Warum wird Homosexualität bei Männern oft kritischer gesehen als bei Frauen?
Z.B. wird es auch bei heterosexuellen Männern oft kritisch gesehen, wenn sie etwas tun, dass eigentlich mit homosexuellen Männern assoziiert wird. Also meine Erfahrung ist, dass bei Männern der Verdacht, dass sie Homosexuell sein könnten, nach wie vor sehr negativ gesehen wird.
8 Antworten
Lässt sich ganz einfach erklären. Damit haben grundsätzlich hauptsächlich Männer ein Problem. Und für die ist es ja eine anregende Vorstellung wenn 2 Frauen lesbisch sind weil sie stehen ja auf Frauen, also ist es okay weil die Vorstellung sie erregt. Da sie aber nicht auf Männer stehen ist es dort genau andersrum und wird oft als widerlich gesehen.
Ich möchte aber auch klarstellen dass mittlerweile die meisten es akzeptieren, vor allem wenn jemand sich im nahen Umfeld outet.
Wenn du es für legitim hältst, toxisches Verhalten, das absolut nichts mit Männlichkeit zu tun hat, in einen begrifflichen Kontext mit Männlichkeit zu setzen, ist es doch wohl auch legitim, dummes Verhalten, welches absolut nichts mit Weiblichkeit zu tun hat, begrifflich mit Weiblichkeit in einen Kontext zu setzen.
Aber ist doch plötzlich gar nicht mehr so schön wenn das eigene Geschlecht für eine solche Formulierung genutzt wird, oder?
Na wenn du meinst.
Dann weißt du ja auch was "toxische Weiblichkeit" ist. Wenn man behauptet das eine Frau z.B. keine richtige Frau sei weil sie nicht den eigenen stereotypen Vorstellungen entspricht, sind das Dinge, die sich direkt auf das Geschlecht beziehen.
Oder bezeichnet man das dann nur als "toxisches Verhalten", weil es sonst frauenfeindlich klingen würde? Aber mit Männern kann man's ja machen...
M, 25: Das liegt daran, weil homophobe Männer den Gedanken, wenn zwei Lesben miteinander Sex haben, aufgeilend finden, wohingegen sie den Gedanken, dass ein Mann seinen Schwanz in den Arsch eines anderen Mannes steckt, widerlich finden. Eine sehr simplifizierte, aber dennoch stimmige Erkärung.
Eine Studie zeigt: Auch wenn die Gesellschaft Homosexualität insgesamt mehr akzeptiert, haben langjährige Untersuchungen gezeigt, dass die gesellschaftliche Toleranz gegenüber Lesben größer ist als gegenüber schwulen Männern und dass schwule Männer deutlich häufiger Opfer von Gewalt werden. Ausnahmen davon sind nur Ungarn, Russland und Polen.
Weil alles was Männer machen sehr gerne dämonisiert wird!
Die Bedürfnisse und Wünsche die sie äußern werden gerne dämonisiert!
Die Bedürfnisse und Wünsche von Frauen werden idealisiert
Mangelndes Mitgefühl für Männer ist weltweit nachgewiesen.
Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass sowohl Frauen als auch Männer Frauen positivere Eigenschaften zumessen als Männern (z.B. Eagly / Mladcinic 1994), dass das Leiden von Frauen größere Sorge hervorruft als das Leiden von Männern (S. ), eher eine Politik unterstützt wird, die Frauen begünstigt, und Frauen parteiischer für das eigene Geschlecht sind.
(Quelle Gender Empathy gap)
Männer und Frauen sind aber nicht gleich und in manchen Dingen sogar gegensätzlich, damit sie eben zusammenpassen wie ein Puzzleteil!
Zu der Frage kann man ganz einfach sagen: Würde ein Mann eine langfristige Beziehung zu einer Frau eingehen die zuvor auch Sex mit Frauen hatte? Die meisten Männer ja! Würde eine Frau eine Beziehung zu einem Mann eingehen die sexuellen Beziehungen zu Männern hatte? Die wenigsten Frauen würden so einem Mann eine Chance geben!
Frauen würden das politisch korrekt verpacken aber lehnen es genauso ab wie Männer! Männer sind halt offener in ihrer Ablehnung und Frauen verbergen es besser! Ein schwuler Mann als Freund der ihr nicht an die Wäsche will und den Nagellack mit ihr teilt, suuuper! Als Lebens und Sexualpartner? Das gibt ihr den Ick!
Da hat man auch schon die Antwort!
Ich könnte duzende Beispiele aufzählen die diese Doppelmoral bestätigen!
Und Fun fakt! Immer sind Männer schuld!
Für die Leute die die kognitiven Fähigkeiten haben sich auch ein Gedankenspiel einzulassen:
Es ist bekannt, dass überwiegend Frauen die Scheidung einreichen und dass jede 3.Ehe geschieden wird:
Wenn ich hier fragen würde was die Gründe dafür sind kann man es zusammenfassen, dass hauptsächlich die Männer schuld sind daran, weil sie betrügen, sich nicht kümmern, keine emotionale Intelligenz! usw.
Stellen wir uns jetzt kurz vor, dass Männer hauptsächlich die Scheidung einreichen würden!!
Überraschung! Auch hier währen die Männer Schuld, weil sie nicht loyal und beziehungsfähig sind!
Warum sind immer Männer schuld und verantwortlich und Frauen und Kinder eigentlich nie?
Die Schadenshypothese: Wie der wahrgenommene Schaden für Frauen die Reaktionen auf die Forschung zu Geschlechtsunterschieden beeinflusst - Stewart-Williams - 2024 - International Journal of Psychology - Wiley Online LibraryDas hat damit der Dämonisierung von Männern nichts zu tun. Im Selbstverständnis vieler Männer hat ein "richtiger" Mann Sex mit einer Frau. Männer verknüpfen ihre Männlichkeit mit Ihrer Sexualität. Ich bin eine Heterosexuelle Frau und LGBTQ feindlich. Für mich ist ne Lesbische Frau dennoch nicht weniger weiblich als Ich es bin nur weil sie lesbisch ist. Für nen Homofeindlichen Heterosexuellen Mann aber ist ein schwuler Mann kein richtiger Mann.
Es gibt schwule Männer die "richtige" Männer sind, heißt sich im Alltag wie jeder Mann agieren und es gibt schwule Männer die mehr weibliche oft tuntige Verhaltensweisen haben!
Bei Lesben ist es genau so! Es gibt weibliche aber auch lesbische Frauen die sich alle Mühe geben um männlich zu wirken!
Die Sexualität eines Mannes ist eben anders als die der Frau !
Aber immer wieder hört man wie ein "richtiger " Mann sein muss für eine Frau! Ein richtiger Mann macht dies und jenes, weil sonst ist er kein richtiger Mann!
Das formulieren nicht nur Männer sondern auch sehr oft Frauen!
Ein Mann der dieses oder jenes nicht akzeptiert ist nur unsicher usw!
Niemand fragt oder definiert was eine richtige Frau ausmacht.
Ich habe nichts gegen schwule Männer, im Gegenteil ich finde, dass sie oft sehr angenehme und sympathische Zeitgenossen sind, wenn sie nicht zu tuntig sind!
Habe nie verstanden warum manche Männer so getriggert sind von schwulen Männern! Aber Schwulenhass ist mittler weitgehend "zugezogen"
Es gibt schwule Männer die "richtige" Männer sind, heißt sich im Alltag wie jeder Mann agieren und es gibt schwule Männer die mehr weibliche oft tuntige Verhaltensweisen haben!
Für viele Hetero Männer ist ein Mann der auf Männer steht, der Sex mit Männern hat kein richtiger Mann - da spielt es keine Rolle wie Du das für dich definierst. Die Typen sehen es nicht so. Es geht nicht nur um tuntiges Verhalten, es geht darum das es Typen sind die Sex mit anderen Männern haben und nicht mit Frauen. Das macht sie unmännlich.
Na und für dich als Frau sind schwule Männer genau so attraktiv und sexuell anziehend wie heterosexuelle Männer? Könntest du dir eine Beziehung vorstellen mit einem bisexuellen Mann?
In unserer woken Gesellschaft ist das kaum ein Problem bei den Ureinwohnern, wie ich bereits schrieb ist es meist ein Problem von zugewanderten Kulturen
Menschen mit Migrationshintergrund haben mehr Probleme mit Homosexuellen - queer.de
Männer verknüpfen ihre Männlichkeit mit Ihrer Sexualität.
Verknüpfen viele homosexuelle Männer demnach auch ihre Sexualität mit ihrer "Männlichkeit"? Schließlich sind sie ja auch Männer. Das würde ja bedeuten, dass entsprechende Männer im Gegenzug heterosexuelle Männer als "unmännlich" erachten.
Ich glaube nicht, dass eine Frau irgendwelche Behauptungen auf Basis von Mutmaßungen anstellen sollte, inwiefern Männer ihre Sexualität mit ihrer Männlichkeit verknüpfen.
Ach ja, sorry das habe ich übersehen, dass du persönlich auch generell schwule Männer nicht als "echte" Männer ansiehst.
Viele schwule Männer identifizieren sich aber auch nicht mit der LGBTQ Bubble.
Aber das beschreibt den Doppelstandard, dass es zwar "echte Männer " gibt die bestimmten Eigenschaften mitbringen müssen aber keine "echten Frauen" mit entsprechenden Verantwortlichkeiten.
Vermutlich Verknüpfen auch Homosexuelle Männer ihre Sexualität mit ihrer Männlichkeit. Ich vermute, da ich weniger mit homosexuellen rumhänge. Ich mutmaßle nicht, sondern gebe wieder was ich immer schon von Männern gehört habe. Sie Verbinden schwul sein mit Unmännlichkeit. Wenn du damit ein grundsätzliches Problem hast ist das deine Sache.
Ich wundere mich bloß immer wieder, mit wie vielen Männern du rumhängst und wie häufig du dich anscheinend mit ihnen über dieses seltsam spezifische Thema unterhältst, um solche Aussagen treffen zu können... 🌚
Weil wir in einer Frauenfeindlichen Gesellschaft leben. Dinge die feminin sind und mit Frauen in Verbindung gebracht werden, sind etwas negatives. Wenn ein schwuler Mann sich feminin präsentiert, wird er deshalb mehr gehasst als wenn eine lesbische Frau sich maskulin präsentiert (heißt aber nicht, dass Lesben keine Diskriminierung erfahren!)
Wenn ein hetero Mann etwas macht, was feminin ist, dann wird er oft als schwul "beleidigt" obwohl dass keine Beleidung ist, aber in den Köpfen mancher Leute ist es halt so drinnen schwul = feminin = schlecht
Natürlich ist das jetzt sehr vereinfacht dargestellt und die ganze Thematik ist komplizierter als nur das, aber grob gesagt ist der Hass auf Schwule gleichzeitig auch der Hass auf alles was weiblich ist
Weil unterstellt wird, das homosexuelle Männer nicht "männlich" genug sind.
Weil viele schon ein gedankliches Problem mit Analsex haben.
Weil viele der Meinung sind das es AIDS nur unter Männern gibt.
Alle 3 Thesen ist absoluter Quatsch.
Guter Punkt. Aber bedeutet das im Umkehrschluss auch, dass Frauen entsprechend empfinden?
Das wäre hier dann aus meiner Sicht der Kern der Frage.