Unter „Transformation“ versteht man den grundlegenden Wandel eines politischen Systems und gegebenenfalls auch der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ordnung innerhalb eines Landes. Beispielhaft sind Transformationen in den Staaten, in denen sich die Völker von der Sowjetherrschaft befreit haben und danach die Wirtschaft und das Politische System transformiert werden mussten, von der aufgezwungenen sozialistischen Planwirtschaft in eine Marktwirtschaft, von der Kommunistischen Diktatur in eine Demokratie.

Das Deutsche Beispiel der Transformation ist nicht typisch, weil Ostdeutschland über eine Billion Beihilfen aus Westdeutschland bekommen hat und das hat die Härten der Transformation doch sehr abgemildert.

Besseres Beispiel ist z.B. Polen.

Der Balcerowicz-Plan, Schocktherapie

Übergang von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft Wirtschaft Polens – Wikipedia

1988 begannen die ersten Reformen mit dem Ziel, die polnische Zentralplanwirtschaft in eine Marktwirtschaft umzuwandeln. Zum 1. Januar 1989 wurde per Gesetz die Gründung von Privatunternehmen und die Anmeldung von Gewerbetätigkeit erleichtert. Im März 1989 wurde die Möglichkeit geschaffen, private Wechselstuben zu errichten. Am 1. August 1989 wurde die zentrale Preisgestaltung für Lebensmittelprodukte aufgegeben. Zu diesem Zeitpunkt wurden diese Produkte kaum noch in Geschäften angeboten, sondern vorwiegend auf Wochenmärkten und Basaren verkauft.

Im Oktober 1989 wurde der sogenannte Balcerowicz-Plan von Leszek Balcerowicz vorgestellt. Der Plan sah eine rasche Transformation des sozialistischen Wirtschaftssystems in eine Marktwirtschaft vor. Ein Schuldenmoratorium, das von Balcerowicz erreicht werden konnte, gab Polen die benötigte Handlungsfreiheit für die Reformen. Am 27. Dezember 1989 verabschiedete der Sejm zehn Wirtschaftsgesetze, welche die Regierung zehn Tage zuvor vorgelegt hatte. Diese unter Leitung von Balcerowicz ausgearbeiteten Gesetze gelten als einer der wichtigsten Grundsteine für die Wirtschaftsreformen. Die Staatseinnahmen brachen 1990 und 1991 wegen der allgemeinen Rezession stark ein. Die Inflation betrug 1990 585 Prozent, sank aber 1991 schon auf 160,4 Prozent. Die Industrieproduktion sank um 27 Prozent, die Reallöhne um 30 Prozent. Am 16. April 1991 wurde die Warschauer Wertpapierbörse (GPW) eröffnet. Am 1. Januar 1995 wurde im Rahmen einer Währungsreform der Złoty mit 10.000 alten zu einem neuen Złoty (PLN) neu bewertet. Mit dem Übergang zur Marktwirtschaft sank auch die Bedeutung des Bergbaus. Die bisherige Bedeutung als Devisenbringer schwand und die Branche musste sich dem Wettbewerb stellen. 1989 waren 404.000 Menschen im Bergbau tätig, drei Jahre später waren es nur noch 350.000.

1989 waren 5,1 Millionen Beschäftigte in der Landwirtschaft tätig, die 1990 fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes produzierten. Die Zahl der in dieser Branche tätigen sank bis 2002 auf 2,9 Millionen Beschäftigte, die 2004 nur mehr rund drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmachten. Dabei sind aber ein großer Teil der als Landwirte Tätigen nur als solche registriert, um in den Genuss von Förderungen zu kommen; etwa ein Viertel gehe zusätzlich anderen Tätigkeiten nach. Durch die Wirtschaftsreformen nahm der Anteil der Bauern, die nur zur Selbstversorgung produzierten, stark ab.

Viele Deutsche zeigten sich nach 1989 darüber überrascht, dass die Voraussetzungen für das neue kapitalistische System in Polen schon zu Zeiten der kommunistischen Regierungen geschaffen wurden. Immer wieder hatten sich Hunderttausende von Selbstständigen schon vor dem Systemwechsel das Rüstzeug für ihr späteres Unternehmertum zugelegt. Diese praktischen „Managementseminare“ haben die DDR-Bürger nicht genossen. Auch ohne massive Hilfe aus dem Westen erholte sich so die Wirtschaft Polens nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems schneller als die Wirtschaft Ostdeutschlands, aber auch anderer Staaten des ehemaligen Ostblocks.

Der lange Zeit anhaltende Erfolg der Wirtschaft Polens im Vergleich zu anderen postkommunistischen Staaten sorgte dafür, dass der Begriff polnische Wirtschaft immer mehr zu einem Synonym und einer stilistischen Variante des Begriffs reale Volkswirtschaft Polens wurde. Allerdings klagte im Februar 2015 eine polnische Stadtführerin in Warschau über deutsche Touristen: „Polen als Erfolgsgeschichte? Das glauben viele einfach nicht.“

Am Ende des Textes gibt es dann Propaganda gegen die heutige polnische PiS Regierung, mit düsteren Prognosen, obwohl die Zahlen eine andere Sprache sprechen. Die habe ich weggelassen.

Das Ergebnis: Das Polnische BIP hat sich seit 1988 verdreifacht! Polnische Erwerbslosenquote ca. 4 %

Das Ergebnis: Polen erlebt ein Wirtschaftswunder: Die Zeit der Polenwitze ist vorbei …

Das Ergebnis: Erfolgsmodell Polen: Lösungsansätze in Zeiten der Wirtschaftskrise ...

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Noch immer US-Amerikanisch, so schnell werden die Chinesen nicht übernehmen, wenn überhaupt.

Die Chinesen werden noch gewaltige Probleme überwinden müssen, um überhaupt nicht ins Chaos abzugleiten. Die Partei sitzt bei weitem nicht so fest im Sattel, wie man sich das vorstellt im Westen. 1979 dachte man auch im Westen, dass die Sowjets den Ostblock völlig unter Kontrolle haben und 10 Jahre später war Polen auf bestem Weg aus dem Block und einige Jahre später die UdSSR Geschichte.

Was habt da ganz Asien als Einheit bei der Abstimmung zu suchen? Wie kann ganz Asien als Einheit agieren? Japaner, Chinesen und Inder zusammen?

Was haben da im übrigen Deutsche bei der Abstimmung zu suchen?

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Das ist eigentlich eine politisch benutzte Verschwörungstheorie. Die da lautet: Polen wird bedroht von liberalen auswüchsen aus dem Westen. Die man so zusammenfassen kann. Homosexuelle, Juden und Kommunisten gegen Polen.

Wobei den Leuten die das verbreiten, die Absurdität gar nicht auffällt. Orthodoxe Juden lehnen Homosexualität ab, mit praktisch der gleichen Begründung. Unter den Kommunisten wurden Homosexuelle diskriminiert, wie Juden auch. Im übrigen waren die Kommunisten Feinde der liberalen Demokratien. Aber solche Leute glauben auch das die Protokolle der Weisen von Zion Realität sind. Damals wie heute werden leider Verschwörungstheorien verwendet um politische Ziele zu erreichen.

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Demokratie bedeutet ja, Herrschaft des Staatsvolkes. Die haben einfach behauptet, dass das bei ihnen zutrifft.

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Alles Spekulation, wie Wetten!

Laut der Webseite oddscheckers.com liegt die Wahrscheinlichkeit für den fristgerechten EU-Austritt der Briten bei 20 Prozent.

Kommt ein zweites Referendum? Die Chancen dafür stehen bei 38 Prozent

Rund 25 Prozent Wahrscheinlichkeit sieht William Hill, dass bis 29. März die Anrufung des EU-Artikels 50 des EU-Vertrags „revoked“ wird – also rückgängig gemacht wird.

Großbritannien: Wettbüros halten baldigen Brexit für unwahrscheinlich ...

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Im allgemeinen Ja! Wobei das nichts negatives ist, rechts zu sein. Genauso wenig wie links nicht schlimm ist. Es kommt immer auf den Grad der Radikalität an.

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Politik der offenen Tür aufzwingen, das ist ein Konzept des Kolonialismus, mit unfairen Verträgen zu Gunsten der Europäer/Amerikaner. Man kann eigentlich nicht von einem Scheitern sprechen, sondern von einer Abkehr infolge von Einsicht. Das Konzept des Kolonialismus wurde immer mehr infrage gestellt in den westlichen Demokratien. Je höher der Demokratiesierungsgad, desto weniger war die Bevölkerung mit dem Kolonialsystem einverstanden im den Demokratien. Insbesondere in der US-Amerikanischen. Diese Zugsamenhänge erkennen die Autoren bei Wiki. gar nicht und schreiben pauschal, dass die westlichen Mächte die Politik der offenen Tür unverändert beibehielten und nur aufgrund des japanischen und sowjetischen Einflusses in China scheiterten. Man muss sich nur vergegenwärtigen, wen die US-Amerikaner mit Woodrow Wilson als Präsidenten gewählt haben. Das ist praktisch in der Zeit, von der Wiki. berichtet. Wilson schlug als Basis des Friedensschlusses sein bereits im Januar 1918 vorgestelltes 14-Punkte-Programm vor, das unter anderem das Selbstbestimmungsrecht der Völker und die Schaffung eines Völkerbundes zur Verhinderung weiterer Kriege vorsah. Das war schon ein ganz anderes Denken in den USA, als das Denken einer Kolonialmacht, die China die Politik der offenen Tür aufzwingt.

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Also man sollte auf jeden Fall erwähnen, dass es die Sklaverei in USA nur 76 Jahre gab und dass die USA sie ohne jeglichen Druck von außen abschafften. 32 Jahre später, als in den letzten deutschen Ländern die Leibeigenschaft abgeschafft wurde übrigens. Im Königreich Hannover wurde die Leibeigenschaft 1833 aufgehoben.

Vielleicht auch das erwähnen.

Die Historikerin Margrit Schulte Beerbühl hat durch aufwändige Recherchen herausgefunden, dass es im London des 18. und 19. Jahrhunderts rund 500 deutschstämmige Kaufleute gab, von denen nicht wenige auf ganz unterschiedliche Weise in den transatlantischen Handel involviert waren. Nur einige waren direkte Sklavenhändler, die meisten waren eher in den Warenaustausch involviert. Schulte Beerbühl weist aber auch darauf hin, dass die Annahme, dass es über einzelne Kaufleute eine deutsche Beteiligung direkt aus den großen Handelsstädten Hamburg, Bremen und Köln gegeben haben könnte, durchaus plausibel ist.

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Begründung des Königreichs Preußen 1701 unter Friedrich I.

Stärkung Preußens durch die Aufteilung Polens 1772-1795. Das kleine Preußen konnte mit russischer Erlaubnis sein Staatsgebiet fast verdoppeln. So konnte sich Preußen später im 19. Jahrhundert zu einem gleichrangigen Konkurrenten Österreichs entwickeln im Deutschsprachigen Raum.

Karte Europas, 1750.

Also, dass Preußen im 18. Jahrhundert nicht untergegangen ist, trotz der vernichtenden Niederlage Friedrich II bei der Schlacht bei Kunersdorf, Stichwort Mirakel des Hauses Brandenburg.

So dass sich dann später die Preußen mit der Kleindeutsche Lösung durchsetzen konnten.

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Ja, und wir tun es nicht!

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https://www.youtube.com/watch?v=L45x752vfZE

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Die Sowjets, mit dem Ostblock, mussten Nordvietnam helfen das gesamte Land wiederaufzubauen, dass die Kommunisten vorher durch ihren Angriffskrieg verwüstet haben. Auch den Krieg selbst haben die Sowjets Finanziert. Ohne die Hilfe der Sowjets wäre Nordvietnam gar nicht in der Lage den Krieg zu führen. Das belastete die Sowjetischen Finanzen auch. Die USA konnten sich in Endeffekt den Krieg bei weitem besser leisten als die Sowjets, im Kontext des Wettrüstens. Sonst war das nur einer von einigen Schauplätzen des Kalten Krieges, wo dieser heiß zu heißen wurde. Im übrigen ein Sieg der Kommunisten im Propagandakrieg, der noch heute wirkt. Denn z.B. in Deutschland glauben die meisten noch heute, dort haben die richtigen gewonnen. Kaum einer weiß etwas vom Roten Terror, während des Krieges und nach dem Krieg.

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