Sind Deutsche allgemein so kaltherzig?

52 Antworten

Hallo Sadre456!

Also da möchte ich dir mal heftig widersprechen, dass Deutsche besonders kaltherzig wären.

Wir sind zum Beispiel Spendenweltmeister. Keine Nation spendet pro Kopf, für gemeinnützige Zwecke in aller Welt, so viel wie die Deutschen. Ist das kaltherzig?

Wir bieten hier Millionen Menschen Asyl, weil sie aus ihrem Heimatland fliehen mussten. Wir bieten ihnen Versorgung und Schutz. Ist das kaltherzig?

Kaum ein Land bietet ein so Kostenintensives soziales System. Es bietet jedem ein Existenzminimum. Sogar wenn er an seiner Not selbst Schuld ist. Ist das kaltherzig?

Besonders auffällig ist in Deutschland, wie viele Menschen sich in Vereinen und gemeinnützigen Organisationen ehrenamtlich engagieren. Egal ob für Kinder, Obdachlose, Flüchtlinge, Senioren, Behinderte oder Tiere. Sobald sich 5 Deutsche mit einem gleichen Interesse kennen lernen, gründen sie einen Verein und tuen sinnvolles für die Gesellschaft. Ist das kaltherzig?

Ich kann ja nachvollziehen, dass du einen gewissen subjektiven Eindruck bekommen hast, dass Deutsche "kälter" sind als andere Nationen.

Aber die "warme" Herzlichkeit die man speziell im Süden findet, ist sicherlich nicht unser Ding. Wir tragen unser Herz nicht auf der Zunge. Gefühlsduselei und große Gesten sind nicht unser Ding.

Aber wir sind auch nicht oberflächlich. Und Zurückhaltung sollte man nicht mit Distanzierung verwechseln.

Wir Deutschen sind sicherlich alles andere als "kaltherzig". Eher im Gegenteil. Du wirst wenig Länder finden, in denen sich so sozial engagiert wird und man als Gesellschaft eine so große soziale Verantwortung füreinander und miteinander trägt.

Sicherlich trägt man als Individuum in diesem Land auch den großen Wunsch nach persönlicher Freiheit und Selbstverwirklichung. Was diese Punkte angeht, sind wir vielleicht etwas egoistischer als andere.

Aber kaltherzig sind wir Deutschen wirklich nicht!

Mir einem warmen und herzlichen Gruß!

Ein Deutscher ;-)

Es tut mir leid, dass ich mich hier einmische, obwohl ich nicht der Fragesteller bin. Ich denke, dass sich das kaltherzig nicht darauf bezieht, dass ihr euch nicht um andere Länder kümmert. Dass ihr andere Lände großzügig unterstützt, weiß ich. Auch ich bin sehr freundlich aufgenommen worden und wurde hilfsbereit behandelt, als ich nach Deutschland kam. Aber ich denke, nicht darum ging es in der Frage. Das Problem ist es, dass ihr, wie ich es immer wieder feststelle und auch direkt festgestellt habe, als ich nach Deutschland kam, dass ihr untereinander sehr schlecht miteinander umgeht und überhaupt nicht zusammen haltet. Z. B. auf der Arbeit, Mitarbeiter werden ausgenutzt, sind unzufrieden, aber es wird nichts unternommen und mit "Man kann ja eh nichts machen" abgetan. Und wenn einer dann mal zum Chef geht und den Mut hat, zu sagen, was ihn stört, halten alle anderen brav die Klappe und machen sich noch lustig, wenn der Mitarbeiter, der Mut gezeigt hat, dann von dem Chef einen auf den Deckel geht anstatt zusammen zu halten. und das ist schon kaltherzig. Klar, wenn ein einzelner nur etwas unternimmt, nützt es nichts, aber wenn sich mal alle Mitarbeiter zusammen tun, dann könnte man schon etwas erreichen. 

Es ist ja schön, wenn ihr andere Länder unterstützt, aber was nützt es, wenn bei euch der menschliche Zusammenhalt nicht funktioniert. 

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@MrClarkKent

Genau darum geht es doch. Ums kümmern. Wir Deutschen kümmern uns. Und wir Deutschen lieben unsere Kinder genau so wie jeder andere auch. Auch wenn wir als Eltern etwas "nervös" werden, wenn sie mit 20 noch zu Hause wohnen und wir es nicht normal finden, wenn unsere "Kleinen" mit 30 noch im Hotel Mama wohnen.

Und mit Verlaub das was du da an Eindrücken aus der Arbeitswelt schilderst, sind doch erst mal subjektive Eindrücke, denen man ohne Probleme anderweitige Erfahrungen gegenüber stellen könnte.

Mal davon abgesehen, dass die deutsche Arbeiterschaft schon einiges zusammen erreicht hat. Arbeitsbedingungen, Produktivität und Mitbestimmung in Deutschland sind beispielhaft.

Der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland ist sehr groß. Das wird jeder Sozialwissenschaftler bestätigen.

Aber ich geb natürlich zu, dass es durchaus noch Luft nach oben gibt. Du hast die Arbeitswelt und den dortigen menschlichen Zusammenhalt angesprochen. Wir sind eine Leistungsgesellschaft die ein gewisses Durchsetzungsvermögen braucht, um erfolgreich zu sein. Man ist nicht nur Kollege, sondern oft auch Konkurrent. Manch einer bleibt auf der Strecke. Das sehe ich auch. Und das durchaus kritisch.

Aber ich weigere mich hier widerspruchslos hinzunehmen, wenn eine sozial sehr hoch entwickelte Gesellschaft, wie die Deutsche, als kaltherzig hingestellt wird. Denn das ist Quatsch und wird den emotionalen Befindlichkeiten von uns Deutschen in keinster Weise gerecht.


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@zippo1970

Die Arbeitswelt ist nur ein Beispiel und es war kein subjektiver Eindruck. Dass in anderen Ländern der Umgang untereinander besser ist, haben selbst schon Deutsche bestätigt. Ich kann mich noch entsinnen als wir auf einem Schüleraustausch in Frankreich waren. Ein Mitschüler hat ohne dass ich das Thema irgendwie angesprochen habe, irgendwann gesagt: "Irgendwie gehen die Menschen hier viel besser miteinander um als wir." Und damit war nicht die "warme südliche Herzlichkeit" gemeint, die schon mal angesprochen wurde, denn Franzosen sind für mich keine Südländer, sondern Westeuropäer. 

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@MrClarkKent

Alles klar...wenn du keine subjektiven Eindrücke schilderst und ein deutscher Mitschüler das auch so sieht....dann greift ja jedes meiner Argumente ins Leere und ich kann es mir sparen...

Sonst heißt es nachher noch, wir Deutschen wären fürchterliche Rechthaber...dann lieber kalt und herzlos... ;-)

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@MrClarkKent

Und wenn einer dann mal zum Chef geht und den Mut hat, zu sagen, was ihn stört, halten alle anderen brav die Klappe und machen sich noch lustig, wenn der Mitarbeiter, der Mut gezeigt hat, dann von dem Chef einen auf den Deckel geht anstatt zusammen zu halten. und das ist schon kaltherzig.

Vorab: in der heutigen Zeit hat jeder Mitarbeiter Angst um seinen Job. Jeder ist ersetzbar. (Hatte mein Oberboss mal zu mir gesagt)  Und die anderen, die die Klappe halten, sind natürlich ausschließlich Deutsche?  Oder auch der Türke, Italiener oder Spanier? Oder machst du hier einen Unterschied: Der deutsche ist kaltherzig - der Italiener hat nur Angst um seinen Job. Die eine Seite kritsieren, für die andere Seite Verständnis aufbringen - für das gleiche Verhalten?

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@Lotta1965

Na ja, lassen wir es. Ihr habt natürlich alles recht, selbst wenn ihr euch widerspricht. Ich habe mir alles nur eingebildet.

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@MrClarkKent

Nö, du verallgemeinerst nur. Und das find ich schade.  Du siehst "den Deutschen", nicht den Menschen. Sind ein paar so - sind alle so.

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@Lotta1965

Dann verallgemeinere ich die positiven Dinge, die ich geschrieben also auch? Oder hast du das alles nicht gelesen?

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@MrClarkKent

Ja. Aber ist es letztendlich nicht vollkommen egal, ob Deutsche kaltherzig, Spanier heißblütig.....usw. sind? Es kommt auf den Menschen an - egal welcher Nationalität und was ihm dahingehend zugeschrieben wird. Diese Verallgemeinerungen gehen mir nur tierisch auf den Keks. Und......warum macht man sich darüber überhaupt Gedanken? Ist irgendwie unnötig.

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@Lotta1965

Die Gesellschaft macht sich über viele Dinge Gedanken, die absolut unnötig sind, z. B. warum jemand weniger redet als andere (auch wenn das jetzt nicht das Thema der Frage war)

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@MrClarkKent

Und Lotta: Dein Oberboss ist für mich ein A r sch loch (ich musste das Wort jetzt getrennt schreiben, da der Kommentar sonst nicht gepostet werden konnte), wenn er zu dir sagt, dass jeder ersetzbar ist, das ist absolut respektlos und alles andere als motivierend. Ich hoffe, dass du einen besseren Chef findest, der die Mitarbeiter nicht als Ware sieht. 

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@MrClarkKent

Was meinen Oberboss betrifft, gebe ich dir absolut recht. Da ich aber ersetzbar bin und nicht auf den Job angewiesen, konnte ich es mir nicht verkneifen, ihn zu fragen, ob er sich darüber im Klaren ist, dass auch er ersetzbar ist. Meinen Job hab ich nach dem Kommentar immer noch - soooo leicht ersetzbar bin ich da scheinbar doch nicht..... :-)

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@Lotta1965

Ich finde es gut, dass du ihm das gesagt hast und ich freue mich, dass du den Job behalten hast. 

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@MrClarkKent

MrClarkKent: Eine frühere Bekannte von mir war Französin und hat mir da aber ganz andere Sachen erzählt !

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Habe lange darüber nachgedacht, was eigentlich typisch Deutsch ist und bin zu dem Ergebnis gekommen, typisch Deutsch ist der Hang zu Extremen. Entweder macht man etwas richtig oder gar nicht. Dieses konsequente Verhalten drückt sich dann auch in besonderer „Kaltherzigkeit“ und auch besonderer Hilfsbereitschaft aus. Entweder oder.

So gibt es das Sprichwort „Jeder ist seines Glückes Schmid“ und das meint, jeder ist zunächst mal für sein Schicksal und sein Fortkommen selber verantwortlich. Das wird sehr konsequent angewendet. Wer sich selber nicht anstrengt und nicht erstmal selber versucht, aus seinem Leben etwas zu machen, kann nur wenig Hilfe erwarten.

Wer allerdings ohne eigene Schuld in Not gerät, kann dagegen auch eine extreme Hilfsbereitschaft erwarten. Das kann man immer wieder bei Katastrophen erleben. So gab es z.B. bei der großen Oderflut vor einigen Jahren eine große Solidarität und Hilfbereitschaft. Fast in keinem Land der Welt wird so viel gespendet, wenn irgendwo ein Erdbeben oder ein Tsunami zuschlägt, überall sind deutsche Hilfsorganisationen und Privatleute unterwegs, um Hilfskonvois oder Aufbauhilfe in Ländern zu leisten, die von Katastrophen heimgesucht werden.

Das war auch bei dem großen Flüchtlingsansturm letztes Jahr zu beobachten, wo viele Leute sich spontan zur Hilfe entschlossen.
Das kann dann aber auch wieder ins andere Extrem umschlagen, dass z.B. von den Flüchtlingen nun erwartet wird, dass sie sich selber weiterhelfen, indem sie z.B. die deutsche Sprache lernen und selber versuchen, sich hier ein neues Leben aufzubauen. Und wer das macht und sich selber anstrengt, erntet dann auch wieder Respekt und bekommt viel Hilfe. Das zeigt sich z.B. dann wieder darin, dass geflüchtete Familien, die sich integrieren, die Arbeit suchen und finden, plötzlich wieder eine große Solidarität erleben und viele Deutsche dann für sie kämpfen, um nicht abgeschoben zu werden.

Immerhin führt dieses Extrem, dass sich jeder erstmal selber anstrengen muss, bevor ihm geholfen wird dazu, dass es so viel Wohlstand in Deutschland gibt und darauf basierend überhaupt der Sozialstaat, der auch wieder extrem gegenüber anderen Ländern ausgeprägt ist, finanziert werden kann.

Das ist auch in der Gesellschaft so. Wenn man sich in einer sozialen Gruppe, sei es Verwandtschaft, Familie, Beruf  oder auch in Vereinen anstrengt und integriert, kann man immer auf große Hilfe rechnen, wenn man sie benötigt, aber auch nur dann. Wenn aber jemand nur zu faul ist, sich selber zu helfen, bekommt er auch nicht viel Hilfe. Genauso kann auch die Ablehnung und Gleichgültigkeit gegenüber denen, die nicht zur Gruppe gehören, sehr extrem sein.

In anderen Ländern mag die allgemeine soziale Wärme tatsächlich größer sein. Da muss man aber auch immer damit rechnen, dass jemand, der heute dein „Freund“ ist, dich morgen hängen lässt. Auch das ist in Deutschland eher extrem. Es ist teils sehr schwierig, Freundschaften aufzubauen, aber wenn einem das gelungen ist, kann man sich fast immer darauf verlasssen.

Um nochmal auf deine Frage direkt zu antworten: wenn Deutsche kaltherzig sind, dann extrem und wenn sie warmherzig sind, ist auch das extrem. Daher kann es sehr schwierig sein, hier zu leben, es kann aber auch sehr angenehm sein, hier zu leben.

Hallo!

Die Erfahrung habe ich (Jugoslawe) mit Deutschen schon oft gemacht & das ist auch so meine Denkweise: Viele "Deutsche" sind selbst in der Familie recht unterkühlt und lang nicht so herzlich, wie es bei uns "Jugos" oder anderen Osteuropäern der Fall ist. Der typische Deutsche ist misstrauisch wie neidisch, chronisch unzufrieden mit sich selber & neigt zur Verbitterung oder diffamiert Erfolge anderer um sich besser zu fühlen, igelt sich ein & schottet sich ab. Nicht alle Deutschen sind so, aber viele.

Ich will das nicht abwerten und es gibt auch durchaus Deutsche, die ein tolles Familienleben haben, aber ich glaube, dass das auch oft die Mentalität der Deutschen ist & ihre typische Erziehung sowie die Situation dass die meisten Deutschen nicht wie wir in einem Clan aufwachsen in dem Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Loyalität selbst wenn man weiß im Unrecht zu sein, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit sowie Gastfreundschaft über allem stehen.

Kein Osteuropäer würde einen Besucher wegschicken ----> ich sehe das an meiner Familie und mir selber auch: Wer kommt, der kommt & selbst wenn man nicht viel Zeit hat, für einen Kaffee oder ein paar nette Worte reicht's doch immer. Aussprüche wie "selber schuld, "dein Pech" oder schnippische Phrasen wirst du bei uns auch nicht hören ----> bei uns wird zwar längst nicht immer gelacht, aber die Kühle mir bekannter deutscher Familien gibt's bei uns nicht. 

Ich habe das auch oft bei meinen Russlanddeutschen Freunden erlebt, da gab es z.B. nie eine Widerrede wenn der Vater seinen Sohn zur Hilfe wünschte beim Säubern der Garage, beim Rasenmähen usw. oder der Sohn hat sich von selber aus angeboten. Der typische Deutsche lässt sich verleugnen, sagt "keine Zeit" und faulenzt dann doch nur, das machen ihm aber die Eltern auch letzten Endes vor: Die Jungen machen es nur den Alten nach & sind ein Spiegelbild der Erziehung die sie hatten bzw. dem was sie gesehen haben!

Meine Ex etwa stammte aus einer "urdeutschen Bildungsbürgerfamilie" ------> dort waren Liebe und Freundlichkeit nicht wirklich verbreitet & sie hatte mit dem Umgangston in meiner osteuropäischen Großfamilie immer wieder so ihre Differenzen & kam damit nicht klar, wenn ich etwa nachts von meinem Bruder angerufen wurde, selbstverständlich ranging & sofort in meinen alten Benz stieg um ihn abzuschleppen oder meine Großtante (über 80) mich bat, ihr vom Einkaufen was mitzubringen. 

Aber es gibt m.E. noch eine gesellschaftliche Ursache für diese kühle Art: Es gilt offenbar für viele nicht mehr als cool, sich zu benehmen und sich einigermaßen gut zu artikulieren bzw. das "Einmaleins der Höflichkeit" anzuwenden -----> dafür gilt es in gewissen Kreisen offenbar als falsch verstanden "dynamisches" Auftreten, anderen möglichst schnippisch und frech zu begegnen. Dass eine vielleicht pedantisch wirkende Art bzw. Freundlichkeit und Höflichkeit bei der "Babyboomer"-Generation bisweilen recht verrufen sind, lässt sich insofern erklären, dass sie sich dadurch teilweise an die eigene Vergangenheit bzw. die autoritärere Erziehung ihrer selbst zurückerinnern, die sie sich zum Teufel wünschen weil sie mit den 80ern/90ern nicht grad schöne Dinge verbinden & ALLES, aber auch echt alles anders machen wollen als die eigenen Eltern. Zwar gilt es leider als "cool" und "jugendlich", schnippisch und frech drauf zu sein bzw. eine gute Gesprächskultur, Anteilnahme oder Hilfsbereitschaft, an der man nix verdient sind als ältlich verrufen ------> dennoch ist das sehr wichtig!

Auf der einen Seite fragen mich solche Leute dann, warum ich meinen Cousin immer vom Krankenhaus abhole & mir tlw. sogar einen halben Tag freinehme ---> laut "Deutschen" könne er das doch auch als chronisch Kranker selber & sei nur zu faul dazu ... aber wenn ich dann wieder auf der Arbeit bin (Zeitung) und mit der Flüchtlingshilfe in Berührung komme, predigen genau diese Typen von Hilfsbereitschaft, Ehrenamt und deren Wichtigkeit bzw. springen im Quadrat, sobald ich die Kamera auspacke ----> weil sich jeder aufs Bild zwängen will, um gut dazustehen. Da fällt einem schon die Feder vom Hut; soviel zum Thema "Doppelmoral"... aber das könnte man an dieser Stelle so sehr ausführen, dass wir morgen noch nicht fertig wären & nur noch Colamix und Knabbergebäck zur angeregten Diskussion fehlen würden ;)

Zum Glück erlebe ich innerhalb meiner Familie/Verwandtschaft das genaue Gegenteil von dem, was du als typische Beobachtung schilderst und eher das, was du aus deiner Familie schilderst.

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rotesand: Jugoslawien (Bürgerkrieg) ein Vorbild des herzlichen interaktiven warmen sozialen Umgang miteinander.

Erschreckend diese eingebildete moralische Überlegenheit, vieler Migranten!

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Der typische Deutsche ist misstrauisch wie neidisch, chronisch unzufrieden mit sich selber & neigt zur Verbitterung oder diffamiert Erfolge anderer um sich besser zu fühlen, igelt sich ein & schottet sich ab.

So denkst du also über uns....ich charakterisiere mich ja gerne als typisch "deutsch"...aber jetzt bin ich doch a bisserl erschüttert....aber Danke für die erfrischende Ehrlichkeit....

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@zippo1970

Es ist nur das, was ich in den letzten 20-25 Jahren bewusst erlebt und dann auch verarbeitet bzw. mir gemerkt habe.

Es gibt auch Deutsche, die ein tolles Familienleben führen & einen tollen menschlichen Umgang miteinander pflegen, aber ich denke, dass das typisch "deutsche" Verhalten schlicht an der Mentalität und der Erziehung liegt: Man bekommt zwar vermittelt, an "arme Kinder" in Afrika oder Asien zu denken, weil "MAN" das so macht -----> vergisst aber das Zwischenmenschliche, die Nachbarschaftshilfe und den Zusammenhalt untereinander, sicher auch weil man denkt, es sei schon das Tagwerk getan wenn man einen Zehner an eine Hilfsorganisation überweist oder was in den Klingelbeutel oder den Opferstock in der Kirche steckt.

Zurückhaltung geht anders und schließt Hilfsbereitschaft, wenn es klemmt, nicht aus ---> bei den Deutschen ist es aber oft spürbare Distanz oder sogar Unwillen, obwohl man so tut als wäre es einem ganz schlimm doch nicht zu helfen.

Wo der Osteuropäer arbeitet um zu leben, lebt der Deutsche meist um zu arbeiten & hat dann oft noch Angst, andere könnten einem das was man sich ggf. leisten könnte neiden, sodass man seine Träume für sich behält ----> diesen Neid finde ich unerträglich.

Mein Patenonkel sagte mal sinngemäß ------> während der Jugoslawe/Pole/Russe dich sobald er kann ohne Kommentare abholt, wenn du in der Not bist, wägt der Deutsche erstmal alle möglichen Vor- und Nachteile ab, bittet "Bedenkzeit" und lässt es dann doch sein, ehe er sich kurz vor knapp bzw. so spät, dass man kaum noch Hoffnung hat jemanden zu finden, mit "tut mir soooo leid" entschuldigt und dann doch wieder vor dem PC sitzt oder den Fernseher einschaltet. Das kann ich (leider) von vielen Deutschen so bestätigen, deswegen frage ich da zumeist garnicht mehr nach Hilfe, wenn ich was benötigen sollte. 

Das betrifft aber zumeist "junge Deutsche" ich sage mal bis ca. Mitte 40 -----> je älter die Leute sind, umso herzlicher und ehrlicher sowie zuvorkommender sind sie zumeist, Ausnahmen bestätigen die Regel. Das aber liegt denke ich auch in dem was ich bezüglich der "Babyboomer-Generation" und ihrer Ansicht geschrieben habe bzw. so beobachten "durfte".

Es soll sicherlich kein Vorwurf und auch nicht böse gemeint sein, ist aber meine subjektive Ansicht.

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@rotesand

Ja...wir Deutschen sind schon ein schreckliches und schwer erträgliches Volk...man sollte jedem Menschen der aus dem Ausland zu uns zieht um hier mit uns zu leben, einen Tapferkeitsorden verleihen....

aber ich denke, dass das typisch "deutsche" Verhalten schlicht an der Mentalität und der Erziehung liegt: Man bekommt zwar vermittelt, an "arme Kinder" in Afrika oder Asien zu denken, weil "MAN" das so macht

Sogar wenn du etwas positives an uns siehst, wertest du es auch noch im gleichen Satz ab. 

Entschuldige meinen Sarkasmus...liegt wohl an meiner "typisch deutschen" chronischen Unzufriedenheit und meiner Neigung zur Verbitterung... :-))

Ganz ehrlich: Es würde nichts bringen, hier gegen deine persönlichen Erfahrungen zu argumentieren. Du hast diese Meinung, was ich äußerst bedenklich und bedauerlich finde und ich weiß ich werde sie dir hier nicht nehmen können.

Aber ich frage mich ob deine Meinung nur auf persönlichen Erfahrungen beruht oder ob es auch daran liegt, dass du vielleicht mit "Scheuklappen" durch die Gegend rennst und nur Dinge wahrnimmst, die deine subjektive Meinung bestätigt?

Ich weiß es nicht. Aber ich weiß das es sehr schade ist, wenn man wie du, Teil einer Gesellschaft ist und solch eine Meinung über eine Vielzahl seiner Mitmenschen hat. 

Es ist geradezu tragisch. Für die Vielzahl deiner Mitmenschen. Aber auch für dich. Wirklich schade!

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@zippo1970

Zippo, ich finde deine Reaktionen auch schade. Nur bleibe ich wenigstens noch freundlich und höflich. 

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@rotesand

Wo der Osteuropäer arbeitet um zu leben, lebt der Deutsche meist um zu arbeiten

Wer diesen Spruch mal gesagt hat, gehört in den Hintern getreten. (den Osteuropäer mal weggelassen). Irgendwer hat diesen selte dämlichen und auch unwahren Spruch mal gerissen - seitdem geistert er fortwährend durch die Lande - was Wahres kann ich daran - explizit auf "den Deutschen" bezogen, nicht erkennen. Auch "der Deutsche" muss Miete zahlen, essen, trinken u. a. Kredite abzahlen.......damit er das kann, arbeitet er.  Wieviel er arbeitet richtet sich u. a. nach seinen Ansprüchen.  Wo auf der Welt ist das anders?

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@zippo1970

Aber ich frage mich ob deine Meinung nur auf persönlichen Erfahrungen beruht oder ob es auch daran liegt, dass du vielleicht mit "Scheuklappen" durch die Gegend rennst und nur Dinge wahrnimmst, die deine subjektive Meinung bestätigt?

Es ist wie gesagt, ohne dass ich jemandem zu nahe treten will echt nur das, was ich persönlich erlebt und gesehen habe bzw. immer mal wieder mitbekomme. Vielleicht kann ich die Haltung auch durch meine eigene Erziehung & mein Familienleben nicht verstehen oder werde aus ihr nicht schlau... und ich möchte auch keinesfalls Verallgemeinernd wirken.

Ich habe auch geschrieben ganz tolle deutsche Familien zu kennen, die Zusammenhalt, ein freundliches Miteinander, Ehrlichkeit usw. leben und darstellen ----> vllt. wurde das auch nicht gelesen/überlesen, aber ich habe es hier schon mehrfach festgehalten. 

Jeder hat seine Ansicht & es gibt auch genügend die mich und meine Familie mit typischen Osteuropäerklischees in Verbindung bringen.. von mir aus soll man diese Ansicht haben, ich weiß ja, dass das bezogen auf uns so nicht stimmt^^ manches regte mich schon auf, aber das war dann wirklich beleidigend und ekelhaft bis gehässig, das hätte wahrscheinlich jeden aus der Reserve gelockt.

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@MrClarkKent

Lieber MrClarkKent!

Wenn du mich als unfreundlich und unhöflich empfindest, tut mir das leid. Das lag nicht in meiner Absicht. Eher im Gegenteil.

Aber das du es so wahrnimmst, heißt ja nicht, dass diese Empfindung auch den objektiven Tatsachen entspricht.

Was ganz offenbar auch ein Grundproblem dieser Frage ist, wenn ich so darüber nachdenke.

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@rotesand

Lieber rotesand!

Ich denke du hast halt sehr klar, stark und eindeutig formuliert, wie du den typischen Deutschen so siehst. Da blieb nicht viel Platz für Interpretation. ;-)

So klar hört und liest man sowas eher von Menschen, die nicht gerade zu den "Glücklichen" unserer Gesellschaft gehören und sich abgehängt fühlen.

Deswegen war ich irritiert und auch etwas erschüttert. Wir kennen uns ja von hier schon ein wenig und ich würde dich jetzt eher in der Mitte der Gesellschaft einordnen.

Eigentlich liest sich deine Meinung zu den typischen Deutschen schon etwas verbittert. Was dann ein Zeichen wäre, dass du deutscher bist als du wahrhaben willst. ;-)

Spaß beiseite. Wie gesagt kann ich dir deine Meinung nicht nehmen. Aber ich kann sie nicht teilen. Und bei jemandem wie dir, dessen Antworten ich hier im allgemeinen sehr schätze, erschreckt mich so etwas sehr.

Aber wie dem auch sei...Es ist nur eine persönliche Meinung...und ich werd den Teufel tun und mir diesen Schuh anziehen...ich hoffe du hast mich nicht als unfreundlich und unhöflich empfunden, denn ich verurteile dich nicht für deine Meinung, sondern wundere mich nur. 

LG :-)

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@zippo1970

Lieber MrClarkKent!

Wenn du mich als unfreundlich und unhöflich empfindest, tut mir das leid. Das lag nicht in meiner Absicht. Eher im Gegenteil.

Aber das du es so wahrnimmst, heißt ja nicht, dass diese Empfindung auch den objektiven Tatsachen entspricht.

Was ganz offenbar auch ein Grundproblem dieser Frage ist, wenn ich so darüber nachdenke.

Entschuldigung angenommen.

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@zippo1970

...um Gottes Willen :)

Eigentlich bin ich auch ein sehr glücklicher & zufriedener Mensch, freue mich jeden Tag an allem, was ich habe und habe keinen Grund unzufrieden oder verbittert zu sein^^ im Gegenteil :)

Es tut mir leid, dass ich dir einen solchen Schrecken eingejagt habe, und ich bitte um Entschuldigung. Grüße zurück!

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