Warum ist Luzifer bzw. der Teufel eigentlich böse geworden?

14 Antworten

Halo Prage99,

die Bibel beantwortet Dir diese gute Frage wie folgt:

(Luzifer = Lucifer = Glänzender bzw. frei übersetzt in Bezug auf seinen hellen blendenden Glanz: "Blender");

Jesaja 14:12 O wie bist du vom Himmel gefallen, du Glänzender, Sohn der Morgenröte! Wie bist du niedergehauen worden zur Erde, du, der die Nationen entkräftete! 13 Was dich betrifft, du hast in deinem Herzen gesagt: ‚Zu den Himmeln werde ich aufsteigen. Über die Sterne Gottes werde ich meinen Thron erheben, und ich werde mich niedersetzen auf den Berg der Zusammenkunft in den entlegensten Teilen des Nordens. 14 Ich werde über die Wolkenhöhen aufsteigen; ich werde mich dem Höchsten ähnlich machen.‘

und

Hesekiel 28:14 Du bist der gesalbte Chẹrub, der schirmende, und ich habe dich [ein]gesetzt. Auf dem heiligen Berg Gottes befandest du dich. Inmitten feuriger Steine wandeltest du umher. 15 Du warst untadelig in deinen Wegen von dem Tag deiner Erschaffung an, bis Ungerechtigkeit an dir gefunden wurde.

Hesekiel 28:16, 17 16 Wegen der Menge deiner Handelsgüter füllten sie dein Inneres mit Gewalttat, und du begannst zu sündigen. Und ich werde dich entweihen, hinweg vom Berg Gottes, und ich werde dich vernichten, o Chẹrub, du schirmender, aus der Mitte der feurigen Steine. 17 Dein Herz wurde hochmütig wegen deiner Schönheit. Du verdarbst deine Weisheit ob deiner strahlenden Pracht. . . .

Zusammenfassend also: Er wurde Böse aus Macht- und Habgier. 

Das war auch zu Zeiten Jesu noch so. Hier was Jesus erlebte:

Lukas 4:5, 6 5 Da brachte er ihn hinauf und zeigte ihm in einem Augenblick alle Königreiche der bewohnten Erde; 6 und der Teufel sagte zu ihm: „Dir will ich diese ganze Gewalt und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben worden, und wem immer ich [sie zu geben] wünsche, dem gebe ich sie. 

Diesem Teil seines Angebotes widersprach Jesus nicht.

Gleiches gilt also bis heute, allerdings mit einer Einschränkung: In den Himmel darf Satan gemäß der Bibel seit 1914 nicht mehr:

Offenbarung 12:7-9 7 Und Krieg brach aus im Himmel: Mịchael und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften, 8 doch gewann er nicht die Oberhand, auch wurde für sie keine Stätte mehr im Himmel gefunden. 9 Und hinabgeschleudert wurde der große Drache — die Urschlange —, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert. 

Offenbarung 12:12 . . .Wehe der Erde und dem Meer, weil der Teufel zu euch hinabgekommen ist und große Wut hat, da er weiß, daß er [nur] eine kurze Frist hat.“

Das ist heute! Die "kurze Frist" läuft bald ab!

In gewisser Hinsicht wird sein Handlungsspielraum immer enger, denn

Offenbarung 6:2 . . .Und ich sah, und siehe, ein weißes Pferd; und der darauf saß, hatte einen Bogen; und es wurde ihm eine Krone gegeben, und er zog aus, siegend und um seinen Sieg zu vollenden.

Symbolisch langt man mit dem Bogen auf Distanz hin. Der Sieg wird vollendet weil eine große Volksmenge eingesammelt wird aus allen Nationen. In dieser Beziehung greift er ein:

Matthäus 24:14  Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.

Satan stachel bis heute Menschen im Widerstand gegen Christus und seinen himmlischen Vater an:

Offenbarung 16:14 Sie sind tatsächlich von Dämọnen inspirierte Äußerungen und vollbringen Zeichen, und sie ziehen aus zu den Königen der ganzen bewohnten Erde, um sie zu versammeln zum Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen. 15 „Siehe! Ich komme wie ein Dieb. Glücklich ist, wer wach bleibt und seine äußeren Kleider bewahrt, damit er nicht nackt einhergehe und man seine Schande sehe.“ 16 Und sie versammelten sie an den Ort, der auf hebräisch Har-Magẹdon genannt wird.

Dann wird "seine Welt" vergehen und durch das weit bessere Reich ersetzt, um das Christen im Vater unser beten.

Abschließend nochmals ein Gedanke zu seiner Bosheit:

Wie weit geht er darin?

Jesaja 14:20 . . .denn du hast dein eigenes Land ins Verderben gebracht, du hast dein eigenes Volk getötet. Auf unabsehbare Zeit wird die Nachkommenschaft von Übeltätern nicht genannt werden.

Ich gehe soweit zu sagen, das er der größte Feind menschlichen Lebens ist, seit Anbeginn der Menschheit!

Beste Grüße

JensPeter

Ja, so ein richtig ordentliches Feindbild ist immer nützlich bei der Verortung der eigenen Position.

Existierte der Teufel nicht, dann müßte er erfunden werden.

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ja ja, ich finde es immer total lustig, wenn menschen auf fragen nur mit stumpfsinnigen zitaten aus märchenbüchern antworten, ohne eigene zeilen, ideen und meinungen von sich selbst mal zu schreiben.........lächerlich, wenn man sowas schreiben muss, weil man einfach nur und ohne nachzudenken märchenbücher liest und diese dann auch noch glaubt..........

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Hallo Prage99,

der Teufel tritt erstmalig im Schöpfungsbericht der Bibel in Erscheinung. Dort wird zwar noch nicht der Begriff "Teufel" verwendet, doch tritt er mittels einer Schlange an die Menschen heran. Die Schlange benutzte der Teufel natürlich nur als ein Werkzeug, um die Arglosigkeit Evas auszunutzen.

Ursprünglich war der Satan einer der vielen treuen Engel Gottes. Als jedoch die beiden ersten Menschen ins Dasein kamen, entwickelte sich in ihm der Wunsch, von diesen angebetet zu werden. Nun dachte der Teufel nicht lediglich über diesen Wunsch nach, sondern setzte diesen auch in die Tat um. Es gelang ihm durch das Gespräch mit Eva, diese davon zu überzeugen, das ein Weg, unabhängig von Gott, für sie der bessere ist (siehe den Bericht in 1. Mose 3:1-5). Danach schloss sich ihr Mann, Adam, ihrem Lauf an. Dadurch kam die Sünde in die Welt und die Menschen gerieten, ohne dass ihnen das so richtig klar war, unter die Herrschaft des Satan, denn nun hatte er das Zepter in die Hand genommen.

Dass der Einfluss des Teufels die Menschen nicht in ein gutes Zeitalter führte, zeigte sich einige Generationen später, in der Zeit vor der Sintflut. Über die in dieser Zeit lebenden Menschen heißt es in der Bibel: "Da sah Jehova, dass die Schlechtigkeit des Menschen ausnehmend groß war auf der Erde und dass jede Neigung der Gedanken seines Herzens allezeit nur schlecht war" (1. Mose 6:5).Dieser desolate Zustand lässt ganz sicher Rückschlüsse auf den Teufel zu. Wenn sein Einfluss dazu führte, dass die Menschenwelt sich so zum Schlechten entwickelt hatte, dann muss er selbst auch schlecht und böse sein.

Das zeigt sich besonders in unserer Zeit, in der sein Einfluss sogar noch deutlich zugenommen hat. Darüber sagt die Bibel voraus: "Und hinabgeschleudert wurde der große Drache — die Urschlange —, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert" (Offenbarung 12:9). Wenn man die heutige Welt betrachtet, hat man dann nicht tatsächlich den Eindruck, der Teufel sei los? Wenn man sieht, wie Menschen mit anderen Menschen umgehen, wie sinnlos gemordet und zerstört wird, wie brutal und gefühllos oft vorgegangen wird, tritt dann nicht deutlich zutage, dass wir unter einer unsichtbaren bösen Macht stehen?

Doch Gott wird dem Treiben des Teufels bald ein Ende setzen. Ebenso im Buch der Offenbarung wird über ihn vorausgesagt: "Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabkommen mit dem Schlüssel des Abgrunds und einer großen Kette in seiner Hand. Und er ergriff den Drachen, die Urschlange, welche der Teufel und der Satan ist, und band ihn für tausend Jahre. Und er schleuderte ihn in den Abgrund und verschloss [diesen] und versiegelte [ihn] über ihm, damit er die Nationen nicht mehr irreführt" (Offenbarung 20:1-3).

Dieses wird sich als eine segensreiche Zeit erweisen, nicht nur, weil dann der Teufel keine Macht mehr über Menschen ausübt, sondern besonders deswegen, weil dann die 1000-jährige Friedensherrschaft des Messias beginnt. Die Menschen, die dann leben, werden sich bereitwillig dieser Herrschaft unterwerfen und werden in einem vollkommenen Maß die Segnungen Gottes verspüren können.

LG Philipp

Na, dann warten wir doch mal auf den Engel und den Anbruch der neuen Zeit ...

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die schönste und "segensreichste" zeit wird die sein, wenn es keine religionen und märchenbücher dieser religionen mehr gibt.............wenn der mensch endlich mal seinen eigenen verstand nutzt und sieht, dass, egal wie er lebt, auch er nur klein und vergänglich ist......und egal an was er glaubt, dass alles dann mal zerstört wird, wenn die sonne das ganze sonnensystem mit ALLEN gläubigen wesen darin verschluckt.............und was würde ein gläubiger dann dazu sagen?...........

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@DerBuddha

Das Problem liegt nicht in den Religionen an sich, sondern an dem Missbrauch von Religion. Leider ist das im Laufe der Jahrhunderte immer wieder in schlimmem Ausmaß geschehen. Und heute sieht es keineswegs besser aus.

Das bringt einige, und dazu zählst offensichtlich auch Du , zu dem Gedanken, dass eine Welt ohne Religion viel besser wäre. Stimmt das jedoch? Wurzelt die Schlechtigkeit nicht im Herzen des Menschen? Hätte man also, wenn man die Religionen abschaffen würde, das Schlechte beseitigt? Wohl kaum.

Das von Dir angeführte Szenario würde bestimmt so ablaufen, wenn es tatsächlich keinen Gott gäbe, der das Universum und damit auch unser Sonnensystem ins Dasein gebracht hat. Doch genau dieser Schöpfer, dem keinerlei Grenzen gesetzt sind und der letztendlich bestimmen kann, was in seinem Universum geschieht und was nicht, ließ über den Bestand der Erde folgendes voraussagen:" Er hat die Erde auf ihre festen Stätten gegründet; sie wird auf unabsehbare Zeit oder für immer nicht zum Wanken gebracht werden" (Psalm 104:5).

LG Philipp

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Auch wenn es etwas spät ist....

.... Luzifer (Satan, Teufel, Samael, der Lichtbringer,...) wurde, bei der Erschaffung der Menschen eifersüchtig. Denn bis dahin schien es, als sei er Elohims Liebling: der Begabteste, Schönste und Gehorsamste. Denn immerhin brachte er das Licht (sinnbildlich die Erleuchtung). Doch Elohim liebte die Menschen, da er ihnen den freien Willen gab. Luzifer aber, dachte, in Eden kann der Mensch diesen freien Willen nicht ausleben und war der Überzeugung, dass Elohim, hätten die Menschen wirklich die gesamte Wahl, also auch zwischen Gut und Böse, würden diese Böses tun und sein Vater würde die Menschen nicht mehr lieben und sich wieder ihm zu wenden. Also sandte Luzifer die Verführung, in Form einer Schlange (in manchen Überlieferungen Lilith), zu Adam und Eva, wohl weisslich, was die Folge sei. Eva biss in den Apfel und verführte Adam zu Selbigem. So wurden beide aus dem Paradies verbannt (1. Erbsünde). Aber, dieses Urteil brachte den Menschen erst die Möglichkeit zur Wahl. Und zwar alles zu tun, und jeder sein zu können. Es entstanden Habgier, Neid, Völlniss, Hochmut, Jähzorn, Trägheit und Wollust ( die sieben Todsünden). Luzifer wähnte sich bei der Erfüllung seines Wunsches. Doch Elohim liebte die Menschen weiterhin. Dies Verstand Luzifer nicht. Elohim jedoch war zufrieden, denn nun gab es auch Liebe, Hoffnung, Mitgefühl, Zuneigung, Gnade und vieles mehr. All dies hatten die Menschen zur Auswahl und konnten sich frei entfalten. Luzifer war nun erzürnt, denn er fühlte sich benutzt. Seinem Wunsch wurde auch nicht entsprochen. So wurden Widerwille und Trotz in ihm Geboren. Er sammelte Anhänger um sich und sähte Zwietracht unter Elohims Erstgeborenen. Es kam zur Rebellion und schließlich zum Krieg im Himmel. Doch Luzifer wurde besiegt und zur "Strafe" zum Herrscher der Hölle gemacht (Höllensturz). Dort ist er der Ankläger und sorgt für gerechte Strafen für "gefallene" Menschenseelen. Doch auch für diese Seelen gibt es Hoffnung auf Erlösung.

Ist Luzifer also "Böse"? Wenn du mich fragst, nein. Er ist die zweite Seite einer Medaille. Gut und Böse sind nicht von einander trennbar. Das eine, kann nicht ohne das andere. Luzifer verführt uns auch nicht, denn der Mensch hat den freien Willen. Luzifer wird nur gerne als Sündenbock benutzt um eine metaphysische Entschuldigung oder Erklärung für das Schlechte in der Welt zu haben.

Es konnte auch nur Luzifer sein, der schlussendlich über die Hölle wacht, denn er ist der Lichtbringer, der die Erleuchtung/ Erkenntnis bringt. Die zur Hölle verdammten Seelen können nämlich erst rehabilitiert werden, wenn sie verstehen, was ihre Taten verursacht haben. Dann können sie geläutert in den Himmel aufgenommen werden und Erlösung finden. Denn Elohim versprach uns Gnade und bedingungslose Liebe. (Und so wird auch Luzifer Gnade, Erlösung und Erkenntnis erlangen.... Am Ende aller Dinge)

Ich sehe diese Dualität, also den Kampf zwischen "Gut und Böse" auch eher als Möglichkeit für den Menschen zu lernen und an sich selbst und den Geschehnissen zu wachsen.

 Er war "Sünder von Anfang an" (1 Joh. 3.8) und "Vater der Lüge" (Joh. 8.44), weil er die unendliche Schönheit und Vollkommenheit Gottes nicht ertragen konnte. Sein Hochmut bestand darin, dem Urheber des Guten nicht dienen und anbeten zu wollen, sondern selber wie Gott zu sein. Durch seine Rebellion gegen Gott hat er  in freier Entscheidung Gott und sein Reich unwiderruflich zurückgewiesen und hat sich - mit seinem Anhang - aus der Liebe Gottes herausfallen lassen.

Weil diese Entscheidung unwiderruflich ist, gibt es für Luzifer und die Dämonen keine Reue und Umkehr mehr, sie verharren im ewigen Gotteshass.

Es gibt zwei Kräfte. Die eine ist die Höchste Kraft, der Schöpfer von allem. Auf einer niedereren Ebene wurde die Negative Kraft eingesetzt; diese bringt sich fortwährend zum Ausdruck, um die äußere Welt zu bilden. Man nennt diese Kraft Brahm, sie ist zu diesem Zweck geschaffen worden. Es gibt also nichts Teuflisches …

Kabir sagt:

Gott schuf zwei Kräfte, die Negative und die Positive Kraft. Die Positive Kraft hat ihre eigene Aufgabe und die Negative bringt sich zum Ausdruck.

Die eine Kraft strebt zu ihrer Quelle, die andere geht nach außen. So gibt es genau gesagt keinen Satan, nur jene geschaffenen Kräfte: Kal und Akal, die Negative und die Positive Kraft. Beide haben ihre eigenen Aufgaben. Diejenigen, die unter der Herrschaft der Negativen Kraft stehen, lieben es, stets nach außen zu streben. Und diejenigen, die zu ihrer Heimat zurückgelangen möchten, folgen naturgemäß dem positiven Weg. Durch die Heiligen ist verkündet worden: Verbinde dich mit dem geoffenbarten Gott, genannt Naam oder das Wort, das zwei Offenbarungen hat: Licht und Ton. Wenn man damit verbunden ist, wird es einen unmittelbar zu seiner Ursprungsquelle geleiten, der Wahren Heimat unseres Vaters. Daher gibt es keinen Gegensatz, sondern die Negative Kraft wurde zum Zwecke der Schöpfung geschaffen, denn Er musste die Schöpfung erschaffen.

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