Was haltet ihr vom gendern?

Das Ergebnis basiert auf 23 Abstimmungen

JA sehr 70%
geht 17%
was ist das überhaupt? 13%

15 Antworten

Das kommt bei mir auf die Art an. Ich benutze gerne neutrale Begriffe oder gelegentlich Doppelnennungen. Sternchen und Ähnliches, Großschreibung im Wort und Glottisschlag finde ich albern und benutze es nicht. Generell bin ich der Meinung, dass eigentlich in den wenigsten Fällen das Tatsächliche Geschlecht für einen Sachverhalt irrelevant ist. Durch das generische Maskulinum fühle ich mich nicht ausgegrenzt.

Hallo,

es kommt auf die Form des Genderns an.

Das auf den (Gender)Stern oder sonstige Zeichen reduzierte Gendern sowie das Gendern durch substantivierte Partizipien (Studierende, Mitarbeitende, Lehrende usw.) sowie andere "Wortungetüme" lehne ich ab!

Deshalb nutze, spreche und schreibe ich den Genderstern auch nicht, und es nervt mich ungemein, wenn ich Nachrichtensprecher und Fernsehmoderatoren ihn aussprechen höre - was heißt aussprechen, es ist ja vielmehr eine Kunstpause.

Als Frau bin ich selbstbewusst genug, dass ich keine Lippenbekenntnisse brauche und keine Probleme mit dem generischen Maskulin habe.

Ich nutze allein Beidnennungen (Studentinnen und Studenten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Lehrerinnen und Lehrer usw.), und diese auch nicht konsequent und durchgehend.

Daneben verwende ich je nachdem, ob ich jemanden duze oder sieze, bei der Anrede die Pronomen du, dein, dir, dich oder Sie, Ihr, Ihnen, Sie. Ansonsten verwende ich die Personalpronomen ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie und die entsprechenden Possessiv- und Objektpronomen.

Das ist meiner Meinung nach völlig ausreichend; für manche Leute sogar schon viel zu viel.

So oder so, es sollte weder eine Genderpflicht noch ein Genderverbot geben.

AstridDerPu

Eine rabiate Verschandelung unserer deutschen Sprache. Ich erläutere gleich, warum:

Die beiden (fremdsprachige Begriffe und Gendern) sind schon schlimm, aber die Ursache dafür ist die Rechtschreibreform der deutschen Sprache von 1996.

  • Viele vertauschen „das“ und „dass“, weil die beiden Wörter ähnlich sind. Hätte man es auf „daß“ gelassen, würde man den Unterschied weniger merken.
  • Viele schreiben „Seit ihr“ oder „seid 20 Jahren“. Von „seit“ spricht man, wenn es um Zeit geht.
  • Manche schreiben „Fitnesssstudio“ oder „Schwimmmmeister“ mit vier Buchstaben hintereinander, versehentlich, weil es schon bei drei Buchstaben schwer ist, das zu lesen. „Fitneßstudio“ und „Schwimmeister“ läßt sich äußerst einfacher und schneller lesen als „Fitnessstudio“ und „Schwimmmeister“.

Ich werde die neue Rechtschreibreform/-verhunzung von 1996 nie unterstützen. Ich schreibe auch immer noch „Schwimmeister“ anstelle von „Schwimmmeister“, "daß" anstelle von "dass", "plazieren" anstelle von "platzieren" oder "100mal" anstelle von "100-mal" („hundertmal“ schaut besser aus als „hundert-mal“).

Früher war die Sprache sogar einfacher, früher lautete die Regel, daß man das Eszett/scharfe S nach jeder Wortendung oder Silbe verwendet, jetzt lautet die Regel, daß man es nach einem langen S das verwendet. Ich finde das erstere deutlich simpler und besser, nochmal was läßt sich besser lesen?

  • Ich war bisher 2mal ein Schwimmeister.
  • Die Zeiten werden so geplant, sodaß alle sich vereinbaren können.
  • Ich gehe dreimal wöchentlich ins Fitneßstudio.
  • Guten Tag, wie geht es Ihnen?
  • Die Postlieferanten müssen Briefe in Hamburg austeilen.

oder

  • Ich war bisher 2-mal ein Schwimmmeister.
  • Die Zeiten werden so geplant, sodass alle sich vereinbaren können.
  • Ich gehe dreimal wöchentlich ins Fitnessstudio (oder noch schlimmer: Gym, was eigentlich für „Gymnasium“ gestanden wäre, aber die Generation Z liebt es halt, Sprachen zu verhunzen).
  • Salam Aleykum, wie geht es Ihnen?
  • Die Postlieferant*innen müssen Briefe in Hamburg austeilen.

Wer das erste besser findet, herzlichen Glückwunsch, derjenige hat Wissen und Vernunft und weiß, daß es eher Schäden bringt als Vorteile.

Wer das zweite besser findet, verhunzt derzeit buchstäblich die deutsche Sprache, auch eine einzige Person hat darauf Einfluß, denn das könnten Millionen von Deutsche dasselbe machen und macht sich wegen der langsameren Tipp- und Lesegeschwindigkeit sich das Leben selbst schwer.

Man sollte allgemein auf Gendern, Anglizismen und irgendwelche fremdsprachige Slangs vermeiden, sodaß die deutsche Sprache auch „Deutsch“ bleibt.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Strikt gegen Rechtschreibreformen, verhunzen nur Sprachen.

Großes Lob für diese Antwort!

Ich bin seit mehr als 30 Jahren redaktionell tätig und was mit unserer Sprache seit dem veranstaltet wurde, ist einfach nur Schlimm!

Die neue Rechtschreibung war schon schwer zu ertragen, aber Gendern werde ich niemals.

Das tue ich meiner schönen und reichen Muttersprache nicht an!

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JA sehr

Ich benutze wenn es sich nicht eindeutig um eine weibliche Gruppe handelt, nur die männliche Gruppenbezeichnung.

geht

Wenn ich einen Vortrag halte und Zeit füllen muss, gendere ich.