Warum haben Schüler in der DDR mit Granaten geübt?

10 Antworten

Man kann das auch ueberziehen, Speerwurf z. B. ist eine Olympische Disziplin und niemand vermutet Boeses dahinter.

Mir ist das nicht bekannt, allerdings werden diese Attrappen vorhanden gewesen sein und wurden genutzt.

A Raketen an den Grenzen, darueber muss geschrieben werden, die koennen den Nachbarn Angst und Bange machen, somit lass die Kirche im Dorf, Uebungshandgranaten werden Weltweit als Wurfgeraete verwendet.

Was für ein verzweifelter Versuch den Militarismus der DDR zu verharmlosen!

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@zetra

Hat ja zunächst mal niemand behauptet. Entscheidungen über solche Fragen sind doch wohl eher in Moskau als in Ost-Berlin getroffen worden. So wie der "Antifaschistische Schutzwall" kein Verteidigungsbauwerk war, sondern dazu diente die eigene Bevölkerung zu unterjochen, so war die militaristische Erziehung der Jugend in erster Linie ein Instrument, die Machtposition der SED nach innen zu sichern, indem man die Ängste vor Angriffen schürte und die Jugend zur Solidarität mit dem stalinistisch/kommunistisch/sozialistischen Diktatur erzog!

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@Gungrasshopper

Ich moechte mich mit dir hier nicht streiten, denke an die Hallsteindoktrin der BRD und den "Kalten Krieg". So waren die Zeiten, somit sind das Lappalien, die hier zur Diskussion stehen. Moskau, gehts noch?

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@zetra

40 Jahre Unterdrückung = "Lappalien"? Fühle mich irgend wie an Gaulands "Fliegenschiss" erinnert!

Jedenfalls wurden im Westen keine Schüler gezwungen eine militärische Grundausbildung während der Schule zu absolvieren. Im Westen waren die Zeiten eben nicht so!

"Moskau, gehts noch?" Verstehe ich jetzt überhaupt nicht. Willst du ernsthaft behaupten, dass die DDR souverän war?

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@Gungrasshopper

Das habe ich sogar von der Reichskanzlei in Magdeburg, nach der Wende auf Anfrage, bestaetigt bekommen, ernsthaft.

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@Gungrasshopper

Reichskanzlei, Bezirkskanzlei, Staatskanzlei.

Wie sich die Zeiten aendern.

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@Gungrasshopper

Du solltest deinen Mund halten, wenn du keine Ahnung hast. Militarismus und DDR in einem Atemzug zu führen, ist so absurd, als tätest du das mit Friedensliebe und USA oder Bundesrepublik mit Abrüstung.
Die Übungen innerhalb der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) fanden mit Attrappen statt und nicht mit scharfer Munition. Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Frechheit und Unbedarftheit hier Behauptungen aufgestellt werden, die jeder Grundlage entbehren.

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@thecheeky

"Militarismus und DDR in einem Atemzug zu führen, ist so absurd"

Ich fand diesen Satz so absurd!

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@Gungrasshopper

So absurd, wie alle deine Einlassungen hier zu dieser Frage und anderen Fragen,. die DDR betreffend... sei einfach still. Du kannst nur hetzen!

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@thecheeky

Vielleicht bin ich bei der Beurteilung der DDR wirklich manchmal zu harsch. Aber wenn ich hier lese, dass man in der DDR vielleicht keine anderen Dinge hatte mit denen man werfen konnte, oder dass es halt nur Attrappen waren und daher wie beim Speerwurf kein militärischer Zusammenhang dagewesen wäre, streuben sich mir einfach die Nackenhaare. Ich glaube eine solche Argumentation hättte selbst Karl-Eduard Richard Arthur von Schnitzler nicht benutzt, weil sie ihm zu primitiv erschienen wäre. Auch bei der Bundeswehr haben wir mit Attrappen geübt. Alles andere wäre viel zu gefährlich gewesen. Ich glaube kaum, dass es bei der NVA anders gehandhabt wurde. Wer eine solche Attrappe wirft, weiß was das bedeutet und wofür er da übt: Er übt für den miltärischen Ernstfall. Speere haben seit langer Zeit eine ziemlich geringe militärische Bedeutung. Handgranaten schon.

Verteidigt von mir aus Eure heißgeliebte DDR, aber beleidigt nicht die Intelligenz anderer!

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Naja die F-1 Attrappe so weit wie möglich zu werfen und eine richtige F-1 anzuwenden ist schon ein Himmelweiter Unterschied. Wen du die so wie im Sportunterricht wirfst kannst du sie gar nicht so weit werfen das du dich nicht selbst gefährden würdest. Die F-1 ist einen Verteidigungshandgranate mit einem Splitterradius von bis zu 200 m. Die wird grundsätzlich nur aus der Deckung eingesetzt.

So wie im Sport, also im offenen Gelände, wurde die Angriffshandgranate RGD-5 eingesetzt. Damit wurde aber im Sport nicht geübt.

Warum man nun unbedingt mit einer Handgranaten-Attrappe geworfen hat entzieht sich meiner Kenntnis. In den jüngeren Klassen gab es ja den Schlagball nur war der irgendwann einfach zu leicht. Da musste etwas Schwereres her, vielleicht hatte man davon einfach nach dem Krieg genug übrig. Die welche ich in der Hand hatte waren jedenfalls schon Jahrzehnte alt und kaum noch als Handgranate erkennbar. Die besten Werfer bei uns haben damit übrigens über 100m geschafft.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich finde Deinen Text durchaus interessant. Ich war als Wehrdienstleistender selber bei der Bundeswehr und wurde im Häuserkampf und Nahkampf ausgibildet. Für uns gab es nur eine Handgranate. Die Unterscheidung zwischen Angriffs- und Verteidungshandgranate kenne ich nicht! Da war man uns in der DDR wohl voraus!

"Warum man nun unbedingt mit einer Handgranaten-Attrappe geworfen hat entzieht sich meiner Kenntnis." Sorry, aber der militaristische Hintergrund dafür sollte einem durchschnittlich intelligenten Menschen schon einfallen.

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Offiziell hieß das Keulenweitwurf.
Der tiefere Sinn war die Wehrertüchtigung.

Nicht dass als Soldat im Schützengraben hängst und das Ding nict weit genug werfen würdest, sondern einem das Teil vor die Füße plumpst.

Ab Mitte der 1970er Jahre wurde die paramilitätrische Grundausbildung für die Jungs allgemein, während der Berufsausbidung.

Und in Russland übt man heute noch in Schulen mit dem Avtamat, dem Maschinengewehr.

Wehrhaftigkeit soll vermittelt werden. In Staaten, die sich als in ständiger Gefahr stehend betrachten.

Beantwortet zwar nicht unmittelbar Deine Frage, aber vielleicht von Interesse für Dich:

https://www.welt.de/geschichte/article181380752/Wehrkunde-in-der-DDR-Kriegsspielzeug-fuer-Krippen-Handgranaten-fuer-Schulen.html

Derartige Wehrübungen waren Bestandteil der allgegenwärtigen milititaristischen Erziehung in der DDR. Die Propagierung eines äußeren Feindbildes und die behauptete allgegenwärtige Bedrohung sollte die DDR letztlich nur nach innen stabilisieren. Eine in Diktaturen häufig zu beobachtende Strategie.

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