund nicht einen einzigen tödlichen Angriff eines gesunden eher scheuen Wolfes auf Menschen in ganz Europa.  Auch in Nordamerika gibt es kein wirklich gesicherten Fälle. Manchmal haben sich Wölfe schon Menschen genähert waren aber eher neugierig nicht aggressiv

...Es gab in ganz Europa in den letzen 60 Jahren 9 tödliche Angriffe von Wölfen auf Menschen...

...Es gab in en letzen 60 jahren sogar noch länger im Grund nicht einen einzigen tödlichen Angriff eines gesunden eher scheuen Wolfes auf Menschen in ganz Europa...

Was von beiden stimmt denn nun?

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@Dimido

Lies mal richtig. 5 hatten Tollwut 4 waren angefüttert worden

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@Dimido

Du musst genau lesen: 5 Tiere hatten Tollwut, 4 wurden angefüttert (was bei Wildtieren immer gefährlich und wider deren Natur ist). Daher gelten beide Aussagen, denn: von den 9 Wolfsangriffen waren genau 0 Tiere gesunde Wölfe.

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@ohwehohach

"von den 9 Wolfsangriffen waren genau 0 Tiere gesunde Wölfe."

Blödsinn. Welche Krankheit hatten denn die Wölfe, die sich in Spanien neben der Hühnerfarm einrichteten? Die waren nicht krank, die waren einfach nur so intelligent und lernfähig, wie Wölfe nun mal sind.


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@Hegemon

Nun die Liste bestätigt aber das gesagte.

Die meisten, vor allem die indischen und iranischen Wölfe hatten wohl Tollwut. Solche Tiere sind gefährlich, hierzulande ist sie aber ausgerottet. Gleiches gilt für alle Tiere.

Die anderen wurde aus Gründen der Verteidigung gebissen, meist in Zusammenhang mit Vieh bzw. Hunde, die wohl als Beute betrachtet werden.

Kleinkinder werden attackiert, das sieht man schon bei Hunden. Die lässt man auch nicht unbeaufsichtigt mit den kleinen, auch nicht die eigenen. Wir hatten einen Dalmatiner, die Blicke Richtung Sohn im Haushalt waren bis 7 so, dass sie nie zusammen waren bzw. der Hund immer nah bei einem Erwachsenen unter kontrolle.

Einige der Fälle haben mit dem Jagdinstinkt zu tun. Wenn man vor Wölfen davon fährt oder läuft, werden sie jagen, ev. auch genug gereizt zum töten, wenn auch unwahrscheinlich, es sei den man lässt sich waehrend der Flucht angegriffen statt sich umzudrehen und zu verteidigen.

In einigen Ländern Kirgistan gibt es so viele Wölfe (und Vieh), dass Kinder ab 9 sich verteidigen können. Ausserdem sind sie dort meist alleine. In Russland wissen sie auch mit ihnen umzugehen und sind kein echtes Problem.

Die Wölfe können sich definitiv Kleinkinder schnappen und alte Menschen. Alle anderen töten letztlich den angreifenden Wolf. Also keine attraktive Beute.

Aber auf Kleinkinder muss man eh immer aufpassen.


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@2AlexH2

Schwachsinn. Überall wo steht "Predatory", ging es darum, Beute zu machen. Und wo steht "Predatory" oder "Unprovoked" gab es eben keine "Gründe der Verteidigung".

Also erzähl uns hier nichts vom Pferd!

Was die Tollwut angeht: die ist im gesamten Osteuropa noch verbreitet - einschließlich Polen. Gerade durch die riesigen Wanderbewegungen der Wölfe kann sie leicht wieder eingeschleppt werden. Was Du faselst ist also ein schwacher Trost.

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_wolf_attacks

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So gesehen sind ganz klar die Wildschweine gefährlicher als der Wolf. Sie sind auch nicht so scheu und die Chance, ihnen zu begegnen wesentlich höher.

Das wissen auch die Wölfe, denn ein einzelner Wolf würde nie einen ausgewachsenen Keiler angreifen.

das wildschwein wurde ja auch angeschossen und wollte sich somit noch verteidigen

jedoch sind beide nicht zum kuscheln da.

beide können töten und verteidigen sich bis zum Tod

von daher würde ich nicht unterscheiden wollen, welches gefährlicher ist, aber man sollte beiden am besten aus dem Weg gehen

Der Unterschied ist: Wölfe gehen Dir schon freiwillig aus dem Weg. Wildschweine nicht.

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Genau das wollte ich auch grad sagen.

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@Paulina42

wenn du in dem Gebiet eines Wolfrudels bist und für sie einen Eindringling darstellst gehen sie dir aber mit Sicherheit nicht aus dem Weg, das bekommt man nur nicht mit, aber sie sind da.

Wildschweine sind nur gefährlich, wenn du den Frischlingen zu nah kommst. Unter allen anderen Umständen gehen sie einem sogar mehr aus dem Weg als manch andere Tierarten

und Angriffe in Städten sind nur gefährlich, weil sie sich dorthin verirren und sich dort bedroht fühlen

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@Adiro

wenn du in dem Gebiet eines Wolfrudels bist und für sie einen
Eindringling darstellst gehen sie dir aber mit Sicherheit nicht aus dem Weg,

Genau das ist der Punkt. Du als Mensch stellst keinen Eindringling dar, denn Du bist kein anderer Wolf. Wenn ein Wolf nicht gerade krank ist (Tollwut beispielsweise), wird er den Menschen meiden wie der Teufel das Weihwasser.

Füchse sind übrigens auch Canide - warum hat vor denen keiner Angst? Und von denen gibt's mittlerweile viel mehr als Wölfe.

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Wölfe werden gebraucht, um der Wildschweinplage Herr zu werden.  Wildschweine richten  mehr Schäden an als Wölfe. Auch andere Wildtiere (Reh, Biber, Waschbär, Hirsch) können überhand nehmen, wo es keine Wölfe gibt. Wölfe verhindern die Ausbreitung von Seuchen. Die Menschen ziehen sich immer mehr aus der Landschaft zurück. Weite Gebiete verbuschen und werden unwegsam. Jäger sind  da ziemlich machtlos. 

Schon mal was vom Rotkäppchen-Syndrom gehört ?

Dann isses auch so, dass wir Wildschweine für unseren Speisezettel schätzen, der Wolf eignet sich nicht zum Verzehr.

Weil es sich über Jahre in den Köpfen so festgesetzt hat. Panikmache tut ihr übriges. Dasselbe bei Haien.

Für ungeschützte Schafe sind Wölfe gefährlicher als Wildschweine. 

Der Wolf geht von Natur aus dem Menschen aus dem Weg. Von Wolfsangriffen auf Menschen habe ich noch nie etwas gehört. Von Angriffen auf Menschen durch Wildschweine liest man öfter, und von Kampfhunden ziemlich oft. 

Wölfe jagen koordiniert im Rudel und sind somit eine größere Gefahr als eine Wildschwein Familie 

Wildschwein wird gegessen, Wolf steht nicht auf unserem Speiseplan.
Was uns schmeckt schätzen wir.

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