Meine persönliche Meinung ist, dass Heilpraktiker keine Ärzte sind und oft genug nur ein sehr geringes Wissen über die medizinischen Möglichkeiten mitbringen. Insbesondere sind sie keine Tierärzte. Man kann Mittel, die beim Menschen wirken, nicht einfach auf Tiere übertragen. Gerade pflanzliche Mittel können tatsächlich genauso schaden wie nützen, das ist eine Frage des enthaltenen Wirkstoffes und der Menge.

In Homöopathika sind normalerweise die Wirkstoffe so verdünnt, dass sie gar nicht mehr wirken können. Man vertraut dadurch auf ein Placebopräparat. Allein das Vertrauen, etwas Hilfreiches zu geben, beruhigt manchmal den Tierhalter und indirekt dadurch auch das Tier. Aber eine verlässliche Behandlung ist das keineswegs.

Ich würde an deiner Stelle den Hund vor Globuli verschonen. Zucker ist nicht hilfreich für Tiere.

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Solch starker Durst kann tatsächlich ein Hinweis auf hohen Blutzucker sein - muss aber nicht. Dennoch solltest du das gelegentlich kontrollieren lassen, wie bereits geschrieben.

Hier schicke ich dir einen Link - zu anderen möglichen Ursachen und entsprechenden Tipps:  http://www.apotheken-umschau.de/Durst

Durst ist ein Körpergefühl, vermehrtes Trinken eine natürliche und notwendige Reaktion bei Hitze, starkem Schwitzen, Wassermangel. Wann Durst krankhaft ist und was große Harnmengen bedeuten

Große Hitze, Schwitzen, hormonelle Störungen...

Gute Besserung!


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Hallo,

bestimmt willst du für dein Tier nur Gutes. Deshalb möchte ich dir raten: Bring es zum Tierarzt und doktere nicht selbst daran herum. Der Tierarzt kann sich das ansehen und dir raten, was am besten zu tun ist, ohne das Tier unnötig zu plagen.

Erstens sind auch pflanzliche Mittel durchaus wirksam und können genauso viel schaden, wenn sie falsch angewendet oder überdosiert werden wie alle anderen wirksamen Medikamente. Zweitens darf man nicht denken, dass sich alle Mittel, die beim Menschen hilfreich sind, direkt auf die Anwendung bei Tieren übertragen werden könnten.

Und ganz wichtig: Homöopathie hat mit Naturheilkunde absolut nichts zu tun.  In den Homöopathika sind keinerlei Wirkstoffe mehr vorhanden, die helfen könnten. Du gibst damit dem Tier nur Zucker bzw. eine Wasser-Alkohol-Mischung, mehr ist nicht darin enthalten. Das hilft beim Abwarten, bis eine Krankheit von allein wieder besser wird - mehr nicht. Es mag dem Anwender ein gutes Gefühl geben, die Erkrankung lässt sich davon aber nicht beeindrucken.

Grützbeutel sind verstopfte Talgdrüsen. Da hilft kein Zucker. Aber Medikamente gegen Bakterien.

Bitte lass daher auf keinen Fall ein Medikament weg, das der Tierarzt dir empfohlen hat. Die Homöopathika kannst du zusätzlich geben, wenn du das für dich haben möchtest. Dem Tier bringen sie allerdings nichts.

Alles Gute für deinen Schnuffi.


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Hallo Iburinga, mit Sicherheit ist die Einnahme von D6-Dosierungen nicht schädlich, so lange du diese nicht kiloweise schluckst. Es ist so wenig Wirkstoff vorhanden, dass eine pharmakologische Wirkung nicht erwartet werden kann.

Allerdings ist der Nachteil, dass sie auch nicht wirken, aus genau diesem Grund. Du nimmst eigentlich nur etwas mehr Zucker zu dir. Homöopathika helfen beim Abwarten, heilen können sie nicht.

Bist du denn im rheumatologischer Behandlung? Was ich dir bei Schmerzen eher empfehlen würde, sind Umschläge mit kaltem Quark (siehe "Quarkwickel" im Internet). Manchen helfen auch Kälteanwendungen recht gut. Außerdem ist Bewegung sehr wichtig - bewegen, aber nicht belasten. Dazu könnte ich dir empfehlen, in eine Reha-Sportgruppe zu gehen, in welcher du entsprechende Übungen erlernen kannst. Dazu kann dir dein Hausarzt Auskunft geben.

Da das aber nicht der Inhalt deiner Frage war, gehe ich darauf nicht weiter ein.

Alles Gute und schöne Ostertage!

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Hallo Lilplay,

die Ursache für ein Gerstenkorn sind Bakterien, die übertragen werden. Wir müssen also einmal schauen, warum du das öfter bekommst.

Wichtig ist, wie immer, ein gut funktionierendes Immunsystem. Das bekommst du durch ausgewogene Ernährung, reichlich Bewegung und solche Dinge.

Was überhaupt nicht helfen kann, sind solche Mittelchen, die keine Wirkstoffe enthalten, sondern lediglich Zucker sind. Die helfen nur beim Abwarten, behandeln können sie deine bakteriell bedingte Entzündung nicht.

Wird diese nicht richtig behandelt, kann sie sich verschlimmern, du kannst sie an andere übertragen, das Gerstenkorn kann sich verkapseln. Der durch die Baktieren hervorgerufene Eiter konnte nicht vollständig abfließen.  Das ist nun offensichtlich bei dir der Fall. Da hilft nur eines: Geh zum Augenarzt. Er kann sich das ansehen und mit einem kleinen Eingriff entfernen.

Wichtig ist, dass du künftig Maßnahmen ergreifst, dass du dich nicht mehr so leicht anstecken kannst und dass du eine bakterienabtötende Salbe greifbar hast, wenn es wieder losgehen sollte. Auf Globuli zu vertrauen, bringt hier leider gar nichts.

Ich schicke dir hier einen Link, in dem du gute Informationen findest, wie ein Gerstekorn entsteht, wie man sich vor Ansteckung am besten schützt und wie man es richtig behandelt.

Nicht verzagen, der Augenarzt bekommt das schnell in den Griff.

Alles Gute, Grüße und schöne Ostertage!

http://www.apotheken-umschau.de/Augen/Gerstenkorn-Beratender-Experte-11420_6.html

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Medikament “Nux vomica Logoplex“ (Homöopathisch) beim Hund sinnvoll?

Hi, Wir waren am Sonntag notfallmäßig in einer Tierklinik in unserer Stadt. Luna hat stark gezittert, sich einmal übergeben und ist laut jaulend vor Schmerzen durch die Wohnung gerannt ist... Wir sind dann direkt zur Klinik gefahren. Als die Ärztin sich unsere Hündin angeschaute, hat dir auch Fieber von 39,4°C festegestellt. Luna hatte schon den ganzen Tag keinen Appetit, selbst ihre Lieblingsleckerlies verweigerte sie, was noch nie vorgekommen ist. Da wussten wir, dass irgendwas nicht stimmt.

Die Ärztin meinte, sie hätte einen Infekt und würde ein Antibiotikum spritzen. Ich habe mir dann die Quittung geben lassen, weil wir morgen einen Termin bei unserem HausTA haben und ich ihn mitteilen wollte, was die ihr in der Klinik gegeben haben. Da es ihr mittlerweile wieder super geht, habe ich keinen Grund gesehen, den TA Termin vorzuziehen.

Sorry für den langen Text...jetzt tut eigentlichen Frage...

Die haben ihr auch das Medikament “Nux vomica Logoplex“ gespritzt. Ich habe engen gegoogelt und es ist ein homöopathisches Mittel (ich halte davon nix) jetzt habe ich keine Ahnung wozu sie ihr das gegeben hat, zumal es keiner bestimmten Indikation bedarf. Sie hat mich auch nicht darüber informiert, dass sie ihr das spritzt und wir ihr euch vorstellen könnt bin ich darüber nicht erfreut, dass sie das einfach über mich hinweg entschieden haben.

·Kennt sich da jemand mit aus? ·Sehe ich das zu kritisch (mit geht's hierbei NICHT um den Kostenfaktor!)? ·Habt ihr auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht?

Danke für euere Meinung

LG

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 Es ist bekannt, dass Tierärzte auch mit dem Verkauf von Medikamenten Umsatz machen, egal, ob es sich nun um zugelassene Medikamente mit nachgewiesener Wirkung handelt, oder um Homöopathika, die ja lediglich "registrierte Arzneimittel" sind, die durch eine Sonderregelung (die von vielen sehr kritisch gesehen wird) davon ausgenommen ist, ihre Wirkung unter Beweis stellen zu müssen. Diese Homöopathika enthalten in den üblichen Potenzierungen keine Wirkstoffe in pharmakologisch wirksamen Mengen, sondern bestehen lediglich aus dem Trägerstoff Saccharose (Zucker). Nach den Lehren der Homöopathie soll die Wirkung "feinstofflich, geistartig, über Schwingungen oder Informationen" oder ähnlichem erfolgen. Wenn man daran glauben mag, bitte sehr. Bleibt jedem selbst überlassen. Mag ich nicht drüber diskutieren an dieser Stelle; hatten wir schon x-mal.

Bei einem Komplexpräparat ist das etwas anderes. Denn diese widersprechen der homöopathischen Lehre, weil gleich mehrere Wirkstoffe verwendet werden (das lehnt die klassische Homöopathie ab). Die Hersteller verkaufen also Mittel als Homöopathika, die keine sind, weil einzelne Wirkstoffe auch in pharmakologisch wirksamer Menge vorhanden sind. Fakt ist aber, dass der Tierarzt diese auch aus zugelassenen Medikamenten nehmen könnte, ohne den homöopathischen Überbau. Ich würde die Tierärztin gezielt darauf ansprechen und mit ihr klären, ob sie generell Homöopathie einsetzt, die du bezahlen musst, ohne dir das vorher zu sagen. Ich wäre damit nicht einverstanden und würde künftig auch darauf bestehen, dass solche Mittel nicht eingesetzt werden bei meinem Tier.

Mit meinem Tierarzt habe ich das klar besprochen. Er hat mir auch bestätigt, dass viele Tierbesitzer ihn auf Globuli ansprechen, er das allerdings ablehnt und die Leute entsprechend informiert. Ebenso wie die Vertreterbesuche der entsprechenden Hersteller. Jeder TA kann das für seine Praxis selbst entscheiden. Es gibt allerdings auch Tierbesitzer, die ausschließlich mit solchen Mitteln (bzw. anderen "alternativmedizinischen" Dingen) agieren wollen. Die müssen sich in seinem Fall einen anderen TA suchen. Aber auch die Geduld und Zeit eines Tierarztes hat ihre Grenzen. Manche diskutieren nicht mehr darüber, sondern geben dem Tier das, was der Besitzer will... Des Menschen Wille ist in diesem Fall sein Himmelreich.

Nein, mir ist das noch nicht passiert. Bis vor einigen Jahren wusste ich aber auch noch nicht über diese Dinge Bescheid und hätte das gar nicht bemerkt. Es ist gut, wenn man sich genauer darüber informiert.

Alles Gute weiterhin für dein Tier. Ich denke, es ist bei dir in guten Händen.

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Hallo Schnobbel,

ich kann dir auch nur raten, was alle hier bereits getan haben. Bitte bring deinen Hund zum Tierarzt und lass abklären, woher sein schlechter Zustand derzeit kommt.

Natürlich haben Tiere nicht die Möglichkeit, selbst zu äussern, was ihnen fehlt; aber ein Veterinär hat die Möglichkeit, das Blut zu untersuchen, sein Herz abzuhören, einen möglichen Bakterienbefall festzustellen usw. Auf eigene Faust irgendwelche Globuli zu geben, die irgendwer hier empfiehlt, weil er seiner Meinung nach bei seinem Tier damit gute Erfahrungen gemacht hat, ist keine gute Lösung. Das wäre es bei einem Menschen auch nicht. Bei einem kommt eine Schlappheit durch einen Hormonmangel, bei einem anderem kommen die gleichen Symptome durch eine Herz- oder Kreislaufschwäche, bei wieder anderem ist eine sehr ernste Erkrankung die Ursache. Das kann dir hier niemand diagnostizieren. Und deshalb nutzen solche Tipps auch nichts, zumindest nicht dem Hund. Lediglich der Besitzer hat dann vielleicht das Gefühl, etwas Hilfreiches getan zu haben. Das hat er aber nicht wirklich.

Wenn dir an deinem Hund etwas liegt, bring ihn bitte zum Tierarzt.

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Da wird dir jeder Homöopath etwas anderes sagen. Denn es gibt nicht "die" Homöopathie. Inzwischen existieren von der ursprünglichen "klassischen" Homöopathie wie Samuel Hahnemann sie vor über 200 Jahren entwickelte, sehr viele Versionen, die sich zum Teil sogar selbst widersprechen.

Wenn du dir damit etwas Gutes tun willst - dann spüre in dich selbst hinein, wann dein Körper "bereit" ist, ein anderes Mittel zu nehmen. Jeder Mensch ist individuell, und bei jedem "wirken" die Globuli auch individuell.  Deshalb kann es darauf keine andere Antwort geben.

In diesem Link werden sogar verschiedene Mittel im Abstand von 15 min. empfohlen

http://www.apotheke-homoeopathie.de/wissen/fragen-antworten-homoeopathie

Hahnemann würde das in seiner klassischen Homöopathie strikt ablehnen. Also: Entscheide selbst, was dir guttut. Dabei kannst du nichts falsch machen. Das ist ja das Schöne an der Homöopathie.


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Hallo Sharylee, ich hoffe, dass du einen guten Tierarzt finden wirst. Aber auf eines möchte ich dich klar hinweisen: Ein guter Tierarzt gibt keinem Tier homöopathische Mittel!

Homöopathika enthalten keinerlei Wirkstoffe, sondern bestehen lediglich aus Zucker oder einem anderen Trägermaterial. Dies nützt keinem kranken Tier auch nur das Geringste. Du kannst mit dem Tierarzt ausführlich sprechen, welche Medikamente er aus welchem Grund empfiehlt und was das kostet. Aber eine Behandlung zu bezahlen, in welcher der Tierarzt nur Zuckerkügelchen gibt (weil der Besitzer das so möchte), ist Geldverschwendung, und wenn es noch so gut gemeint sein mag.

Ein krankes Tier braucht Medikamente, die auch Wirkstoffe enthalten, aber keine Zucker. Ganz im Gegenteil führt dieser mit der Zeit häufig zur Erblindung des Tieres.

Ein guter Tierarzt rechnet dir nur das ab, was du vorher mit ihm vereinbart hast - also sprich VOR der Behandlung mit ihm darüber! Und seine Sätze sind relativ gering - ganz im Gegenteil zu dem, was gewisse Tierheilpraktiker berechnen, die meistens noch nicht einmal eine Ausbildung haben. Und welche Medikamente gegeben werden sollten, kannst du auch VORHER mit dem TA besprechen. Dann hast du keine bösen finanziellen Überraschungen. Und solche Tierärzte sollte es in Magdeburg reichlich geben.

Ich würde im Branchenverzeichnis nachsehen und mich erkundigen, ob der TA Homöopathie gibt. Und wenn er das tut, würde ich einen großen Bogen um ihn machen...

Alles Gute!

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Hallo Sandrisimo,

es gibt mit Sicherheit Mittel, die bei Kinderwunsch helfen können. Am besten spricht man darüber mit dem Gynäkologen. Die biologische Uhr stellt heutzutage nicht mehr das große Problem dar wie in früheren Tagen, da lässt sich einiges machen. Am besten lasst Ihr Euch da gut beraten.

Was können homöopathische Mittel? Nicht viel. Allenfalls können Sie Euch unterstützen im Geduldigsein. Mehr nicht. Diese Mittel enthalten keinerlei Wirkstoffe - man nimmt damit lediglich Zucker zu sich. Auch wenn die Homöopathen gerne etwas anderes behaupten, es gibt keinerlei gut gemachte klinische Studien, die eine entsprechende Wirkung belegen könnten. Die Untersuchungen, die das von sich behaupten, beweisen eher das Gegenteil.

Das kannst du zum Beispiel hier sehr gut nachlesen:

http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=1460

Und leider ist es in der Praxis so, dass während der Zeit, in der man einfach nur abwartet und auf die Zuckerkügelchen vertraut, die biologische Uhr halt weitertickt. Diese Zeit hätte man meistens sinnvoller mit wirkungsvollen Therapien verbringen können.

Meine Antwort ist daher ganz klar: Homöopathische Globuli sind Scheinmedikamente, die beruhigen können, wenn man an eine Wirkung glaubt. Mehr nicht. Schwangerschaften fördern damit? Nein. Sonst hätten die Hersteller längst Nobelpreise für ihre Produkte bekommen. Haben sie aber nicht. Warum wohl?

Alles Gute für Euch!

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siebenjährige Tochter pinkelt aus Bequemlichkeit in Windel

Unsere siebenjährige Tochter braucht nachts noch Pampers, da sie in der Nacht noch nicht trocken ist und fast jede Nacht einnässt. So weit so gut; wir machen daraus kein grosses Tamtam und auch für unsere Tochter ist es nicht wirklich ein Thema... Es ist hald einfach noch nicht ganz so weit, und wir sind zuversichtlich dass sich das früher oder später ändern wird. Gestern kam das Thema kurz in einem Gespräch beim Essen auf und dabei fanden wir mehr zufällig heraus, dass sie offenbar immer wieder am Morgen, wenn sie bereits wach ist, in die Pampers macht - aus Bequemlichkeit wenn sie noch nicht aufstehen will und sonst hald alles abziehen müsste etc... Offenbar sei das gleiche auch schon vor dem einschlafen vorgekommen...

ich meinte ziemlich deutlich, dass ich das gar keine gute Idee fände und das ab sofort nicht mehr vorzukommen habe! sie meinte dann nur "die muss man eh fortschmeissen weil sie schon nass sind von der Nacht, da kommts auch nicht mehr draufan"... wobei sie mir regelrecht den Wind aus den Segeln genommen hatte, weil es wirklich stimmt. sie ist wirklich sozusagen jede Nacht nass - im Schlaf. Auf dieses so simple Argument hatte ich keine gescheite Gegenantwort.

Mein Mann meinte später auch, ich solle das etwas gelassener angehen - aber ich weiss nicht. mich stört einfach dieser Gedanke, dass sie einfach, weil sie noch nicht gerade aufstehen möchte, frisch fröhlich in die Pampers puschert...

was denkt ihr? was soll ich machen? ich meine, nachprüfen kann mans ja doch nicht wirklich....

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Hallo chwiane,

ich habe in meinem Kommentar an Tinimini sehr ausführlich erklärt, dass es verschiedene Gründe für das Einnässen geben kann. Ich möchte dir auf keinen Fall raten, irgendwelche Pseudomedizin zu geben, die das Problem nicht löst, sondern nur einen Zeitverlust bedeutet.

Wenn der Kinderarzt eine organische Ursache ausschließen kann, würde ich dir gern raten, eine entsprechende Therapie in Angriff zu nehmen. Bitte erkundige dich, welche Möglichkeiten es bei euch gibt. Oft ist damit die Sache sehr schnell behoben. Manchmal erfordert es auch, gewisse Dinge zu verändern, wenn das Einnässen eine Reaktion auf psychische Belastungen darstellt. Wenn du das Gefühl hast, dass hier etwas vorliegen könnte, solltest du einmal eine Familienberatung in Anspruch nehmen. Dadurch entstehen dir keine Kosten. Und es gibt Spezialisten zu diesem Thema, wie z.B. die Userin "Adlerblick", die hier schon vielen Familien geholfen hat.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass deine Tochter das wirklich nur aus Bequemlichkeit macht. Nicht in diesem Alter. Darum ist mein Rat: Führ ein klares Gespräch mit dem Kinderarzt und erkundige dich dann ggf. nach einer Therapie. Aber bitte drangsalier das Kind nicht auf eigene Faust mit Scheinmedikamenten oder "Naturmedizin", wenn gar nicht klar ist, woher das Problem kommt.

Alles Gute!

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Ich möchte mich ganz bewusst aus dieser  Diskussion heraushalten, die Schule zu verlassen. Es mag Leute geben, die sich speziellen Gruppierungen anschließen und ihre Kinder entsprechend unterrichten lassen - dazu gibt es immer wieder auch Gerichtsverfahren; einfach ist so etwas nicht - über den Sinn kann man nur wirklich etwas aussagen, wenn man Details kennt. Ob das Ganze praktikabel und sinnvoll für dich als Fragesteller ist, kann ich nicht beurteilen. Aber ich möchte dir gern meine persönliche Sichtweise dazu schreiben. Ich arbeite selbst mit Kindern und Jugendlichen, die von ADS bzw. ADHS betroffen sind.

Es fällt dir schwer, deine Aufmerksamkeit lange aufrecht zu erhalten, wenn es um Themen geht, die dich nicht ganz besonders interessieren. Das ist im Schulalltag selbstverständlich problematisch. Du ermüdest schneller und es fällt dir schwer, am Thema zu bleiben. Ich gehe dennoch davon aus, dass du einen Schulabschluss schaffen möchtest. ADS hat schließlich nichts mit Intelligenz zu tun. Es handelt sich um eine Eigenheit, die du hast, und die viele andere auch haben. Das passt nicht ganz in unser Schulsystem, aber das Syndrom ist bekannt und die Schulen lernen, damit umzugehen. Das ist auch für die Lehrer nicht einfach, denn sie haben ihren Schulstoff, den sie möglichst allen Schülern vermitteln sollen - und je größer die Klasse ist oder je mehr Schüler aus dem Durchschnitt fallen, desto schwieriger wird das. Manche Lehrer ignorieren diese Problematik, weil sie nicht wissen, wie sie in der Praxis damit umgehen sollen oder schlicht von den Schülern überfordert werden, die in ihren Augen den Unterricht stören. Denn je mehr Schüler mit Null-Bock-Mentalität den Unterricht boykottieren, desto mehr wertvolle Zeit geht denjenigen Schülern verloren, die etwas mehr Zeit bräuchten, wie zum Beispiel die Schüler mit ADS. Denn ihnen kann man helfen, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Ich kenne mehrere Lehrer, die sich hier sehr für ihre Schüler einsetzen und sich bemühen, zu helfen. Das geht am Besten im Zusammenschluss von Pädagogen, Ärzten/Therapeuten, Eltern und natürlich dem Schüler. Einer allein erreicht wenig. Zusammen kann man aber viel erreichen. Denn es darf nicht passieren, dass der Schüler aufgrund einer ADS einen Selbsthass oder eine Depression entwickelt. Und deshalb klingelt da die Alarmglocke, wenn ich deine Frage lese. Es ist Zeit, dass du sinnvolle und realistische Hilfe bekommst.

Für die ADS kannst du genauso wenig wie für deine Augenfarbe oder deine Schuhgröße. Die ist angeboren; es gibt dafür verschiedene Ursachen. Dazu gibt es verlässliche Studien, auch wenn Verschwörungstheoretiker diese ablehnen.

Es ist sehr wichtig, dass du dir fachliche Hilfe holst. Diese gibt es, und sie steht dir zu. Bitte wende ich an deinen Haus- oder Kinderarzt und bitte darum, dass du in fachärztliche Behandlung kommst. Deine ADS muss richtig diagnostiziert werden, falls sie das noch nicht ist. Dann muss eine Gesprächs- und Verhaltenstherapie für dich kommen. In dieser kannst du über deine Sorgen, Ängste und den riesengroßen Frust, der sich da anstaut, sprechen. In einer Verhaltenstherapie kannst du lernen, die Dinge anders anzugehen. Es sind meist die gleichen Dinge, die immer wieder für Ärger sorgen - das kann man trainieren. Bei vielen Jugendlichen ist von der ADS nach der Pubertät nichts mehr zu bemerken. Das liegt aber nicht daran, dass diese weg oder gar "geheilt" sei. Der Grund ist vielmehr, dass diese Menschen gelernt haben, mit schwierigen Situationen umzugehen. Für manche Sachen braucht es Selbstdisziplin, das kann jeder leisten und ist zumutbar. Auf der anderen Seite wirst du erkennen, dass du enorm viele Stärken und Fähigkeiten hast, die du nutzen kannst und solltest. Jeder Mensch hat diese Stärken, und es ist ein Jammer, wenn diese dann in ihrem Tunnelblick nur noch das sehen, was sie nicht so gut können. Lass dir zeigen, dass du ein wertvoller Mensch bist, der viele Sachen viel besser kann als andere. Die Vielfalt macht uns Menschen aus. Du hast ein Recht darauf, glücklich zu sein und nicht mit deinem Schicksal zu hadern. Aber sei auf der Hut, dass du in die richtigen Hände kommst - es gibt leider viele Gruppierungen und Sekten, die auf der Suche nach solchen Menschen sind, um diese mit falschen Versprechungen für ihre Sache zu ködern.

Alles Gute für dich!

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Hallo Saddam, ich habe deine Frage gelesen - und dabei kommt mir etwas ganz Prinzipielles als Erstes in den Sinn. Warum bist du denn ständig so überreizt? Darüber solltest du vielleicht lieber nachdenken als über irgendwelche Dinge, die du schlucken und damit deinen Körper oder deine Psyche beruhigen willst. Es gibt Auslöser für diese Gereiztheit. Nur da solltest du ansetzen, die Ursachen klären - und schauen, wie du diese abstellen kannst. Oder wie du damit anders umgehen kannst. Wenn du das, was dich aggressiv macht, was dich ängstigt, klar siehst, kannst du damit besser umgehen. Oder willst du den Rest deines Lebens ständig irgendetwas schlucken? Meist fängt man mit harmlosen Sachen an (zum Beispiel Homöopathie, in der überhaupt keine Wirkstoffe vorhanden sind in einer Menge, die etwas bewirken könnte. Auch das empfohlene Neurodoron enthält diese Mineralien derartig verdünnt, dass diese keine pharmakologische Wirksamkeit mehr haben können. Was da wirkt, ist das Vertrauen in den Glauben, dass man etwas Wirksames genommen habe. Das hilft vielleicht eine Zeitlang, bis sich die Umstände geändert haben, die zur Gereiztheit führen. Die Zuckerkügelchen selbst ändern daran nichts.) Aber meistens hilft das nicht lang - und man braucht etwas Stärkeres. Das setzt sich dann fort. Das Mittel wirkt immer eine Weile, dann nicht mehr - klar, man hat ja auch an der Ursache nichts verändert.

Ich möchte dir jetzt ganz bewusst nicht irgend ein Mittel empfehlen. Sondern vielmehr, genau hinzuspüren, wann du gereizt bist, was das hervorruft. Und dann dort anzusetzen, die Dinge zu verändern. Und wenn du meinst, dass du das nicht kannst, solltest du mit jemandem darüber reden, der dir hilft, diese Dinge einmal aus einem anderen Blickwinkel heraus zu sehen. Aber bitte fang gar nicht erst damit an, dich von angeblichen Medikamenten ohne Nebenwirkungen abhängig zu machen. Und auch nicht von wirklichen Medikamenten. Denn beide haben die unangenehme Nebenwirkung, unselbständig und hilflos zu bleiben. Du kannst sehr viel in deinem Leben selbst bestimmen, pack das an! Alles Gute.

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