Rosinenpickerei bei einigen Christen?

23 Antworten

In Matthäus 5, 17-20 sagte Jesus:

"Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen".

Das Neue Testament ist nicht als Ersatz für das Alte Testament aufgeschrieben worden. Jesus hat dieser Vermutung und Vorstellung deutlich einen Riegel vorgeschoben. Es gibt den Willen Gottes im Christentum nicht mit beschränkter Haltbarkeit oder in einer Light-Version nachdem Gott Mensch wurde. Letztlich geht es in beiden biblischen Büchern um Gottes heiligen Willen im Gesetz und deren Erfüllung in Jesus Christus. Wenn die Gesetze vom Sohn Gottes für uns erfüllt werden, dann ist es dringend logisch und nachvollziehbar, daß unser Glaube ausschließlich auf Jesus Christus ausgerichtet sein muss. In Jakobus 2,10 lesen wir: ''Denn wenn jemand das ganze Gesetz hält und sündigt gegen ein einziges Gebot, der ist am ganzen Gesetz schuldig''.

Jesus selbst bestätigte immer wieder, daß nur er dazu in der Lage ist (Johannes 14,6). Gott sucht Gerechtigkeit und findet sie in seinem eingeborenen Sohn (Johannes 3,16). Wer an den Sohn glaubt ist gerecht! Warum ist Jesus in die Welt gesandt worden? Nicht um uns zu richten oder das Gesetz aufzulösen, sondern um uns zu retten und das Gesetz zu erfüllen (Johannes 3, 17-18). Der Glaube bestätigt das Gesetz und hebt es nicht auf (Römer 3,31). Um das Neue Testament zu verstehen, muss man das Alte Testament kennen und umgekehrt.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – EBTC Internationale Bibelschule Berlin, Autor

Die 39 Bücher des Alten und die 27 Bücher des Neuen Testaments gehören völlig gleichwertig zur Heiligen Schrift der Christen.

Zusammenfassend legt das Alte Testament die Basis für das Kommen des Messias nieder, der sich Selbst geopfert hat für die Sünden der Welt (1. Johannes 2,2). Das Neue Testament identifiziert Jesus Christus als den von den Propheten des Alten Testaments verheißenen Messias und zeichnet den Dienst von Jesus auf und schaut zurück, auf was Er getan hat und wie wir darauf reagieren müssen. Beide Testamente eröffnen den gleichen heiligen, barmherzigen und gerechten Gott, der Sünde verdammt und sich wünscht Sünder zu retten durch das Sühnopfer. In beiden Testamenten eröffnet sich Gott selbst für uns und zeigt uns, wie wir zu Ihm kommen können durch unseren Glauben. (1. Mose 15,6; Epheser 2,8).

Wichtig ist aber, dass Christen nicht unter dem Gesetz des Mose stehen, das ausdrücklich dem Volk Israel gegeben wurde. Deshalb entsteht vielleicht der Eindruck, dass Christen das Alte Testament als ungültig erklären oder sich die Rosinen herauspicken wollen. Das ist aber nicht der Fall. Wenn man aber die Lehre der gesamten Bibel berücksichtigt, ist es völlig korrekt, wenn Christen sagen, dass sie sich nicht an die 613 Gebote und Verbote des Gesetzes des Mose halten müssen und dass diese Erkenntnis nichts mit einer Ablehnung des gesamten Alten Testaments zu tun hat.

Den Nagel auf den Kopf getroffen.

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wie wir darauf reagieren müssen.

"Wir" (oder richtiger ICH) müssen gar nichts! "Ihn" hat auch überhaupt keiner gebeten, ein "Sühnopfer" zu bringen! Schon gar kein so furchtbares und grausames! Was das mit "Liebe" zu tun haben soll, erschließt sich normal denkenden und fühlenden Menschen nur sehr schwer!

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Im AT sind viele dinge die wohl nicht ganz richtig sind, da in den Nacherzählungen wohl vieles verwischt wurde!

Jedoch ist das auch Typ abhängig und auch wieder von der Religion bzw. der Richtung, ich mein es gibt viele Arten von Christen:
Zeugen Jehovas, Baptisten, Katholiken, Evangelisten, Friedneskirchler, Freikirchler, Pfingstgemeindle etc....

Und alle haben ne andere eminung zu der Bibel bzw zum alten und neuen Testament.

Die Jehovas glauben z.B. an das Armageddon und das nur eine bestimmte Anzahl menschen gerettet werden.

So steht das auch in der Bibel im AT irgendwo...

Jedoch steht auch wieder irgendwo das alle Menschen gerettet werden die ihr Leben an Jesus und Gott gegeben haben und mit Ihm in sich leben.

Man sieht, widersprüchlich.

Richtig lesen und verstehen ist hier echt schwierig, da es viele Kompromisse, bzw. Aussagen gibt, die irgendwo anders wieder "anuliert" werden

Also, =) is wiederum ne Ansichtssache.

Grüße,

iMPerFekTioN

im NT steht unter anderem..  ...„Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist“ (Mt 5,18)

und der Jesus führt zusätzlich neue ewige Strafen ein ...

Markus 9, 42-43, „in die Hölle, in das Feuer, das nie verlöscht“;
Matthäus 25, 41: „in das ewige Feuer...!“;
Matthäus 25, 46: „ewige Strafe“;
Matthäus 13, 41-42: „in den Ofen ..., in dem das Feuer brennt. 
                                     ... heulen und mit den Zähnen knirschen“

zur Posinenpickerei , fällt mir dann ein, diese Leute sind unbelesen und einige Christen versuchen, 
die Grausamkeit bestimmter Bibelstellen abzumildern,
indem sie erklären, diese Stellen seien symbolisch zu deuten.
So sei die Hölle, die in der Bibel als „ewiges Feuer“ beschrieben wird,
nur ein Bild für die Ferne von Gott... d.h. dann aber was in der Bibel steht ist nicht ernst zunehmen , nehmen die Christen nicht ernst , deswegen die Umdeutungen.

Ach, dass Du das alles glaubst, was im NT steht, ist ja nicht wahr.

Warum engagierst Du Dich dann so sehr gegen die Christen, die das auch nicht ernst nehmen?

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:))))))

Es ist ja nicht alles ausgehebelt, aber hätte man alles aus dem Judentum beibehalten gäbe es doch keine Christen. Wenn eine neue Religion gegründet wird, dann wird aus der alten oder aus mehren alten Religionen alles brauchbare mitgenommen, das wurde im Islam doch auch so gehalten. Nenn mir doch mal ein Beispiel, das dich besonders ärgert. Aber bitte nicht das aufgehobene Schweinefleischverbot, sondern mal was wirklich wichtiges.

Die Antwort könnte aber dauern, da ich mich für heute, möglicherweise auch morgen, gleich verabschiede.


Das Strafrecht/Kriegsrecht des AT vorallem,das ist der springende Punkt in jeder Diskussion.

Während man die jeweiligen Verse ausm Koran einfach zitiert,gilt bei der Bibel auf einmal,dass dies nicht gültig ist.

Als Probe habe ich mal "nette" Verse des AT genannt und diese waren akzeptiert wurden....

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@Sunnite

Och bitte. Bist du nicht auch ein Vertreter der islamischen Richtung, die darauf besteht, den Koran wörtlich zu nehmen? Ich würde mich allerdings freuen, wenn ich mich irren würde.

Ich bin ein großer Fan von Mouhanad Khorchide, der sagt, man muss den Koran kontextualisieren, also zeitgemäß betrachten und den Inhalt geschichtlich auslegen und anpassen. Das tun fortschrittliche Christen mit der Bibel auch. Dementsprechend entwickelt sich diese Religion (mit Rückschlägen) doch langsam weiter.

Aber wenn Muslime sagen, man muss den Koran wörtlich nehmen und darf nicht verändern, dann muss man ihnen auch vorhalten dürfen, was das bedeutet. Dann geht es um so schlimme Dinge wie Steinigung, Sklaverei.... und du weißt, es gibt Muslime, die nehmen das alles gerade furchtbar wörtlich...

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@Dummie42

Natürlich,ich lehne aber keine Verse vom Koran ab,die Leute mit denen ich diskutiere,tun dies mit ihrer Lehre.

Khorchide ist nur ein weiter aus islamischer Sicht ein Munafiq.

Seine Lehre hat keinen sonderlichen Rückhalt unter den Muslimen,eigentlich gar keinen

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@Sunnite

Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, angesehener islamischer Theologe an der Uni-Münster.

Diese Persönlichkeit allgemeinverbindlich (islamische Sicht) als Munafiq zu beschimpfen ist nicht rechtens.

Derartige Beschimpfungen kommen in der Regel ausschließlich aus salafistischen Kreisen, insbesondere Pierre Vogel und Konsorten.

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