Sind Bluttransfusionen wirklich so gefährlich?

11 Antworten

Bluttransfusionen können, wie jede andere medizinische Intervention auch, Nebenwirkungen haben, das ist schonmal richtig. Was aber bei der Doku (die übrigens echt schlecht recherchiert und sehr einseitig ist) unterschlagen wird, ist dass sie in vielen Fällen unausweichlich sind. Man hat in den letzten Jahren die Triggerwerte für Transfusionen heruntergesetzt, jedoch gibt es nicht eine einzige Studie, die auch nur nahelegen würde, dass man generell auf BTs verzichten könnte, im Gegenteil ab bestimmten Hb-Werten steigt die Sterblichkeit rasant an gegenüber Transfusionsempfängern (z.B. Carson et al. "Transfusions" 2002). Mal ein paar Beispiele dazu:

Ein Patient wird nach einem schweren Verkehrsunfall mit massiven inneren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Der Blutverlust ist dramatisch und er konnte mit Volumengabe der Druck zwar soweit stabilisiert werden, dass er/sie es bis auf den OP-Tisch geschafft hat, allerdings steht jetzt noch eine längere Notfall-OP an, bei der der Blutverlust nicht sofort gestoppt werden kann. Die Volumengabe ist zwar schön und gut, sorgt aber nicht dafür, dass Sauerstoff im Blut transportiert werden kann, den aber die Organe dringend brauchen. Wie kann man also dem Patienten jetzt noch das Leben retten, wenn der Hb-Wert so tief gesunken ist, dass eine Hypoxie besteht (kannst ja mal nach der Hüfner-Zahl googeln und dir ein paar Gedanken machen)? Es gibt derzeit noch keine Alternativen zu BTs, die sowohl Volumen als auch die Fähigkeit zum Sauerstofftransport mit sich bringen. Man hat es mit einigen Perflourcarbonen versucht, die aber haben z.T. so vernichtende Nebenwirkungen, dass man sie nicht einsetzen kann. Will man es mit Stimulation der Hämatopoese versuchen (z.B. EPO), so muss man dann aber mehrere Tage warten, bis die Wirkung eingetreten ist (und die Zeit hat wohl kaum ein Trauma-Patient)... Was mit Patienten ist, die z.B. eine Chemotherapie bekommen oder an einer aplastischen Anämie, Leukämie etc. leiden, steht noch auf einem anderen Blatt (und ja... auch solche Patienten haben Unfälle)... Also was genau wäre die Alternative? Ich habe schon Patienten gesehen, die in kurzer Zeit über 30 BTs erhalten haben (Massentransfusion) und eben nur deshalb heute noch leben. Dann gibt es noch andere Krankheiten, wie z.B. Thalassämien, die in einigen Fällen eine lebenslange Behandlung mit Transfusionen notwendig machen... (vor kurzem habe ich mit einem gesprochen, der seit inzwischen 20 Jahren regelmäßig BTs erhält)

Also: Ja, es gibt Nebenwirkungen, deshalb ist die Indikation auch immer wieder Gegenstand von Prüfungen und wird stetig neu überarbeitet. ABER: in vielen Fällen gibt es keine Alternativen... Ist leider nun mal noch so.

Denen geht es doch nur um den Profit

Den Ärzten geht es um den Profit? Aha, mal nur so zur Info: Ein Arzt verdient keinen einzigen Cent daran, wenn eine BT verabreicht wird. Woher hast du solche Informationen, die dich dazu veranlassen einen ganzen Berufsstand pauschal so abzuurteilen? Finde ich schon ziemlich unverschämt.

 Also bitte begründet eure aussagen, denn die in dem Video sind ja Studierte Ärzte die es ja nicht ohne Grund sagen, das Bluttransfusionen so gefährlich sind.

Weisst du... ich studiere selbst Medizin, habe Erfahrung sowohl im Rettungsdienst, als auch in der Anästhesiepflege und glaube mir, BTs werden vor allem heutzutage wirklich nur noch eingesetzt, wenn es eine Indikation dafür gibt und das was in dem Video angesprochen wurde, ist eher die "zu viel schadet ja nicht"-Mentalität, die halt nicht mehr zeitgemäß ist (was aber im Übrigen schon seit der Sanguis-Studie bekannt ist und deshalb auch die Trigger immer weiter gesenkt wurden)

Du kannst jetzt natürlich so weit gehen und dir einfach mal die Daten des Paul-Ehrlich Instituts ansehen und dir dann Gedanken darüber machen, wie objektiv dieser Bericht im ARD wirklich war:

http://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/vigilanz/haemovigilanz/publikationen/haemovigilanz-bericht-2011.pdf?__blob=publicationFile&v=6

Also kurz: Ja, BTs können gefährlich sein und ja sie haben Nebenwirkungen... ABER: Das Risiko-Nutzen-Verhältnis ist eindeutig: Sowohl in der Notfallmedizin, als auch in der Onkologie, als auch in einigen anderen Bereichen der Medizin sind sie derzeit noch alternativlos.

Erstmal vorweg, das es auf ARD kam sagt nicht viel aus. Wenn ich da an die Doku "Propagandaschlacht um die Gentechnik" denke, die auch dort lief, verlieren sie schon stark an Glaubwürdigkeit, denn die war furchtbar einseitig, schlecht recherchiert und überhaupt nicht differenziert. Das erkennt man leider nur, wenn man etwas mehr in der Materie drinsteckt, mit Blut kenne ich mich nur mäßig aus, daher kann ich die Doku nicht derart einordnen.

An dieser Thematik hier mag was dran sein, es steht aber außer Frage, dass wir nicht einfach damit aufhören können. In vielen Fällen ist die Bluttransfusion die letzte Möglichkeit den Tod zu verhindern. Kommt es danach zu Komplikationen, dann muss man das erstmal so hinnehmen, man hat sein Möglichstes versucht.

Dass sich etablierte Meinungen als nicht ganz richtig herausstellen ist kein Weltuntergang, man handelt eben nach bestem Wissen, ergeben sich neue Kenntnisse so werden diese auch zu neuen Behandlungsmethoden führen.

Ist an diesen Erkenntnissen etwa dran, so wird man sicher die Forschung zu z.B. synthtischem Blut intensivieren und mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, damit man eine passende Alternative entwickeln kann.

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