Was haltet ihr von einem Verbot von Steinen im Vorgarten?

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Einige negative Effekte der Steingärten hast du schon angesprochen. Ebenfalls negativ ist die Bodenversiegelung durch Steingärten, besonders mit der Plastikplane. Dies führt bei den sich durch den Klimawandel häufenden Wetterextremen zu einem größeren Problem als der Erwärmung der Umgebung, es steigt die Gefahr einer Überschwemmung bei Starkregenereignissen. Ein Steingarten hat wenig bis gar keine Speicherfähigkeit (je nach Konstruktion) von Regenwasser und bei Starkregen läuft somit noch mehre Wasser auf einmal in die Kanalisation und droht diese zu überlasten. Bei einem Garten mit Grünflächen wird das Regenwasser auf längere Zeit gespeichert und erst nach und nach abgegeben.

Steingärten ausdrücklich verbieten muss man nicht umbedingt, aber die Gemeinden könnten in ihren Bausatzungen vorschreiben, dass nur ein bestimmter Teil einer Grundstücksfläche versiegelt werden darf. Damit wären dann auch Steingärten Grenzen gesetzt. Steingärten ausdrücklich zu verbieten würde auch nicht umbedingt unser generelles Problem mit der zunehmenden Bodenversiegelung lösen, denn asphaltierte Einfahrten sind kein Steingarten. Auch die Gemeinden, Bund und Land sollten möglichst viele ihrer Flächen entsiegeln um so der Erwärmung der Umgebung, Hochwasserrisikien usw. vorzubeugen.

Um den Garten Dürrefest zu machen, kann man ja entsprechende Pflanzen auswählen. Sorgt dann auch für weniger Probleme während des Urlaubes und sieht schöner aus. Der Gartenbauer wird ein zu den Pflanzen beraten können.


Bitterkraut  22.09.2019, 13:57

Alle reden von Steingarten. Das ist doch kein Steingarten, das ist einfach eine zugeschotterte Fläche, noch dazu mit Kitschkies.

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Steine in der Gartengestaltung sind nicht schlimm, sollten aber - wie im genannten Beispiel nicht dominieren.

Von einem Verbot halte ich nichts, aber es muss jedem klar sein, dass die einstige Artenvielfalt immer weiter nachlässt.

Den Garten meiner Eltern würden viele Gartenbesitzer als unordentlich empfinden, da alles wächst, wie es mag.

Die Wiese wird gar nicht mehr gemäht. Seitdem nimmt die Pflanzenvielfalt merklich zu.

Diesen Sommer war an warmen Abenden oft eine Ringelnatter auf den Steinen gewärmt, die würde kaum in einen aufgeräumten Garten kommen.

Feuersalamander habe ich auch getroffen. Beides so schöne Tiere und so selten. 😔

Ich hoffe, du hast keinen ganz schrecklich aufgeräumten Garten?

Statt einem Verbot wären drastische Ausgleichszahlungen sinnvoll. Das macht den Staat nicht illiberal, es sorgt für das nötige Kleingeld um Umweltprojekte voran zu treiben und schafft einen Anreiz auf naturnahe Gärten zu setzen. Sind drastische Ausgleichszahlungen verhältnismäßig? Nun die Instandhaltung unserer Lebensgrundlage sollte als Grund ausreichen.

Ich finde die Idee sehr gut. Die Steinwüsten lassen kein Leben zu, weder Insekten noch Vögel. Schlecht fürs Klima und alles andere als eine Augenweide.

Irgendwo in Deutschland hat eine Gemeinde das schon verboten. Sollte Schule machen.

nicht dass mir Kieselgärten sonderlich gefallen würden...

aber bevor wir das verbieten hätte ich eine ganze reihe anderer Kandidaten im Sinn:

  • Autos in der Stadt, wo ÖPNV gut ausgebaut ist
  • Fliegen über kürze Strecken
  • jeden Gummibär einzeln einfolieren
  • übermotorisierte Karren
  • und manch anderer schwachsinn in Wirtschaft und "Kultur"... :-))
Woher ich das weiß:eigene Erfahrung