Versailler Vertrag gebrochen?

6 Antworten

Zu den Guten Dingem gehören zweifelsohne, dass das Gemetzel beendet wurde und die Abrüstung zu der sich ALLE verpflichteten...
Die Sieger hätten abrüsten müssen nachdem Deutschland abgerüstet hat, sie taten es aber nicht.

In der Tat, das Ende des sinnlosen Krieges war positiv.

In Bezug auf "Abrüstung" sollte man bedenken, dass Deutschland rasch nach dem Kriege zu einer Kooperation mit Russland fand, beide Länder, international geächtete Verlierer des Krieges, waffentechnisch und militärisch zusammenarbeiteten und auf diese Weise den Versailler Vertrag unterliefen. Außerdem gab es genug revisionistisches Geheule und Gedrohe in Deutschland, das eine Rückgängigmachung der Ergebnisse des Krieges für Deutschland als Zielsetzung ankündigte. Eine friedliche, schrittweise Revision des Versailler Vertrages war von den deutschen Politikern in den 1920er und frühen 1930er Jahren erfolgreich in die Wege geleitet worden. Aber Hitler setzte das nicht fort, sondern beschritt nach seinem Regierungsantritt einen aggressiven Konfrontationskurs. Es gab daher für die Alliierten keinen Anlass, Deutschland zu sehr zu vertrauen und abzurüsten! Und Hitler leitete auch energisch die deutsche Wiederaufrüstung in die Wege, um seine lange geplanten Kriegsziele in die Realität umsetzen zu können.

Zu den schlechten, dass emassivste Krisenherde überall in Europa
verteilt wurden. Beispiele: Abtrennung Ostpreußens und dadurch
Versorgungsengpässe, man hätte vielleicht den Korridor zu einer
Sonderzone erklären sollen wodurch es zwar polnisches Gebiet ist aber
Deutschland eine Straße und Eisenbahnlinie mit freiem Passagerecht
erhält, der Balkan, das Ruhrgebiet.

Vergessen wurde die wichtige Tatsache, die auch viele damalige Zeitgenossen nicht sehen wollten, dass Deutschland als Staat erhalten blieb und, wenn seine militärischen Kräfte auch beschnitten wurden, immer noch eine wichtige Wirtschaftsmacht in Europa blieb. Deutschland bestimmte selbständig über seine Staatsform und Verfassung, war trotz der Kriegsniederlage weiterhin ein souveräner Staat. Die demokratischen Politiker der Weimarer Republik haben diesen Vorteil erkannt und genutzt. Mit seinem Beitritt zum Völkerbund war Deutschland wieder ein international anerkannter Staat.

Gewiss waren Landverluste Deutschlands gerade im Osten eine problematische Hypothek. Aber auch Polen hatte das Recht, nach Jahrhunderten der Unterdrückung wieder ein eigener Staat zu werden. Allerdings sollte man den fehlenden Landkorridor nach Danzig und die Abtrennung Ostpreußens in ihrer Bedeutung nicht übertreiben. Diese Gebiete waren nicht hermetisch abgeschlossen, die Menschen konnten reisen, Güter konnten transportiert werden. In der Weimarer Republik gab es nach dem Friedensschluss keine grundsätzlichen "Versorgungsengpässe" mehr wie im Krieg.

Noch ein Wort zum Ruhrgebiet: seine Besetzung war eine Eigenmächtigkeit Frankreichs, die bei seinen ehem. Alliierten auf heftige Kritik stieß. Auch dieses Problem wurde auf dem Verhandlungswege gelöst! Und der Balkan gehörte längst nicht mehr zu Deutschlands Interessengebiet.

1933 betrug die Überlegenheit der Alliierten Streitkräfte zu Deutschland 1:12. Reservisten mitgerechnet 1:94.

Solche Zahlenspielchen belegen nichts. Tatsache ist, dass Frankreich und Großbritannien, die sogar noch bis 1938 eine Kriegsvermeidungspolitik um jeden Preis betrieben haben, ihre militärischen Kräfte zu keinem anderen Zweck als zur Defensive beibehielten. Selbst Hitlers Zumutungen hat beide Länder nicht zu einem Umdenken bewegt, obwohl z. B. ein General wie De Gaulle die strategische Bedeutung der Panzerwaffe für eine Vorwärtsverteidigung erkannt hatte. Auf die Panzerwaffe setzten auch die Deutschen bei ihrer Aufrüstung der Landstreitkräfte. Beide Länder vernachlässigten, anders als die Deutschen, zudem eine andere moderne Waffe: die Luftwaffe als Angriffswaffe. Wie sehr die deutsche Wehrmacht den Franzosen und Briten überlegen waren, hat sie faktisch bewiesen.

Hätte eine Aufrüstung der Wehrmacht und somit der Krieg verhindert
werden können wenn die Sieger sich an ihre eigenen Abmachungen gehalten hätten?

Nein! Hitler wollte den Krieg unbedingt, alle seine Maßnahmen, politische, wirtschaftliche wie militärische, zielten auf die Vorbereitung eines Krieges ab, den er dann 1939 durch den Überfall auf Polen begonnen hat.

MfG

Arnold

Wenn er den Krieg um jeden Preis wollte wieso hat er nach dem Polenfeldzug angeboten, das gesamte polnische Gebiet zu räumen wenn Frankreich und England ihre Kriegserklärungen zurücknehmen? Wieso hat er bis 1941 ganze 42 Vermittlungsvorschläge und Friedensangebote unterbreitet, wo er doch bis Ende 1941 eindeutiger und ständiger Sieger und Gewinner war?

Wieso hat er 1940 gesagt "Meine Absicht war es nicht Kriege zu führen, sondern einen neuen Sozialstaat von höchster Kultur aufzubauen! Jedes Jahr dieses Krieges raubt mich dieser Arbeit!"?

Wieso hat er sich in seinen sehr sachlich und diplomatischen Reden vor dem Deutschen Reichstag ständig über den Krieg aufgeregt und so eine Senkung der Moral riskiert wenn er doch seinen angeblichen Wunsch nun erfüllt bekommen hat?

Fragen über Fragen die das derzeitige Geschichtsmodell nicht beantworten können.

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@HNWSL

Hitler war ein Lügner, was er gesagt hat spielt überhaupt keine Rolle. Allein seine Taten zählen. In als Friedensbereit und Kompromisbereit hinzustellen ist einfach weltfremd.

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@HNWSL

@HNWSL, deine Neigung zu geschichtsrevisionistischen Rechtfertigungen sind mir aus anderen Zusammenhängen schon bekannt. Daher wundert mich dein Beitrag nicht.

Niconasbeznas hat den wesentlichen Grund für Hitlers erfolglose sog. Friedensinitiativen benannt: er war ein Lügner und rücksichtsloser Vertragsbrecher, dem man nicht trauen durfte! Das hatte er ab 1933 der Welt zureichend bewiesen. "Meine Absicht war es nicht Kriege zu führen ...", eine dreiste Lüge, wie die Quellen eindeutig belegen.

Wenn es Hitler darum ging, Frankreich und Großbritannien aus dem Krieg herauszuhalten, dann nur deswegen, um seinen Lebensraumkrieg im Osten gegen Russland ungestört führen zu können. Wäre er erfolgreich gewesen, hätten sich Frankreich, Großbritannien und alle anderen europäischen Staaten nur noch unterwerfen können. Hitlers sog. Friedensinitiativen waren reine Taktik - die Taktik eines gewissenlosen Verbrechers. Aber mit solchen Leuten Verträge zu schließen, verbietet die Vernunft! Außerdem hätten die beiden Länder sich Hitlers Vorstellungen einer Neuordnung Europas beugen müssen - für sie ein Ding der Unmöglichkeit und eine Frage der Ehre, solchem Unrecht ohne Not nachzugeben. Dass nach der Niederwerfung Frankreichs die Briten den Mut hatten, sich zunächst alleine der deutschen Militärmaschine entgegenzustellen, nötigt großen Respekt für die Briten ab!

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@ArnoldBentheim

Ich bin nicht geschichtsrevisionistisch. Ich nehme deine Sicht der Dinge genauso auf wie andere Sichtweisen. Ich stelle mich da auf keine Seite sondern versuche klarheit zu gewinnen.

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@HNWSL

Warum irritiert das jetzt so?

Dieses Zitat von dir: Dass Danzig, Breslau, Kattowitz, Oppeln, Marienburg, Allenstein, Stettin, Kolberg, Königshütte, Gleiwitz, Liegnitz, Lauenburg, Elbing, Tilsit und Königsberg NIEMALS polnisch werden dürfte wohl außer zweifel stehen... zumindest für einen wirklich aufrechten und standhaften Deutschen!

Und dieses Statement von dir :Ich bin nicht geschichtsrevisionistisch. Ich nehme deine Sicht der Dinge genauso auf wie andere Sichtweisen. Ich stelle mich da auf keine Seite sondern versuche klarheit zu gewinnen.

Ach!! Weil es völlig unlogisch ist. Oder war das ein Witz?

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@Niconasbeznas

Es ist nicht geschichtsreviosionistisch völkerrechtswidrige Annexionen nicht anzuerkennen!

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@HNWSL

Es ist nicht geschichtsreviosionistisch völkerrechtswidrige Annexionen nicht anzuerkennen!

Das Deutsche Reich als Verlierer des "Großen Krieges" hat 1919 den Vertrag von Versailles unterschrieben. Die sog. "Annexionen" ehem. deutschen Reichsgebietes waren daher nicht "völkerrechtswidrig", sondern völkerrechtsvertraglich von Deutschland akzeptiert worden.

Es sind die unverbesserlichen Geschichtsrevisionisten, die historische Fakten einfach nicht hinnehmen, sondern die Geschichte nachträglich nach ihrem willkürlichen Empfinden umdichten wollen! Genau aus diesem Grunde kann man sie nicht ernstnehmen.

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@HNWSL

So,so! Also kein Witz! Dort leben nun mal jetzt Polen, wie In Wilna Litauer.

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@ArnoldBentheim

Ich will dich nur darauf hinweisen, er meinte dies Städte:

Zitat "Danzig, Breslau, Kattowitz, Oppeln, Marienburg, Allenstein, Stettin, Kolberg, Königshütte, Gleiwitz, Liegnitz, Lauenburg, Elbing, Tilsit und Königsberg NIEMALS polnisch werden dürfte wohl außer zweifel stehen..."

Nach dem anderen Weltkrieg und er meint das ernst.

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@Niconasbeznas

Ja, du hast Recht, dieses Zitat habe ich offensichtlich übersehen. Immerhin, an meinem grundsätzlichen Fazit ändert sich nichts.

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@ArnoldBentheim

Dass die Gebiete 1919 völkerrechtlich Polen zugeschlagen weiß ich. Die Gebiete die 1990 abgetreten wurden, wurden niemals völkerrechtskonform abgetrennt.

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@HNWSL

Dass die Gebiete 1919 völkerrechtlich Polen zugeschlagen weiß ich. Die Gebiete die 1990 abgetreten wurden, wurden niemals völkerrechtskonform abgetrennt.

Besagte "Gebiete" wurden von der von Hitlerdeutschland angegriffenen Sowjetunion erobert und ihrer Verfügungsgewalt mit Zustimmung der Westalliierten 1945 überlassen.

Das Verfügungsrecht der Sowjetunion kraft Siegerrecht wurde nach der Gründung der Bundesrepublik und der DDR auch von diesen beiden deutschen Staaten völkervertragsrechtlich anerkannt. Deutschland nach 1990 hat an diesem Rechtsstatus nicht mehr gerüttelt, sondern durch weitere Volkerrechtsverträge die territorialen Gegebenheiten anerkannt.

Die unwahre Behauptung: "Die Gebiete die 1990 abgetreten wurden, wurden niemals völkerrechtskonform abgetrennt" ist also mangelnder historischer und völkervertragsrechtlicher Kenntnisse geschuldet!

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Es haben auch alle abgerüstet. Vergleiche die Größe der im Feld stehenden Armeen der Entente-Mächte mit dem, was sie 1933 unterhielten, dann wirst du feststellen, das auch die Entete-Mächte deutlich abgerüstet hatten, der Flottenbau war nach den Konferenzen von Washington und London auch größtenteils eingestellt worden, nachdem man sich dort auf einen bestimmten Proports geeinigt hatte.

Das deutschlands Streitkräfte nummerisch 1933 deutlich kleiner war, liegt daran, dass sie durch den Versailler Vertrag auf ca. 100.000 Mann beschränkt wurden, was aber nichts mit der Vertragstreue der Ententemächte, die in diesem Sinne gegeben war zu tun hat.

Das Beispiel lieferst du schon selbst:

Wenn 1933 die Ententemächte dem 100.000 Mann - Heer der Reichswehr um das 12- Fache überlegen war, hatten die Ententemächte zu diesem Zeitpunkt stehende Heere von ca. 1,2 Millionen Mann.

Soviel hatten vor dem ersten Weltkrieg die Franzosen allein. Da hatten sie ihre Reservisten noch nicht an den Waffen und die Engländer auch noch nicht im Boot. Während des Krieges führte Großbritannie die Wehrpflicht ein (hob sie anschließen auch wieder auf) so, dass zum Ende des Krieges hin Großbritannien und Frankreich allein an die 3-4 millionen Mann aktiv gehabt haben dürften.

Demgegenüber ist eine Gesamtstärke von about 1,2 Millionen Mann eine Abrüstung von 60-75%

Folglich die Alliierten haben sich an ihren Vertrag gehalten.

Wie eine Aufrüstung Deutschlands einen Überfall Deutschlands auf Polen kategorisch hätte verhindern sollen, wird denn auch dein Geheimnis bleiben.

Von vorne bis hinten vollkommener Stuss.

Ich denke, dass der zweite Teil des Krieges unausweichlich war. Bekanntlich hatte nach 1918 das neu gegründete Polen alle Deutschen, ca. 2-3 Millionen, aus seinem Gebiet gewaltsam vertrieben. 

Erstaunlich ist nur, dass Stalin von Hitler angegriffen worden ist. Es heißt, Rudolf Hess wäre ein Doppelagent gewesen und hätte Hitler weisgemacht, Stalin plane einen Angriffskrieg auf Deutschland. Umgekehrt gab es angeblich auch in der Sowjetunion einen englischen Agenten, der Stalin weismachen sollte, Hitler plane einen Angriffskrieg auf ihn. Dieser Agent wurde jedoch enttarnt und hingerichtet. Ich habe seinen Namen vergessen.

Auf jeden Fall hat Churchill nach dem Krieg gesagt: "Oje, wir haben das falsche Schwein geschlachtet" (das andere war Stalin) 

Ich denke auch England hätte auf die Angebote Deutschlands eingehen sollen... der Frieden wäre dann gesichert gewesen.

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@HNWSL

Churchill hat aber schon seit 1931 in seinen Reden immer wieder darauf hingewiesen, dass Deutschland erneut zerschlagen werden müsse. Hätte Hitler mit dem Krieg gewartet und nicht die Juden verfolgt, so wäre Deutschland erneut zur Weltmacht aufgestiegen, denn dann hätten Heisenberg und Hahn Hitler nicht die Atombombe verweigert; die ersten Raketen hatte Deutschland  ohnehin. 

Churchill hat das aus der wissenschaftlichen Weiterentwicklung Deutschlands bereits vorher gesehen und auf den Krieg hin gearbeitet. Nur den Aufstieg der Sowjetunion hat er nicht vorher gesehen.

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@Maarduck

Nur so neben bei Churchill war gar nicht an der Macht 1939. Der Appeaser Chamberlain schon.

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@Maarduck

Kannst du der Logik folgen? Wie konnte er dann auf den Krieg hin arbeiten. Er war nicht an der Macht.  Es zu der Zeit 1939 egal was Churchill dachte. Die Britische Regierung betrieb Appeasementpolitik. Die sind den Deutschen bei der Vereinigung mit Österreich, in der Sudetenfrage und der Annexion von Tschechen mehr als entgegen gekommen. Aber ihr konntet den Hals nicht voll kriegen.

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@Niconasbeznas

Deine Einlassungen sind unerheblich. Ich hatte ein Zitat aus dem Jahr 1931 von Winston Churchill gebracht. Du wirst sicherlich nicht bestreiten wollen, dass Wikipedia historische Situationen aus der Sicht der USA und GB darstellt und in ihrem Sinne beschönigend arbeitet. Und was lesen wir dort trotzdem?

https://de.wikipedia.org/wiki/Winston_Churchill

>Seine Warnungen und die scharfe Ablehnung der Appeasement-Politik, der Beschwichtigung und des Nachgebens gegenüber der Aggressionspolitik des nationalsozialistischen Deutschland, brachte ihm in weiten Teilen der britischen Bevölkerung den Ruf eines Kriegstreibers ein. Hatte er 1932 bei einem Aufenthalt in München noch vergeblich das Gespräch mit Hitler gesucht, so wies er nun Annäherungsversuche der deutschen Reichsregierung, darunter zwei Einladungen Hitlers nach Berchtesgaden, zurück.[24][25]

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Auf den anderen Unsinn gehe ich gar nicht ein 

aber das:

"Erstaunlich ist nur, dass Stalin von Hitler angegriffen worden ist."

Ja da würde ein Blick in Mein Kampf helfen, dann gebe es kein Erstaunen.

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@Niconasbeznas

>Ja da würde ein Blick in Mein Kampf helfen, dann gebe es kein Erstaunen.

Ist das nicht etwas naiv anzunehmen, Hitler hätte die Absicht gehabt seine "Wahlversprechen", die doch SEHR schwammig formuliert waren, einzuhalten? 

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@Niconasbeznas

Hast du ein Original von Mein Kampf? Und dazu auch noch das GESAMTE Buch gelesen? Ich glaube du must beides mit "Nein" beantworten.

Ich kann beides mit "Ja" beantworten. Mit "Lebensraum im Osten" war >primär< erstmal Österreich gemeint. Das wird unteranderem durch die Bezeichnung "Ostmark" untermauert, auch der Kontext lässt keine andere Interpretation zu. Ab 1945 wollte man dann eine Siedlungspolitik betreiben wie schon die deutsche Siedlungspolitik vor 1000 Jahren, friedlich. Ich habe mir auch die neuen Auflagen von Mein Kampf geholt mit den kritischen Kommentaren dort wird die Stelle wo es eigentlich um Österreich ("Ostmark") geht so dargestellt als spreche er von der Sowjetunion. Aber wer das Original wirklich komplett gelesen hat, weiß dass dort kein Vernichtungs- oder Eroberungsfeldzug gegen die Sowjetunion geplant war. 

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@HNWSL

Das Verhalten z.B. im besetzten Polen spricht Bände. Widerlegt deine Behauptungen. Morde und Vertreibungen um Platz zu schaffen für Deutsche Siedler. Die dann auch angesiedelt worden sind.

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@Niconasbeznas

>Das Verhalten z.B. im besetzten Polen spricht Bände. ...

Ich bitte dich jetzt die folgende klare Frage zu beantworten:

"Bestreitest du, dass im 1918/19 neu gegründetem Polen weit über 90% der deutschen Bevölkerung Opfer von Pogromen wurden oder vertrieben worden sind?"

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@Maarduck

Vergleich mal das mit der Deutschen Minderheitenpolitik.

Zitat nach: Deutscher Bundestag Wissenschaftlicher Dienst

"Maßgeblich für den Exodus, der den Umfang der Minderheit bis zum Jahr 1921 um  mindestens 50 Prozent zurückgehen ließ, waren insbesondere psychologische Faktoren.  Gleichsam über Nacht sah sich die deutsche Minderheit mit dem Verlust ihres herausgehobenen Status kon frontiert. Hatten die Deutschen im Deutschen Reich bislang zur staatlich privilegierten

Mehrheitsnation gehört, so fanden sie sich nach dem Ende des Ersten Weltkrieges als Angehörige einer nationalen Minderheit in einem fremden Staat wieder, dessen Landessprache sie oftmals nicht mächtig waren und der keinen Zweifel daran aufkommen ließ,
dass die Deutschen nicht erwünscht waren. Dieser als enorm tiefer Sturz wahrgenommene Wandel wurde noch durch den Umstand verstärkt, dass sich seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der deutschen Bevölkerung die Idee einer kulturellen Überlegenheit verbreitet hatte.
Die Vorstellung, nun unter polnischer Herrschaft zu

stehen, erschien für viele Deutsche ehrenrührig“

Zu diesen psychologischen Faktoren trat das Problem  gravierender

ökonomische Probleme einher 1921 setzte in Polen eine Hyperinflation ein, die die Versorgung der polnischen Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern gefährlich beeinträchtigte.

Nur punktuell ist demgegenüber davon auszugehen, dass die deutsche Minderheit durch  Gewaltausbrüche der polnischen Bevölkerung eingeschüchtert wurde und sich Deutsche  aus Sorge um ihre persönliche Sicherheit zum Verlassen des Landes gezwungen sah. So  kam es zwar im Februar 1921 zu einer antideutschen Demonstration in Bromberg, in  deren Folge deutsche Geschäfte und die Redaktionsräume der lokalen deutschen Zei tung angegriffen wurden, und im Juni 1921 plünderte ein polnischer Mob in Ostrowo 50  deutsche Häuser und Geschäfte, ohne dass die örtliche Polizei eingriff. Doch handelte es  sich bei diesen gewaltsamen Ausbrüchen antideutscher Ressentiments um Einzelfälle,  die das Klima allgemeiner Unsicherheit sicherlich verstärkt, nicht jedoch den Exodus  einer halben Million Deutscher aus den an Polen gefallenen Gebieten ursächlich einge leitet haben können." Wen verwundert es das Polen so reagierten nach über 100 Jahren Unterdrückung.

Zitat nach: Deutscher Bundestag Wissenschaftlicher Dienst

"Schon zu einem frühen Zeitpunkt schwächte Polen durch eine Reihe von Boykottmaßnahmen die  urbane deutsche Bevölkerung und entfernte die deutsche Sprache aus der Verwaltung und deutsche  Beamte aus dem öffentlichen Dienst. Deutsche Eingaben wurden in den westlichen Wojewodschaf ten offenbar nur noch bis zum Jahr 1924 akzeptiert und ausschließlich in Polnisch beantwortet."

Das klingt sehr Logisch und ganz nach Deutschen. Also kaum gewaltsame Vertreibungen. Die sind tatsächlich teilweise aus Hochnäsigkeit freiwillig gegangen. Teilweise weggemobbt worden. Nur ein geringer Teil wurde gewaltsam vertrieben. Das was du da zitierst sind antipolnische Propaganda Lügen um die Deutschen Verbrechen zu rechtvertigen.

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@Niconasbeznas

Was für ein unwissenschaftliches, unhistorisches Geschwurbel und Herausreden! Das liest sich ja, als ob es die Siegermächte direkt in die Tastatur diktiert hätten. Um nur mal ein Beispiel zu nennen:

>die das Klima allgemeiner Unsicherheit sicherlich verstärkt, nicht jedoch den Exodus  einer halben Million Deutscher aus den an Polen gefallenen Gebieten ursächlich einge leitet haben können.

Wikipedia steht sicherlich nicht im Verdacht im Dienste des deutschen Revanchismus zu stehen, aber was können wir da lesen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Vertreibung

>Zweite Polnische Republik: 1918/19 bis 1939 verließen rund 1,5 Millionen Deutsche die gemäß dem Versailler Vertrag polnisch gewordenen gemischten Siedlungsgebiete

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@Maarduck

Du musst das schon richtig lesen, da ist nicht die Rede von der Gesamtzahl aller Deutschen, die vertrieben wurden, aus Hochnäsigkeit freiwillig gingen oder weggemobbt wurde.

Wenn du das liest, wirst du von deutschen Vereinen, Parteien, Abgeordneten lesen, trotz der antideutschen Stimmung im Volk. Was meinst du wohl wieviele Vereine, Parteien, Abgeordnete die Deutschen in Polen zugelassen haben, nach 1939.

Im übrigen aus Wiki:

"Nach Gründung der Zweiten Polnischen Republik 1918 wurde eine große Anzahl Deutscher gezwungen, das Land zu verlassen; dies betraf vor allem die Deutschen im Abtretungsgebiet des polnischen Korridors (größtenteils das einstige Westpreußen) und fast die ganze Provinz Posen.

Vor dem Zweiten Weltkrieg lebte der Großteil der Deutschen in Polen im Polnischen Korridor, in der Gegend um Posen und im 1922 an Polen abgetretenen Ostoberschlesien als Autonome Woiwodschaft Schlesien, ferner in der Region um Łódź (Lodsch) und in Wolhynien. In Wolhynien siedelten bis 1915 etwa 250.000 Deutsche.

Politisch organisierten sich die Deutschen in Polen in einer Vielzahl von Parteien, die sowohl auf nationaler Ebene im Sejm und Senatals auch in der Autonomen Woiwodschaft Schlesien im Schlesischen Parlament vertreten waren.

In der Polnischen Verfassunggebenden Nationalversammlung (1919–1922) waren die Deutschen mit der Deutschen Volkspartei, der DP-Verein und der Z.A.G. und insgesamt 8 Abgeordneten vertreten.

Im Sejm ab 1922 waren es vor allem der Deutschtumsbund zur Wahrung der Minderheitenrechte (bzw. nach deren Verbot die Deutsche Vereinigung), die Katholische Volkspartei, die Deutsche Sozialistische Arbeitspartei Polens (DSAP) und die Deutsche Partei, die die Stimmen der deutschen Minderheit auf sich vereinigen konnten.

Die stärkste politische Vereinigung der deutschen Minderheit in der 4. und 5. Wahlperiode des Sejm (1935 bis 1939) war die 1931 gegründete Jungdeutsche Partei in Polen, die Mitte der 1930er Jahre etwa 50.000 Mitglieder zählte. Die anderen Parteien (bis auf die DSAP, die mit der polnischen PSP (erfolglos) eine gemeinsame Liste aufstellte) wurden im Rat der Deutschen in Polen (RDP) zusammengeschlossen.

Mit Hilfe von einigen Volksdeutschen erstellte ab Mai 1939 das Amt II des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS (SD) das Sonderfahndungsbuch Polen mit etwa 61.000 Namen von Polen. Die im Buch angeführten Personen sollten nach der Besetzung Polens entweder verhaftet oder erschossen werden."



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