Leben nach dem Mond - Frage zum "entgiften".

11 Antworten

Ich lebe seit vielen Jahren bestens nach den Mondrhythmen und das kann man auch testen. Allerdings war mir neu, dass man an Neumond keine Gifte aufnimmt. Probiers aus und wenn Du überlebst schreibst Du uns Eine Erfahrungen.

Der Körper kann zu jeder Zeit Gifte speichern. Aber es ist sinnvoller, wenn man sich in den Rhythmus der Natur einbindet. Wie es besser ist mit der Strömung zu schwimmen als gegen die Strömung. Aber schwimmen kann man immer, wenn man es kann. Also zum Entschlacken (Entgiften mag missverständlich sein) nicht den Neumond, sondern den abnehmenden Mond. Um dem Körper etwas zuzuführen also z.B. den Muskelaufbau, den zunehmenden Mond. Für Neubeginne Kurz nach Neumond.

Und die Wirkweise der Mondkraft kannst Du selbst am besten an Pflanzen testen anstatt Dich auf irgendwelche Bücher ohne praktische Erfahrung zu verlassen. Pflanze die gleiche Pflanzart zu gleichen Bedingungen, jedoch zu günstigen und zu ungünstigen Pflanztagen und Du wirst feststellen, dass die Pflanzen, die korrekt nach dem Mond behandelt wurden viel schneller und kräftiger wachsen. Vermutlich werden dann die hochintelligenten "Ratgeberhelden" von einem Placeboeffekt sprechen nur um zu kaschieren, dass ihre Aussagen eben das sind, was sie so gerne mit ihrer Vulgärsprache bewerfen: Unsinn.

Mit "giftig" meine ich Nahrungsmittel, die allerlei ungesunde Zusatzstoffe enthalten, Fleisch oder auch Milchprodukte. Nahrungsmittel, die der Mensch zwar essen kann, die aber eigentlich einfach nicht gesund sind.

Das mit der Pflanze bzw. mit dem Selbstversuch ist eine gute Idee !

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@Distel

Nun ja, möglicherweise hat es Einfluss zu welchen Mondphasen wir was essen, aber der Einklang mit den Rhythmen der Natur soll mir mein Leben erleichtern und nicht erschweren. Giftstoffe nehmen wir immer zu uns. Ich selbst mache es mir da nicht sonderlich schwer. Wer sich vollwertig ernährt findet automatisch das für ihn richtige. Da braucht man sich nicht sonderlich quälen, weil mein einfach keine Lust auf das andere wertlose Zeug hat. Es schmeckt nicht. Lust auf ungesunde Dinge entstehen durch das Fehlen bestimmter Stoffe bzw. durch bewusste Luststoffe. Ich half bei eine Räumung und da gingen wir dann zu McFett und ich aß dort einen Hamburger oder so etwas. Ich mag dieses süßliche Schwabbelzeug nicht. Für mich interessant war, dass ich nach zwei Stunden wieder Hunger hatte und interessanterweise Lust auf diesen Fraß, der mir nicht schmeckt.

Wenn die Sonne in den Zeichen Fische und Skorpion steht und der Mond in dieser Zeit abnimmt, dann mache ich in der Regel Entgiftungen. Das kann man auch ganz einfach am Wetter beobachten. Die Leute, die dem Mond Wirkungslosigkeit absprechen wären sicher die gleichen, die darüber lachen würden, dass Funkwellen Daten übertragen können oder Bewegung und Ernährung das Immunsystem stärken können, wenn es dafür keine sichtbaren Beweise gäbe.

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@Enki40

Die Leute, die dem Mond Wirkungslosigkeit absprechen wären sicher die gleichen, die darüber lachen würden, dass Funkwellen Daten übertragen können oder Bewegung und Ernährung das Immunsystem stärken können, wenn es dafür keine sichtbaren Beweise gäbe.

Enki,

Du merkst schon das Paradoxe an diesem Satz, ja?

"wenn es dafür keine sichtbaren Beweise gäbe" schreibst Du. Nur genau die gibt es eben dafür, dass z.B. Sport gut für das Immunsystem ist. Man hat diese Behauptungen überprüft und bestätigt gefunden. Diese Behauptungen haben im Gegensatz zu Mondkalendern der Überprüfung stand gehalten. (Ähm, und Radioübertragung haben Naturwissenschaftler entwickelt, nur so nebenbei. Welche funktionierende(!) technische Anwendung hat die Astrologie noch einmal im Lauf der letzten 2000 Jahre hervorgebracht?)

Genau das ist der springende Punkt: Ja, genau die Leute, die nichts auf mystische Mondeinflüsse geben, würden auch von anderen Phänomenen, die man weder theoretisch erwartet noch in der Praxis vorfindet, etwas halten. Von nachweisbaren Phänomenen dagegen schon.

Insofern sind Naturwissenschaftler einfache Diskussionspartner. Sie spielen fair. Gib mir objektive reproduzierbare Belege und saubere Studien - und Du hast Chancen, mich zu überzeugen. Mit persönlichen Angriffen, die nichts zur Sache beitragen allerdings nicht.

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@Distel

@ Distel

Das mit der Pflanze bzw. mit dem Selbstversuch ist eine gute Idee !

Die Kunst ist natürlich, für alle Pflänzchen absolut gleiche Bedingungen herzustellen... ein Gewächshaus und eine größere Anzahl Pflänzchen sollte es schon sein. Idealerweise versorgt von jemandem, der nicht weiß, worum es im Experiment geht.

Im Übrigen wurden solche Experimente schon gemacht. Hier ist ein Filmbericht (2 Minuten) über ein recht einfaches:

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/faszination-wissen/mond-mythos-einfluss106.html

Und noch einmal zum Entschlacken an sich. Ich zitiere einmal aus Theodor Muchs Buch "Der große Bluff" (der Mann ist ausgebildeter Arzt übrigens):

"Fastenkuren werden oft mit Vorstellungen wie "Entgiften", "Entschlacken" und "Autointoxikation" präsentiert und um teures Geld durchgeführt. Die Anbieter von Entschlackungskuren stellen den menschlichen Körper als eine Art Müllhalde für alle Abfallprodukte und Umweltgifte der Wohlstandsgesellschaft dar und argumentieren so, als ob mit der vollständigen körperlichen Reinigung durch ihre Produkte gleichzeitig auch eine Art seelischer Reinigung stattfindet.

(...)

Der Aberglaube, dass sich schädliche Fäkalmaterialien auf der Darmschleimhaut ansammeln, entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. In einem gesunden menschlichen Körper gibt es keinerlei Ansammlungen von Schlacken oder Stoffwechselprodukten. Denn nicht verwertbare Substanzen werden bei normaler Flüssigkeitsaufnahme über Niere und Darm ausgeschieden. Das "Säure-Basen-Gleichgewicht" stellt ein gesunder Körper selbst her. Welche Stoffe den Darm eigentlich "vergiften" und was bei diversen Kuren "ausgeleitet" wird, wurde von Alternativmedizinern nie definiert oder nachgewiesen. Daher ist auch die sogenannte "Colon-Hydro-Therapie" - zwecks Darmreinigung alles andere als empfehlenswert. (...) Nicht umsonst warnt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) vor möglichen Folgen der Einläufe, sowohl bei Gesunden als auch bei Kranken."

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@Distel

Jo, Fleisch und Milchprodukte sind giftig. Also ich knabber den ganzen Tag Körner und Gras. Morgen leg ich ein Ei und gebe ein paar Liter Milch. Muh. Ich hab gehört das Wölfe richtig ungesund leben, die fr essen nur Fleisch, die sterben bestimmt bald wieder aus in D. Und dann heulen die noch den Mond an. Da sage doch einer, der Mond hat keinen Einfluss auf uns. Wuff

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@uteausmuenchen

Liebe Ute, ich schätze Dich und Deine Kommentare, wenn sie sich auf rein wissenschaftliche Belange beziehen, ganz außerordentlich. Aber wenn Du Dich auf metaphysischem Terrain bewegst, dann habe ich den dringenden Wusch Dich übers Knie zu legen und Dir so lange den Hintern zu versohlen, bis Du nur noch an den glühenden Hintern denkst und den Kopf verlässt.

Das ist überhaupt nicht paradox, denn immer stand am Anfang die Annahme. Und die Beweisführung konnte erst viel später erfolgen und manchmal dauerte es eben sehr lange, bis man die erforderlichen Geräte entwickeln konnte um diese Beweisführung zu erbringen. Und das war es, was ich zum Ausdruck bringen wollte. Es sind immer die einseitigen Schubladendenker, die so gerne mit Schlagworten wie "Unsinn" um sich werfen. Und die Beweisführung muss dann auch nach deren Vorstellung erfolgen. Da ich unter Laborbedingungen keinen GV durchführen könnte wäre die Schlussfolgerung dann ich sei impotent. Ich würde das für einen Irrtum halten.

gabiOEBI hat hier irgendwo einen sehr schönen Link gebracht, eine wissenschaftlich überzeugende Beweisführung, offensichtlich von neutralen Wissenschaftlern. Die ehrlich genug waren zu sagen, dass sie die ermittelten Fakten nicht, oder noch nicht, erklären konnten. Irgendwann wird es die Beweisführung dafür geben, vielleicht mit völlig anderen Geräten. Geräten, die noch nicht erfunden sind. Auch die Akupunktur wurde bis vor noch nicht allzukurzer Zeit belächelt. Von der mangelnden wissenschaftlichen Beweisführung habe ich bis zum Erbrechen gehört. Dann stellte man fest, dass es doch Wirkug zu haben scheint und schon konnten westliche Ärzte Akupunktur im Wochenendkursus lernen. Um den Beweis zu erbringen, dass es doch ein Placeboeffekt sei, wie die Ärzte für Naturheilkunde mit ihren Wochendseminaren, oder dieser Chefarzt, der auf meinem Bauch hockte und irgendwelche chiropraktischen Dinge mit mir machen wollte und ich nur daran dachte nicht zu lachen, weil ich herzlich aus dem Bauch heraus lache und ich sah ihn dann schon herumhüpfen. Natürlich haben sie die Wirkungslosigkeit beweisen können. Tja, und inzwischen gibt es Geräte, mit denen man die Akupunkturpunkte sogar finden kann, obwohl es dort keine organischen Punkte gibt.

Auch mir fällt es schwer zu glauben, dass ein am 1. März geschlagenes Holz eine bestimmte Wirkung haben soll. Aber ich habe keine Ahnung und lasse es deshalb so stehen. Ich bin kein Anhänger der Homöopathie, weil mir die Diagnose zu kompliziert ist. Von der Wirkungslosigkeit bin ich überzeugt. Der Chefarzt der echten Schwarzwaldkliinki stellte mir zu bestimmten Beschwerden, die von allopathischen Ärzten nicht behandelt werden konnten einige Fragen. Ich wurde schon ärgerlich. Dann nickte er, gab mir drei Kügelchen, die ich unter die Zunge legen sollte - die ganze Sache kam mir fürchterlich lächerlich vor - und meine Beschwerden waren weg. Sofort. Ich war so überrascht, dass ich bei mir an Hypochondrie glaubte und immer darauf wartete, dass sie doch wiederkommen müssten.

Also paradox ist es keineswegs, aber eben nicht einseitig und nicht voreingenommen.

Wenn ich mich jetzt ausklinke, dann liegt das an meiner mangelnde Zeit. Ich bin etwas stark damit beschäftigt für sauberes Wasser in dem Krisengebiet auf den Philippinen zu sorgen. Da hat gf keinen Vorrang.

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@Enki40

@ Enki40

dann habe ich den dringenden Wusch Dich übers Knie zu legen und Dir so lange den Hintern zu versohlen, bis Du nur noch an den glühenden Hintern denkst und den Kopf verlässt.

Und ich vermute, du willst damit jetzt nett und väterlich rüberkommen? Das dumme Ding hat zwar die besseren Argumente, aber die muss man halt mal richtig...?

Das ist äusserst unverfroren und gehört beantstandet. Tun wir aber nicht. Es zeigt sehr schön die argumentationslose Ebene. Dafür verleihe ich dir 10 Chauvi-Punkte, so ganz unter uns Männern...

Dann nickte er, gab mir drei Kügelchen, die ich unter die Zunge legen sollte - die ganze Sache kam mir fürchterlich lächerlich vor - und meine Beschwerden waren weg.

Da nicke ich und finde es auch einfach nur fürchterlich lächerlich. Das ist deine persönliche Aussage, die man so stehenlassen muss, weil niemand das bezeugen kann. Ich nehme an, du willst damit auch sagen, dass es halt Dinge gibt zwischen Himmel und Erde... Gehört jetzt aber nicht in diesen Thread.

Wenn ich mich jetzt ausklinke, dann liegt das an meiner mangelnde Zeit. Ich bin etwas stark damit beschäftigt für sauberes Wasser in dem Krisengebiet auf den Philippinen zu sorgen. Da hat gf keinen Vorrang.

Wow, klar, versteht man. Ist ja prima. Hat aber mit dieser Diskussion nichts zu tun und dient meiner Meinung auch nur zur Beeindruckung. Macht deine Argumente aber nicht stärker.

Einer, der mithilft, dass in Deutschland Menschen lesen, schreiben und rechnen können.

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@sukka2007

Das was Enki da schreibt spricht mich schon irgendwie an. Natürlich: Die Astrologie scheint in den letzten Jahrhunderten nicht sehr viel weitergebracht zu haben. Das liegt vielleicht auch daran, dass Menschen die sich damit beschäftigen schnell mal einen "Hirni-Stempel" draufkriegen, lächerlich gemacht werden und Themen wie Kartenlegen, Sternzeichen, Krafttiere und Traumdeutung nicht so ... ja, naja, wie sage ich das jetzt ... nicht so "westlich" sind ? Es gibt Stämme und Völker auf dieser Erde die finden die Naturgesetze und Träume wesentlich interessanter und tatsächlicher als einen Media Markt oder das beste Handynetz.

Wissenschaft schön und gut - diese Wissenschaft behauptet auch seit Jahrzehnten, dass Milch nicht nur gesund sondern auch wichtig für den Körper sei. KUHmilch. Für MENSCHEN. Also zweifel an der Wissenschaft - aber hallo, natürlich !

sukka2007 ... äh. Ja. Sehr hochwertig. Ein .. toller Kommentar.

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@Distel

@ Distel

Die Astrologie scheint in den letzten Jahrhunderten nicht sehr viel weitergebracht zu haben. Das liegt vielleicht auch daran, dass Menschen die sich damit beschäftigen schnell mal einen "Hirni-Stempel" draufkriegen, lächerlich gemacht werden

Nein. Das liegt daran, dass die Astrologie sich selbst nicht überprüft. Die Astrologie hat kein Werkzeug in ihr Gedankengebäude eingebaut, falsche Behauptungen von richtigen zu unterscheiden. Das ist aber die Voraussetzung einer Disziplin, sich selbst weiter zu entwickeln: Erkennen, was man bisher falsch gemacht hat.

Ohne kritische Überprüfung der eigenen Aussagen keine Weiterentwicklung. Wer trotz eindeutig gegen die gemachten Behauptungen sprechender Beobachtungsdaten nichts verändert und einfach an den Behauptungen festhält, kann falsche Behauptungen nicht mehr erkennen. Genau deshalb ist Astrologie keine Wissenschaft: Sie überprüft nicht.

Es gibt Stämme und Völker auf dieser Erde die finden die Naturgesetze und Träume wesentlich interessanter und tatsächlicher als einen Media Markt oder das beste Handynetz.

Der moderne Mensch fühlt sich von der Natur entfremdet. Er sehnt sich zurück zu einer natürlichen Lebensweise. Ob die Esoterik diesen Wunsch wirklich erfüllt, indem sie an widerlegten Behauptungen festhält, oder ob sie ihn nur vermarktet, ist eine andere Frage.

Also zweifel an der Wissenschaft - aber hallo, natürlich !

=) Schau Dich einen Moment um: Wie viel Wissenschaft benutzt Du in diesem Augenblick? Der PC nutzt die Quantenmechanik; jedes Gerät außerdem die E-Dynamik; Dein Navi die Relativitätstheorie; jedes Teil aus Plastik wäre ohne Chemie und Werkstoffwissenschaften nicht da. Würdest Du überhaupt noch leben ohne moderne Medizin?

Es ist leichter, auf Wissenschaft zu schimpfen, während man nicht auf sie verzichtet. Esoterik ist "zurück zur Natur - light". So tun als ob. Mehr nicht. Sorry.

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Und macht "ein Leben nach dem Mond" überhaupt Sinn ?

Nein, das macht keinen Sinn. Es gibt sehr große Studien zu allen möglichen angeblichen Mondeinflüssen. Die Studienlage ist eindeutig: Es sind keine Einflüsse nachweisbar. Darüberhinaus existieren keinerlei physikalische Grundlagen für einen solchen Einfluss. Die in Mondkalendern behaupteten physikalischen Grundlagen sin unsinnig (etwa über eine Art Gezeitenwirkung, weil der menschliche Körper ja auch Wasser enthält)

Naturwissenschaftlich stellt sich die Sache also ganz einfach dar: Man kann weder ein Phänomen nachweisen, noch hat man eine Erklärung, nach der ein Phänomen zu erwarten wäre.

... nur bei Neumond oder abnehmendem Mond "giftiges" zu essen, weil der Körper es ja dann nicht speichert sondern ausscheidet.

Auch das ist Unsinn. Es ist zu keinem Zeitpunkt ratsam, "Giftiges" zu essen. Die normalen Anteile der Ernährung, die der Körper nicht verwerten kann bzw. die für ihn schädlich sind, scheidet der Körper permanent, also zu jedem beliebigen Zeitpunkt über Leber und letztlich Nieren und Urin aus.

Die bloße Idee des "Entgiftens", "Entschlackens" etc. ist ein rein esoterisches Konzept, das jedweder medizinischen Grundlage entbehrt. (Ausnahme: Dialysepatienten). Das Konzept entsteht esoterisch/psychologisch als eine Art Sühne für unser Wohlstandsleben: Wir sind uns unserer kleinen Esssünden bewusst und sühnen quasi in Entschlackungskuren dafür. Das ganze hat also eher eine psychologische Reinigungsfunktion und ist keineswegs eine tatsächliche medizinische Notwendigkeit.

Noch zu den hier angesprochenen/andiskutierten Mondkalendern von Paungger/Poppe:

Mit diesen Mondkalendern hat sich der Volkskundler Helmut Groschwitz ausführlich beschäftigt und auch Bücher über seine Forschungsergebnisse veröffentlicht.

Erstens kann er aus dem Vergleich mit anderen historischen Kalendern belegen, dass das angebliche "Traditionswissen" so alt nicht ist. Zweitens zeigt er ausführlich wie willkürlich die einzelnen Regeln sind. Drittens zeigt auch er in seinen Arbeiten, warum diese Kalender momentan so im Trend liegen:

  • Sie werben letztlich mit der Sehnsucht des Benutzers nach Natürlichkeit und Tradition. Hier geht es um ein "Zurück zur Natur". Dem modernen Mensch, der sich in seinem von Technik umgebenen Alltag oft von der Natur entfremdet fühlt, wird mit Produkten wie dem Mondlkalendern eine Rückbesinnung auf angebliche Einflüsse der Natur suggeriert. Hat die Technik und die Naturwissenschaf die Welt entzaubert, so versuchen solche Produkte die Decke des Zaubers wieder auszubreiten. Hier wird also keine tatsächliche, nachweisbare Kraft vermarktet, ja nicht einmal eine echte Tradition, sondern die Sehnsucht nach Tradition und Natürlichkeit.

  • Die Mondkalender geben Halt und nehmen Verantwortung vom Benutzer, denn sie geben den Zeitpunkt für notwendige Handlungen vor, ersparen Planungsaufwand - und wenn das Ergebnis nicht wünschenswert ausfällt, so war nicht der Benutzer schuld, weil er den falschen Zeitpunkt gewählt hat.

http://www.bross-burkhardt.de/resources/Mondkalender+und+Aussaattage+kritisch+betrachtet.pdf

Ich zitiere über die Ergebnisse des Volkskundlers Helmut Groschwitz:

"Die vergleichende Analyse der Kalender legt nahe, dass der Aussaatkalender von Maria Thun den Autoren der astrologischen Kalender als Vorlage diente (...) dass Mondkalender - Autoren wie Paungger und Poppe zentrale Elemente direkt bei Maria Thun entlehnt und dann als „altes tirolerisches Bauernwissen“ umetikettiert hätten.

Groschwitz fasst zusammen: „Eine systematische Beobachtung im Zusammenhang mit dem Gebrauch der Mondkalender findet nicht statt und ist aus Sicht der meisten Anwender auch nicht notwendig. Evidenzerlebnisse treten an die Stelle einer Reflexion über das eigene Überzeugungssystem. Dabei kann sich der Mondglaube gerade dann stabilisieren, wenn er eher sporadisch angewendet wird, da hier der Mechanismus der selektiven Wahrnehmung besonders gut greift. Die Beliebigkeit der Mondregeln wird nicht wahrgenommen, alternative Erklärungsmöglichkeiten werden ausgeblendet.“

Groschwitz zieht als Fazit, dass„Mondkalender auch als zeitspezifische Indikatoren für aktuelle Bedürfnisse, Ängste und Utopien analysiert werden können.

Der Opa von Frau Paungger hat sich übrigens einmal selbst dahingehend geäußert, keineswegs die von ihr behauptete "Quelle alten Wissens" zu sein...

Lass Dir also keinen Unsinn einreden ala "probieren könne man es, es schadet ja nichts: Dem Ansehen des rationalen Werkzeugs "kritische Überprüfung ausgefallener Behauptungen", also einer gesunden Skepsis, jener lobenswerten Eigenschaft, die es Scharlatanen schwer macht, uns über's Ohr zu hauen, schadet es sehr wohl, wenn wir dazu bereit sind, Geld für solchen Unsinn auszugeben ...

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Diplom in Physik, Schwerpunkt Geo-/Astrophysik, FAU

@ Distel

Eine kleine Anmerkung noch zu einem Kommentar von Dir

Stimmt, Ebbe und Flut ist ja keine Fiktion. Der Mond wirkt. Auch Nicht-Spirituelle Menschen sollten zumindest das anerkennen.

Du hast diese Frage unter die Themen "Astronomie", "Wissenschaft" und sogar "Physik" gestellt. Damit ist zu erwarten, dass Du Antworten bekommst, die die Behauptungen in den Mondkalendern, aber auch zu anderen angeblichen Mondeinflüssen naturwissenschaftlich exakt analysieren.

Gerade sauberes Nachrechnen zeigt eben, dass die Kraft, die Ebbe und Flut verursacht (nämlich letztlich die Schwerkraft) ganz sicher keinen sprürbaren Einfluss auf den Menschen ausüben kann, weil sie viel zu klein ist. Ein Mensch ist eben nun mal etwas kleiner und leichter als ein Ozean.

Nachrechnen und Überprüfen ausgefallener Behauptungen hat nichts mit fehlender Anerkennung von Spiritualität zu tun. Spiritualität bedeutet ja schließlich auch nicht, dass man jeden unhaltbaren Unsinn glauben muss. Auch unsere Emotionen, unsere Faszination und unsere Achtung vor der Natur möchten und sollten wir auf reale (also real nachweisbare) Phänomene richten.

Von daher: Nix für ungut.

Grüße

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@uteausmuenchen

Wow, tolle Antwort von dir, uteausmuenchen ;)

Antworten wie "ich lach mich tot - so ein Unsinn" mag ich nämlich gar nicht - deine hat hingegen Substanz und ist auch hilfreich.

Wie gesagt, ich habe bei diesem Mondthema noch keine ausgereifte eigene Meinung. Der Gedanke, dass der Mond eine Auswirkung auf den Menschen hat, weil er ja auch eine Auswirkung auf den Planeten hat spielt halt meinem "Glauben" in die Hände, denn ich gehe davon aus, dass alles Zusammenhängt, alles eine Ursache und eine Wirkung hat und der Mensch im Grunde nichts anderes ist als ein Ozean, blöd gesagt ;)

Ursache und Wirkung ist zugleich etwas wissenschaftliches und auch spirituelles, esoterisches. Finde ich.

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@uteausmuenchen

Fragt sich jetzt nur, wer hier der Scharlatan ist. Und Geld muss man deshalb nicht mehr ausgeben um nach den Rhythmen der Natur zu leben. Und gute und schlechte Literatur gibt es in jeder Kategorie.

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@ UteausMünchen

Danke für diese ausgezeichnete Erklärung!

Ich war gestern in unserer Buchhandlung, wo das Weihnachtsgeschäft auf Hochtouren läuft. Jede Menge Mondkalender in allen Größen und Preislagen... Und der Laie staunt, bewundert ... kauft und verschenkt. Meinen Impuls, deinen Kommentar dort auszulegen, muss ich wohl leider unterdrücken... ;-)

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@Bennykater

Wieso? Du musst doch gar nichts unterdrücken! uteausmuenchen ist Vertreterin der Wissenschaft, Physik und Astronomie und hat auch als solche geantwortet. Wie die meisten ihrer Zunft, lebt uteausmuenchen bestimmt sehr gut davon. Oder meint ihr, uteausmuenchen hat das alles umsonst geschrieben? Ja diese Leute schimpfen über andere wenn sie Geld verdienen wollen, dabei leben die Wissenschaftler sehr gut auf Staatskosten. Also wieso hier etwas unterdrücken wollen, darum geht’s doch gar nicht. Vielmehr geht es doch darum, zum wahren Kern einer Sache zu kommen: Wir werden nämlich von Wissenschaftlern und Medien in wichtigen Fragen belogen. Die Motive: Nachlässigkeit, Geltungssucht und Millionenbeträge! Das finde ich, gehört auch unterm Weihnachtsbaum.

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@berndsporrer

Wir werden nämlich von Wissenschaftlern und Medien in wichtigen Fragen belogen. Die Motive: Nachlässigkeit, Geltungssucht und Millionenbeträge! Das finde ich, gehört auch unterm Weihnachtsbaum.

Es sei dir selbstverständlich zugestanden, deine persönliche Meinung hierzu so pauschal zu pflegen. Aber

uteausmuenchen ist Vertreterin der Wissenschaft, Physik und Astronomie und hat auch als solche geantwortet. Wie die meisten ihrer Zunft, lebt uteausmuenchen bestimmt sehr gut davon.

ist eine reine Unterstellung. Du kennst sie nicht. Und es steht dir daher in keinster Weise zu, solche Äusserungen zu tätigen. Das ist nur plumpe Polemik, die nicht zu einer informativen Diskussion beiträgt. :(

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@berndsporrer

@ berndsporrer

Wow, gewagte Worte!

Übrigens: Viele hier verdienen mit Wissenschaft gar kein Geld. Ich zähle mich auch zu diesen Leuten. Und egal ob Geld oder nicht: Was du schreibst ist peinlicher Unsinn und äußerst respektlos gegenüber den Menschen, die jahrelang studiert haben und evtl. eine Doktorarbeit geschrieben haben. Aber wahrscheinlich hast du selber nichts im Kasten und bist nun wütend auf die Leute, die es in ihrem Leben zu was gebracht haben.

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@berndsporrer

mich wundert, dass Dein Kommentar noch zu lesen ist - meine wurden ziemlich schnell gelöscht - obwohl ich nur auf einen Schweizer Forscher (Chronobiologe - Christian Cajochen) hingewiesen habe, der den Einfluss des Mondes auf den Menschen nachweisen konnte. :) - also eigentlich schade um die Zeit hier....

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@berndsporrer

mich wundert, dass Dein Kommentar noch zu lesen ist - meine wurden ziemlich schnell gelöscht - obwohl ich nur auf einen Schweizer Forscher (Chronobiologe - Christian Cajochen) hingewiesen habe, der den Einfluss des Mondes auf den Menschen nachweisen konnte. :) - also eigentlich schade um die Zeit hier....

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@berndsporrer

Ach, berndsporrer,

Oder meint ihr, uteausmuenchen hat das alles umsonst geschrieben?

Nein. Selbstverständlich nicht. Für meine Antwort habe ich 15 Punkte bei gf bekommen und bin damit meinem USB-Stick, den ich bei 25 000 Punkten abräume wieder signifikant näher gekommen.

Einmal ganz davon abgesehen: Ich persönlich bin der Meinung, dass die Verbreitung naturwissenschaftlicher Methodik (Überprüfen von Behauptungen) und von gesichertem Wissen niemals umsonst ist.

Ja diese Leute schimpfen über andere wenn sie Geld verdienen wollen, dabei leben die Wissenschaftler sehr gut auf Staatskosten.

Goldig. Besser könnte man die eigene Argumentlosigkeit gar nicht eingestehen.

Sorry, aber: In einer rationalen Frage geht es immer um die Sache. Die Beteiligten sind Nebensache. Erst recht die Frage, womit sie ihre Brötchen verdienen.

Wir werden nämlich von Wissenschaftlern und Medien in wichtigen Fragen belogen. Die Motive: Nachlässigkeit, Geltungssucht und Millionenbeträge!

Danke für einen lebendigen Beweis für die Aussage in dem oben von mir verlinktem Artikel, dass der Glauben an Mondkalender sehr wohl nicht nebenwirkungsfrei zuhaben ist: Die Vertreter derselben müssen sich nämlich gegen naturwissenschaftliche Argumente immunisieren und daher den Brunnen vergiften:

"" Mit dieser Wortwahl suggerieren sie beim Lesepublikum eine negative Einstufung des Begriffs ‚wissenschaftlich’. Ja, es liest sich fast wie eine Warnung vor der Wissenschaft. Die damit ausgesprochene Ignorierung oder Brandmarkung von Wissenschaft und Naturwissenschaft überhaupt ist höchst bedenklich. Eine bewusste und berechnende Abwendung von dem hohen Gut wissenschaftlicher Erkenntnisse unserer modernen westlichen Gesellschaft zurück in Zeiten lange vor der Aufklärung. ""

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@gabiOEBI

Von mir aus dürfen gerne alle Kommentare stehen bleiben, ich habe nichts beanstandet...

@ Mods ich würde es sogar begrüßen, wenn auch die Ad Homina stehen blieben. Man darf durchaus sehen, welche Seite die sachlichen Argumente liefert - und welche nicht...

Zu der Cajochen-Studie: Ich habe sie gelesen. Sie ist fehlerhaft.

Die Studie ist eine Neuauswertung der Daten einer zu einem gänzlich anderen Zweck gemachten Schlafstudie der Autoren um Christian Cajochen. Für diese alte Studie befanden sich 33 Probanden für jeweils 2 Testphasen im Schlaflabor, wo Schlafmangel und Schlafüberschuss simuliert werden sollten. Beiden Phasen gingen je zwei “Basisnächte” zur Eingewöhnung im Schlaflabor voraus. Die jeweils zweite der beiden Basisnächte wurde ausgewertet, also nicht die Nächte, als die Probanden vorbelastet waren.

Da zum Zeitpunkt der alten Studie natürlich niemand die Mondstudie plante, wurden die Probanden natürlich nicht zu ihrer Mondgläubigkeit gefragt. Das ist allerdings bei Studien zum Thema so üblich, um die Probanden nicht extra noch auf die Mondphase aufmerksam zu machen – und eine unterschwellig vielleicht doch vorhandene Erwartungshaltung zu triggern.

Tatsache jedoch ist , das es gibt keine Informationen darüber gibt, wie viele der Probanden wie stark an einen Mondeffekt in ihrem Leben glaubten und so gewissermaßen einen lunaren Nocebo-Effekt mitbrachten, also deshalb erwarteten, schlechter zu schlafen. Bei einer solch kleinen Zahl von Studienteilnehmern können wenige durch solche Effekte bedingte Ausreißer das Ergebnis verfälschen.

Das gilt aber auch ganz allgemein, nicht nur im Hinblick auf die Mondgläubigkeit der Teilnehmer. Wer kann sagen, ob nicht einzelne Probanden mehr Schwierigkeiten hatten, sich im Schlaflabor einzugewöhnen, ob nicht einzelne Probanden latenten Ärger mitbrachten oder aus anderen Gründen in einzelnen Nächten angespannt waren und somit schlechter schliefen. Für solche zufälligen Unterschiede ist die Studie allein aufgrund ihrer kleinen Teilnehmerzahl hochanfällig. Die unterschiedlichen Gegebenheiten der verschiedenen Personen, die mit Sicherheit in höchst verschiedenem Umfang von Problematiken aus den Bereichen Liebe, Beruf, Geld, Gesundheit, Umgebung etc. beeinflusst waren, gleichen sich bei kleinen Teilnehmerzahlen einfach nicht mehr statistisch aus.

Als Ergebnis wurde dargestellt, dass die Probanden im Duschschnitt bei Vollmond 5 Minuten länger zum Einschlafen brauchten (16,2 statt 10,9 Minuten) und der Schlaf 20 Minuten kürzer war (409 statt 433 Minuten), in Anbetracht der denkbaren Störgrößen ein Nichts. Die Standardabweichungen als Maß für die Streuungen erheblich größer waren als diese Unterschiede

Solche Werte sind mit Sicherheit nur von akademischem Interesse, das sollte man an dieser Stelle unbedingt betonen. Wer von sich sagt, er könne bei Vollmond nie richtig schlafen und würde sich ewig herumwälzen, der spricht bestimmt nicht von 20 Minuten weniger Schlaf oder einer um 5 Minuten verzögerten Einschlafzeit. Beide Werte schwanken im Alltag sicher durch andere Faktoren mehr.

Das frenetische Feiern der Bestätigung der angeblich verbreiteten Schlaflosigkeit bei Vollmond durch diese Studie in der Presse erscheint also bei genauer Betrachtung der Werte etwas seltsam.

Von akademischem Interesse sind die Werte aber allemal. Haben Cajochen und seine Kollegen hier einen Einfluss des Mondes nun wirklich zweifelsfrei nachgewiesen?

Eher nicht, wenn man sich die Daten noch etwas genauer ansieht.

Die gesamte alte Studie fand statt von Juni 2000 bis Dezember 2003, erstreckte sich also über alle Jahreszeiten. Das heißt, es gab Probanden, die im Sommer ins Schlaflabor kamen und Probanden, die im Winter ins Schlaflabor kamen.

Im Schlaflabor wurde auf immer gleiche Bedingungen geachtet. Fast komplett dunkel, 21° C, ruhig,… Aber: die Probanden kamen aus komplett anderen Bedingungen. Es ist ein erheblicher Unterschied, ob ich im Sommer an einem schönen Tag vielleicht den ganzen Tag draußen in der Sonne war – oder im Winter bei nasskalten und trüben Verhältnissen drinnen.

Es ist bekannt, dass das den Schlaf steuernde Hormon Melatonin lichtempfindlich ist und im Winter mitunter permanent erhöht ist – was zu anhaltender Müdigkeit führt.

Trotzdem ist in der ganzen Studie nicht aufgeschlüsselt, ob die 3 Gruppen, in die Cajochen anschließend seine Probanden einteilt homogen bezüglich der Jahreszeiten waren. Alles, was Cajochen hierzu schreibt, ist dass es insgesamt mehr protokollierte Nächte im Sommer als im Winter gab, aber er sagt kein Wort dazu, ob die Gruppen einheitlich sind.

Ein schwerer Fehler in der Studie! Könnten sich die minimalen Unterschiede im Melatonin nicht auch dadurch erklären lassen, dass die Gruppen bezüglich ihrer jahreszeitlichen Zusammensetzung unterschiedlich waren und somit gänzlich unterschiedliche Voraussetzungen mitbrachten? Wir erfahren es einfach nicht, ob es so war.

Ein Beweis muss aber genau solche Einwände ausräumen können!

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@uteausmuenchen

Also als Wissenschaftler wird man natürlich staatlich gefördert. Die meisten Studien werden staatlich finanziert oder zumindest rechtlich gestützt. Staatliche und wirtschaftliche Interessen sind ganz eng miteinander verknüpft. Ich kenne keine Studie, die nicht in erster Linie auf die Interessen der Lobbyisten abzielt! Wissenschaftler im wahren Sinne, die also im Sinne und für die Wissenschaft arbeiten sind ja die Ausnahme. Die meisten vertreten nur anerkannte Studien und wenn diese sogenannten Wissenschaftler etwas anderes behaupten würden, verlieren sie sogar ihre Stellung und damit auch das Privileg als Wissenschaftler Geld zu verdienen. Darum dulden die Wissenschaften keinen Zweifel an ihrer Erklärung der Welt. Ihr Wahrheitsanspruch ist absolut.

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@Bennykater

Also als Wissenschaftler wird man natürlich staatlich gefördert. Die meisten Studien werden staatlich finanziert oder zumindest rechtlich gestützt. Staatliche und wirtschaftliche Interessen sind ganz eng miteinander verknüpft. Ich kenne keine Studie, die nicht in erster Linie auf die Interessen der Lobbyisten abzielt! Wissenschaftler im wahren Sinne, die also im Sinne der Wissenschaft arbeiten sind eher die Ausnahme. Die meisten vertreten nur anerkannte Studien und wenn diese sogenannten Wissenschaftler etwas anderes behaupten würden, verlieren sie sogar ihre Stellung und damit auch das Privileg als Wissenschaftler Geld zu verdienen. Darum dulden die Wissenschaften keinen Zweifel an ihrer Erklärung der Welt. Ihr Wahrheitsanspruch ist absolut. Und wenn uteausmuenchen keine Wissenschaftlerin ist, entbehrt es doch erst recht jeglicher Grundlage und Glaubwürdigkeit.

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@berndsporrer

Ach berndsporrer,

der letzte Kommentar zeigt nur, wie wenig Du doch von Physik verstehst, sorry.

Kleiner Rat: Wenn die einzige Möglichkeit, die eigenen Ansichten aufrecht zu halten wird "alle außer mir sind Mitglieder einer gewaltigen Verschwörung", dann wird es Zeit, noch einmal nachzudenken.

Zum Beispiel hierrüber:

Darum dulden die Wissenschaften keinen Zweifel an ihrer Erklärung der Welt.

Wissenschaftler - und speziell in dieser Frage hier Physiker - testen ihre Aussagen auf's schärfste an der Beobachtung. Die Physik, die diesen Überprüfungen standhält, steckt in nahezu allen Anwendungen unseres Alltags und bewährt sich dort täglich immer und immer wieder aus das beste.

Man kann also nur sagen, wenn, wie Du hier behauptest, Physiker ihre Aussagen nur deshalb so machen, wie sie es tun, weil sie von der bösen Regierung oder bösen Konzernen bestochen werden, dann haben die bösen Regierung oder die bösen Konzerne ganz offenbar auch alle Atome, Moleküle, Felder und Wechselwirkungen mitbestochen, denn sonst könnte sich das, was Physiker ja angeblich nur sagen, weil sie ihren Job nicht verlieren wollen, nicht so hervorragend in Beobachtung und Anwendung bewähren.

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@uteausmuenchen

Die Mondregeln sind doch keine Physik! Also wenn Du behauptest die Mondregeln seien Physik, dann behaupte ich sogar noch mehr Ahnung von Physik zu haben als Du!

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@berndsporrer

1) Meine Aussage bezog sich auf Deinen Kommentar - und in dem geht es überhaupt nicht um irgendwelche Behauptungen bzgl. Mond. In Deinem letzten Post vergiftest Du nur ein wenig den Brunnen Richtung Naturwissenschaft - und mein Kommentar stellt klar, dass Due ein durch Verschwörungstheorien verzerrtes Bild zeichnest.

2) Nein, natürlich sind irgendwelche Behauptungen über den Mond, die sich empirisch nicht bestätigen und theoretisch nicht zu erwarten sind, die aber dennoch als verstandene, weil zuverlässig anwendbare Phänomene verkauft werden, keine Physik oder überhaupt rationale Naturwissenschaft, sondern reine Esoterik.

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Ach burke, das ist doch Unsinn! Es bestellt doch niemand gegen seinen Willen! Wer gern möchte kann das gerne tun, aber es wird doch niemand zu etwas gezwungen, was er nicht möchte! Das Grundproblem ist doch ein ganz anderes: Die Wissenschaften dulden keinen Zweifel an ihrer Erklärung der Welt. Ihr Wahrheitsanspruch ist absolut. Doch dass die objektive Erkenntnis nicht mehr als eine Illusion ist, sollte man auch wissen. Es wird nämlich überall in der Forschung nur das herausgefunden, was herauszufinden war.

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Meiner Meinung nach boomt diese Branche, weil der Mond etwas Mystisches hat, was den Menschen fasziniert. Nachts in einen Vollmond zu schauen - ist einfach überwältigend, wer würde das abstreiten. Dass unsere Vorfahren sowohl Sonne und Mond als Götter anbeteten und verehrten, ist deshalb nur zu verständlich.

Vollmondnächte sind hell - selbst im Winter, gerade im Winter mit Schnee. Umso negativer empfinden wir deshalb die Neumondnächte. In hellen Nächten ist vermeintlich mehr Leben als in dunklen. Ich habe deshalb vollstes Verständnis dafür, dass die Menschen früher ihren Rhythmus im Einklang mit der Natur auch vom Mond beeinflussen ließen. So entstanden die Mondkalender.

Heute wird das allerdings schlicht und einfach dazu benutzt, in dieser Branche Kasse zu machen mit leichtgläubigen und leicht zu faszinierenden Menschen. Es kann ja nicht schaden ... also empfehlen wir das mal. Geht ja auf Weihnachten zu; das ist das ideale Geschenk für Frauen jeden Alters... Kling, Kässchen, klingelingeling...

Ich werde keinen kaufen oder verschenken!

In dem Link, den ich hier anfüge, werden auch sehr schön die Auswirkungen des Mondes beschrieben, der ja auch immer als Schuldiger für schlechtes Schlafen in Vollmondnächten herhalten soll. Sehr zu empfehlen:

http://blog.gwup.net/index.php?s=Mond+Beitrag+ute+Parsch

Das würde ich so nicht einfach glauben. Was hier steht, entbehrt jeglicher Grundlage!

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Es heißt ja, dass die verschiedenen Mondphasen verschieden auf uns wirken.

ja, das heißt es immer wieder. es heißt auch, dass aliens die pyramieden gebaut haben. oder dass Elvis lebt. oder dass es Bielefeld wirklich gibt.

klar macht das Sinn. Aber ich kann Dir so auf Anhieb keine Anleitung geben. Es gibt Friseure, die nach den Mondphasen arbeiten und das funktioniert. Es gibt bestimmte Pflanzzeiten usw. Ich schau mal, was ich finde und schicks Dir dann^^
Generell sind basische Lebensmittel besser bzw. sollten bis zu 80% der Nahrung asumachen. Hier ist eine Tabelle: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/saure-und-basische-lebensmittel.html

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@mops09

Hast Du eigentlich gelesen, was Du da verlinkst?

Du hast einfach nur gegoogelt "Nahrung nach Mondphasen"...

Bereits auf dem ersten Deiner Links heißt es explizit:

"Mit der Diät soll "entschlackt" werden. Das ist wissenschaftlich nicht belegt. Zudem gibt es im Körper keine "Schlacken". "

und

"Wer nicht fest an die Kraft des Mondes glaubt, wird diese Diätform sicher nicht lange durchhalten. Zudem sind die Zusammenhänge zwischen Mondphasen und Sternzeichen nicht wissenschaftlich belegt."

Und Du behauptest im Brustton der Überzeugung "klar macht das Sinn" und bringst dann eine Quelle als Beleg, in der es heißt, nichts sei nachweisbar....???

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Es gibt Friseure, die nach den Mondphasen arbeiten und das funktioniert.

Darf ich fragen, was "das funktioniert" in diesem Zusammenhang bedeutet?

  • "es funktioniert", dass die Haare nach dem Schneiden kürzer sind. Glaube ich sofort.

  • "es funktioniert", dass esoterische Werbung diesen Salons größeren Zuspruch bei der weiblichen Bevölkerung sichert. Glaube ich leider auch sofort.

  • "es funktioniert", dass die Haare, die bei bestimmten Mondphasen geschnitten werden, schneller wachsen/besser fallen,.. etc. Dafür hätte ich gerne einen Link auf eine saubere Studie, die eine solche außergewöhnliche Behauptung belegt. Hast Du doch sicher, oder?

Dasselbe gilt auch für Deine Pflanzen und die Ernährung. Sind dann also 3 Studien, die ich da gerne zu hätte. Danke

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@uteausmuenchen

Ist doch ganz einfach. Nicht immer nur Theorie. Schneide Dir einfach die nächsten Male die Haare wenn der Mond im Stier steht und schau Dir nach drei vier Mal die Wirkung oder Nichtwirkung an. Funktioniert natürlich schwierig bei Kraushaar. Ich jedenfalls gehe morgen zum Frisör, wenn der Mond in der Jungfrau ist. Weshalb die Frisöre dadurch mehr verdienen ist mir schleierhaft.

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@Enki40

Schneide Dir einfach die nächsten Male die Haare wenn der Mond im Stier steht und schau Dir nach drei vier Mal die Wirkung oder Nichtwirkung an.

So macht man keine Studie. Dir fehlt die Vergleichsgruppe.... Und nein, ein Vergleich zu "Vorher" ersetzt keine Vergleichsgruppe. Unterschiedliches Haarwachstum könnte schließlich auch ernährungsbedingt sein. Oder hormonbedingt. Oder krankheitsbedingt,...

Weshalb die Frisöre dadurch mehr verdienen ist mir schleierhaft.

Habe ich ja auch nicht geschrieben, nicht wahr? Ich schrieb "dass esoterische Werbung diesen Salons größeren Zuspruch bei der weiblichen Bevölkerung sichert". Und ich könnte mir sehr wohl vorstellen, dass schlaue Salonbesitzer an den Mondtagen andere Preistafeln aushängen. Wird bestimmt bezahlt. Die Kundinnen glauben ja schließlich, dass sie was Besseres kriegen als an den anderen Tagen.

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@uteausmuenchen

DU scheinst Wissenschaftler zu sein - ich nicht. Ich kann nur sagen, dass ich mal bei einem Friseur gearbeitet habe und die Chefin das für ein paar Kunden so gemacht hat. Also nix extra Preistafel usw.
Es verlangt auch niemand, dass Du das glaubst. Ich weiß nur, dass beispielsweise ne Dauerwelle viel besser gehalten hat - ja, die Haare wachsen genau so schnell... blabla.
Wie dem auch sei - jeder darf an das glauben, was er mag.

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@mops09

Ich weiß nur, dass beispielsweise ne Dauerwelle viel besser gehalten hat

Und das habt Ihr statistisch sauber an einer großen Anzahl Kundinnen überprüft, indem Ihr einen Teil der Kundinnen randomisiert ausschließlich an angeblich ungünstigen Mondtagen frisiert habt und beide Gruppen von Kundinnen in normierten Fragebögen in den Folgewochen mehrmals die Haltbarkeit ihrer Frisur habt bewerten lassen?

Wohl eher nicht... ?

War es nicht vielmehr so, dass sich einige Kundinnen aufgrund ihrer esoterischen Überzeugung an diesen Tagen frisieren ließen - und den Erfolg im Falle ihrer Zufriedenheit im Nachhinein auf den Mondeinfluss zurückführten?

Und was spricht dagegen dass die unzufriedenen Kundinnen gar nicht wiederkamen und sich nicht etwa einen anderen Friseur suchten, die Rückmeldung also selektiv ausfiel? Ganz unabhängig von irgendwelchen Mondmythen ist das nämlich, was ich mache, wenn ich mit meinem Friseur unzufrieden bin (und viele andere Kundinnen auch).

Wie dem auch sei - jeder darf an das glauben, was er mag.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass eine Behauptung, für die sich keine vernünftigen Argumente finden lassen, dadurch richtig und anerkennenswert wird, wenn man sie zur "Meinung" erklärt. Dies ist jedoch ein Missbrauch des Rechts auf Meinungsfreiheit - und ein Missbrauch politischer Korrektheit. Dinge, die den Fakten widersprechen bleiben auch dann unhaltbar, wenn sie als "Meinung" verkündet werden.

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@uteausmuenchen

was redest Du denn nur für einen Unsinn... also ich glaube nicht alles, was angeblich wissenschaftlich belegt ist. Diese "Beweise" sind oft von der Industrie gesponsort und nur weil da irgendwo ein Stempel von irgendeinem Institut drauf ist, ist das noch lange nicht die Wahrheit. Politisch korrekt - also jetzt hör aber mal auf^^ Politik ist schon mal überhaupt nicht korrekt. Sonst wäre es ja keine... Aber es soll ja Menschen geben, die glauben, dass Fluorid in der Zahncreme wichtig ist, dass Milch gesund ist und man ohne Fleisch nicht leben kann. Auch alles wissenschaftlich bewiesen - beide Seiten. Wie auch immer: Mondphasen haben durchaus ihre Wirkung auf uns. Mehr als man denkt. Wenn das für Dich absurd ist, bitte. Ein Glück sind wir nicht alle gleich.

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@mops09

Wenn Argumente fehlen, müssen halt Feindbilder her... =)

Der Ausdruck "politisch korrekt" oder Englisch " political correctness" ist übrigens ein Fachausdruck für gepflegte Umgangsformen ohne Bemerkungen unter die Gürtellinie.

Und ansonsten kann man nur sagen: Wer nichts überprüfen will, der muss halt alles glauben.

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@uteausmuenchen

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@mops09

Habe ich doch schon längst. Tatsache war aber, dass Du auf meinen sachlichen Kommentar vom 29.11. nur mit Verschwörungstheorien geantwortet hast, nicht mehr mit sachlichen Einwänden.

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