Es ist ein sekundärer Pflanzenstoff, d.h. er ist nicht essentiell für das Überleben der Pflanze, verbessert aber die Überlebenschancen unter bestimmten Bedingungen. In den Pflanzen dient das Nicotin als Abwehrstoff gegen Fraßfeinde, hauptsächlich Insekten, da es als Nervengift wirkt.

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Ja, dabei handelt es sich aber, soweit ich weiß, nur um Inhaltsstoffe aus gentechnisch veränderten Pflanzen. Denn es wird eine Zulassung der entsprechenden Pflanzen als Lebensmittel benötigt und für ganze Pflanzen gibt es aktuell keine einzige in der EU.

In deinem Falle sind in den Produkten nur extrahierte (und ggf. noch verarbeitetet) Stoffe aus Pflanzen enthalten, z.B. Zucker aus gentechnsich veränderten (gv) Rüben oder Zuckersirup aus gv-Mais. Für solche isolierten Inhaltsstoffe gibt es Zulassungen für die Verwendung in Lebensmitteln.

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Der Unterschied liegt in den Anbaumethoden, bio und konventionell kann nich von der selben Flächen kommen. Die Endprodukte unterscheiden sich in der Tat praktisch gar nicht, es geht dann beim Kauf im Wesentlichen darum, welche Produktionsformen man bevorzugt bzw. unterstützen möchte.

Die größten Unterschiede lassen sich in den verwendeten Produktionsmitteln finden, für Dünge- und Pflanzenschutzmittel gibt es bestimmte vorgaben. Im konventionellen Anbau darf man praktisch alles benutzten, was eine allgemeine Zulassung hat. Im Bio-Anbau wird es dann etwas konfuser, da es viele verschiedene Verbände mit eigenen Vorgaben gibt, der Mindeststandard wird hier in der EU durch die EG-Öeko-Basisverordnung vorgegeben. Hier dazu eine kleine Übersicht: de.wikipedia.org/wiki/Bio-Siegel#D%C3%BCnger,_Pflanzenschutzmittel_und_Bewirtschaftung

Allgemein gilt daher für den Bio-Anbau, dass z.B. bei Düngemitteln keine mineralischen Dünger verwendet werden dürfen, wobei es da auch ein paar Ausnahmen gibt, wie zum Auffüllen von Nährstoffen bei stärkerem Mangel oder Kalk. Beim Pflanzenschutz sind jegliche synthetisch organischen Wirkstoffe verboten, es dürfen nur organsiche Wirkstoffe, die aus der Natur stammen, und anorganische Wirkstoffe verwendet werden. Hier auch eine Liste der zugelassenen Bio-Pflanzenschutzmittel Chemische Herbizide sind bei den meisten Bio-Verbänden verboten, daher werden Unkräuter idR mechanisch bekämpft.

Der Bio-Anbau gestalten sich durch einige dieser Vorgaben als arbeitsintensiver und das gekoppelt mit meist geringeren Produktivität trägt besonders zu den höheren Preisen bei. Vom Umweltaspekt her ist es so, dass der Bio-Anbau in Bezug auf eine Flächeneinheit (z.B. pro ha) eine geringere Auswirkung als der konventionelle Anbau hat, dies kehrt sich aber in vielen Fällen wieder um, wenn man sich auf eine Produkteinheit bezieht (z.B. pro t Kratoffeln). Das liegt daran, dass die schon erwähnte Produktivität oft geringer ist, es muss also im Bio-Anbau im Regelfall mehr Fläche genutzt werden um gleich hohe Erträge liefern zu können.

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Sehr eng sogar. Sie gehören der gleichen Art an, sind aber unterschiedliche "Varietäten", d.h. praktisch weisen sie zwar einige äußerliche Unterschiede auf, man könnte sie aber ohne Probleme miteinandern kreuzen.

Brokkoli: Brassica oleracea var. italica

Blumenkohl: Brassica oleracea var. botrytis

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Es finden sich die gleichen Methoden wie auch bei z.B. weißer oder roter Gentechnik.

Die Unterschiede bie dieser "Farb-Codierung" ergeben sich nicht aus den Methoden, sondern aus den Anwendungsfeldern bzw. Anwendungsorganismen. Bei den Anwendungszwecken finden sich viele Überschneidungen.

Bei der blauen Gentechnik geht es um Anwendungen an Meeresorganismen und das sind im Wesentlichen Bakterien. Das sind dann z.B. Tiefseebakterien, die natürlicherweise an heißen Quellen leben und damit Enzyme besitzen, die auch bei höheren Temperaturen stabil sind.

de.wikipedia.org/wiki/Blaue_Biotechnologie

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Es kann nur so viel Kohlenstoff, genauer CO2, bei der Verbrennung frei werden, wie zuvor (aus der Atmosphäre) während des Wachstums im Holz gebunden wurde.

Eine nachhaltige Forstwirtschaft vorausgesetzt (also für jeden abgeholzten Baum ein neu gepflanzter) und unter Nicht-Berücksichtigung der CO2-Freisetzung durch den "Energieverbrauch" bei der Forst-Bewirtschaftung, ist Holz dann ein CO2-neutraler Brennstoff.

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Prinzipiell gibt es für jedes Studienfach auch Jobs in der Forschung, mindestens an dem Institut, welches den Studiengang verantwortet. Logistik würde ich mal so in den größeren Bereich der Wirtschaftswissenschaften einordnen.

Im Bereich Logisitk gibt es da z.B. das IML "Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik"

recruiting.fraunhofer.de/Jobs/1?lang=ger&CompanyID=197&Reset=G&search1

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Pflanzen "produzieren" nur netto mehr Sauerstoff als CO2.

Nicht alle Zellen einer Pflanze sind photosynthetisch aktiv, z.B. Wurzelzellen und auch wenn kein Sonnenlicht verfügbar ist (nachts), benötigen die Zellen weiterhin Energie, ATP eignet sich nicht zum Transport über größere Strecken, hauptsächlich wird Saccharose als "Energieressource" innerhalb der Pflanze verlagert. In den Pflanzenzellen werden auch über die Mitochondrien Kohlenhydrate energetisch versotffwechselt, die Energiegewinnung durch Phtotsynthese hat nur im Regelfall den größeren Anteil, wodurch dann netto ein Plus an Sauerstoff entsteht.

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Nein.

Ein Protoplast ist der "lebendige" Teil einer Zelle bei Organismen mit Zellwand, also praktisch der gesamte Zellinhalt umgeben von der Plasmamebran.

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Da gibt es keine eideutige Antwort, denn es ist abhängig von der Art der Sequenzierung und ob die Sequenzen zumindest teilweise bekannt sind.

Für jede Sequenzierung muss man erst enimal die zu sequenzierende DNA vervielfältigen, sind Teile der Sequenz schon beaknnt macht man dies mittels einer PCR, ist nichts von der Sequenz bekannt, so muss man sie durch Klonierung vermehren.

Bei den Sequenziermethoden gibt es dann einige, die auf der PCR beruhen. Darunter das klassische Verfahren nach Sanger, die Pyrosequnzierung und die Illumina-Sequenzierung. Dafür werden auch spezielle Geräte benötigt, in einem einfachen Thermocycler für normale PCRs wären Sequenzierreaktionen teilweise möglich, aber nur ohne Datenauswertung.

Andere (besonders neuere Verfahren) laufen nicht mehr nach dem PCR-Prinzip ab, wie das ABI-SOLiD-Verfahren oder Nanopore-Sequenzierung.

Es gibt also keinen unbedingten Zusammenhang zwischen PCR und Sequenzierung.

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Beides sind Begrifft, die jeweils leicht utnerschiedliche Bedeutungen in klassischer Genetik und Molekuralgenetik bzw. Gentechnik haben.

Rekombination in der Genetik beschriebt die Neu-Kombination von Genen, z.B. durch das Crossing-Over während der Meiose.

In der Gentechnik meint Rekombination die Neu-Kombination von DNA durch den Menschen mittels Restriktion und Ligation.

Transformation ist eignetlich eine Art der natürlichen Übertragung von DNA, wie sie besonders bei Bakterien zu finden ist und stellt damit eine Art der Rekombination dar.

In der Gentechnik wird mit Transformation die Übertragung von Genen zwischen verschiedenen Organismen gemeint, handelt es sich um eine Übertragung in eukaryotische Zellen, so müsste es streng genommen Transfektion heißen, wird aber häufig einfach Transformation genannt.

Der Unterschied von Restriktion und Transformation ist also in der Gentechnik, dass bei der Rekombination DNA (aus verschiedenen Organismen) enzymatisch kombiniert wird und die Transformation ist die Übertragung rekombinanter DNA in Organismen.

Geht es um natürliche Prozesse, so kann mit den Begriffen das gleiche gemeint sein, da dort mit Transforamtion eine Form der Rekombination beschrieben wird.

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Ich mache es einfach mal am Beispiel Bt-Mais.

Kurzfassung:

  • Zielgen identifizieren und isolieren
  • Zielgen in Vektor einbringen
  • Vektor in Pflanzen bringen
  • transformierte Pflanzen selektieren, vermehren (und mit Elite-Sorten kreuzen)

Am Anfang steht das Ausfindig machen von einem Zielgen, im Falle von Bt handelt es sich um eine Genfamilie von Toxinen aus der im Boden lebenden Bakterienart Bacillus thuringiensis. Von diesen Genen muss man nun die codierenden Sequenzen aus der Bakterien-DNA isolieren und klonieren (vermehren).

Für die Übertragung in die Pflanzen benötigt man nun einen Vektor, das sind üblicherweise angepasste bakterielle Plasmide (kurze ringförmige DNA-Abschnitte). Heute wird meist das Agrobacterium tumefaciens für die Transformation von Pflanzen genutzt, dieses Bakterium besitzt ein Plasmid, welches natürlicherweise Tumore in Pflanzen erzeugt indem es eigene Gene in die Pflanzengenome einschleust. Nun nimmt man also Plasmide dieses Bakteriums und entfernt daraus die Sequenzen, welche für die Tumorbildung verantwortlich sind und ersetzt diese durch die gewünschten Zielgene, hier also Bt-Gene.

Neben den Genen an sich, müssen aber auch noch Promotor- und Terminatorsequenzen hinzugefügt werden, damit das Gen auch in der Pflanzen gelesen werden kann. Häufig kommt der 35S-Promotor aus dem Blumenkohlmosaik-Virus zum EInsatz, dieser sorgt für eine permanente Genaktivität. Zudem wird noch idR eine Antibiotikaresistenz eingefügt, um "fertige" Agrobakterien zu selektieren.

Für eine effizientere Geneexpression in der Pflanzen sollte man dann noch die Sequenz an den "codon-usage" der Pflanzen anpassen und wenn nicht das Gen selbst als Selektionsmarker dienen kann, muss noch ein marker zusätzlich mit eingebracht werden.

Hat man nun dieses Plasmid entsprechend "zusammengebaut", kann man es zurück in Agrobakterien geben, z.B. über Elektroporation. Mit diesem Agrbakterien muss man nun Pflanzen infizieren, entweder nimmt man dafür regenerative Pflanzenorgane oder Zellkulturen, aus denen man nach Infektion wieder ganze Pflanzen (durch entsprechende Hormongaben) erzeugen kann. Wichtig ist, dass die Agrobakterien nur Infizieren, wenn Pflanzen Verletzungen aufweisen, man muss die Pflanzen also anschneiden oder aber simuliert Verletzungen durch die Zugabe von Signalstoffen (wie Acetosyringon) für die Agrobakterien.

Die Agrobakterien geben dann die Plasmide in die Pflanzenzellen und deren DNA wird in die Pflanzen-DNA eingebaut. Da dieser Prozess nicht 100%ig funktioniert, muss man dann die Pflanzen testen, entweder indem man Resistenzgene mit eingeschleust hat oder indem man die DNA jeder Pflanze auf den eingefügten Abschnitt testet. Positiv getestete Pflanzen werden dann vermehrt und man hat gv-Pflanzen, üblicherweise kommt aber danach noch ein Schritt, bei dem man die transformierten Pflanzen dann mit "Elite-Sorten" kreuzt und dafür benötigt man dann die zuvor genannten Selektionsmarker, damit man am Ende den genetischen Hintergrund der Elite-Sorten hat, bei dem nur dieses zusätzliche Bt-Gen dazukommt.

Früher hat man im Mais keine Agrobakterien verwendet, da diese üblicherweise keine Einkeimblättrigen Pflanzen befallen, stattdessen hat man Gold- oder Wolfram-Partikel mit den Plasmiden beschichtet und diese auf Pflanzenzellen geschossen, bis eben ein solches Partikel auf Pflanzen-DNA trifft, diese zerschlägt und dann die Plasmid-DNA dort mit eingebaut wird. Dieses Verfahren ist aber sehr ineffizient, damit auch teuer und wird heute praktisch kaum noch verwendet.

Hier auch noch eine Beschreibung auf englisch: whatisbtcorn.pbworks.com/w/page/12449526/Biochemical%20Explaination%20of%20Bt%20Corn

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Genmais ist jeder Mais, nenne es bitte genau wie im ersten Satzzeil, als Abkürzung dafür ist dann auch z.B. gv-Mais passend.

Für ein Beispiel müsstest du noch präziser werden, denn es gibt unzählige Möglichkeiten der gentechnischen Veränderung, sowohl bei den Verfahren als auch bei den eingeführten Eigenschaften.

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Natürliches Klonen ist die Vermehrung durch genetisch identische Nachkommen, wie sie eben in der "Natur" vorkommen.

Künstliches Klonen ist es, wenn der Prozess durch den Menschen bestimmt wird.

Beim künstlichen Klonen wird es von der Definition her aber etwas schwierig, da oft auch natürliche Prozesse des Klonens genutzt werden und daher auch als natürlich beschrieben werden könnten.

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Das bedeutet, dass im Pflanzenbestand alle Pflanzen zur gleichen Zeit ihre Blüte abschließen und damit auch gleichzeitig die Samenreife erreichen, sodass man alle gemeinsam ernten kann.

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Das kommt ganz darauf an, zu welchem Zweck man die PCR durchgeführt hat.

Nach jeder PCR sollte man zumindest eine Gelelektrophorese machen um zu prüfen ob die Reaktion überhaupt funktioniert hat und Fragmente der gewünschten Länge vorhanden sind, da es viele mögliche Störfaktoren gibt.

Eine "klassische" PCR allein gibt einem keine verwertbaren Daten, man kann schließlich nicht sehen, was in den Tubes passiert (ist), Ausnahme ist die quantitative PCR, wobei der Thermocycler in jedem Zyklus Templatemengen mittels Farbstoffmarkierung bestimmen kann.

Will man mit dem PCR-Produkt weiterarbeiten (z.B. es in ein Plasmid ligieren) und benötigt dafür sauberes Template, kann man die gewünschten Banden aus dem Gel herausschneiden und die DNA daraus aufreinigen.

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Nein, es sieht nur in vielen Abbilungen so aus. Hier eine Abbildung die es besser zeigt de.wikipedia.org/wiki/Elongation_(Translation)

Die drei Stellen entstehen erst vollständig nach der Zusammenführung beider Untereinheiten. Die tRNA Schleife mit dem Anticodon wird in der kleinen Untereinheit gebunden, der Rest der tRNA in der großen Untereinheit.

sciencedirect.com/science/article/pii/S0092867402006190

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Textur und Konsistenz sowie die "Reihenfolge" einzelner Aromen haben eben auch nicht vernachläsigbaren Einfluss auf die Geschmackswahrnehmung.

Ich würde nicht allgemein sagen, dass püriertes Essen "nicht schmeckt", aber auf jeden Fall anders.

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