Guten Morgen warum ist es für manche Erwachsene so ein Drama wenn ein Jugendlicher auf Fleisch verzichtet?

64 Antworten

Guten Morgen - bin ein bisserl spät - aber passt ja eigentlich jeden Tag ;-)

Wenn ich Solche, oder ähnliche Fragen, rund um die heutige Ernährung lese und die ganzen K(r)ämpfe, die rund um Fleisch bzw. fleischlos geführt werden, dann startet bei mir inzwischen ein seltsames Kopfkino:

Ich sehe vor meinem inneren Auge eine Familie, die an einem Tisch sitzt, auf dem ein ganzes Tier liegt - aber ein sehr großes Tier. Eine andere Familie sitzt an einem Tisch, der vor Unmengen von Gemüse, Obst, Nüssen, Körnern, Pillen und sonstwas gleich zusammen bricht...... was ich in meinem Kopfkino aber sehr vermisse ist, eine lustige Runde am gedeckten Tisch, wo das Alltagsgespräch im Vordergrund steht und mit Genuss gegessen wird. Jeder beäugt den Anderen und natürlich vordergründig sein Essen auf dem Teller - wie unappetitlich! :-/

Geht es bei solchen Fragen eigentlich noch um menschliche Ernährung?

Weist Du @00000......01, die Ernährungswelt spaltet sich immer mehr. Es gibt inzwischen die, die sich so ernähren, wie es die Menschen seit Jahrtausenden tun. Und dann gibt es die Anderen, die der Welt nun erklären möchten, dass das ja alles Humbug war und ist und man sollte doch ab sofort und vor allem ALLE, sich komplett anders ernähren.....

Es gibt dann aber auch noch eine 3. Gruppe; - wenn ich heute durch die Lebensmittelabteilungen schlendere und mal nicht nur nach Fleisch und fleischlos gucke - werde ich von massenweise Fertigprodukten förmlich erschlagen! Wer kauft das denn eigentlich und was ist denn da eigentlich alles tatsächlich drin? Und selbst wenn ich vor einem Regal mit "angeblich" veganen Produkten stehe, kann ich auf die Inhaltsangaben wirklich vertrauen? Könnte man das als Verbraucher denn nachprüfen? 

Womit wird hier denn grad so viel Geld verdient?

Ist es denn nicht eher so, dass wir irgendwie von irgendwas manipuliert werden (sollen?)?

Hast denn Du, oder auch Dein Kumpel, schon mal eine 4-köpfige Familie einen ganzen Monat lang bekocht bzw. beköstigt? Also ich meine tatsächlich kochen - mit Gedanken machen was, mit einkaufen, bevorraten, sich rechtzeitig drum kümmern, dass das Essen auch pünktlich auf dem Tisch steht. Das Ganze dann natürlich auch noch preisbewusst, schmackhaft und natürlich gesund - jeder isst nicht alles, aber alle wollen lecker satt werden. Glaube mir, sowas kann schnell zur Höchstleistung mutieren, denn hungrige Familienmitglieder, können unausstehlich sein ;-)

Übrigens sind Vater und Mutter in der heutigen Zeit oft Beide voll berufstätig und die Kids - Kindergarten, Hort, Schule.......Nachmittagsveranstaltungen.

Wer bitte soll sich denn dann ganz ausgiebig, noch mit irgendwelche neuen Ernährungsformen auseinander setzen. Woher nimmt man denn die Zeit dafür?

Die Antwort von @Ponyfliege, trifft auch meine Welt, in der ich aufgewachsen bin. Es gab, wenn überhaupt 1x die Woche Fleisch. Und im Großen und Ganzen habe ich diese Esskultur beibehalten.

Ich habe kein Problem damit, in nullkommanix eine leckere Gemüsesuppe, oder andere leckere fleischlose Gerichte zu bauen. Auf meinem Brot liegt aber durchaus auch ne Scheibe Käse oder Wurst - ich verzehre aber niemals Käse- bzw. Wursthochhäuser. Bei Fleischgerichten gibt es mehr Beilagen als Fleisch. Wenn einer an meinem Tisch auf Fleisch, Wurst oder Käse verzichten möchte - dann ist das seine Sache. Und so kenne ich es in meinem Freundes- und Bekanntenkreis auch.

Von welchen Erwachsenen sprichst Du denn? Sorry, aber ich kenne solche Menschen nicht

Wenn die Entwicklung und die Panikmache, grad bei den jungen Menschen so weiter geht, so werdet ihr irgendwann nur noch Fertigprodukte in den Regalen finden. Da drauf steht dann irgendwas mit vegetarisch, vegan oder enthält Fleisch - genau DAS was der Kunde grade sucht und was seiner Vorstellung von richtig/gesund entspricht, wandert dann in seinen Einkaufswagen/Magen - muss ja schnell gehen, weil keine Zeit.

Hinterfrage doch bitte für Dich einfach mal, warum eine "Wiewurst" wie Wurst schmeckt und was daran irgendwie gesund sein könnte und warum man sowas unbedingt "Wurst" nennen muss? 

Und hier noch der Link zu einer kleinen, aber sehr lesenswerten Lektüre:

https://www.amazon.de/Die-Suppe-l%C3%BCgt-sch%C3%B6ne-Essens/dp/3426786664/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1532036921&sr=8-1&keywords=die+Suppe+l%C3%BCgt

Vielleicht begegnet man mit diesem Hintergrundwissen, den derzeit angebotenen Lebensmitteln, die halt nur "wie" schmecken, aber auch vegan sein sollen, doch etwas anders.

Statt irgendeiner Ernährungsmodewelle hinterher zu laufen, halte ich es für viel wichtiger, dass man sich als junger Mensch mal ganz bewusst vor Augen führt, dass wir, zumindest hier in unserem Land, "derzeit" keinen Hunger mehr schieben müssen. Wenige Generationen vor uns, hatten diesen Luxus nicht! Und ich versichere Dir hier und jetzt, dass keiner von diesem Menschen überhaupt das Wort "vegan" kannte. Es gab nur "Hunger" und vielleicht weist weder Du, noch Dein Kumpel, wie sich echter Hunger überhaupt anfühlt!? Ich, Gott sei dank, auch nicht mehr - höchstens nur dann noch, wenn wir mal zu weit weg im Wald gespielt haben und da gab es weit und breit noch kein MC-Donald, mit mit oder ohne Fleisch-Burgern ;-)

Lernt bewusst mit unseren Nahrungsmitteln umzugehen und ernährt Euch ausgewogen. Kauft oder besorgt Euch die Lebensmittel, die eben nicht aus der Massentierhaltung kommen und kauft nur so viel, wie auch gegessen wird. Lebensmittel sollten nie im Mülleimer landen. Die Kinder, die damals Hunger schieben mussten, weil auch entscheidende Nahrungsmittel für eine gesunde Entwicklung der Körper fehlten, leiden heute u.a. auch unter Osteoporose und anderen Erkrankungen - es war damals nämlich für viele nur selten möglich mal Milch zu bekommen, welche ja u.a. auch ein wertvoller Kalziumspender ist.

Stellt Euch vor, es gab keine Nahrungsergänzugsmittel damals - und das es die auf ewig gibt......können wir nur hoffen - weil dann gäbe es wohl auch den Hunger wieder....

Essen sollte bitte niemals nur reine Nahrungsaufnahme sein und Gespräche bei Tisch, sollten bitte nicht darum gehen, was der Andere da grad verzehrt oder eben nicht! In Zeiten des Überflusses sind Gespräche um Modeernährung nämlich nichts weiter als reiner Luxus.

Übrigens wissen auch viele Erwachsene nicht genau, warum sie ihren Kids Alkohol untersagen und tun es oft rein "instinktiv?" trotzdem. 

Weist Du denn den genauen Grund, warum man erst ab 18 Jahren Alkohol trinken sollte? 

Nun bin ich mal echt gespannt ;-)

sorry, ging auch nicht kürzer ^^

Auch du verkennst einen sehr wesentlichen Punkt:

Es geht ums Prinzip = um die ehrliche Bereitschaft, die eigenen, indoktrinierten, anerzogenen und einmanipulierten Überzeugungen zu hinterfragen...

Nicht nur seiner Familie zuliebe, die um den Tisch sitzt !

Tiere zu essen ist heute schon lange keine Privatsache mehr - angesichts der Tatsache, dass unsere Erde den Bach runtergeht...

Sie wird überleben - wir nicht ! Wollen wir das für unsere Kinder ??

Ein "Hin zum Sonntagsbraten" als "Normalität" zu bezeichnen bzw. zu verherrlichen, ist angesichts der realen 98 % aus Massentierhaltung (nicht nur in BRD) ein Hohn und eine Farce...

Auf wessen Kosten geht diese Farce denn wirklich ?

Das Vorurteil, dass "man" ohne tierliche - und artfremde - Muttermilch in der Kindheit und Jugend an Osteoporose erkranken würde, macht das sprichwörtliche Kraut auch nicht mehr fett !

Grade Milchprodukte sind es doch, die Osteoporose fördern... 

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@MissPommeroy


Bitte MissPommeroy - hör einfach auf zu stänkern und versuche weiterhin krampfhaft unschuldigen Kindern Deine neuen Thesen zu verklickern! Die fallen für eine begrenzte Zeit auf solchen HokusPokus noch rein. Jeder mit etwas mehr Lebenserfahrung, liest nicht mal mehr den ganzen Absatz, weil es nur ums schlechte Gewissen einreden geht. Das versuchen in anderen Themengebieten auch ganz viele Prediger.

Wenn es Dir unbedingt am Herzen liegt, dass sich ab jetzt alle Räder rückwärts drehen, soll es mir recht sein. Aber lass mich damit bitte in Ruhe!

Mein Sonntagsbraten geht Dich nichts an!

Danke für Dein Verständnis ;-)


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@auchmama

Karnismus halt - wer diese Ideologie nötig hat, bitteschön...

WER "stänkert" denn bitte ??

"Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist!"   Victor Hugo

Diese positive Entwicklung wird keine Macht der Welt aufhalten können - und das is(s)t verdammt gut so ! ;)

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@auchmama

Die meisten Menschen träumen ihr Leben, ein Leben lang - und einige leben ihre Träume...;)

"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die andern Windmühlen !"   Chinesisches Sprichwort

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ich möchte mal wissen , wie man eine am tisch sitzenden familie mit totem tier (was anderes ist fleisch ja nicht) in zusammenhang oder als zusammenhalt bringt? ist es nicht essen an sich, was die familie zusammen macht? is doch völlig latte, was da gegessen wird oder der einzelne isst.

mir drängt sich da die bequemlichkeit der kochenden mutter auf. nur nix, extra zubereiten, nur niemand, der aus der reihe fällt.... könnte ja ein wenig mühe bereiten.

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@Quatermass

mir drängt sich da die bequemlichkeit der kochenden mutter auf. nur nix, extra zubereiten, nur niemand, der aus der reihe fällt.... könnte ja ein wenig mühe bereiten.

Ja aber logisch, gemäß artgerechter Massenküchenhaustierhaltungsvorschriften, sind natürlich ausschließlich die Mamis die bösen Butzemänner, die ja nur zu faul und zu bequem sind, die Extra-Würstchen mundgerecht, pünktlich, natürlich mit fleischlosen Fingern und biologisch einwandfrei zu servieren. Da hätte ich natürlich auch selber drauf kommen können! ? ^^

Woran mangelt es denn, wenn man sich zu solch platten Worten, bei der Kochranglistenzuständigkeitsverteilung hinreißen lassen muss? Gibt es denn überhaupt noch was nachvollziehbareres, als ständig krampfhaft zu versuchen, anderen Menschen in irgendeiner, noch so weltfremden Art und Weise, ein schlechtes Gewissen einreden zu wollen - zu müssen?

Auch nicht mein Problem - aber lustig zu lesen ist sowas schon, weil oft kopiert, bei gleicher Vorgehensweise und das Thema ist beliebig austauschbar - Hauptsache anders und einer Minderheit extrem wichtig  ;-P

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@auchmama

Gräm` dich nicht: Es gibt zum Glück viele Mütter, die bereit sind, über den eigenen Tellerrand zu spicken - und es werden immer mehr...

Alles Gute für dich und deine Kinder:

Hauptsache, immer schön mit der Herde mithalten...

Noch was: Mitgefühl, Verantwortungsbewusstsein und Empathie gegenüber Schwächeren und Wehrlosen hat nix zu tun mit dem Wunsch, "anders sein zu wollen - ganz im Gegenteil !"

Ich finde wichtig, dass Menschen Werte haben und diese auch leben - egal, ob Eltern von den Kindern oder Kinder von den Eltern lernen...

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@MissPommeroy





Gräm` dich nicht:


Warum sollte ich? Mir fehlt doch nix und Pillen habe ich noch nie gerne geschluckt! ^^



Ich finde wichtig, dass Menschen Werte haben und diese auch leben - egal, ob Eltern von den Kindern oder Kinder von den Eltern lernen...


Richtig! Aber...

...mir sind Menschen mehr als suspekt, die Kinder von irgendwas überzeugen wollen und dann gegen die Eltern aufhetzen!

Eine gesunde Beziehung, zwischen Eltern und Kindern, gehört nämlich u.a. zu meinen gelebten "Werten"!

Wer nicht in der Lage ist, sich mit erwachsenen Menschen auf Augenhöhe zu unterhalten und nur mit "nun-hab-doch-endlich-ein-schlechtes-Gewissen" um die Ecke biegt, der sollte bitte die Finger von Kindern lassen! Denen kann man nämlich sehr leicht noch ein "X" für ein "U" vormachen und für die eigenen Zwecke "missbrauchen"!

Mein Verständnis für sowas ist schlichtweg nicht vorhanden!

Aber gräm Dich nicht und folge Deiner Herde. Popos sehen übrigens von hinten alle gleich aus ;-)



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@auchmama

Ich denke, dir sind vielmehr Kinder und Jugendliche suspekt, die dir als sog. "Erwachsene" etwas voraushaben könnten, was du zu verdrängen suchst - nämlich echte Werte, die ihnen noch nicht von den sog. Erwachsenen ausgetrieben bzw. einindoktriniert wurden ...

Gut, dass du das mit der Herde nochmal explizit ansprichst...

Wollte es eigentlich der Höflichkeit halber im vorigen Kommentar nicht so deutlich sagen, aber:

"Wer der Herde folgt, hat nur Är... vor sich..."

Bitte nagle mich jetzt nicht darauf fest, spontan den Urheber dieses Zitats zu nennen - recht hatte er allemal...;)

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@MissPommeroy

Sag mal @MissPommeroy, wem oder was soll denn nun diese Art und Weise, der gefühlt missionierenden Kommentiererei, noch nutzen?

Meiner Frage, ob Du in Deiner Kindheit von Deinen Eltern "vegan" ernährt wurdest, bist Du bisher, evtl. sogar wohlweislich, ausgewichen!

Warum bitte, sollten "verantwortungsvolle" Eltern, ihre Kinder denn solchen Experimenten unterziehen und sie "bewusst und im vollen Besitz ihrer geistigen Kräfte?", in der heutigen Zeit zu Versuchskaninchen machen? 

Mir persönlich ist es übrigens vollkommen egal, an was Du denkst, was Du glaubst und auch welche Sprichworte Du alle kennst!

Wurdest Du in Deiner Kindheit vegan ernährt? Ja oder nein? 

Vielleicht beantwortest Du Dir diese Frage ausnahmsweise einmal ganz ehrlich selber. Kannst mir/uns gegenüber auch ruhig weiter schweigen und irgendwas aus dem Nähkästchen hervor kramen, weil jeder, der bis 3 zählen kann, die realistische Antwort eh kennen dürfte ;-)

Bay bay ^^

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@auchmama

Ach weißt du, ich bin nicht so fix wie andere, was die Reaktion auf Kommentare angeht - GF und diverse Vorurteile anderer Leute stellen nun mal nicht die 1. Priorität in meinem Leben...;)

Wenn dich diese eine Frage derart brennend interessiert:

Nein, ich wurde als Kind nicht von meinen Eltern vegan ernährt - sie hatten eine kleine Landwirtschaft...

Ich durfte aber bereits als Kind vom Fleisch lassen - völlig ohne Tohuwabohu und Theater ihrerseits...

Dafür bin ich ihnen noch heute unendlich dankbar !

Ehrlich war ich immer in dem, was ich tat und hinterfragte...

Bye Bye...;)

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@MissPommeroy

Ich durfte aber bereits als Kind vom Fleisch lassen - völlig ohne Tohuwabohu und Theater ihrerseits...

Weil Du das sooooo betonen musst, kann ich nur vermuten, dass Du Dir in Deiner Fantasie ausmalst, dass andere Eltern es anders machen könnten!?

Meiner Erfahrung nach, ist es in der Regel so, dass man kein Kind und auch keinen erwachsenen Menschen zwingen kann, etwas zu essen, was er/sie/es nicht will oder nicht mag! Es ist übrigens auch vollkommen egal, ob es sich um irgendein Fleisch, Gemüse, Brot, Getränke oder sonstwas handelt!

Man könnte sogar erbrechen provozieren - das tut man doch wohl seinen eigenen Kindern nicht an, außer man ist krankhaft veranlagt!?! Das dürfte aber auf die wenigsten Menschen auch nur annähernd zutreffen!

Man sollte aber alles anbieten, um eben dem jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, seinen eigenen Geschmack selber zu finden. Außerdem funktioniert der gesunde Mechanismus, grad bei Kindern noch sehr gut, dass sie in der Lage sind, genau das essen zu wollen, wonach der Körper grade verlangt. 

Handhabt man es anders, "zwingt" man einem Menschen "SEINEN eigenen Willen" auf - und nix anderes!

Man kann es sogar ganz platt "indoktrinieren" nennen ;-)

Anders herum entspricht es auch für mein Verständnis allem anderen, aber keiner guten Kinderstube, wenn man permanent anderen das Essen madig reden muss!

Wenn Kinder oder gar Erwachsene sowas tun, dann haben evtl. sogar die Eltern in ihrer Vorbildfunktion irgendwo versagt! Schlimmstenfalls hat aber der Mensch, der sich dieses zweifelhafte Recht heraus nimmt, ein ganz gewaltiges Problem mit sich selber! Zumindest fehlt ihm, für mein Verständnis, eine ganz gehörige Portion Anstand, Achtung  und Respekt vor seinen Mitmenschen.

Man kann nämlich JEDEM Menschen, JEDES Lebensmittel und alles andere genauso schlecht reden. Man muss es nur oft genug wiederholen. Diesen Prozess bezeichne ich dann als Hirnwäsche bis zum Erbrechen!

Daran ist für mich nix ehrliches! Auf mich wirkt sowas eher verbohrt, egoistisch und kleinkariert....

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hallo nulli und hallo alle andern,

ich denke, das ganze thema ernährung hat etwas mit einem gelebten selbstverständnis zu tun.

die heutige gesellschaft an sich ist mit wenigen ausnahmen abgekoppelt von der erzeugung ihrer nahrungsmittel. man geht in den supermarkt, ins reformhaus, den bioladen, den discounter, den wochenmarkt und kauft dort, was man braucht oder auch was man nicht braucht, aber möchte.

viele unserer nahrungsmittel sind fertig- oder halbfertigprodukte, vorverarbeitet, gewaschen, geputzt oder zumindest zugeschnitten, fertig portioniert und meist verpackt.

es fehlt der bezug zum prozess der entstehung und des wachstums. ernährung ist immer mehr lifestyle und hat immer weniger mit einem echten kreativen prozess zu tun. es bilden sich völlig falsche vorstellungen dessen, wie unsere nahrungsmittel erzeugt werden.

um auf das fleisch und die tierischen produkte zurückzukommen:

ich bin mit nutzgarten und tierhaltung aufgewachsen. wir hatten immer hühner, kaninchen und schafe, auch mal tauben, wachteln oder enten und auch mal 2 kälber. meine grosseltern, mein vater und ich - alles tierliebhaber. wobei tierliebe nicht ausschliesst, dass entsprechend die tiere eben auch auf dem teller gelandet sind. wenn ich am freitag abend mein abendbrot gegessen habe, hat am andern ende vom gleichen tisch meine oma so manches mal das sonntagshähnchen gerupft und ausgenommen und irgendwann habe ich mit zeigen lassen, wie es geht. mit 10 jahren konnte ich eine taube oder ein huhn ausnehmen, mit 12 habe ich mir zeigen lassen, wie man ein kaninchen schlachtet. tierliebe bedeutet eben, dass ein tier nicht leiden muss. weder in der haltung, noch wenn man es tötet, um es zu essen. tierliebe bedeutet aber auch, dass das tier sich wohlfühlt in der haltung, dass man lernt, wie man es artgerecht hält und füttert. es genügt nicht, dass es nicht leidet.

andererseits habe ich als kind geholfen, unsere hühnerküken aufzuziehen, wenn wir wieder mal eine glucke hatten, die nach dem schlupf der küken ihre "arbeit" als getan ansah und die küken weder gehudert noch geführt hat, habe mehr als ein lamm mit der flasche aufgezogen, geholfen die kaninchen zu versorgen und mit etwa 13 eins unserer mutterschafe "gerettet", weil meine hand klein genug war, um das querliegende lamm in der geburt zu drehen und anschliessend herauszuziehen.

ich selbst habe auch zwischendurch mal 2 jahre kein fleisch gegessen. in meinem bekanntenkreis sind einige dabei, die keins essen und auch einige, die gar keine tierischen produkte zu sich nehmen.

aber - es sind unter diesen weder vegetarier, noch veganer. es sind einfach leute, die kein fleisch oder keine tierischen produkte essen oder trinken.

womit wir zu einem weiteren punkt kommen:

jugend, pubertät, entwicklung, rebellion.

die pubertät ist der abschnitt, in dem ein mensch sich vom kind zum erwachsenen entwickelt. das ist immer ein selbstfindungsprozess, der auch was zu tun hat, traditionen und althergebrachtes infrage zu stellen und seine individualität zu beweisen.

jede generation hat ihre eigenen mittel, ihr anderssein zu beweisen.

die 50er brachten rockn roll und die damit verbundene mode, wie nylonstrümpfe, knielange ausgestellte kleider, jeans - nicht nur für junge männer, sondern auch für junge frauen. in den 60ern war es die beat-musik. in den 70ern war es die mode und die frisur. jungen liessen sich die haare lang wachsen, mädchen trugen miniröcke und schuhe mit plateausohlen, es wurde rockmusik gehört und psychodelic... ende der 70er begann dann die ära der "rocker" - wer zu jung für ein motorrad war, hatte eine mofa oder ein "kleinmotorrad". dazu gehörte dann hardrock, lederhose, disco, bier. die andere "szene" der protestler bildeten die junghippies, die demonstrationen organisierten, die sich im indischen schlabberlook kleideten, teils aus der kirche austraten und z.b. buddhisten wurde. aus dieser ära enspringt auch die partei der grünen. die 90er begannen mit techno, leoparden, zebra, giraffen und sonstigen tiermustern in der kleidung. das gepflegte outfit wich schlabberjeans, oversize pullovern und leggins oder - technostyle waren hautenge kunstfaserklamotten mit glitzeraufdrucken...

diese liste lässt sich fortsetzen - nach unten hin bis ins mittelalter und nach oben hin bis in die jetztzeit.

ernährung ist häufig eine form von protest, sich dem einfluss der eltern zu entziehen. dazu gehört sowohl veganismus, vegetarismus, aber auch erhöhter konsum von junkfood oder die komplette essensverweigerung.

du und deine freunde - ihr seid kinder eurer zeit ;))

so wie jeder ein kind seiner zeit ist...

und immer hat die generation davor plötzlich mal vergessen, dass sie im gleichen alter im prinzip genauso waren...

leute, die allergien und ADHS für modeerscheinungen halten, finden es merkwürdig, dass ich seit ein paar jahren kein getreide mehr konsumiere und dabei weder irgendein "tarier" noch sonstwas bin.

so... etwas lang... ging nicht anders...

lg,

hufi

Mit dem Unterschied, dass Veganismus eine Chance ist, ein Weiterleben der Spezies "Mensch" auf Erden zu ermöglichen...

Ich finde eher Leute "merkwürdig", die Veganismus für eine "Modeerscheinung" halten. ;)

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@MissPommeroy





Ich finde eher Leute "merkwürdig", die Veganismus für eine "Modeerscheinung" halten. ;)


Dein gutes Recht!

Allerdings kann man auch dieses "Luxus-Gefühl" nur so lange haben und vertreten, wie man in einem Lebensmittelüberflussland lebt - nebst der zuverlässigen Quelle an Nahrungsergänzungsmitteln!

In wie vielen Ländern dieser Erde kennt man denn die Modeerscheinung "vegan" überhaupt? Und ich spreche jetzt nicht von weiteren Überfluss-Ländern.

Ohne Veganismus hat die Spezies Mensch übrigens schon recht lange überlebt - wird diese Modewelle ganz sicher auch überleben und wer weiß was als nächstes kommt..... 

.... ach, es rollt ja bereits der Insekten-Burger auf uns zu...... kann man, muss man aber auch nicht mitmachen! ^^



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@auchmama

Is(s)t es nicht vielmehr als Dekadenz einer sog. "Wohlstandsgesellschaft" zu bezeichnen, Tierprodukte zu konsumieren - deren "Erzeugung" ein Vielfaches an Pflanzen, Wasser und anderen Ressourcen benötigt, als die Pflanzen direkt zu essen ?

Dies hat zur Folge z. B. Pestizide, Gülleseen, Zivilisationskrankheiten, Regenwaldabholzung und -rodung, Gensoja, usw...

"Ohne Veganismus hat die Spezies Mensch übrigens schon recht lange überlebt..."

Ja, hat sie - aber um welchen Preis ??

Ich weiss, was als Nächstes kommt, wenn die Fleischgier der Menschen weiter voranschreitet - das möchtest du aber gar nicht wissen !

Jean Ziegler sagt einmal:

"Jeder Bissen Fleisch ist ein Schlag in das verweinte Gesicht eines hungernden Kindes!"

Wer also lebt denn hier den "Luxus" ??

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@MissPommeroy



Eine ausgewogene Ernährung, die sich seit Urzeiten bewährt hat, als "Dekadenz" zu bezeichnen, da gehört schon echt was dazu ;-)

Außerdem wäre die Menge Pflanzen, ohne Einsatz entsprechender Gifte, oder gar Abholzung von irgendwelchen Flächen, damit diese Pflanzen überhaupt irgendwo wachsen können, damit alle satt werden "könnten", gar nicht möglich!

Kinder hungern zu sehen, ist für mich mehr als ein Schlag ins Gesicht eines jeden hungernden Kindes! Sehr viele müssen sich aber noch mit einem Schüsselchen Reis o.ä. am Tag zufrieden geben - haben aber keine weitere Möglichkeit, entsprechende Vitamine irgendwie zuzuführen!

Übrigens glaube ich nicht, dass Du von kleinsten Kindesbeinen an, vegan ernährt wurdest!? Und warum sollte das nun ab sofort jemand seinen Kindern antun?

Aber, wie schon erwähnt, wenn man selbst wie die "Made im Speck "- ähm sorry, natürlich die "Raupe auf dem Salatblatt" -  lebt und nur den Arm ausstrecken braucht, um sich mit irgendwelchen Vitaminen nebenbei zu versorgen, der kann sich jeder noch so absurden Neigung mit Wonne und Hingabe widmen. 

Man sollte bitte nur dabei bedenken, dass es auch gebildetere Menschen gibt, die nicht alles glauben "müssen", was hier leider viel oft, von oben herab und mit Tränendrüsenmentalität, von sich gegeben wird!

Auf irgendein Zitat, eines berühmten Menschen, verzichte ich jetzt ganz bewusst - aber ganz sicher nicht auf eine ausgewogene Ernährung ;-)



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@auchmama

Wieder einmal beweist du, dass es mit deinem Wissen bzgl. der veganen Lebensweise nicht allzu weit her ist - dafür "punktest" du mit jeder Menge unhaltbarer Vorurteile...

Du willst dich gar nicht damit auseinandersetzen - menschlich gesehen sogar ein Stück weit verständlich und nachvollziehbar.

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@MissPommeroy

Was Du grad beweist, da komm ich einfach nicht drauf. Ich denke aber auch nicht weiter drüber nach ;-)

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@MissPommeroy

Jaha! 

Aber falls Du es inzwischen verdrängt hast, Deine ganz sicher auch! 

Somit war auch diese Verwünschung vollkommen überflüssig ;-)

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@auchmama

Wo siehst du hier denn eine "Verwünschung ?"

Ich meinte es derart, dass jeder Mensch - in seinem ganz individuellen Tempo - die Lektionen des Lebens und der Menschwerdung lernen wird...

Dies geschieht in mehreren Leben bzw. Existenzen auf Erden...

Darfst mich nun gerne auch noch in die "Esoterik"-Schublade stecken - das macht das sprichwörtliche Kraut auch nicht mehr fett ...;)

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@auchmama

Hast deine Saat anscheinend nicht genug gegossen - die armen Pflanzen...;)

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Guten Morgen,

hach, die Ernährung. Ein Thema, was immer mal wieder zu Streit und Konflikten führt.

Meine Elterngeneration ist die klassische Nachkriegsgeneration. Da gab es am Sonntag einen Sonntagsbraten und das war etwas Besonders und somit eines der Highlights der Woche. Nun leben wir in einer Zeit, wo es alles im Überfluss gibt, Massentierhaltung und Fleisch für 1,99 Euro beim Lidl. Fleisch ist ein billiges Massenprodukt geworden, welches auch im Konsum von jüngeren Personen nicht mehr geschätzt wird. Es ist nicht mehr die "Einmal-Pro-Woche-Zeit", sondern Fleisch gibt es eigentlich zu jedem Essen. Eher schwierig ein Essen zu finden, welches Fleisch frei ist.

Und da ist der Konflikt begründet. Ein Highlight einer Generation trifft auf die Ablehnung einer jüngeren Generation. Hier entsteht Konfliktpotenzial.

Zur Massentierhaltung noch ein Satz. Habe vor Jahren mal das Buch "Tiere essen" von Jonathan Safran Foer gelesen. Kann ich nur empfehlen. Zeigt auf, wie sehr wir von einem ethisch korrekten Fleischkonsum abgewichen sind.

Viele Grüße und startet gut in den Tag

Howard

Ein Thema, was immer mal wieder zu Streit und Konflikten führt.

Woran das wohl liegen mag, lieber Howard...

Nun leben wir in einer Zeit, wo es alles im Überfluss gibt, Massentierhaltung und Fleisch für 1,99 Euro beim Lidl. Fleisch ist ein billiges Massenprodukt geworden

Lieber Howard, ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade die Leute, die "Massentierhaltung" in den Mund nehmen, versuchen aus 1,99-Preisen Haltungsbedingungen abzuleiten und Lidl für eine Firma hält, die den Landwirten Vorschriften macht, wie sie die Tiere zu züchten haben, diejenigen haben nach meiner Erfahrung noch nie in ihrem Leben ein Nutztier gesehen und auch noch nie im Leben einen Bericht über eine Leistungsprüfung von Zuchttieren, wo auch unter Anderem die Aufwandkosten vermerkt sind.

Das ist leider das, was ich hier immer und immer wieder erlebe. Diejenigen, die sich als Experten mimen, benutzen Laienbegriffe wie "Massentierhaltung" und haben von Nutztierhaltung keinen blassen Schimmer.

Da ist es logisch das es da zu Konflikten kommt. Vor allem wenn man mit einem so negativ besetzen Begriff wie "Massentierhaltung" den Landwirten - die Lidl beliefern - indirekt Straftaten wie Tierquälerei und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz (Antibiotikamissbrauch) und gegen die Hygieneverordnungen (Sauberkeit in den Ställen) indirekt unterstellt.

Sowas nenne ich juristisch ganz klassisch eine Verleumdung!

Es ist nicht mehr die "Einmal-Pro-Woche-Zeit", sondern Fleisch gibt es eigentlich zu jedem Essen

Und darüber kann man froh sein. Der Luxus besteht eben genau darin Fleisch jeden Tag kaufen zu können und Bananen im Winter kaufen zu können. Mit nur einem kleinen Unterschied: Deutschland kann Fleisch zu über 100% selbst produzieren (inklusive Futtermittel). Das nennt man Selbstversorgungsgrad. Dieser Selbstversorgungsgrad liegt übrigends bei Gemüse bei 40% und bei Obst sogar nur bei 20%.

Es ist daher auch nicht nur vollkommen logisch, dass hier ein großes Angebot an Fleisch gibt, es ist sogar ökologisch und ökonomisch völlig nachvollziehbar.

Warum sich einige eine Zeit von "nur einmal in der Woche Fleisch" wünschen, begreife ich nicht. Dann sollte man aber auch konsequent sein und auch Zitrusfrüchte und Bananen sehr rar anbieten. Frag uns Ossis, wir haben damit Erfahrung.

Und da ist der Konflikt begründet. Ein Highlight einer Generation trifft auf die Ablehnung einer jüngeren Generation.

Nein lieber Howard. Das Konfliktpotential ist darin begründet, dass diejenigen die dogmatisch auf Fleisch verzichten nicht einfach nur verzichten, sondern nebenher noch mit "Massentierhaltung" sätmliche Bauern indirekt verleumden. Das was dieser Begriff alles suggeriert ist an den Haaren herbeigezogen. Und zwar von Leuten, die noch nie im Leben ein Stall von innen gesehen haben. Und mit diesem Halbwissen gehen oft diese besagten fleischverzichtenden Viehwirtschaftslaien auf Missionskurs. Und auch mit solchen Forderungen: "Mensch verzichte doch mal auf Fleisch" oder "Früher hats auch nur einmal Fleisch gegeben. Mach es mal wie früer". Und das ist das wo der Konflikt entsteht. Fachfremde Laien mischen sich in die Essgewohnheiten von anderen ein. Streng genommen verletzt man damit den Freiheitsgrundsatz der Persönlichkeitsentfaltung. Wie würden Andere reagieren, wenn ich denen ständig vorhalte: "ess mal weniger Bananen, wir haben früher auch keine gehabt".

Das ist einerseits der Konfliktherd. Der andere ist der, dass man mit an den Haaren herbeigezogenen Halbwissen Landwirte verleumdet. Und diese Massenverleumdung scheint irgendwie nicht nur ein Volkssport zu sein, sondern auch weitestgehend geduldet. Und wenn man dann diese laienhaften Behauptungen von "16kg bestes Brotgetreide wird verfüttert" über "16 Kubikmeter bestes Trinkwasser verschwindet im Fleisch" über "die Tiere hängen an Antibiotikapumpen" bis "alle Tiere leiden unheimlich" korrigiert, dann wird man von der Gegenseite nur angegiftet.

Und ein ganz großer Konfliktherd ist, wenn man mit solchen an den Haaren herbeigezogenen Unwahrheiten wie "Fleisch verursacht Welthunger" andere Menschen für alles Übel verantwortlich macht.

Darin bestehen die Konfliktherde. Es liegt nicht an denen, die Fleisch essen und "nicht aufgeklärt" sind. Es liegt an denen, die sich als "Experten" tarnen und von imaginärer "Massentierhaltung" ihr Halbwissen weiterreichen.

Zur Massentierhaltung noch ein Satz. Habe vor Jahren mal das Buch "Tiere essen" von Jonathan Safran Foer gelesen.

Und genau solche Bücher sind brandgefährlich. US-amerikanerinische Fleischverzichter haben keine Ahnung von deutscher Landwirtschaft. Wie auch; deutsche dogmatische Fleischverzichter haben davon auch meist kein Schimmer. Und alle die "Massentierhaltung" als eine Standardhaltung sehen haben erst recht keine Ahnung.

Ich habe dagegen eine viel bessere Empfehlung: https://www.die-deutschen-bauern.de/tag-des-offenen-hofes-580138

< Das sollte man nutzen. Tausend mal seriöser als amerikanische Bücher von fachfremden Laien.

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Zeigt auf, wie sehr wir von einem ethisch korrekten Fleischkonsum abgewichen sind.

Eher weniger. Solche Bücher von solchen Autoren zeigen deutlich auf wie sehr man an der Wirklichkeit herumschrauben muss, damit man Fleisch als Teufelswerk hinstellen kann. Solche Bücher von fachfremden Laien wie Foer, Duve, Joy, Sezgin und wie sie alle heißen, sind meiner Ansicht nach brandgefährliche Literatur, weil man seine Nichterfahrung von Viehzucht noch mit mehr Halbwissen erweitert. Das ist genauso als wenn ich einen 5-Klässler 20 Bücher gebe, wo von vorn bis hinten behauptet wird, dass PI gleich 4 ist. Das wird der so in sich festigen, dass er das sogar in der Abiturprüfung abrufen wird.

Und wenn man Panik schürt und alles schlecht redet und dann die einzig Superlösung gleich parat hat, dann werden die Leser sowieso gefesselt.

Regel nummer eins: Auf jeder Seite muss "Massentierhaltung" stehen, jeder praktiziert es und ist indirekt ein Tierquäler. Der wirtschaftliche Fakt, dass man mit gequälten Nutztieren keine Leistung (also Milch oder Fleisch) erziehlt, wird völlig ignoriert. Und nicht nur ignoriert, es wird das krasse Gegenteil behauptet. Und dann noch so voll an den Haaren herbeigezogenen Behauptungen, dass das sowieso jeder macht, der kein Bio-Siegel führt.

Regel nummer zwei: Ständiges wiederholen. Der Leser muss dieses Halbweisheiten auswendig können und auf Abruf wiedergeben können.

Regel nummer drei: Fleisch als Ursache für allen Übels präsentieren. Und wenn es nicht der Wahrheit entspricht, dann muss man sich halt verbiegen, bis man es so hinstellen kann, wie man es gerne hätte.

Regel nummer vier: Superlösung präsentieren: Mit vegan wird alles besser.

Solche Literatur ist laienhaftes Halbwissen auf Papier gedruckt.

Fachliteratur hat Fachbegriffe. Aber Begriffe wie "Rohfaseranteil", "Frischmasse", "Trockenmasse TM" und "Energie in MJ" schreckt doch jeden ab, der noch keine Ahnung von Viehzucht hat. Da hat man es mit "Massentierhaltung" und "zusammengefrecht" und "Antibiotika gepumpt" und anderen Unwahrheiten viel einfacher. Dabei wäre aber die Fachliteratur viel viel besser, um ein Verständnis von Viehzucht zu bekommen. Und natürlich der Stallbesuch.

Konflikherde sind aber, wenn Menschen stattdessen zu Hause Literatur von fachfremden US-amerikanischen Laien lesen und dieses Halbwissen dann versuchen weiter zu reichen. Und erst recht wenn sie dann auch noch auf Menschen treffen, die Fachwissen aufweisen können. Und da entstehen die Konflikte.

Es ist wie als wenn dir jemand ständig versucht zu erklären, dass München die Hauptstadt von der Antarktis ist.

Viele Grüße und startet gut in den Tag
Howard

Dir auch Howard und viele liebe Grüße von deinem Lieblings-Omni

(BG)

4
@omnivore17

Moin Omni,

hab tatsächlich mit einem Kommentar von Dir gerechnet.

Ich verleumde hier Niemanden. Habe auch nicht geschrieben, dass das Fleisch von Lidl schlecht ist oder so. Habe da sehr auf meine Formulierung geachtet.

Wir haben ja schon einmal telefoniert und Du weißt, dass ich weder vegan noch vegetarisch lebe. Ich verzichte häufiger Mal auf Fleisch, aber Fleisch gehört zu meiner Ernährung dazu. Aber wenn ich Fleisch kaufe, dann meist von einem lokalen Schlachter, wo ich so halbwegs eine Ahnung habe, wo das Fleisch herkommt. 

Bücher von Autoren wie Foer halte ich für einen Meinungsbericht einer Person. Der hat seine Erfahrungen mit der Fleischindustrie gemacht und diese dokumentiert. Und ja, es gibt "schwarze Schafe" unter den Produzenten. Definitiv. Gibt auch viele dokumentierte Fälle. Ob das viele Fälle sind oder nur Ausnahmen, da mag ich nicht zu beurteilen.

Ich bin immer der Meinung: Jeder soll sich so ernähren, wie er will. Wenn vegan, dann vegan. Wenn jemand Tiere isst, dann ist das auch okay. So meine einfache Meinung.

Omni, Grüße in den Osten.

Howie

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@Howard, Community Manager
Ich verleumde hier Niemanden. Habe auch nicht geschrieben, dass das Fleisch von Lidl schlecht ist oder so. Habe da sehr auf meine Formulierung geachtet.

Hab ich auch nicht explizit behauptet.

Aber was dieser "Massentierhaltungs"begriff alles suggeriert, geht sehr wohl in so eine Richtung.

Omni, Grüße in den Osten.

Gruß zurück in Westen

2

Diese Frage ist unvollständig und KEINER hat nachgefragt was der Fragetseller hier unter:

Oft bekomme ich aber mit, dass gerade Erwachsene damit ein Problem haben und teilweise versuchen den Jugendlichen über die Autoritätsschiene zum Fleisch essen zu bewegen.

versteht. jetzt stellt sich heraus dass dieses "oft" ganze 2 mal bedeutet:

2 mal habe ich schon mitbekommen wie meine Freunde von fremden Erwachsenen belästigt wurden.

auch hier ist nicht klar wie er DAS genau herausgefunden hat:

Bei anderen Erwachsenen tolerieren die aber den Fleischverzicht.

läuft er den Erwachsenen hinterher bis diese einen Erwachsenen Verzichter treffen und lauscht mit? oder wie hat er das denn herausbekommen, dass die gleichen Erwachsenen das bei Erwachsenen tolerieren?

Also ist die Frage schon rein provokativ gestellt die den armen unterdrückten Verzichter der "oft" (also 2 mal von 82Mio Menschen (nicht mal promille Bereich)) unter den bösen Mischköstler zu leiden hat nicht essen kann was er will. Die Frage bedient nur Klischees und Vorurteile weil Jahrelang der Mischköstler vom Verzichter drangsaliert wurde will man eben auch mal von der Opferrolle "kosten"...

Dann erklärt sich auch dein Eingangssatz:

hach, die Ernährung. Ein Thema, was immer mal wieder zu Streit und Konflikten führt.

ganz gut denn wenn mit "gezinkten Karten" gespielt wird, statt Daten, Fakten und Zahlen zu nennen entsteht auch Streit... welche Rolle der Verzichter in diesem "oft" Zusammenstoß gespielt hat und wie es wirklich ablief bleibt weiterhin im Dunkeln denn zum Streiten gehören immer mindestens 2...

Es ist nicht nur beim Thema essen ein Zeitalter angebrochen in dem man sich allzugern in die reihe der Vertriebene, Unterdrückten und unter Zwang leidenen stellt um das zu bekommen was man will und um seine Ideologie durchzusetzen... funktioniert ja auch hier auf GF ganz gut. Alle hauen auf den "Störenfried" ein ohne beide versionen zu kennen.

kennst du dazu vieleicht auch ein Buch wie sehr wir vom ethisch korrekten argumentieren abgewichen sind?

Grüße aus dem Westen in den Westen

2
@wickedsick05

Moinsen wickedsick05,

was unter "oft" fällt, kann ich auch nicht beantworten. Das kann nur der Fragesteller.



Die Frage bedient nur Klischees und Vorurteile 

In meinen Augen eine Frage, die man so stellen darf. Aber wenn Vorurteile enthalten sind, dann gerne verbessern und eine Gegenrede starten (was ja gemacht wird).



kennst du dazu vieleicht auch ein Buch wie sehr wir vom ethisch korrekten argumentieren abgewichen sind?

Ich finde diese Art von einem Austausch von Argument ist eine ethisch korrekte Argumentation.

Viele Grüße

Howard

0
@Howard, Community Manager
In meinen Augen eine Frage, die man so stellen darf. Aber wenn Vorurteile enthalten sind, dann gerne verbessern und eine Gegenrede starten (was ja gemacht wird).

Kommt auf die Betrachtungsweise darauf an. Ich finde es - und das weißt du - ziemlich einseitig, denn was der eine sagen darf, darf der andere nicht erwidern. Ich spreche da aus mehrjähriger Erfahrung.

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@omnivore17

"...denn was der eine sagen darf, darf der andere nicht erwidern. Ich spreche da aus "mehrjähriger" Erfahrung."

Ich erinnere diesbezüglich mal nur an die schnöde Frage nach einem vegetarischen Rezept für vegetarische Bolognesesoße...

Schon das konntest du nicht ertragen, ohne deinen antiveganen Lobbyismus-Senf darunterzuschmieren...

Aber Hauptsache, Veganer missionieren - und nerven !

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@MissPommeroy
Aber Hauptsache, Veganer missionieren - und nerven !

Na wenn du es selbst sagst, dann brauch ich da ja nix hinzuzufügen.

PS: Was eure Kollegen hier alles für Schauermärchen über Fleisch- und Milchprodukte in neutralen Fragen verbreiten, ist definitiv schlimmer! Also mal schön in den Spiegel schauen, bevor man anderen Menschen Vorwürfe macht! Nur ein kleiner Rat von mir aus alter Bekanntschaft

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@omnivore17

Ich mache denjenigen Vorwürfe, die die "Schauermärchen" und das Leid gegenüber Wehrlosen verharmlosen und als "normal" bezeichnen !

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Warum müssen manche Vegetarier und Veganer immer versuchen andere zu bekehren?

Ich verstehe nicht wieso manche Vegetarier und Veganer immer penetrant versuchen müssen anderer zu bekehren, letztendlich ist es doch die freie Entscheidung von jedem selbst was er/sie essen will

Ich selbst bin Pescetarier, esse also kein Fleisch und keine Wurst, unter anderem weil ich die Massentierhaltung ablehne, bei manchen Fleischsorten und insbesondere bei Wurst weil es gesünder ist, ich esse aber Fisch (keinen Zuchtfisch)

Wenn man einmal versucht andere mit logischen Argumenten zu überzeugen, dann ist das völlig ok, aber wenn es nicht klappt, dann immer penetran nachzuhaken finde ich falsch, kann man nicht jedem seine Meinung lassen

Es soll ja sogar Menschen geben, die ihre Beziehungen beenden, weil ihr Partner/ ihre Partnerin sich nicht bekehren lässt oder Eltern, die ihre Kinder dafür bestrafen, ich finde ich geht viel zu weit.

Das selbe betrifft übrigens auch Fleischesser, die es andersrum bei Vegetariern versuchen, solche Fälle erlebt man insbesondere bei vegetarischen Kindern und normal Essenden Eltern.

Ist es wirklich zu viel verlangt, ein bisschen gegenseitige Toleranz zu verlangen ?

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