Wann fängt für euch Privatsphäre in einer Beziehung an?

Das Ergebnis basiert auf 29 Abstimmungen

Ja stimme ihm zu 48%
Nein, sehe ich anders 28%
Anderes 24%

15 Antworten

Ja stimme ihm zu

Da stimme ich ihm zum Großteil zu. Ich finde es aber normal, dass man den Partner über seine Pläne für die Woche zb in Kenntnis setzt. Wenn ich eine Freundin treffen möchte, kommuniziere ich das meinem Partner auch, dass ich mich dann und dann mit ihr treffe, auch wenn das nicht direkt was mit der Beziehung zu tun hat, aber wir wohnen zusammen und da sollte er ja wissen, wo ich bin, wenn er davon ausgeht, dass ich zu Hause wäre, damit er sich keine Sorgen macht oderso. Das Handy des Partners ist privat, sich da nicht die pin zu geben oderso sehe ich nicht als etwas verheimlichen an, sondern finde das normal.

Kennst du also die PIN deines Partners nicht?

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Ja stimme ihm zu

Ich muss aber dazu sagen, dass in einer Beziehung erstmal alles beide betrifft. Wenn man aber dem Partner nicht sagen möchte zu welchem Hausarzt/Frauenarzt,.. man geht kann auch ein Auge zugedrückt werden.

Ich finde es ab dem Moment kritisch wenn es sich wie verheimlichen anfühlt.

Wenn ich mir so denke "weiß nicht das muss er ja jetzt nicht unbedingt wissen... wobei..." dann weiß ich - das muss ich ihm sagen. Wenn ich einfach irgendwas mache und es nie zur Sprache gekommen ist (z.B. am Dienstag um 15 Uhr bin ich in ein Geschäft gelaufen und hab mir nen Pulli gekauft) empfinde ich das nicht als redenswert. Wichtig ist, dass man auf Nachfrage ehrlich ist und einfach erzählt was denn vorgefallen ist.

Wenn der beste Freund von deinem Partner nen mies fetten Eiterpickel am Arsch hat, musst du es auch nicht wissen...

Ka wie ich das anders ausdrücken soll aber du merkst... es kommt immer drauf an irgendwie

Es gibt immer wichtige Dinge, die man mit sich selbst oder auch mit anderen Personen regeln können dürfen sollte. Familiäre Angelegenheiten oder Qualitätszeit mit Freunden oder einfach Dinge, die jemand für sich als privat definiert und man allein regeln möchte.

Eine gesunde Partnerschaft besteht nicht darin, möglichst viel miteinander zu teilen, sondern möglichst harmonische und vielschichtige Qualitätszeit miteinander zu verbringen. Und das geht u.a. nur dann, wenn man stets die freie Wahl hat, ob man dem Partner etwas mitteilt oder nicht.

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@11marion11

Das definitiv! Man braucht sich aber auch nicht wundern wenn dadurch Missverständnisse aufkommen und ggf. die Beziehung gefährdet ist.

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@Lenasopie

Wenn eine Beziehung gefährdet ist, weil jemand seine Privatsphäre wahren möchte, dann ist die Beziehung auch nicht gesund, und die Trennung ist die bessere Wahl. Eine gesunde Beziehung kann mit gesunden Grenzen zurechtkommen.

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@11marion11

Definitiv! Daher ist ja auch meine Hauptantwort "es kommt darauf an". Wenn der eine Fremdgehen als "Privatsphäre" versteht, brauch er sich aber nicht wundern wenn die andere Beziehungsperson mit der anderen in die Wüste fährt um diese dann dort abzusetzen.

Andersherum braucht man sich nicht wundern wenn man verlassen wird weil man die ganze zeit das Handy des Partners durchsuchtet.

Also... es kommt darauf an.

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@Lenasopie

Kann ich so unterschreiben. Ich hatte mich nur an diesem Satz gestört:

Ich muss aber dazu sagen, dass in einer Beziehung erstmal alles beide betrifft.

Das ist mir zu pauschal und einengend. Das liest sich, als müsse man sich seine Privatsphäre erstmal mühsam erkämpfen, weil das Prinzip vorgibt, dass erstmal alles offenzulegen ist.

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@11marion11

Absolut nicht. Es entscheiden sich nur zwei Menschen dafür zusammen zu sein und da betrifft beide erstmal alles. Man weiß nicht was die Hobbys sind, folglich auch nicht wann man sich treffen kann usw. Man muss ja erstmal herausfinden was Sache ist um auch zu verstehen was für den anderen Privatsphäre ist.

Erkämpfen < herausfinden

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@Lenasopie

Das erschließt sich mir nicht. Man ist sich ja nicht fremd und ist im nächsten Augenblick zusammen. Dazwischen gibt es ja eine monatelange Kennenlernphase der Annäherung. Und da gilt absolut nicht, dass erstmal alles beide betrifft, sondern dieses Abtasten passiert ja ganz natürlich, aber eben aus der lockeren unverfänglichen Richtung heraus.

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Nein, sehe ich anders

Also ich finde klar gibt es Sachen die man nicht teilen muss mit dem Partner wenn man es nicht möchte. Aber ich finde vertrauen ist wichtig und das man über alles mit dem Partner reden kann, deswegen finde ich es schon gut wenn man mit dem Partner über Probleme etc redet auch wenn es nichts mit einem selber zu tun hat. Schließlich ist man in einer Beziehung gegenseitig für einen da :)

Nein, sehe ich anders

Die Abgrenzung ist schwierig. Ab wann geht etwas nur einen Partner etwas an, und ab wann beide? Nimm an, einer der Partner möchte kündigen und sucht einen neuen Job. Das betrifft ja erstmal nur ihn. Andererseits ist es doch lebensbestimmend, es wäre komisch, gerade so etwas nicht dem Partner zu erzählen. In einer Ehe könnte es sogar auch finanziell wichtig sein.

Oder einer der Partner kauft sich ein Ferienhaus. Betrifft das den Partner? Ja natürlich. Denn der mit dem Ferienhaus will sicher dann da oft Urlaub machen. Der andere mag aber die Gegend gar nicht.

Einer der Partner hat eine schwere Diagnose bekommen. Betrifft das den Partner? Natürlich! Er muß ja genauso damit umgehen.

Welche Dinge, außer Kleinigkeiten, gäbe es denn, die den Partner nichts angehen? Je fester die Beziehung ist, desto weniger, denke ich.

Nein, sehe ich anders

Was in einer Beziehung passiert und beide angeht, sollte man natürlich miteinander teilen,

Allerdings sollte auch alles mit dem anderen teilen, was nur einen von beiden angeht. Das man das nicht gleich am Anfang einer Beziehung gelingt, is klar. Aber da sollte man darauf hin arbeiten, dass man alles miteinander teilt. Egal wen es betrifft.