Was denkt ihr über den britischen Akzent?
Ich, männlich 22, habe, seit ich 10 Jahre alt bin, Englisch als Liebingsfach gehabt und habe fortan immer Englisch geübt und mir selbst antrainiert - auch nach der Schulzeit. Englisch ist sozusagen mein Hobby. Da ich Autist bin, und diese vermehrt Inselbegabungen haben, trifft das wohl in der Hinsicht auf mich zu. :D (Ist ein bisschen ein Witz)
Ich spreche Englisch fließend und habe auch den ein oder andere Dialekt drauf. Es soll nicht so angeberisch klingen, wie es für euch vermutlich aussieht. Von all denen sind der amerikanische und vor allem der britische meine Lieblingsdialekte. Jetzt mal die Frage an euch:
Was haltet ihr vom britischen Englisch? Also jetzt nicht unbedingt das Oxford Englisch. Und das Schulenglisch ist mal auch außen vor gelassen. Ich habe von der ein oder anderen Person gehört, dass er gut klingt. Ich persönlich spreche ihn sehr gerne. Ich bin sehr auf eure Antworten gespannt.
8 Antworten
- Ich mag den britischen Akzent im Sinne einer moderaten Received Pronunciation sehr gerne und halte ihn für am besten verständlich. Damit wird man global gesehen überall am besten verstanden, da der Akzent geradezu dazu zwingt, sauber zu artikulieren. Menschen, für die Englisch nicht die Muttersprache ist, verstehen fast immer RP besser als jeden anderen Akzent.
- General American ist sehr rhotisch (R-betont) und für viele Sprachlerner schwieriger zu sprechen und vor allem zu verstehen. Die meisten Amerikaner sprechen aber nicht GA, sondern einen regionalen Akzent, der oft nochmals schwieriger zu verstehen ist. Wir kennen GA vor allem von Talkmastern, Schauspielern und Filmen.
Danke für das Sternchen!
Kurz noch zur Rhotizität: Wenn es dir leicht fällt, dann ist das doch prima. Ich will es dir auf keinen Fall schwierig reden... sei froh, wenn du es gut beherrscht.
Ich bin jedoch fest überzeugt, dass für die überwältigende Mehrheit der deutschen Muttersprachler die rhotischen Varianten vor allem schwieriger zu auszusprechen sind, oft auch schwieriger zu verstehen sind. Der Sound ist für deutsche Ohren und Zungen einfach ungewohnt und schwierig.
Hier meinte ich jetzt die amerikanischen Varianten, denn das war ja unser Thema. Es gibt aber auch im britischen Raum rhotische Varietäten.
Ich empfinde aber ganz besonders die amerikanischen Varietäten für die meisten Deutschen als besonders schwierig nachzuahmen und oft auch zu verstehen.
Ich denke aber, dass man nicht viel Übung braucht, um den amerikanischen Akzent mit dem "R" hinzubekommen. Für mich persönlich Zum Beispiel war es schwieriger, die Verschiedenen Laute der Englischen Akzente hinzubekommen, da es auf bestimmte Sachen auch ankommt.
Aber ich verstehe Durchaus, was Du damit meinst. Die Deutschen generell lernen nicht so gutes Englisch - auch nicht in den Schulen. Da ist Natürlich wieder das Problem, dass es Schulenglisch nicht wirklich die Aussprache födert, sondern Meist nur die Britische Schreibweise nahelegt. In manchen Kursen sprechen die Lehrer mit den Schülern tatsächliches Englisch - und die Schüler müssen dementsprechend auch auf Englisch antworten.
Das ist Meiner Meinung nach sehr förderlich.
Ja, da stimme ich dir zu. Englisch-Lehrer sind weit überwiegend einfach nicht besonders gut und die Schwerpunkte im Englisch-Unterricht liegen oftmals auch falsch auf Feinheiten der Grammatik oder Interpretationen wie im Deutschunterricht. Dagegen wäre echtes Konversationstraining und vor allem auch gute Aussprache so viel wichtiger.
Gerade bei Englisch müsste man eine Ausnahme machen. Da in allen anderen Fächern sowieso Deutsch gesprochen wird. Man könnte im Englischunterricht durchaus mal Tests in der Aussprache und der Konversation machen. Das würde man dann nehmen und in die Englischnote mit einfließen lassen. Wenn ich Englischlehrer wäre, würde ich davon hin und wieder mal Gebrauch machen.
Zu meiner Schulzeit noch hat meine letzte Englischlehrerin, die ich hatte, mit uns Englisch im Unterricht gesprochen. Hast du nicht Englisch gesprochen oder nach einem Nieser eines anderen "Gesundheit" gesagt, bekamst du die Karte, auf der die Queen von England zu sehen war. Hatte ein jener die Karte am Ende der Unterrichtsstunde, wurde er in der nächsten Stunde am Anfang definitiv irgendwann nach den Vokabeln gefragt.
Das war, meiner Meinung nach, eine sehr interessante Methode, um da auch ein bisschen das Englisch zu fördern. Die Queen zu haben, wollte eigentlich niemand. Aber im Nachhinein hatte die Karte einen positiven Effekt. Wenn du verstehst, was ich sagen möchte.
Die Aussprachen der nationalen Standard English (au, ca, nz, uk, us) sind nicht standardisiert.
Das heisst, diese nationalen Varietäten sind gleichwertig und gleichberechtigt samt Akzenten und Aussprachen.
Ich weiß nicht was du genau damit meinst, aber danke für deinen Kommentar.
Welches brit. Englisch? Wenn ich einen brit. Akzent akzentfrei lernen könnte, würde ich den Akzent der Oberschicht wählen.
Ich muss sagen ich habe eigentlich immer schon lieber den Amerikanischen Akzent bevorzugt. Ich liebe die regionalen Akzente in Amerika, vor allem den um Louisana/Mississippi herum gesprochenen Southern Accent.
Normales British Englisch finde ich klingt so hochgestochen, und dann in der normalen Umgangssprache gesprochen finde ich es super schwierig zu verstehen. Hier ein schönes Beispiel bei ca. 1:00
https://www.youtube.com/watch?v=nGcRo2ZvKNc
:)
Danke für Deine Antwort! Ich denke, dass das Geschmackssache ist. Mit dieser Frage wollte ich mal rein aus Interesse fragen, was die Community so denkt. Nicht jeder versteht jeden Akzent oder Dialekt. So kann auch nicht jeder Englisch und lernt lieber Italienisch! Ich finde den amerikanischen Akzent auch gut. Ich spreche beide und kann daher sagen, dass man praktisch je nachdem, wie es passt, auf dem andere Dialekt sprechen kann.
Ich weiß nicht, ob das Britische jedoch als "Akzent" zu klassifizieren ist. Da wir ja auch von den Österreichern sagen, dass sie ihren Dialekt haben und ja auch Deutsch sprechen.
Und zum Video: Ich glaube, dass das eher eine Art Witz ist, dass er/sie so spricht.
Aber vielen Dank nochmal für Deine Antwort!
Die Amerikaner genauso. Es ist in dem einen Land so und in dem anderen so. Unterm Strich ist es alles Ansichts- und Geschmackssache.
Die US Akzente, außer den um Boston herum, verstehe ich oft nur schwer. Donald Duck Akzent.
Hallo,
welchen der
30 dialects, variations and accents of the English language in the United Kingdom (England, Wales, Scotland, Northern Ireland) and the Isle of Man. Including Received Pronunciation, Cockney, Brummie, Geordie, Scots, Ulster Scots, Highland English, Welsh English, Manx English, Ulster English, Anglo-Cornish, dialects from Kent, East Anglia (Norfolk, Suffolk, Cambridgeshire), Sussex, West Midlands, East Midlands, West Country, South East, Bristol, Devon, the Potteries, Lancashire and Yorkshire, and the Scouse, Mancunian, Northumbrian and Cumbrian dialects,
die man in folgendem youtube-Video hört, meinst du?
https://www.youtube.com/watch?v=2pZ-Ny8q22o
Genauso wenig, wie den deutschen Akzent gibt es den englischen Akzent - BBC-English gilt zwar als so etwas wie eine Norm, wird aber nur von wenigen gesprochen und ist im Grunde auch nur einer von vielen britischen Akzenten -
gibt es den amerikanischen Akzent.
AstridDerPu
Bevor wir das hier zu sehr spezifizieren und zu sehr ins Detail gehen, würde ich den Londoner nehmen. Den, den man mit am meisten hört. Ähnlich, den ich auch beherrsche, ist der Dialekt, den der Satirist "Jonathan Pie" spricht. Das ist auch sehr interessant für mich. Danke für deine Antwort.
Danke für deine klasse Antwort. Ich kann sowohl das RP als auch das GA. Diese sind mir beide geläufig. Ich würde allerdings sagen, daß das R-betonte nicht unbedingt schwieriger ist als die Received Pronounciation. Sich zu artikulieren ist im RP auch nicht sehr schwierig.
Die regionalen Akzente der Amerikaner ist natürlich wieder eine Sache für sich. Genauso eine Sache für sich sind die verschiedenen Dialekte des britischen Englisch. Vobei ich sagen muß, daß ich den Londoner Dialekt sehr gut finde und auch teile des südlich gesprochenen Englischs. Ich kann es sehr gut und hoffe, daß sich das irgendwann mal bezahlt macht. Danke nochmal für deine klasse Antwort!