Ernährung: was ist besser Bio-Tiefkühl-Gemüse, oder frisches Gemüse aus konventioneller Landwirtschaft?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Bio TK.

Weil Bio. Und weil gefroren. So behält es seine Nährstoffe im Gegensatz zu frischem, welches u. U. mehrere Tage liegt bis es schließlich verkauft und gegessen wird.

Es gibt einzelne Unterschiede bei einigen Gemüsearte , aber in der Regel ist Biotiefkühl immer besser. Ich würde generell immer Bio kaufen. Das ist natürlich wtf.

Eigentlich ist das egal - die Bezeichnung Bio ist nicht geschützt könnte also auch konventionell hergestelltes Gemüse oder Fleisch sein.

Kontrollieren kann man das eh nicht mehr.

Beispiel: Der Händler hat zwei Chargen Kartoffeln.

Bei der einen ist der Grenzwert für Pestizid A überschritten.

Bei der anderen ist der Grenzwert für Pestizid B überschritten.

Was macht der Zwischenhändler?

Er mischt beide und schon sind die Grenzwerte unterschritten, weil in der Beurteilung die einzelnen Pestiziede nicht kumuliert werden.

Vieles kommt sogar aus China wo noch Pestizide verwendet werden die hier schon lange verboten sind.

Und wie oben beschrieben mischen sie so lange bis es rechtlich passt.

Woher kommt eigentlich ständig dieser Mythos, dass Bio nicht geschützt sei?

Die Bezeichnung Bio oder Öko ist in der EU ganz genau geregelt. Ich rate mal zu einem Blick in die "Öko-Basisverordnung", also die Verordnung (EU) 2018/848

Selbst wenn ein Betrieb von konventionell auf Bio umstellt dürfen die Produkte eine bestimmte Übergangszeit lang nicht als Bio vermarktet werden.

Lediglich bei Importen aus Drittländern sind teilweise Abweichungen davon zulässig.

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Bio Tiefkühl

1. Bio.

2. Und das ist der entscheidende Vorteil: Tiefkühlgemüse wird direkt vor Ort verarbeitet und schockgefroren. So behält es alle Vitamine und Nährstoffe, die oftmals auf dem Transport verloren gehen.

3. Ist es bereits geputzt und sauber und sofort verwendbar

Ja, Danke. Hast mir die Arbeit gespart den Kram genau so aufzuschreiben.

@Fragesteller: Das, was kugel sagt. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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Ob Bio oder konventionell ist gewöhnlich aus Sicht der Ernährung irrelevant.

Auch in der Bio-Produktion werden chemische Pflanzenschutzmittel eingesetzt, besonders in Dauerkulturen (z.B. Wein oder Hopfen) und Kartoffeln. Der Unterschied ist das zulässige Spektrum an Wirkstoffen und Mitteln.

Ansonsten ist TK-Ware eine gute Wahl, wie schon von anderen hier erwähnt gehen bei Transport und Lagerung z.B. Vitamine teilweise verloren, was beim Tiefkühlen nicht passiert.

Beachten muss man dann aber auch, dass sich TK-Ware eher nicht als Rohkost eignet und bei der Zubereitung, also beim Kochen auch wieder Verluste bei Vitaminen entstehen.

Es kommt also auch darauf an, wie man es konsumieren will. Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Mit einer guten Mischung aus TK-Ware und frischer, saisonale und regionaler Ware kann man gut alles nötige abdecken.

Ob nun Bio oder konventionell ist nicht wirklich eine Frage der guten Ernährung. Da sind andere Aspekte relevant.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Interessant in diesem Zusammenhang fand ich eine kleine Studie, die ich vor einigen Jahren mal las.

In einem Doppel-Blind Versuch gab man 100 Ratten zwei Schälchen mit jeweils einmal gekochten Bio- und Kartoffelstücke aus konventioneller Landwirtschaft zu essen. In allen 100 Fällen (ohne Ausnahme) aßen die Ratten zuerst die Bio-Kartoffeln und danach de Kartoffeln aus konventioneller Landwirtschaft.

Was sagt deren Verhalten wohl über uns Menschen aus!?

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@GrandVoyager

Da gibt es auch viel Raum für einen fehlerhaften oder gar gezielt manipulierten Versuchsaufbau.

Würde mir das gern mal anschauen, wenn es dazu einen link gibt.

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@Agronom

Was versteht du hinsichtlich "Doppel-Blind Versuch ' nicht? Das ist ein wissenschaftlicher Versuchs-Standard, um genau solche Einwände auszuschließen.

Ich habe diese Studie vor ziemlich genau 20 Jahren in einem Sachbuch, über (Bio-) Ernährung gelesen, an den Titel erinnere ich mich nicht mehr.

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@GrandVoyager

Doppelblindstudien sind wichtig bei Versuchen mit menschlichen Probanden, bei Ratten dürften solche psychologischen Effekte, die damit verhindert werden, eher gering sein.

Wichtig wäre hier z.B. was genau als Ausgangsmaterial für die Futterproben verwendet wurde bzw. wo genau die Unterschiede liegen. Landwirtschaftliche Produktion ist sehr heterogen, auch innerhalb von bio/konventionell und je nach Bedingungen des Produktionsjahres.

Auch wäre es interessant, ob die Tiere bei wiederholten Versuchen die gleiche Entscheidung treffen würden.

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@Agronom

Die Verduchsleiter haben aber, soweit ich mich erinnere, extra betont, das Doppel-Blind Verfahren angewendet zu haben, weil sie wussten, dass Zweifler die Seriosität der Studie anzweifeln würden, was zum damaligen Zeitpunkt als Bio Lebensmittel noch relativ neu, bzw. von wenigen konsumiert wurden, sehr wahrscheinlich notwendig war, da man aus Erfahrung wusste, das bei dem Thema (u.a. aus ideologischen, oder wirtschaftlichen Gründen) gerne Zweifel geäußert wurden.

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@GrandVoyager

Doppelblind ist in dem Falle ohnehin etwas fragwürdig. Man kann den Ratten ja nicht wirklich verraten, welche Probe was ist und damit ihre Wahl beeinflussen.

Bei dem Alter der Studie kommt dann auch noch hinzu, dass sich in der Zeit bis heute vieles in der landwirtschaftlichen Praxis verändert hat, bei Bio wie auch im konventionellen Anbau, sodass eine Übertragbarkeit in die heutige Zeit dadurch nochmal schwieriger wäre.

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@Agronom

Ein Zuviel war beabsichtigt. Übrigens wurde in den 90ern an der Freibutger Universität das Studienfach Parapsychologie gelehrt, nur so am Rande um auch Einflüsse miteinzubeziehen, die womöglich derzeit noch keine Rolle spielen KÖNNTEN.

Es gibt auch Demeter Ware, die höhere Qualitätsanforderungen für Bio Lebensmittel haben.

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@GrandVoyager

Demeter hat auch viele unsinnige (esoterische) Anforderungen, wie mit Mist gefüllte Kuhhörner auf dem Acker vergraben oder ernten nach Mondphasen.

Aber nun entfernen wir uns auch etwas weit von der ursprünglichen Frage.

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@Agronom

Wenn du Vorurteile hast, dann lies doch mal damit zusammenhängenden wissenschaftlichen Abhandlungen. "Viktor Schauberger - Naturenergien verstehen und nutzen" von Callum Coats zb ist solch ein Buch. Natürlich ist es bequemer keine falsifizierte Wissenschaft zu akzeptieren, die allgemein und gerne diffamiert und diskreditiert wird. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dich das Buch in Erstaunen versetzen würde. Auf Schaubergers Grundlagen Forschungen baute übrigens die Konstruktion von Flugzeugturbinen auf - ein historisches Detail das gerne unter den Tisch gekehrt wird

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