Warum gilt der Porsche als Reichenauto?

19 Antworten

Ein grosser Anteil dieses Nimbus' stammt noch aus Porsches besten Jahren , wo es auf dem Markt kaum Vielfalt und Verfügbarkeit exclusiver und relativ zur Masse stark motorisierter Sportwagen am Markt gab.

Dabei muss man aber stets beachten, dass es schon seit Jahrzehnten auch bei Porsche eine gewisse Wertigkeits- / und Individualitätsabstufung zwischen den einzelnen Modellreihen gibt.

Waren zunächst nur die Modelle 912 bis 914 und Boxster in der kleinsten Motorisierung und Grundausstattung als relativ kostengünstige Einsteiger- Modelle mit kaum mehr Funktionalität als reiner Sportwagen ( also mehr in Richtung Zweitwagen ) vorgesehen , folgte diesem Schema mit grösster Bekanntheit zum günstigen Massenmarkt der sogenannte " Hausfrauen-Porsche " ( 924 )

Mit solchen Modellen wollte man ab Mitte der 1970-er bis etwa Mitte der 1980-er gegen Opel Monza, Ford Capri & Co. auch im seinerzeitigen Mittelklasse - Segment für Sport-Coupe's Marktanteile gewinnen .

Genau so ist es mit dem Cayenne im boomenden SUV - Markt geworden. Man wollte in diesem Markt einfach mitmischen , ohne etwas wirklich Besonderes zu bieten. Gut, es steht Porsche drauf, und interessierte Kunden zahlten auch für den Markenaufschlag, aber das war es dann auch schon mit der Besonderheit.

Wirkliche Wertanlagen waren solche Modelle gemessen an der Kaufkraft zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Vorstellung fast nie. Dafür stand Porsche drauf , ungeachtet der relativ hohen Instandhaltungskosten für Arbeit und Teile. Es ist einfach nur der alte Name , der zum Kauf verleitet. Hey, ich habe einen Porsche.

Heute liegen auch beim Cayenne die Nachteile auf der Hand und äussern sich entsprechend im Preisverfall nach wenigen Jahren auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Somit sind solche Mittelklasse- / oder Massenmodelle von der Stange mehr Schein als Sein. Noch ein paar Jahre weiter, und die Dinger könnten gebraucht zu Preisen unterhalb asiatischer Autos der unteren Mittelklasse ( Neuwagen ) verramscht werden.

Teuer im Unterhalt, teuer in der Instandhaltung und technisch mit der Zeit immer anfälliger. Ein Nachbar von mir hatte sich mal einen gebrauchten Audi A8 zugelegt und hatte die Schnauze voll, als ein 4-stelliger Betrag für einen Austausch der unnötig komplexen Zündschlosseinheit fällig wurde. 🤔

Sowohl Porsche als auch Mercedes haben mittlerweile Modelle, die Normalsterbliche sich finanzieren lassen können. Trotzdem ist 40.000 Euro noch eine riesen Stange Geld vor allem mit den ganzen Kosten von Steuer, Sprit, Versicherung, Wartung und Reparaturen usw.

Da man in den Statistiken meist als reich gehandelt wird, wenn man das doppelte Einkommen des Median verdient, kommt der Begriff reich gut hin. Als Durchschnittsverdiener ist das eine Summe die gut zwei Jahre Lebenszeit in Form von Arbeit kostet + ggf. Finanzierung und oben angesprochenen. Mir wäre das damit z.B. wesentlich zu teuer, vor allem dafür das ein Haufen Blech den ganzen Tag und die Ganze Nacht rumsteht und Geld kostet.

Wenn man es genau nimmt, ist ein Cayenne kein richtiger Porsche.

Eine S-Klasse verliert sehr viel Wert. 2015er bekommst du deutlich unter 50 tsd. Euro, 2016er eventuell auch. Selbst 500er, nicht nur 350er Diesel.

Ein 911 verliert sehr viel weniger Wert. Gute Modelle, nicht die günstigsten auf Mobile. Das ist eher das Modell, das einem bei dem Wort „Porsche“ in den Sinn kommt.

Aber ja, allgemein verliert jedes Auto wert. Zumindest bis zu einem gewissen Punkt. In den ersten 3 Jahren sowieso. Danach trennt sich die Spreu vom Weizen. Nicht nur bei Porsche. Die Nachfrage bestimmt den Preis. Oftmals steigt genau diese Nachfrage, wenn der Nachfolger ins Nirvana downgesized oder kaputtgespart wurde.

Da spielen so viele Faktoren mit, dass es unmöglich ist, diese "kleine" Preisspanne zu analysieren.

Was hatten die beiden für einen KM-Stand? Wo wurden sie zum Verkauf angeboten? Angebot und Nachfrage ist von Stadt zu Stadt anders. Welche Modelle, Motorisierung, Ausstattung etc. hatten die Fahrzeuge?

Es kann gut sein, dass ein Porsche in der Großstadt teurer ist als auf dem Land. Dafür ist die S-Klasse auf dem Land teurer.

Porsche sind doch recht kostspielig in der Anschaffung und auch im Unterhalt. Auch ist die übliche Ausstattung doch eher luxuriös und würde bei dauernden raueren Gebrauch wie er z.B. bei der Ausübung eines Handwerks nicht zu vermeiden ist schnell zu deutlichen Spuren führen. Die Technik ist sehr aufwändig und damit auch empfindlich und die Wartung entsprechend teuer.

Bedenke für 40000 bis 50000 Euro kannst du auch zwei durchaus nicht schlecht ausgestattete Kleinwagen bekommen, neu.

Dir ist hoffentlich klar was man unter Kleinwagen versteht oder? Für 50000 € kriegt man mindestens zwei gut ausgestattete Kleinwagen...

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