Verlust an Moral?

10 Antworten

Kann man so nicht sagen. Moral gibt es in unterschiedlichen Bereichen. Um welchen Bereich soll es denn gehen ? Sexualität, Rechtsprechung, Kapitalismus, Erziehung, Religion/Glaube ? Was in der einen Kultur als moralisch gut angesehen wird, wird in der anderen als moralisch verwerflich angesehen. Desgleichen auch in den Religionen.

Moralisch verwerflich sollte meiner Meinung nach alles sein, was in irgendeiner Form schädlich ist für Mensch und Tier.

Wenn jemand der Meinung ist, das die Menschen unmoralischer sind als früher, dann ist das wohl nur eine subjektive Momentaufnahme, wäre aber durchaus vertretbar, weil die Weltbevölkerung immer rasanter zunimmt.

Außerdem hat die Bibel dies angekündigt, das die Menschen am Ende ihre Moral verlieren und immer Gottloser handeln werden.

Timotheus 3.2 " Denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, "

Woher ich das weiß:Recherche

Das glaube ich nicht. Längerfristig setzen sich wohl höhere moralische Qualitätsstufen mehr durch, also etwa orientiert am Kategorischen Imperativ und universellen ethischen Prinzipien, weniger an festen Glaubenssätzen und Moral im negativen Sinne.

Moral begründet sich in der menschliche Zivilisation und Evolution, dem Mensch sein. Dies verläuft sicherlich nicht geradlinig nach vorne und oben. Wobei aber Rückschläge dann immer auch meistens längerfristige Fortentwicklungen und neue Qualität der Ethik und Moral mit sich brachten.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Durch die Medienberichte werden die Moralschranken schon im Kindesalter herabgesetzt.

Jugendliche treten auf den Kopf auch wenn das Opfer noch am Boden liegt. Kinder stechen sich gegenseitig ab, weil sie es im Fernsehen gesehen haben, etc.

Dazu müsste man Statistiken anschauen. Persönliche Eindrücke können leicht täuschen. Die Medien schaffen sehr gern in uns den Eindruck, als sei alles um uns herum total gefährlich und voll böse. Wenn ich die Medien mit meinem persönlichen Umfeld vergleiche, lebe ich ja fast im Paradies.

Ja.

Ich bin nicht religiös. Aber man muss einfach sagen, dass Religiösität eine intrinisische Motivation initiiert, objektive Moral zu akzeptieren.

Das Problem ist, dass unreligiöse Menschen Moral als subjektiv ansehen anstatt zu versuchen objektive Moral anzunehmen und sinnvoll zu argumentieren.