Warum müssen manche Vegetarier und Veganer immer versuchen andere zu bekehren?

27 Antworten

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Das spricht mir aus der Seele. Ich verstehe viele Menschen auch nicht. Warum können wir nicht leben und leben lassen?

Es ist wohl die menschliche Art, seine Welt als allein richtig zu sehen.

Denn es wäre so einfach:

Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allgemein ein
Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten.

Akzeptanz (lat. accipere: gutheißen, annehmen, billigen) hat
eine aktive Komponente, im Gegensatz zur passiven, durch das Wort Toleranz beschriebenen Duldung.

Respekt (lat. respectus: Zurückschauen, Rücksicht,
Berücksichtigung) bezeichnet eine Form der Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Ehrerbietung.

Diese drei Begriffe hängen miteinander zusammen, bedeuten allerdings nicht genau das Gleiche.

Aber sie alle sind Oberbegriffe für mögliches Verhalten eines Menschen gegenüber anderen Menschen. Toleranz ist dabei das Einfachste.

Toleranz bedeutet, dass man Menschen mit all ihren Eigenschaften hinnimmt, ohne sie deswegen verbal oder körperlich anzugreifen. Toleranz bedeutet, Menschen so zu ertragen, wie sie sind, ohne sie deswegen zu verletzen, egal, in welcher Form.

Die gesteigerte Form ist Akzeptanz. Akzeptanz bedeutet, dass man
einen Mensch so annimmt, wie er ist. Wenn man ihm seine ungewöhnlichen
Eigenschaften nachsieht und diese für sich selbst als "in Ordnung"
festlegt, dann akzeptiert man einen Mensch. Akzeptanz ist die
Grundvoraussetzung dafür, dass echte Freundschaft oder vielleicht auch Liebe zwischen Menschen entstehen kann.

Die höchste Einstellung gegenüber einem anderen Mensch ist Respekt.

Wenn man vor jemandem Respekt hat, dann erkennt man ihm seine Fähigkeiten an und achtet besonders darauf, ihm nicht zu nahe zu treten. In einem gewissen Rahmen ist Bewunderung auch ein Teil von Respekt.

Respekt hat jedoch nichts mit Angst zu tun, denn Respekt ist positiv, Angst dagegen negativ. Und wenn man jemanden respektiert, braucht man sich selbst deswegen noch lange nicht schlechter zu fühlen. Jeder hat so seine Qualitäten.

Aber wir Menschen scheitern schon oft bei der ersten Stufe.

"Leben und leben lassen" ist schon ein bisschen lustig, wenn es doch in der Tier"produktion" gerade darum nicht geht. 😆

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@Andretta

Lesenswert: Die Zeit Nr. 25, S. 63

Ruiniert eure Körper!

Vegetarische Kantinen und rauchfreie Büros: Die Arbeitswelt ist zu einer Wohlfahrtsdiktatur verkommen.

Ein Aufschrei von Jens Jenssen

Die Gesundheit hat die Unschuld verloren. Mein Leben ist nicht mehr meine Sache, sondern eine Forderung der Gesellschaft:

Gute Menschen leben gesund. Schlechte Menschen leben ungesund und sind Sozialschädlinge.

2
@kgsbus

Nun, ich finde, unser Leben ist nur genau so lange unsere eigene Sache, wie sie nicht über eine vage persönliche Befindlichkeit hinaus negativ in anderer Leute Leben eingreift. 

Sicher finden wir da aber alle in unserer Lebensführung wunde Punkte. Auch Veganer. Auch Nichtraucher.  100% p.c. ist wohl niemand. 

Ich denke nur, es lohnt, sich mit einer offenen Zugewandt diesen Themen zu widmen, anstatt in Bequemlichkeit nur dem eigenen Vorteil zu frönen und im Status quo zu verharren.

6
@MissMarplesGown

Überhaupt nicht - ich liebe sehr  rauchfreie Restaurants. --- Der Artikel, den ich erwähne, macht nur deutlich, dass heute überall "Druck" gemacht. Es gibt scheinbar nur noch eine Lösung und wenig Toleranz oder?

2
@Andretta

"Leben und leben lassen" ist schon ein bisschen lustig, wenn es doch in der Tier"produktion" gerade darum nicht geht

Ja....aber nur weil Veganer ständig ausblenden, dass sie mindestens genauso viele Tiere auf dem Gewissen haben, wenn nicht sogar mehr!

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@kgsbus

Weißt du:

Toleranz ist im Grunde eine tolle Sache, nur hört sie für manche Menschen eben dort auf, wo Leid Wehrloser und Willkür beginnt !

2
@ASmellOfRoses

Genau....deswegen töten Veganer auch so gerne nichtmenschliche Tiere durch Pestizide! Tolle Doppelmoral!

5

So wenig wie eben möglich omni. Im gegensatz zu euch Mischköstlern.

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@AppleTea

Falsch! Aber das begreifst du halt noch nicht, weil du keine Kenntnis hast von landwirtschaftlichen Prozessen!

2
@Omnivore09

Ach - Omni, die (inzwischen) wievielte ?

Wenn "landwirtschaftliche Prozesse" für dich beinhalten, dass Mütter nach der Geburt von ihren Kindern getrennt werden, dass deren Kindern bei vollem Bewusstsein Schnäbel, Hoden und Schwänze etc. gekappt werden,

dass männliche Küken nach dem Schlüpfen zu Milliarden getötet werden,

dass Rindern die Hörner abgebrannt werden und noch andere Scheußlichkeiten, dann tust du mir leid, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt ! :(

6
@ASmellOfRoses

Ach - Omni, die (inzwischen) wievielte ?

NULL NEUN

Ich weiß ja, dass du erhebliche Probleme mit dem Lesen hast!

dann tust du mir leid

Du tust mir mit deinem Natur-Defizit-Syndrom und deiner landwirtschaftlichen Fantasie schon lange leid!

2

Ich finde, das, was einen Menschen ausmachen und auszeichnen sollte, ist vor allem auch der Respekt vor dem Leben im Allgemeinen - ohne Werteeinteilung - und der Schutz der wehrlosen nichtmenschlichen Tiere im Speziellen !

Jetzt darfst du mich gerne in einer missionarischen Schublade ablegen...:)

5
@ASmellOfRoses

und der Schutz der wehrlosen nichtmenschlichen Tiere im Speziellen !

Warum lassen dann Veganer sooooo viele Tiere mit Insektizide töten?

Jetzt darfst du mich gerne in einer missionarischen Schublade ablegen...:

Da bist du schon längst drin mit deiner Art!

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@Omnivore09

Erschreckend, wie Du pauschal Landwirte als Giftspritzer verleumdest, Omni.  Das haben die vielen Bauern, die sich um gesunde Böden und qualitativ hochwertiges Gemüse mühen, echt nicht verdient. 

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@Omnivore09

Du hast aber schon mitbekommen, dass es auch Bioland- und Demeterhöfe etc. gibt? 

2

Von wem sprichst du? Bekehren taten nur Missionare die Heiden, meist mit brutaler Gewalt. Ich bekehre niemanden. Jeder soll so leben, wie er es braucht. 

Bin zwar Vegetarier zugegeben, aber missionarisch tätig bin ich nicht. 

Denn Mission wird von vielen falsch verstanden. Die meisten denken, man wolle ihnen etwas wegnehmen und machen dann erst recht zu. 

Weil manche Menschen eine sehr starke emotionale Involvierung in moralische Konzepte verspüren.

Ich bin Vegetarier und lebe zeitweise auch vegan. Allein der Gedanke daran, dass Tiere massenhaft gequält und ermordet werden, lässt mir manchmal Tränen in die Augen schießen. Und wenn dann jemand noch dreist irgendwelche unfundierten Aussagen tätigt, die nicht grad von ausschweifender Beschäftigung mit dem Thema zeugen, (a la: Die wurden doch dafür gezüchtet. Pflanzen haben auch Gefühle. Circle of Life) dann kann man schon mal anfangen, zu missionieren.

Früher habe ich sowas auch nie gemacht. Mittlerweile denke ich, es ändert nichts, wenn nur ich selbst keine Tierprodukte esse. Es müssen mehr Menschen so denken. Alle. Dann erst ändert sich was. Und wie könnte man das besser realisieren als mit Diskussion und Aufklärung?

Ich halte die Frage auch für ziemlich pauschalisierend. Ich habe in meinem engen Bekanntenkreis locker 10 Veggis und keiner versucht andere zu bekehren.  Auch von anderen habe ich es noch nie erlebt. 

Und es gibt nun mal durchgedrehte Leute, die mir ihren Lebensweg für den einzig wahren halten, das hat aber nichts mit der Ernährung zu tun. Solche Leute findst du überall! 

Eben um nicht zu pauschalisieren, habe ich ja das Wort manche verwendet

0

Das ändert nur nicht wirklich etwas, weil bei dieser Frage dennoch ein sehe pauschalisierendee Vorwurf mitschwingt.

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Es gibt immer solche leute
Wahrscheinlich sind sie selber eingeschränkt und unzufrieden und müssen andere auch dazu bekehren
Mach dein Ding und lass andere auch das tun was sie für richtig halten, genauso sollten es diese Moralapostel auch tun. Schöne Ostern

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